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Benutzerbild von mbthree

Es ist nun zwar schon etwa eine Woche her, doch der BIG 25 Lauf in Berlin beschäftigt mich noch immer. Deshalb habe ich mich nun doch entschieden, einen persönlichen Bericht zu verfassen.

Ich fuhr letzten Sonntag mit gemischten Gefühlen zum Olympiastadion, um am 25 Kilometerlauf beim BIG 25 teilzunehmen. Einerseits freute ich mich auf den Lauf, vor allem darauf, die Straßen zu durchlaufen, die ich sonst nur mit dem Auto abfahre und an einigen sehenswerten Ecken Berlins vorbei zu kommen. Andererseits lief die Vorbereitung gar nicht gut.

Seit drei Wochen hatte ich keinen Lauf mehr über 15 Kilometer geschafft, obwohl ich mir längere Strecken vornahm. Mein persönliches Gesamtziel, als passabler Halbmarathonläufer im Sommer einmal einen Marathon zu laufen, rückte dabei immer weiter in die Ferne. Aber auch 25 Kilometer erschienen mir plötzlich alles andere als selbstverständlich.

Und so ist es kein Wunder, dass ich am Start nervöser war als sonst. Dann ging es los und tausende Läufer schlängelten sich die Straßen entlang. Ich hatte mich wegen meines Formtiefs für ein etwas vorsichtigeres Anfangstempo entschieden, gab meine Zurückhaltung aber ca. 10 Minuten nach dem Start auf und lief einfach mein Tempo.

Die ersten 10 Kilometer führten das Feld vom Olympiastadion über den Kaiserdamm, vorbei am Ernst-Reuter-Platz entlang am Tiergarten, durch das Brandenburger Tor bis zum Gendarmenmarkt. Ich fühlte mich gut, wenn auch schon sehr aufgeheizt. Ich hatte mich wegen der Aussicht auf Regen und starke Windböen für lange Laufsachen entschieden. Doch auf dem ersten Abschnitt war es leicht bewölkt und es gab Rückenwind. Doch das änderte sich auf der Leipziger Straße.

Dort griff der Wind von vorn an und ich suchte mir einen Windschatten, um bis zum Tiergarten zurück zu kommen. Danach ließ der Wind nach und mir wurde wieder heiß. Bei Kilometer 15 gab es die dritte Verpflegung, doch ich bekam meinen Körper kaum noch abgekühlt. Und so war ich einer der wenigen Läufer, die den einsetzenden Schauer in vollen Zügen genossen. Zeitgleich begann ich immer intensiver nachzudenken - der Lauf war noch lang und die Beine wurden langsam müde.

Kilometer 17 brachte dann die Entscheidung für den Lauf. Länger war ich zuvor allein mit langsam abbauendem Tempo unterwegs. Doch plötzlich hatte von hinten ein anderer Läufer aufgeschlossen, der mit gleichbleibendem Tempo an mir vorbei zog. Ich hängte mich an ihn dran und ließ ihn bis zum Vorplatz des Olympiastadions nicht mehr weglaufen. Bis dort führte auch ich einmal einen Kilometer, ein Stück bergauf mit Gegenwind - mehr konnte ich für uns nicht leisten.

Bei Kilometer 23,5 ließ ich von meinem Zugläufer ab. Es ging noch rund um das Stadion und dann zum großen Zieleinlauf. Die Stimmung war klasse und auch meine Zielzeit von 1:52:42 konnte sich sehen lassen. Besonderes Highlight dabei war meine Halbmarathondurchgangszeit von 1:34:59, meine zweitbeste Halbmarathonzeit jemals.

Mit einem breiten Grinsen und müden Beinen ging es nach der Zielverpflegung inkl. Berliner Pilsner zurück nach Hause. Von dem Glücksgefühl zehre ich noch heute. Doch vor der Marathondistanz habe ich nach wie vor riesigen Respekt und noch keinen Plan, wie ich die überstehen soll…

3.666665
Gesamtwertung: 3.7 (3 Wertungen)

Überstehen

wirst du mit ein bisschen Ausdehnung der Kilometerumfänge den Marathon bestimmt: deine Halbmarathonzeit und die Zielzeit aus Berlin sind doch sehr schick! Es wird also eher eine Frage sein, mit welchem Zeitziel du deinen ersten Marathon angehen wirst, um (entspannt) zu finishen.
Jenachdem wie dein Training nun weitergeht, würde ich auf eine 3:45 versuchen zu laufen (deine Halbmarathonzeit würde theoretisch sogar im Idealfall eine sub3:30 hergeben...)
Geh die langen Läufe besonders ruhig an - Ü30 (km) ist keine Hexerei!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Ganz schön flott...

... Glückwunsch!

Aber mal blöd gefragt: was meinst du damit, dass du keine längeren Läufe schaffst? Glaub' ich nicht. Rennst du so irre schnell los, dass es dir nach 15km einfach reicht? Bei der Leistung, die du beim BIG 25 rausgehauen hast, kann das einfach nicht stimmen. Schau doch mal, was für eine Pace landläufige Trainingspläne für dein Zeitziel für die langen Läufe vorsehen. Jede Wette, das funktioniert.

yazi

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