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Benutzerbild von clarin

Nicht zuletzt wegen der vielen tollen jogmap-Berichte stand der Hamburg-Marathon schon länger ganz oben auf meiner Liste. Dieses Jahr hat terminlich endlich alles geklappt. Also Bahn und Hotel für das verlängerte Wochenende gebucht und ab in den Norden, um eine für mich neue Stadt zu entdecken.

In meinem 5. Marathon wollte ich meine PB (4:14:xx) knacken und nahm im Dezember das Training nach Steffnys 3:59-er Plan auf. Es lief dank der milden Wintertemperaturen problemlos und prima bis Ende Februar. Anfang März musste ich für eine Woche nach Übersee, eine Ruhewoche war dafür in meiner Planung einkalkuliert. Und die sah so aus:

Plan A: Zielzeit unter 4:14h
Plan B: Zielzeit unter 4:25h
Plan C: das Ding beenden - irgendwie

Auf dem langen Rückflug aus Brasilien habe ich mich erkältet. Es hat mich so übel erwischt, dass im gesamten März nur 29 Laufkilometer zusammen kamen und im April 30. Eine Woche vor dem Marathon kämpfte ich mich mit überhöhtem Puls (>80% HFmax) und im Schneckentempo (pace 7:07) über meine 10km-Hausstrecke, musste den letzten Kilometer gehen (statt endbeschleunigen). Das wird nichts mit dem Marathon, was jetzt?

Plan D: sanft loslaufen soweit es geht, dann aussteigen und zurück ins Hotel
Plan E: an der Strecke stehen und meine bessere Hälfte supporten (das war der realistischste Plan)

Nun ja, vor Ort in Hamburg begann das Hibbeln. Die Wettervorhersage für Sonntag war passabel. Die Erkältung habe ich weggeredet. Also an den Start mit Plan D im Kopf, ausgerüstet mit Handy und Geld für die U-Bahn. Schliesslich hatte ich das Startgeld bezahlt und könnte ja einen Sonntagsjog mit Verpflegung und in Gesellschaft machen.

Ich bin bewusst langsam gestartet und habe mich von Kilometer zu Kilometer vorgetastet. Bis ins Ziel, wo ich nach 4:49:xx eintraf.

Ja, es war unvernünftig. Nach Kilometer 25 konnte ich die Pace nicht mehr halten und musste immer mal wieder gehen und Cola trinken (in der Vorbereitung war ich nicht über 27 km hinausgekommen - im Februar). Bei KM 33 setzte zusätzlich zum kalten Wind noch Graupelschauer ein und ich fror jämmerlich, zum Glück nur kurz. Am Montag und Dienstag nach dem Lauf hatte ich Schmerzen im Brustkorb und war in Sorge. (Dienstagabend gecheckt - alles ok; zum Glück.)

Aber es war super! Das Publikum in Hamburg und die andern Läuferinnen und Läufer tragen einen auch in den hinteren Gefilden richtiggehend über die Strecke. Noch nie war ein Marathon so entspannt für mich, einfach deshalb, weil ich keine Zielzeit hatte, der ich nachhetzte. Plan C - "irgendwie ankommen" - fühlt sich aus der Perspektive von Plan E als Erfolg an (und nicht als Misserfolg, wie aus der Perspektive von Plan A). Das hat mir zu denken gegeben. Könnte ein neuer Modus für mich werden.

Und das Wochenende in Hamburg hat sich so oder so total gelohnt, wir kommen wieder!

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Einen Marathon zu finishen ist immer ein Erfolg

und es scheint ja keine gesundheitlichen Folgen zu haben. Das ist prima.

Erhol Dich gut.

Stimmt: es kommt immer auf die Perspektive an, aus der man etwas betrachtet.

Schöner Plan ;-)

der voll in Erfüllung ging! Ich finde ja auch, dass Hamburg einer der besten Marathons in Deutschland ist (noch ist mein Favorit Köln...). Und deine Planerfüllung finde ich einfach super ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Gut gemacht

meine Schweizer Buddyline, Gesundheit steht an erster Stelle.

lg

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Erfolg ist....

...was Dein Kopf draus macht.
Hab ich mal irgendwo gelesen.
Glückwunsch zum Finish!

Liebe Kinder:

nicht nachmachen!!!

Das mit der Erkältung hätte auch schiefgehen können - Du warst aber vorsichtig und selbstaufmerksam genug, denke ich.
Dass dich die Hamburger Atmosphäre bis ins Ziel getragen hat, ist kein Wunder!
Vielleicht kommst Du ja nochmal in den Norden zum Bestzeit schreddern!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Nicht nachmachen

Danke euch für alle Kommentare und Glückwünsche :-)

@nicksdynamics: Du hast recht. Aber nach 2 DNS in den gemeldeten Herbstmarathons 2014 und 2015 wegen Erkältung und Darmgrippe wollte ich dieses Mal nicht schon wieder ein DNS. Ich habe die ganze Zeit gut in mich hineingehört. Und ja, für nächstes Jahr ist Hamburg wieder auf dem Plan...

@strider: ...ich mache gerade wieder einen Plan ;-)

Pläne machen

ist cool ;-)))

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