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Benutzerbild von strider

Und die Erwartung wurde erfüllt ;-))

Radtraining war dieses Jahr nicht, Schwimmtraining eigentlich auch nicht: Erst kam die Muskelvenenthrombose, dann die Knieschredderung, dann die abgesäbelte Fingerkuppe... Und der Rest ging am Wetter und der Konzentration auf den Comrades vor zwei Wochen baden... Aber bei dem Sauwetter am Rand stehen fand ich irgendwie auch doof, also gucken wir mal wie weit ich komme ;-) Und Schwimmen fiel ja dann schon mal aus, weil die Mosel sich ihre Umgebung erobert hatte. Statt der 1,9km wurden 5km laufen angesetzt, Coach und ich waren damit sehr einverstanden ;-))) Mit dem Finger wäre ich auch in der Brühe lieber nicht geschwommen.

Gestern Mittag also in Hektik los samt Nr 3 und 4 und den Rädern. Das Auto sah aus als wollten wir auswandern. Erstmal Startnummernausgabe für uns, dann Beutel beklebt, Helme beklebt und ab zum Rad Check in. Räder eingehängt, Beutel befüllt und ordentlich aufgehängt, und wieder zurück zur Brut und mit selbiger zum Freibad, wo der Ironkids stattfinden sollte. Angesichts der maßvollen Strecken hatte selbst Nr 3 beschlossen zu starten, auch wenn sie lieber die Strecken von 200m schwimmen und 2000m laufen umgedreht hätte... Im Freibad gelindes Chaos. Gewitter drohte und kam auch prompt (mal was ganz Neues in diesem Sommer), also wurde Start verschoben, die Kids langsam quengelig, alles war nass und kalt. Erneuter Versuch als das Gewitter weiterzog, mittlerweile ziemlich spät. Nr 4 startete in der zweiten, gut gefüllten Startgruppe. 50m schwimmen und 600m laufen sind für sie zu kurz, und in dem Gewühl hielt sie sich lieber hinten. Aber dabei sein ist alles und so kam sie stolzgeschwellt an, kassierte Medaille und T-shirt und ließ sich vor der Ironman Wand ablichten. Und das alles für 5min Sport ;-)))
Nr 3 war in der letzten Startgruppe, und bis zu ihrem Start war das Freibad leer. Ganze vier Mädchen sprangen tapfer ins Wasser, die gemeldeten Jungs hatten alle gekniffen. Da die Schwimmsaarlandmeisterschaften gerade eine Woche zurück lagen und eigentlich heute Drachenbootwettkampf angesagt war hielt sie sich vornehm auf Platz 2 und blieb auch dort. Für sie ging die Laufstrecke weitestgehend über eine verschmatschte, weil geflutete Wiese, und außer mir standen nur noch einige gelangweilte Streckenwächter herum, die dann auch mit dem Abbau begannen. Immerhin kam sie aufs Treppchen. Und für Beckenschwimmer sind 15min Dauereinsatz ja schon eine Menge.

Brut zum Vater chauffiert, da Papawochenende, selbst nach Hause und die restlichen Klamotten gepackt, kurz geschlafen, um 7 ging es wieder nach Luxemburg. Räder mit Flaschen und Gels bestücken, alle anwesenden Saarländer begrüßen und das waren eine Menge! Zum Dixie und dann so langsam einlaufen und Stellung beziehen.
Gestartet wurde im Rolling Start. Einige Jungs bildeten eine Mauer, ein Herr der Pfeife gab Signal und alle 10sek wurden so vier oder fünf Läufer auf die Strecke geschickt. Die Profis waren um 10 Uhr gestartet, die Agegrouper um 10:15, wir kamen um 10:38 an die Reihe, da hatte ich eigentlich keine Lust mehr... Vor allem weil eine holländische Starterin nicht nur lautstark ihre Unterhaltung mit ihren Freundinnen in meine Ohren brüllte sondern das Ganze mit massiven Gesten begleitete, was mir zwei Kopfnüsse und einen Rippenstoß einbrachte. Natürlich folgte keine Entschuldigung, sie hatte es wohl nicht bemerkt.
Die 5km waren denn auch 5,5km lang, ich lief einfach nach Lust und Laune, es ging eine Runde über die spätere Laufstrecke oberhalb der Mosel. Ein kurzer Stopp bei den noch leeren Dixies und nach einer halben Stunde war laufen rum, Beutel gegriffen, ab ins Zelt, Helm auf, Brille auf, Radschuhe an, raus aus dem Zelt, Beutel in die Dropbox, Rad gegriffen und zum Ausgang. 2,37, der Wechsel war gut.
An der Schwelle war Stau, aber beim Radfahren habe ich es nie eilig. Ab aufs Rädchen und los. Die ersten 37km waren eine flache Wendepunktstrecke. Und es rollte! Der Asphalt war natürlich nass und teils große Pfützen zu durchfahren. Und ziemlich erstaunt sah ich, was man in Luxemburg unter Windschattenverbot versteht: Ganze Gruppen von 20 bis 30 Personen radelten einträchtig mir entgegen. Nur ich Idiot fuhr natürlich alleine, ab und an überholte mich mal jemand. Sehr schnell die Doofnuss vom Start und weg war sie. Argh. Trotzdem hatte ich bis zum Wendepunkt einen Schnitt von fast 30km/h! Das war natürlich nix, auf dem Rückweg kam der Gegenwind. Und das Wissen um die Bege, die noch kommen sollten.... Ich verlor nicht nur den Anschluss sondern auch jegliche Motivation und überlegte gleich zum Ziel durchzufahren. Zumal es inzwischen heftig regnete. Und bevor ich noch länger überlegen konnte bog ich ab und enterte die Weinberg. BERGE! Berge, Regen und fehlendes Radtraining sind genau MEINE Kombination! Und so ging es hoch, und weiter hoch, und mal runter, und wieder hoch. Runter war meist Mist, weil da immer Schilder standen „Caution“ oder „slow“, weil dämliche Kurve oder Buckelpiste oder einfach nur glatt. Also bergab bremsen und bergauf leiden. Erinnerte mich sehr an Eupen vor zwei Jahren... Nur dass ich jetzt so weit hinten war, dass ich ab und zu mal einen einsamen Radler einkassieren konnte. Die Landschaft war wunderschön. Das Wetter auch: Sonnenschein, heftiger Wind, Regenschauer.. Vor allem aber Wind und Regen. Und Höhenmeter.
Ab km 70 ging es mir dann gut. Den anderen offenbar nicht, ich überholte nun immer mehr andere Radler. Ungewohnte Situation, wie war das mit Windschattenbox? Also einfach Gas und vorbei. Hinter Schengen wurde es nur noch hügelig mit flachen Zwischenstücken. Da holten mich dann wieder ein paar Aufliegerfahrer ein. Na warte, ich hole euch auf der Laufstrecke!
Das Ende kam überraschend: noch 200m! Argh, keine Zeit zum aus den Schuhen schlüpfen und abspringen, also ganz brav bremsen und mit den Radschuhen in die Wechselzone laufen. Rad einhängen, weiterlaufen, Beutel greifen, ins Zelt, Radschuhe aus, Laufschuhe an, Helm und Brille eintüten, zwei Gels greifen und ab die Post. Beutel in Dropbox, schnell aufs Dixie und dann auf die Strecke.
Vier Runden waren zu laufen, reges Kreiseln um mich herum. Laufen geht locker. Den ersten Km in 5:13, äh zu schnell. Die erste Runde hatte ich im Schnitt unter 5:30, örgs. Es gab für jede Runde in Bändchen, aber streng nach Farben sortiert und dafür musste man die richtige Ausgabegasse finden. Damit war ich überfordert. Sport macht mich blöd. Aber endlich hatte ich das richtige grüne Bändchen. Der erste VP folgte, es gab Cola! Hurra, rein damit und weiter. Das zweite Bändchen war blau, die 10km Marke nahte. Und Coach trompetete mir entgegen, er sei auf der letzten Runde. Na danke, ich brauche etwas länger...
Dritte Runde und die Pace sackte. Die Sonne schien, es nieselte, der Boden dampfte. Und ich überlegte mir, ob es nun wirklich was ausmacht, ob ich 5 min früher da bin oder nicht. Nö. Also zweimal Cola und gemütlich weiter. Machte nichts, weil alle anderen gingen. Bändchen Nummer 4 war gelb und ich traf einen Bekannten, der sichtlich unter Krämpfen litt. Ein paar Meter mit ihm gegangen, bis seine Freundin kam. Er sollte nicht finishen. Ich trabte dann mal weiter. Und es kam km 17 und dann ging die Wildsau mit mir durch. Während nun alle gingen und jammerten gab ich Hackengas und genoss das Leben. 2km vor dem Ziel überholte ich die holländische Doofnuss vom Start und berührte sie ganz aus Versehen mit dem Ellenbogen. Wütender Protest. Ich sagte höflich „ups“ und „Entschuldigung“ und lief weiter. Ok, der war gemein.
Die letzten 2km hatte ich dann irgendwie für mich. Das gab mir einen genialen Zieleinlauf. Roter Teppich, Spalier, Ironman kann schon was. Und Zeiten werden doodal überbewertet. Und drin war ich!

Für das fehlende Training waren die Zeiten gar nicht mal sooo schlecht:
Laufen 5,8km 30:32
Wechsel 1 2:37
Rad 90km (650Hm) 3:29:18 (ok, der war echt schlecht)
Wechsel 2 4:59 (Dixie)
Laufen 21,1 km 2:03:56

Insgesamt 6:11:22, das passt schon. Dafür dass ich durch das Streichen des Schwimmens etwa eine Viertelstunde gewonnen haben war das Ergebnis nur 2 min schneller als Miami, aber da war die Radstrecke tellerflach. Also schon ok.

Liebe Tame, der war heute für deinen Vater und dich!! Ich habe ganz viel an Euch gedacht. Happy Burzeltag trotzdem!

Auf dem Rückweg begrüßte uns das Saarland dann wieder mit schweren Unwettern. Die Autobahn war streckenweise überflutet. Was für ein Sommer.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Die Zeiten

sind in der Tat alles andere als schlecht! Ganz herzlichen Glückwunsch, auch mal wieder zum typischen striderischen Tag!;-)
Ich danke dir! Er hats geschafft...
Und danke für die lieben Geburtstagsgrüße! Trotz der ganzen Hektik an diesem Tag, haben wir es immerhin geschafft, gemeinsam Essen zu gehen. Es war auch irgendwie ein Duthlon, fröhlich und tief traurig zugleich.
Hehe, gibt es eigentlich ein wettkampffreies WE für dich in diesem Sommer?

Lieben Gruß
Tame

Doofnuss überholt :-)

Das gönn ich Dir von Herzen! Tapfer durchgezogen. Irgendwie scheint grad überall schlechtes Wetter zu sein, nur hier auf Sylt nicht. Wir hatten bisher einen etwas verregneten Tag in zwei Wochen.
Schönen Sonntag!
Maren

Ich bin dann mal weg

Durchgekommen!

...und "mit ohne Radtraining" sind die Zeiten doch schwer OK!
(dazu noch Wetter - also ich finde du darfst super zufrieden mit dir sein!)

Der Norden kann übrigens Sommer: in Aarhus hatte ich perfekte Laufbedingungen: Sonne + leichte Quellwolken bei 17°C und leicht-frischem Wind... (später dazu mehr).

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Wahnsinn was du so drauf hast,...................

du warst doch gerade beim Comrades. Viele schlaue Menschen erzählen immer einen von Regeneration. Brauchst du sowas nicht. Oder betrachtest du so einen Duathlon als Regenerationswettkampf.Wenn ich das richtig betrachte dann hast du dieses Jahr ja schon einiges geleistet.Und in meinen Augen jedes mal Topleistungen abgerufen. Verletzt warst du auch.Da mir Triathlon zu aufwendig ist, kann ich selber jetzt nicht deine Radfahrleistung einschätzen, aber nach 90 Kilometern radfahren noch einen Halbmarathon in der Zeit hinzulegen, ist schon stramm. Zumindest für mich.

Tolle Leistung und bleibe gesund.

Grüße
Stefan

Herzlichen Glückwunsch

zum erfolgreichen Finish deines ersten Duathlons! Selbst die Doofnuss könntest du überholen, herrlich! Und schön, dass auch der Nachwuchs erfolgreich Triathlonluft schnuppern durfte!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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