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Benutzerbild von Kaiserstädter

Mein Entschluss steht: Am 3. September 2017 werde ich meine zweite Langdistanz finishen. Was noch nicht klar ist: Welche Langdistanz wird es? Nochmals Cologne 226 oder den BelMan?

Was spricht für Cologne 226?

Einiges - in aller erster Linie die Schwimmstrecke auf der Regattabahn. Die Leinen, die auf dem Boden der Regattabahn gespannt sind, kann man beim schwimmen sehen und sich sehr gut daran orientieren. Ein Zick-Zack mit sinnlos geschwommenen Metern ist somit ausgeschlossen. Und das spart Zeit und Kraft.

Die Radstrecke ist sehr flach und die Laufstrecke auch. Und sehr wichtig: Ich habe mit meiner Zeit von meinem ersten Start dort eine Richtmarke, die ich angreifen könnte. 12:08 Stunden waren es... da ist man ja schon für die sub 12 motiviert.

Doch es gibt auch etwas, das dagegen spricht: Die Stimmung an der Strecke ist jetzt nicht so toll. Auf der Radstrecke ist man mit den anderen Athleten alleine, Zuschauer sind nur an dem Wendepunkt in Köln-Deutz und ab und an in Köln. Aber dort, wo die Strecke eintönig ist und man Unterstützung brauchen könnte, da ist man ganz alleine.

Und auf der Laufstrecke hatte man immer den Eindruck, dass der Kölner so langsam die Schnauze davon voll hat, dass seine Stadt für die Triathleten schon stundenlang verkehrsberuhigt wurde.

Schließlich spricht auch das dagegen, was für den BelMan spricht.

Was spricht für den BelMan?

Einiges – in aller erster Linie der Reiz der neuen Erfahrung. Das Schwimmen ist in dem Stausee bei Robertville in der Eifel. Die Eifel mag ich. Gott muss einen guten Tag gehabt haben, als er sie gebastelt hat, denn es ist dort wunderschön.
Robertville liegt nahe an Aachen und eine Übernachtung ist hier nicht nötig. Früh aufstehen und man kann alles gut schaffen.

Die Eifel mag ich – doch sie schuf der Teufel. Die Radstrecke ist zusätzlich zur Länge auch in den Anstiegen fordernd. Die Anstiege haben manchmal eine Steigung von über 15 Prozent. Auch die Laufstrecke ist nicht flach.

Es ist damit klar, dass die 12:08 Stunden aus Cologne 226 im Jahr 2014 nicht als Richtmarke dienen kann. Es ist etwas ganz Eigenes und Neues.

Wie gesagt, ich bin noch unentschlossen. Ich werde mir den Wettkampf beim BelMan dieses Jahr mal ansehen und danach entscheiden.

Warum nicht Roth?

Neulich bekam ich eine Nachrricht von einem Freund: „Hast Du Lust in nächstes Jahr in Roth zu starten? Die Anmeldung öffnet am soundsovielten (habe ich vergessen) um 10 Uhr. Spontan wollte ich schon ja schreien, welcher Triathlet möchte nicht einmal in Roth starten?

Aber es spricht doch einiges dagegen. Da sind zunächst die Kosten. Das Startgeld ist, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, in 2016 bereits auf 450 EUR gestiegen. Dann ist Roth nicht gerade um die Ecke. Es bedarf sicher eines Anreisetages und die Abreise sollte auch nicht am Wettkampftag sein, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, eine mehrstündige (womöglich Auto-) Fahrt nach einer Langdistanz zu machen. Das bedeutet mindestens 2 Übernachtungen.
Die Hotels in Roth haben nicht genug Betten für die ganzen Starter und auch die Umgebung ist sicher schon jetzt für 2017 ausgebucht von den Startern, die sich sofort nach der Veranstaltung 2016 haben registrieren lassen (oder ging das dieses Jahr nicht?). Übernachten müsste man dann wahrscheinlich in Nürnberg, das ca. 30 km von Roth entfernt ist. Logistisch ist es also auch nicht wirklich einfach.

2 Übernachtungen in Nürnberg mit Frühstück, da sage ich mal mindestens 150 EUR, wenn nicht 200! Und dann hätte ich noch nichts gegessen, nichts getrunken, kein Sprit in das Auto (das ich nicht habe, sondern mieten müßte) laufen lassen (alternatvie Bahnkosten schätze ich auf 250 EUR in Summe).

Roth würde mich also rund 1.000 EUR kosten. Und ganz ehrlich? Das ist mir momentan der Solarer Berg nicht wert. Kann man auch anders sehen, weiß ich – aber ich sehe es so.

Übrigenss war Roth dann um 10:00 und 30 Sekunden ausgebucht. Man braucht da also schon mehr als nur etwas Glück – ein Eimer oder eine Wanne Glück wären nötig.

Roth aktuell also NEIN.

Warum kein Iron-Man?

Auch der Iron-Man ist das Startgeld teuer, im Prinzip genau wie bei Roth. Allerdings findet der Iron-Man Limburg in Maastricht statt und das liegt nur 30 km von Aachen entfernt. Ich hätte also die ganzen Kosten für Anreise und Hotel nicht am Hacken... Von daher war der Iron-Man Limburg durchaus in meinem Gedankenspiel vorhanden... Letztlich habe ich mich dann aber doch gegen den Iron-Man entschieden. Vielleicht wird es ja später mal ein ganz besonderes Highlight für mich...?

12 1/2 Monate Zeit zur Vorbereitung

Ich mache es wieder auf meine Art und Weise. Lange Vorbereitung auf die Langdistanz mit meinem eigenen Trainingsplan.

Andere machen es anders: Sie haben einen Coach, der den Trainingsplan schreibt oder nehmen einen Plan aus dem Internet, einer Triathlonzeitschrift oder aus einem Buch. Manche planen nur die 3 Monate vor dem Wettkampf andere 6 oder länger. Das finde ich alles interessant und ich setze mich mit jedem Plan auseinander und schaue, ob ich etwas dabei für mich rausziehen kann und dass ich Fehler bei meiner Planung vermeiden kann. Auch Rat nehme ich gerne (nach Reflexion) an.

Doch schlussendlich habe ich für meine Langdistanz alleine die Verantwortung und ich kenne mich am besten. So, wie ich es will und nicht anders. Mit allen Konsequenzen und dem Mut, Fehler zu machen (hoffentlich wenige).

Im Gegensatz zu meiner Langdistanz 2014 habe ich mich als Athlet und Mensch weiterentwickelt.

Sportlich habe ich wesentlich mehr Erfahrung und Routine. Meine körperliche Ausgangsbasis ist wesentlich besser. Ich weiss, wie man lange Wettkämpfe zu Ende bringt.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch verletzlicher geworden, was meine anderen Sorgen und Nöte betrifft – das Restleben ist anders und sicherlich nicht leichter geworden.

Daher möchte ich einen wichtigen Ansatz festhalten, der für mich diesmal die Grundlage meines Trainings für die Langdistanz und auch für den Wettkampf im September 2017 ist:

Ich lese gerne Bücher über Triathlon und über Trainingslehre. Wenn man dann stöbert, springt einem ein Titel immer wieder ins Auge: „I against me“
Ich habe das Buch nicht gelesen und ich verstehe auch in dem Titel, dass man manchmal Widerstände überwinden muss, die in einem Selbst liegen. Dennoch finde ich den Titel so negativ, dass ich das Buch nicht lesen möchte.

I against me? Ernsthaft? Nein.

Meiner Meinung nach richtig: Ich mit mir. Etwas gegen sich selbst durchzuführen, ist das nicht krank? Im Konflikt mit sich selbst kann man nicht das Beste erreichen. Besser ist es, alle Teile vom eigenen Selbst zu mobilisieren. Der ganze Mensch für ein Ziel. Das bedeutet, sich selbst zu lieben und zu respektieren. Hart gegen sich selbst? Nein. Liebevoll mit sich im Reinen. Ganz und gemeinsam für eine Sache, für das Ziel, für das man angetreten ist, es zu erreichen.

Körper und Geist. Körper mit Geist. Als Einheit. Als ganzer Mensch.

Mein Plan:

Vorbereitung beginnt am 8. August 2016. Das ist der Startschuss in mein seriöses Training für die Langdistanz. Ich habe dabei drei Phasen im Sinn.

Die erste Phase ist ein Trainingsplan für einen Halbmarathon um die 1:30:00, den ich im November angehen möchte.

Danach ist mein Schwerpunkt das Schwimmtraining. Der Winter wird von Schwimmeinheiten geprägt sein. Dabei möchte ich vor allem das Schwimmtraining von meinem Verein nutzen (Phase 2).

Ab Januar 2016 beginnt der planmäßige Aufbau mit Trainingsblöcken. (Phase 3). Darin integriert ist mein Trainingslager im Frühjahr und meine Vorbereitungswettkämpfe.

Halbmarathon Venlo
Sprintdistanz Aachen-Brand
Hannover Sprint und MD (Unterbringung ist schon geklärt, es lebe Jogmap!)
Eupen Sprint und MD
Indeland MD

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Plan. Ich verfolge bei der Langdistanz mehrere Ziele – egal ob in Köln oder in Belgien:
1.Finishen und das Beste geben.
2. Sub 12 schaffen.
3. Den optimalen Wettkampf machen.

Wenn ich Ziel 1 erreiche, dann bin ich zufrieden. Wenn ich sogar 2 oder 3 erreichen kann – das wäre ein Traum.

Sehr froh bin ich, dass ich von Phie schon die Zusage habe, dass sie mich beim Laufen unterstützen wird. Bestimmt bekomme ich noch mehr Hilfe von anderen Freunden.

Tja, dann wollen wir mal...

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Anmerkungen

zu Roth: Übernachten in Nürnberg ist unproblematisch und nicht halb so teuer wie von dir befürchtet. Unser Hotel lag strategisch günstig und war auch noch nicht ausgebucht. Man muss eben nur dran denken ein Ticket für das Shuttle zum Schwimmstart zu organisieren. Ansonsten sehe ich es wie du: den Solarer Berg kann man haben, muss man aber nicht.
zu Maastricht: Testen wir nächstes Jahr. Gute Gründe sprechen dafür (für mich in erster Linie das Ende der Sommerferien, d.h. vorher Zeit für Radausfahrten). Gegen Ironman sprechen die Preise, für Ironman die Organisation. Und so viel billiger ist Roth dann auch nicht.
zu deinem Plan: Eupen noch mal??? Du Tier. Ich habe da immer noch Albträume....

Klingt alles nach einem durchdachten Plan. hau rein!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Am besten gefällt mir der

Am besten gefällt mir der Satz "Ich mit mir"
Wenn du dabei bleibst (wovon auszugehen ist) kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Der Rest ist Training und das zu organisieren, planen, umsetzen, kannst du sowas von aus dem ff.
Egal für welchen du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Freude bei der Vorbereitung.

(Und zu deiner Frage unter meinem Blog: nicht lang. Ich wurde gebeten, die Anfänger aus meinem neuen Lauftreff zu begleiten, was mein Zeitmanagement durcheinander gebracht hat. Wusste nicht das es doch so langsam wird. Werde heute nochmal laufen, dann länger :-)) )

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

GEIL!

...fünf sterne!
____________________
laufend findet die einstellung und das vorgehen großartig: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Viel Glück dabei!

...und gutes Gelingen!

Sehr gut strukturiert und philosophisch untermauert!

Möge es genau so gelingen! Wir sehen uns in Limmer!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

I against me ...

... klingt irgendwie nach Triathlon. Ja, ist Schubladendenken. Klingt trotzdem für mich so.
Aber du kannst ja auch laufen. ;-)
Ich drück die Daumen für ne verletzungsfreie Vorbereitung!
;-)
PS: Und heul währenddessen nicht ganz so viel.
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

Oh nein,

noch son Irrer.....irre guter Sportler;-)
Mach mal, du kannst das!

Lieben Gruß
Tame

Neben dem BelMan

werfe ich mal noch den Knappenman in die Lostrommel. Sehr empfehlenswerte Ecke und Veranstaltung, nicht mal halb so teuer wie Roth und Urlaub kann man da auch hervorragend machen.

Aber BelMan klingt für mich von den beiden Varianten spannender. Aber die 12h würde ICH mir da nicht als Ziel setzen - wegen der Eifel, Du weißt schon.

Wie auch immer: hau rein, mach DEIN Ding mit DIR!

Guter Plan!

Ich hoffe sehr darauf ihn hier bei jogmap verfolgen zu können!
Das "Ich mit mir" unterschreibe ich blind...

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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