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Benutzerbild von jogmiguel

Hallo,

ich jogge nun seit rund 8 Jahren dreimal die Woche so ca. 8 km (pro Lauf). Hatte damit auch nie Probleme. Benutze meistens Waldwege (geschottert) und leicht gedämpfte Trailschuhe (K-Swiss, Brooks Cascadia, etc). Aber auch (selten) mal Five-Fingers oder mal Brooks Dyad.

Seit rund 2 Jahren habe ich nun leichte Probeme mit den Knien. Beim Laufen an sich gar nicht, sondern nur wenn ich lange mit angewinkelten Beinen sitze (mehr als 45 Minuten) und dann aufstehe. Dann zieht es sehr unangenehm in den Knien auf den ersten Metern beim Laufen. Ausserdem noch beim Hinknien (zieht, ganz leichte Schmerzen, gehen weg wenn man mehrmals kniet oder Kniebeugen macht). Ansonsten keinerlei Probleme, auch nicht Morgens beim Aufstehen.

Ich war damit beim Arzt und der meinte dies wäre eine beginnende Gonarthrose (Kniegelenks Arthrose). Hätte wohl ab 50 Jahren ca. 75% der Bevölkerung.

Im Internet liest man nun, dass man mit Arthrose nur noch mit stark gedämpften Schuhen, kurze Umfänge und auf weichem Boden joggen soll.

Frage: Hat jemand damit Erfahrungen? Als ich mit Joggen anfing war alles okay bei mir. Kann es sein, dass ich meinen Knien Pause gönnen sollte und auf Radfahren umsteigen muss? Oder vielleicht supergedämpfte Schuhe kaufen?? Oder sollte ich dringend Gewicht abbauen (bin rund 95 KG schwer - schon immer).

Ich bin etwas verunsichert was nun zu tun (oder zu lassen) ist.

Liebe Grüsse

Vorab: Ich bin kein Arzt

Dennoch bin ich ziemlich sicher: weniger bewegen ist definitiv keine Lösung.
Radfahren als Ergänzung kann ich mir gut vorstellen. Ist orthopädisch wenig belastend und bewegt das Gelenk mal etwas anders.
Ob die gedämpften Schuhe was bringen - ich weiß nicht. Das muss man wahrscheinlich probieren. Ich habe persönlich eher schlechte Erfahrung mit (zu)viel Dämpfung auf weichen Böden. Entweder dämpft der Boden ODER der Schuh, aber nicht beides.
Viel Erfolg beim Probieren.

Tja!

Hallo jogmiguel,
das Gewicht sollte man meiner Meinung nach nicht unterbewerten, ist ja logisch: Je mehr Gewicht, desto mehr Belastung...!Das heißt, wenn Du zu schwer für Deine Statur bist, solltest Du dra arbeiten!
Ärzte sagen selten, das man abnehmen soll, das ist unangenehm, und sie könnten einen Patienten verlieren...
Das mit der Dämpfung sehe ich so wie WWConny.
Meine Erfahrung mit Gonarthrose hat mich dieses gelehrt:
Je mehr Muskeln ich habe, desto geringer sind meine Probleme, sowie im Alltag als auch beim Laufen! Deshalb bleibe dran!
Was meiner Meinung nach auch einen großen Einfluss auf Reizsituationen bzw. Entzündungsredaktionen im Körper hat, ist die Ernährung!
Ich habe für mich die Ratschläge aus dem Netz von Dr. Feil zu Herzen genommen und finde sie wirklich gut!
Hier werden Tips gegeben, wie man sich bei Arthrose gut ernährt, z. B. mit Hagebutte, Curcuma, Zimt und co., sowie ohne Weizen oder Schweinefleisch...
Ich hatte für mich z. B. auch festgestellt, das ich mehr Knieprobleme hatte, wenn ich Rotwein trank!
Und mach nicht den Fehler, mit dicken Knien einfach so weiterzumachen, trotz Schmerzen! Das macht ( erfahrungsgemäß) die Knie richtig kaputt...
Ich versuche gerade mit meinen kaputten Knien auf geringere Dämpfung umzusteigen, kann aber noch nicht so viel dazu sagen...
Hab just seit heute nach ewig langer Zeit wieder Pobleme mit meinem linken Knie, was mich total ärgert und auch traurg macht....
Ich hab da ein Ziel, und ich weiß nicht, was meine Arthrose dazu sagt, jedenfalls ist es im Moment richtig blöd. Aber es liegt definitiv nicht an meinen Schuhen, eher an..., ach, ich weiß nicht... :-(
Auf jeden Fall, liebe Grüße,
Petra

Kräftigung

Habe vor 8 Jahren mit 100 kg (Körpergröße 175 cm) mit dem Laufen begonnen. Hatte von Anfang an ständig Schmerzen in Hüfte und in den Knien. Habe verschiedene Orthopäden konsultiert. Die Antwort war regelmäßig: Laufen ist nichts für Sie. Letztendlich habe ich einen Dok gefunden, der sagte: das machen wir. Er hat mir beide Knie operiert (Meniskus und Pärforation des Knorpels, damit dieser zum Aufbau angeregt wird). Dies hat gut funktioniert. Zusätzlich hab ich in eine Bewegungsanlyse gemacht. Dort wurden mir Kräftigungsübungen für den Oberkörper, Bauchmuskulatur, Abduktoren, Oberschenkelmuskel, Waden- und Schienbeinmuskulatur gegeben. Mit den operierten Knien bin ich mittlerweile über 15 000 km gelaufen, zuletzt im Mai den Rennsteig mit 72,7 km am Stück. Ich laufe schmerzfrei und bin der Auffassung, dass ich dies den Kräftigungsübungen, die ich nunmehr seit über 3 Jahren mehrmals wöchentlich mache, zu verdanken habe.

Arthrose

In beiden Großzehen, laufe nur minimal gedämpfte Schuhe.

Ja, Gewicht spielt eine Rolle, deine Knie müssen einiges auffangen! Statt super gedämpfter Schuhe lieber Geld in einen guten Physio investieren bzw. ein gutes Studio, das Reha anbietet und fleißig Muskeln aufbauen!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Habe ähnliche Erfahrungen gemacht

Der Orthopäde wollte mir joggen verbieten und hatte schon die Messer gewetzt. Und natürlich verschrieb er mir jede Menge Anwendungen, die ganz zufällig alle in seiner Praxis durchgeführt werden konnten. Die OP habe ich gelassen, die Anwendungen (Kälte, Ultraschall, Elektrowasweißich, Akupunktur, Umschläge mit Retterspitz, Einlagen - die ganze Palette) hat alles nichts gebracht.

Dann habe ich (W/57) einfach selber ausprobiert, was mir gut tut. Ich habe 12 kg abgespeckt, gehe wöchentlich zum Spinning und zum Muskelaufbau/Langhanteltraining. Seither tun meine Knie gut und ich habe jede Menge neuer Kontakte geknüpft.

Zum Joggen gehe ich nur noch 2 mal die Woche mit gut gedämpften Schuhen (Asics) und ich trage stützende Manschetten um die Knie. Von diesen Manschetten wurde mir dringend abgeraten, aber sie tun mir gut. Ich laufe immer ca. 1 - 1,5 Stunden, und bin fast immer komplett schmerzfrei.

Ich weiß nicht, wie lange das gut geht, aber im Moment genieße ich den Zustand und die Zeit, die mir als Läuferin noch geschenkt wird.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Danke!

Vielen Dank erstmal für die ganzen kompetenten Antworten!

Ich habe jetzt eine Mixtur aus allen möglichen Hinweisen/Tips und auch aus dem was man im Netz so findet für mich persönlich umgesetzt.

Zum einen werde ich jetzt wirklich dringend mal rund 10 KG abspecken. Das kann wohl definitiv nicht schaden. Ich habe damit kein grosses Problem - nur fehlte mir bisher einfach die Motivation (also ein wirklicher Grund zum Abspecken). Jetzt habe ich ihn!

Ausserdem laufe ich langsamer und mehr auf der Ferse. Ich bin eigentlich ein Mittel-Fuss-Läufer, aber es ist wohl definitiv besser für die Knie mit den (meistens extrem) besser gedämpften Fersen aufzusetzen. Zumindest solange man keine Minimal- oder Barfußschuhe nutzt.

Ausserdem habe ich mir angewöhnt im Sitzen die Knie nicht mehr längere Zeit angewinkelt zu halten. Ich strecke sie öfters mal aus. Bis jetzt klappt das alles ganz gut.

Sicher wird die beginnende Arthrose von all dem nicht wieder weggehen - Verschleiss ist nunmal Verschleiss. Aber vielleicht kann man das so noch möglichst lange hinauszögern.

Nächste Woche habe ich noch einen Termin beim Orthopäden - aber ernsthafte Behandlung oder Hilfe verspreche ich mir da kaum. Man wird halt alt...

Spinning

Ich möchte nur noch einmal ausdrücklich erzählen, wie gut mir das Spinning bekommt. Diese weichen und stoßfreien Bewegungen sind Labsal für die morschen Knie. Durch diese Art der Bewegung wird wohl der angegriffene Knorpel optimal durchgenudelt und damit auch mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt, gleichzeitig werden Kraft d.h. die Muskulatur und Ausdauer optimal trainiert. Ich bin überzeugt davon, dass ich ohne dieses Training heute nicht mehr laufen könnte. Probier es einfach aus, die ersten Erfolge stellen sich schon nach wenigen Wochen ein. Alles Gute!

Spinning

Ich möchte nur noch einmal ausdrücklich erzählen, wie gut mir das Spinning bekommt. Diese weichen und stoßfreien Bewegungen sind Labsal für die morschen Knie. Durch diese Art der Bewegung wird wohl der angegriffene Knorpel optimal durchgenudelt und damit auch mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt, gleichzeitig werden Kraft d.h. die Muskulatur und Ausdauer optimal trainiert. Ich bin überzeugt davon, dass ich ohne dieses Training heute nicht mehr laufen könnte. Probier es einfach aus, die ersten Erfolge stellen sich schon nach wenigen Wochen ein. Alles Gute!

Aufsetzen auf der Ferse

...soll schonend sein für die Knie? Das habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Daher würde mich sehr interessieren, wie Du diese Erkenntnis gewonnen hast. Ich bin auch Fersenläufer und mühe mich seit Jahren, etwas weiter Richtung Mittelfuß aufzutreten. Habe durchaus den EIndruck, dass es - um so besser es gelingt - dem Fahrgestell gut tut.
Sollte das jetzt doch alles für die Katz sein?

Verunsicherte Grüße, WWConny

Ganz im Gegenteil!

Die Stöße kommen im Laufgestell an, man spürt sie nur wegen der Dämpfung nicht. Bloß nicht absichtlich mehr in Richtung Ferse, lieber auf schnelle, kurze Schritte konzentrieren. Das schont das Fahrgestell.

Hmm, also mit 3x die Woche 8km ...

... bist du doch perfekt im Bereich wenig Laufen. Ob das jetzt noch Joggen ist, kommt wohl auch noch etwas auf die Belastung, sprich Schlurfen oder doch "Bewegen" an.
Das Thema eher auf der Ferse aufsetzen ist nun aber wirklich die falsche Richtung. Der Stoß beim Aufsetzen wird dann ja (abgesehen von der Schuhdämpfung und dem, was die Muskulatur wegfängt) geradeaus direkt auf die Knie geleitet. Setzt du mehr auf dem Vorfuß oder auch Mittelfuß auf, ist da noch ein Gelenk, das den Stoß mit abfedern kann. Der Stoß wird also nicht komplett auf das Knie weitergegeben.
- Wenn du eher auf dem Mittelfuß/ggf. Vorfuß aufsetzt, bleib mal schön dabei.
- Nimm Intensität raus. D.h., lieber langsamer Laufen, als schneller und mit Belastung.
- Park-, Feld- und Waldwege sind gut. Dann aber auch (wie schon geschrieben) nicht zusätzlich super Dämpfung.
- Und etwas sportlicher Ausgleich paßt dann auch noch dazu.
Weniger Bewegung finde ich auch eher ein komisches Rezept.
Wünsche Durchhaltevermögen!
;-)
Ein Schalk läuft die Tortourderuhr!

evtl. hilft Abwechslung

Ich bin mir nicht sicher, ob es vergleichbar ist: Ich hatte hin und wieder "Probleme" mit meinen Knien die kein Orthopäde zu fassen gekriegt hat. Sie traten vor allem auf, wenn ich nur laufen war.
Wenn Ich Dich (jogmiguel) richtig verstanden habe, ist Deine Strecke häufig um die 8 km.
Auch mir hat allgemeiner (Stütz-)Muskulaturaufbau in Form von Zirkeltraining bzw. "Fitness mit Musik", also abwechslungsreich in der Halle rumhopsen, geholfen. Als Ausweichsport kam dann bei Gelgenheit Rennradeln (vgl. Spinning) dazu, so kann man was für die Ausdauer bei reduzierten Laufkilometern tun.

Ich hoffe das war nicht am Thema vorbei und wünsche viel Erfolg.

Ferse

Also okay - das mit dem Aufsetzen auf der Ferse habe ich mir schon wieder abgeschminkt.

Der Orthopäde meinte sogar ich soll ganz normal weiterlaufen wie gehabt. Bei mir wäre noch grösstenteils (nach Röntgen) alles normal für meine Altersgruppe. Er riet mir noch zu einer Laufanalyse (nicht im Sportgeschäft sondern ärztliche). Ich glaube das werde ich wahrnehmen.

Die Idee mit der Ferse hatte ich übrigens auch deswegen, weil mir beim Laufen oft der Mittelfuss vorne wehtut. Habe einen (üblichen, leichten) Hohl-Spreizfuss und trotz Einlagen fängt das manchmal nach 5 oder 6 KM an etwas weh zu tun. Und das ist defintiv erträglicher, wenn ich dann mehr auf der Ferse aufsetze.

Übrigens: Ich bin die ersten Jahre auch konstant 3 x die Woche ca. 12 bis 15 KM gelaufen. Aber ich habe festgestellt, dass mir das nicht richtig gut tut. Besser weniger laufen und dann als Ausgleich noch radeln u. schwimmen dazu.

Fundstück aus dem www

Fünfteiler aus dem Hause Liebscher-Bracht: habe hier mal (eher zufällig) Teil 2 rausgefischt.

http://blog.liebscher-bracht.com/#!/blog/posts/Kniearthrose--Die-wichtigste-Ubung-bei-Gonarthrose--Knieschmerzen-/230

Vielleicht was für Dich?

Danke!

Ich glaube, das brauche ich (noch) nicht. Ist aber notiert, für später... Denn besser wird sowas ja nie.

Momentan machen mir die Knie ja nur in Ruhestellung Probleme - der sogenannte "Anlaufschmerz". Und der ist (noch) nicht besonders stark. Beim Laufen tue es nie weh.

Habe beim Laufen eigentlich nur die Probleme, dass mir der Mittelfuss vorne anfängt weh zu tun (nach ca. 5 km).

kenne ich

spät, aber ich noch mal:

Mittelfuß vorne war immer mein Dauerproblem (Spreizfuß), also kriegte ich Einlagen (mit Pelotte) und stärkere Einlagen und gestützte und gedämpfte Schuhe usw. Wurde nicht besser, eher schlimmer. Also hieß es: Finger weg von langen Strecken.

Heute laufe ich ohne Einlagen, flache und wenig gedämpfte Schuhe und das lang. War mir aus meiner Sicht geholfen hat: Nike Free 5.0. im Alltag (stehe viel im Beruf). Trainiert wunderbar die Fußmuskulatur. Und das "Wunder" geschah, das ach so durchgebrochene Fußgewölbe hat sich wieder etwas gehoben. Ich habe immer noch Spreizfuß, aber ich laufe damit prima und schmerzfrei! Fußgymnastik ist auch gut (barfuß Dinge aufheben, Igelball rollen usw.). Man kann Füße trainieren, auch vermeintlich "durchgelatschte". Einlagen waren bei mir komplett kontraproduktiv!!!

Aber bitte vorsichtig an die Umgewöhnung rangehen, falls du es probieren willst. Würde mir ggf. erstmal leichte "Zweitschuhe" besorgen und damit gehen üben, dann kurze Läufe etc.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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