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Benutzerbild von Forrest120

Mit Begeisterung habe ich eure Berichte gelesen und möchte euch zu eurem Erfolg gratulieren.

Wenn man die Berichte liest, dann merkt man die Euphorie nach dem Lauf. Zu Recht.
Landschaftlich eine nachvollziehbare Bereicherung. Eure Leistung toll.

Und jetzt frage ich mal ganz ehrlich: "Wie "weh" hat der Lauf getan?"

Die Berichte klingen alle immer so schön und da möchte man auch. Ich bin mir aber schon bewußt, das hier die Höhenmeter nicht nur Begeisterung erzeugt haben. Hier kommt doch, trotz Schönheit der Landschaft, der Punkt wo man sagt:"Was mache ich hier"? Und dann geht es irgendwie doch weiter. Ist so ein Lauf wie der ZUT, unabhängig von den Höhenmetern, soviel anders als ein gewöhnlicher Marathon. Ist die Euphorie bei so einem Lauf soviel größer, dass man im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzt.

Ich persönlich bin am Wochenende "nur" einen Marathon gelaufen und hätte im Hinblick auf meine körperliche Situation während des Laufes nur noch "Sch...." rufen können. Landschaftlich war es auch schön,wurde aber leider sekundär.Schnell war ich wieder erholt und mein Zustand ist auch wieder vergessen.

Die schönen Berichte führen bei mir dazu, dass ich das auch erleben möchte und oft vergesse ich dann, dass da auch eine Menge Qual im Spiel sein kann. Ich muss schwer aufpassen, dass ich mich nicht selber überschätze und plötzlich in einem Hang stehe und mich wundere, dass die Beine nicht mehr wollen.

Betrachtet dieses bitte nicht als Kritik an euren Berichten, die den Spaß an der Sache wiedergeben. Das ihr Stolz auf eure Leistung sein könnt, muss nicht extra erwähnt werden.

Da ich solche für mich extremen Erfahrungen (dazu zählt auch Rennsteig oder Harzquerung oder mal eben einen Duathlon nach Comrades)selber noch nicht gemacht habe, versuche ich momentan das Geleistete im Verhältnis zu einem gewöhnlichen Marathon einzuordnen.

Viele Grüeß
Stefan

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"weh tun"

tut es eher hinterher ;-))

Nein, beim ZUT tat mir vieles weh. Schwieriger als das "auf" ist das "ab", jedenfalls für mich. Bergauf kannst du gehen und stöckeln, bergab geht es mächtig auf die Oberschenkel und Knie. Wenn das nicht trainiert ist landest du schnell an der Schmerzgrenze. War bei mir so (Knie). Spezielle Läufe verlangen spezielles Training; also wer Trail will muss auch Trails trainieren.

Halbdistanz nach Comrades ist unproblematisch, da brauchst du nur eine gescheite Grundausdauer. Und keine Zielzeiterwartung ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Meine Sicht der Dinge

Erstmals viele Dank für die Glückwünsche.
Ich finde man kann einen Marathon nicht mit einem Traillauf vergleichen es sind in meinen Augen zwei unterschiedliche Disziplinen.

Ich versuch mal die Unterschiede auf zu listen

1) Zeitziel: Der Marathon ist immer Zeit getriggert sub4; sub3:30; sub3; Quali für Rio. Jeder träumt davon seinen eigenen persönlichen Zielen und jeder läuft so gut es geht an seine Grenze heran.

Beim Trailrunning geht es zumindest bei mir nur ums ankommen. Zeit ist völlig nebensächlich. Das lehrte mich mein erster Trail. Es geht hier nur noch um das genießen der Natur, die Freude über schöne Wege der Einklang mit dir und der Natur.
2) Die Belastung: Beim Marathon gehen sehr viel an die Grenzen und darüber hinaus. Wenn man nicht mehr kann. Hört man auf, geht zur nächsten U-Bahn und fährt heim.

Beim Trailrunning geht wohl jeder vorsichtig an, weil man weiß, daß es weit ist man sich seine Kraft einteilen muß, da diese ja nicht unerschöpflich ist. Man weiß auch, das mitten am Berg einfach keine U-Bahn, Bus oder Taxi kommt und man immer noch irgendwie dort hinkommen muß wo man wieder nahe der Zivilisation ist.

3) Die Bewegung: Marathon (Straße) ist extrem gleichmäßig und somit werden immer die gleichen Muskelgruppen beansprucht  gefühlt finde ich einen Marathon viel anstrengender.

Beim Trailrunning hat man so viele Rhythmen Wechsel, da werden immer wieder andere Muskelgruppen gefordert und nicht ständig die gleichen. Alleine das Bergauf und Bergab. Dann kommt hinzu das der Untergrund wechselt, von weicher Wiese, über Kiesstraße, über Matschweg zu rutschigen Wurzeltrail, dann hat man wieder mehr Stein durchsetztes Gelände ein Schneefeld das gequert werden will oder runtergerutscht immer wieder was neues auf das sich der Kopf und der Körper einstellen sollte.

4) Die Mitstreiter: Beim Marathon gibt es oft gerangel, rücksichtslos wird drauf los gerannt, Leute über den Haufen gerannt, sichfalsch einsortier weil jeder seiner Zeit hinter her hechelt vor allem an den Verpflegungsstationen oft Chaos.

Beim Traillaufen. Sortiert man sich ein, jeder versucht sich so realistisch wie möglich ein zu schätzen. Es wird im Gänsemarsch den Berg hoch gestapft. Wenn man fragt kann man vorbei ziehen. Genauso bergab. Nach einer Weile kennt man sein Umfeld und weiß genau, der ist Bergauf stärker, der im Flachen und wieder andere sind downhiller und jeder nimmt Rücksicht auf die Talente der einzelne. So war es zumindest in meinem Umfeld. Bei mir wartet sogar zwei am letzten höchsten Punkt weil sie mich schon erspäh hatten bis ich oben war fertig mit photographieren und haben sich da gleich hinter mir einsortiert, damit sie später nicht stehen bleiben mußten, fand ich sehr süß von den beiden. Man nimmt aufeinander Rücksicht, wartet auch mal hilft sich gegenseitig. Fragt ob alles in Ordnung ist wenn einer stehen bleibt…

So und nun zu den Schmerzen. Wenn du meinen Bericht aufmerksam gelesen hast, liest du da auch was von Schmerzen. Die Frage ist, wie stark ist man mental drauf an diesem Tag und wie sehr will ich das. Ich hatte mental einen super Tag erwischt. Körperlich eher einen sehr schlechten. Mit all den Krämpfen und Schmerzen vom Ischiasnerv… Aber der Kopf kann das besiegen… wenn man es will und ich wollte es an diesem Tag unbedingt und ich wurde dafür belohnt.

Ich glaube auch, wenn der Gedanke: "Was mache ich hier"? aufkommt, bist du mental nicht gut genug drauf an dem Tag und vermutlich auch beim nächsten Verpflegungstand draußen.
Dieser Gedanke kam mir am Renntag nicht in den Sinn zum Glück.

So und zu guter Letzt hatte ich Wahnsinns Glück mit dem Wetter. Viel Sonnenschein, etwas Regen aber sehr wenig, so daß ich nicht mal die Regenjacke brauchte.

Diesmal hab ich es geschafft. Wenn ich das gleiche nächstes Jahr versuche, denke ich ist es nicht sicher ob ich es wieder schaffe. Aber versuchen werde ich es unter Umständen wieder.

Wenn man sich die Ergebnislisten an sieht, sieht man auch, daß es dieses Jahr, besonders beim Ultratrail sehr viele nicht geschafft haben. Hauptgrund denke ich war das Wetter. Das kann einem schon zermürben und wenn man dann noch irgendwie friert und mental nix mehr dagegen werfen kann ist so ein Rennen schnell beendet, was in meinen Augen auch nicht schlimm ist. Hauptsache man hat es versucht und ist klug genug zu wissen wann man aufhören muß.

Ich hatte übrigens auch die Taktik nur von einer Station zur nächsten zu denken, nie die ganze Strecke auf einmal, das konnte mein Gehirn gar nicht erfassen. Das kannte ich aber schon aus meinen Langlaufurlauben, da bin ich auch schon das ein oder andere Mal sehr viel km gelaufen auch mehrerer Tage hintereinander.
Der Kopf wird auf die Belastung eingestellt, er weiß daß es heute sehr sehr lange dauert.

Also ran an das Training und versuch es!

Grüßle aus dem Süden

City-Marathon vs. (Ultra-)Trails

Hmm... sowohl bei der einen, als auch bei der anderen Variante ist man von vielen Faktoren abhängig wie z.B. Trainingszustand, Tagesform, Wetter, mental usw. Ein Rest-Risiko läuft also immer mit. Wenn es klappt, wunderbar; wenn nicht: abhaken, Mund abwischen, nach vorne schauen und nochmals probieren. So viel zu den Parallelen.

Landschaftsläufe bestechen jedoch mit wunderschöner Natur und dank der unterschiedlichsten Laufuntergründe wird die gesamte Laufkarosserie beansprucht. Des Weiteren werden Koordination und auch Auffassungsgabe/Reaktionsvermögen (Stichwort: Steine/Wurzeln) geschult. Während bei einem flachen Marathon die Belastung einförmig ist und sich nur auf einen Teil der Karosserie beschränkt. Das dürfte es meines Erachtens erklären, warum Trailläufer schon nach einer Woche wieder fit auf der Matte stehen, während nach einem voll gelaufenen Asphalt-Marathon mehr Regenerationszeit benötigt wird. Vom Gesundheitsaspekt her betrachtet - sofern man im Ultrabereich davon sprechen kann ;-)) - sind Trails nur zu empfehlen. Auch hier gilt: Trainingsumfänge langsam steigern und immer wieder üben, üben, üben.

Auch trotz meines DNF an Samstag, wollte ich den ZUT nicht missen. War ein richtiges Abenteuer. Mal gucken, ob ich noch eine dramatische Gegendarstellung zum bisher Geschriebenen hinkriege. ;-)

Mit Stil ins Ziel!

Liebe Rainbowdreamer,...

Deinen sehr guten Ausführungen schließe ich mich voll an! :o)

Liebe Grüße Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ich finde, hier kommt...

...der Marathon an sich etwas schlecht weg.
Es gibt ja erhebliche Unterschiede zwischen einem City-Marathon auf flacher Strecke und einem profilierten Landschaftslauf.
Ich bin noch nie so einen Hochgebirgslauf gelaufen und werde es auch nie tun, und zwar aus folgenden Gründen (die man keinesfalls teilen muss, aber die eben für mich ganz persönlich eine Rolle spielen):
1) Hochgebirge. Ich komme damit kreislauftechnisch nicht besonders gut klar, ab 2000 Höhenmetern brummt der Schädel. Erfahrung beim Wandern. Laufen für mich dort: unvorstellbar.
2) Der Untergrund. Es ist mit Schnee oder auch losen Steinen zu rechnen. Nichts für mich, dafür bin ich nicht trittsicher genug.
3) der logistische Aufwand. Das Gedöns mit Wechselklamotten unterwegs etc. schreckt mich irgendwie ab.

Deshalb bleibe ich dem profanen mittelgebirgigen Landschaftslauf treu und erfreue mich an den Berichten der Helden.
Allein die Zielzeit von 9 Stunden irgendwas für eine Strecke im Marathon-Längenbereich sagt mir persönlich genug über den Schwierigkeitsgrad.

Rainbowdreamer hat alles Wichtige gesagt

Ich bekomme, egal wieviel ich im Vorfeld trainiert habe, eigentlich bei allen Strecken jenseits der 20km schon Ermüdungsschmerzen in der Muskulatur der Beine. Das ist offensichtlich irgendwas Genetisches. Aber bei hügeligen/ bergigen/ trailigen Läufen kommt das irgendwie später und nicht so heftig. Die Abwechslung des steten Auf und Abs tut meinem gesamten Körper gut und belastet ihn spürbar weniger als ein flacher Asphaltlauf der gleichen Distanz.
Ich hatte schon auch etwas Ermüdungsschmerzen auf der ZUT Basetrail XL-Strecke von 39km, aber das kenne ich vom Marathon her auch und dort eher stärker.
Der wahre Schmerz kam bei mir dann am nächsten und übernächsten Tag: Muskelkater in der vorderen Oberschenkelmuskulatur vom Allerfeinsten. Aua, aua, aua. Das Bergablaufen und die damit verbundenen konzentrischen Kontraktionen der Muskeln forderten ihren Tribut. Das hatte ich aber auch so im Vorfeld erwartet. Und es klingt ja auch wieder ab.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

die Plädoyers für Trails sind wunderbar

aber ich habe auch schon bei Trailläufen Idioten erlebt, die einen an den Abhang drängen, oder bei Marathons liebe Mitläufer... Und ich laufe nicht jeden Citymarathon auf Anschlag und brauche deshalb in der Regel wenig bis gar keine Regeneration. Meines Erachtens ist die Anstrengung nicht von der Laufart abhängig, sondern eben vom eigenen Ziel! Und ja, auch bei Trailläufen will man Zielzeiten...

Nicht zu unterschätzen ist m.E. die mentale Anstrengung bei Trailläufen. Ich merke jedenfalls, dass ich mich bei Citymarathons auch gut mal wegträumen kann; bei Trails geht das gar nicht, da ist jede Sekunde absolute Konzentration gefragt. Und die Verletzungsgefahr ist bei Trails eben auch höher, das liegt in der Natur der Sache (auch wenn ich mir meine Knie zuletzt auf Asphalt ruiniert habe...). Den übelsten Muskelkater hatte ich immer nach Trails, nie nach Citymarathons.

Lasst beides gelten!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Danke für die Ausführungen,..............

für mich äußerst interessant. Eigentlich wollte ich überhaupt keinen Vergleich zwischen Marathon und Traillauf. Vorrangig ging es mir um die Euphorie.

Es ist schon komisch, dass ich tatsächlich, die in rainbowdreamer´s Bericht dargestellten Schmerzen und Probleme während des Laufens, verdrängt hatte. In Erinnerung hatte ich "Heidenspaß beim runterflitzen", "genießen der Natur"........etc.

Bei Sonnenblume war es ja ähnlich. Eine insgesamt unbeschreibliche Begeisterung. Auch hier fand ich beim zweiten Lesen "Anlaufen fiel etwas schwer", ja nach 5 Stunden.

Ich hatte bei beiden Berichten, obwohl ich euch ja nicht persönlich kenne, ein permanentes Grinsen vor Augen. Wenn ich dann in dem einen Fall lese 39,9 km und 1900 HM und in dem anderen 62,7 km 2.500 HM (ich hoffe, dass habe ich jetzt korrekt wiedergegeben)denke ich nur, die müssen doch mal genug Natur gesehen haben.Hinzu kommt ja auch noch der Zeitaspekt. Rd. 10 Stunden, mal mehr mal weniger, unter höchsten Anstrengungen Berge gucken. Das muss etwas ganz besonders sein, was ich nicht fassen kann. Reichen doch auch 5 Stunden Berge gucken. (Soll jetzt nicht heißen, dass ihr zu langsam ward.)

Offensichtlich geht es hier aber um ein Gesamtpaket. Wie bereits von Euch dargestellt ist es dann eine Kombination aus Natur, läuferisches Umfeld und der Bereitschaft die eigene Leistungsfähigkeit auszutesten.

Meine Begleiterin am Samstag schilderte ihren ersten Supermarathon am Rennsteig ja auch so, dass aufgrund der gelaufenen Geschwindigkeit in Verbindung mit den Gehpausen, leichter war, als ein Marathon auf Zeit. Ich behaupte aber trotzdem, dass die Wahrnehmung wenn man im Ziel ist eine Andere ist, als ist man gerade auf der Hälfte der zu bewältigenden Strecke.

Mir haben die Ausführungen hier sehr geholfen. Mal sehen wie ich das jetzt vernünftig umsetzen kann.

2017 Rodgau, Citymarathon, Rennsteig, ZUT, Zermatt und zum Abschluss Jungfrau.
-----))). Man muss ja auch Ziele haben.

Viele Grüße
Stefan

*kicher*

"man muss ja auch mal genug Landschaft gesehen haben"... erinnert mich ein wenig an MC's Fichtenkoller :-)
Nein, ich glaube, von SO einer Landschaft hat man tatsächlich nie genug.
Probiers doch mal aus!

"unter höchsten Anstrengungen Berge gucken"

"unter höchsten Anstrengungen Berge gucken"

das ist eben nicht so.

Berge gucken ja. Unter höchster Anstrengung nein. Und selbst Berge gucken geht nicht immer, weil man sich schon etwas auf seinen Weg konzentrieren sollte, als „Hans guck in die Luft“ kann das schnell schlimm enden.

Man geht sehr viel auf solchen Trails, weil man gar nicht in der Lage ist die steilen und/oder z.T. auch etwas flacheren Passagen zu laufen. Deshalb ist es nicht „unter höchsten Anstrengungen“.
Wenn man von den Profis im Stechschritt überholt wird, merkt man auch daß selbst die nicht alles laufen können und auch einen Gang raus nehmen müssen.

Und natürlich tut es weh, wenn man am Ende nochmal 1200HM rauf soll. Wenn man unten steht und denkt ob man das überhaupt packt.
Aber dann geht man einfach los und versucht es. Meter für Meter schraubt man sich hoch. Viele bleiben auch einfach mal stehen und machen Pause einfach um den Puls wieder etwas zu beruhigen oder die Landschaft zu genießen. Manche bekommen Krämpfe, andere müssen nochmal was essen oder trinken. Jeder macht für sich was in dem Moment das richtig für ihn ist. Alles darauf ausgerichtet die Strecke samt den Höhenmeterchen zu schaffen. Ich habe auch Leute getroffen, die sahen bei weiten nicht mehr so glücklich aus und waren hart am Kämpfen.
Man weiß nie was passiert aber man ist immer gezwungen zu reagieren auf das was vor dir liegt und es gehört denke ich ordentlich viel Mut dazu genau das zu tun was in dem Moment getan gehört, Pause? weiter gehen? laufen? essen? trinken?…genießen, fluchen… und was weiß ich…

Genauso umgekehrt wenn man dann ganz oben ist und plötzlich geht‘s zum x-ten Mal runter aber auch zum letzten Mal. Natürlich läßt die Kraft nach, dann macht man einfach langsamer. Rennt nicht mehr sondern joggt nur noch oder geht am Ende nur noch flott, oder langsamer das spielt gar keine Rolle. Hauptsache man kommt gesund und munter unten an.
Ein bisschen wie bei Momo: 1 Schritt,1 Atemzug 1 Besenstrich und schon ist man fertig ;-)

Probiere es einfach. Du kannst nix verlieren nur gewinnen....

Nachtrag:
Achja die Tage danach kann man sich unter höchster Anstrengung sich einen Kaffee holen oder auch nicht, wenn einem die Treppen zu viele vorkommen ;-)

5h reicht auch

Natürlich fühlt man sich auf der Hälfte der Strecke anders als im Ziel. Wobei ich immer von meinem 2/3 Loch spreche. Und das habe ich IMMER; egal ob bei einem 10km Lauf (zwischen 6 und 8) oder bei einem 100km Lauf (dann halt zwischen 60 und 80) oder Marathon (24 bis 28). Und weißt du was, dann lieber bei km 70, das lohnt sich mehr ;-)

Es gibt die zweite Luft. Manchmal auch die dritte und vierte. In Luxemburg wollte ich auf der Radstrecke bei km 20 umdrehen und ins Ziel fahren. Ab km 70 ging es mir wieder gut, da ging es anderen schlecht. Da hilft nur weiterkurbeln oder weiterlatschen. Immer Babyschritte, einen nach dem anderen. Langsam kommt auch an ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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