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Benutzerbild von sarossi

Es war ein Fehler, bei dem strömenden Regen am Morgen im Bett zu bleiben. Es war ein Fehler,  dem Impuls nachzugeben und die Teilnahme am Fischbacher Halbmarathon zu streichen. 

Den Fehler haben viele gemacht und so blieb die Anzahl der Nachmelder überschaubar. Unsere kleine Gruppe aus 6 Halbmarathon Läufern, 1 Viertele Läuferin und 2 Viertele Walkerinnen trat dagegen vollzählig an. Anfangs noch etwas unsicher wegen des Wetters stieg die Zuversicht mit jeder Wolkenlücke.

Unsere Halbmarathonis hatten viel vor. Unter zwei Stunden wollten sie bleiben. 2 Debütanten waren dabei. In den letzten Wochen hatte es nur noch ein Thema in der Mittagspause gegeben. Und das Hibbeln wurde immer stärker. Unsere Viertele Läuferin wollte einfach mal wieder laufen. Und wir beiden Walkerinnen waren eigentlich als Fans und zum Anfeuern dabei. Mit dem richtigem Timing planten wir unsere Gruppe an den 3  Kreuzungsstellen der  Halbmarathon Strecke zu treffen. Und wir wollten unsere Halbmarathonis bei dieser eher Zuschauer schwachen Veranstaltung richtig anheizen. 

Die Wolken rissen rechtzeitig zum Start auf. Die Berge schienen in der einzigartigen Föhnstimmung zum Greifen nah. Die Halbmarathon Läufer wurden von dem permanent quasselnden Moderator mit Streckenrekorden und persönlichen Erfolgen der lokalen Spitzenläufer auf die Strecke geschickt. Ebenso die Viertele Läufer. Die Walker wurden mit den Worten verabschiedet: "Habt einfach Spaß."

Ja, und den hatten wir auf der blühenden Strecke durch das Hinterland. Auch Fragen anderer Walker wie "Warum ist der Fischbachlauf denn so früh im Jahr, da hat doch noch niemand trainiert." oder "Kommen denn alle Läufer hier aus Immenstaad???"  konnten wir mit dem notwendigen Humor beantworten und dann etwas Boden zwischen uns und die anderen bringen. 

Das Timing passte perfekt. Schon am ersten Kreuzungspunkt trafen wir 5 unserer Halbmarathonis. Nur der schnellste war schon durch. Anfeuern, moralisch Aufbauen und Weiterstöckeln. Die Sonne lachte, es wurde aber nie zu heiß. Vielleicht ein bißchen dampfig und matschig vom Regen am Morgen. Fast perfektes Laufwetter. 

Am nächsten Kreuzungspunkt gingen wir ca. 2 km auf der gleichen Strecke wie die Jungs. Die Gruppe hatte sich etwas verteilt, aber einer nach dem anderen zog an uns vorbei und wir konnten unsere 5 wieder anfeuern. Alle überzogen mit einer feinen Schlammschicht. Unser jüngster Debütant war hier an KM14 schon etwas am kämpfen. 

Der dritte Kreuzungspunkt ist für die Halbmarathonis der gemeinste. Am Ziel vorbei müssen sie noch eine Extrarunde von knapp 3km ziehen. Das kenne ich noch vom letzten Jahr. Die Reihenfolge unserer Läufer hat sich inzwischen geändert. Unser erfahrenster Läufer ("Ich bin noch nie eine zweite Hälfte langsamer gelaufen,  als die erste.") hat das Feld mal wieder souverän und mit einem Lächeln von hinten aufgerollt. Die anderen kämpfen für ihr Zeitziel.  Unser Einsteiger kommt vorbei und schaut uns ziemlich fertig und leicht schockiert an. Später erzählt er, daß ihn das dritte Treffen mit den letzten 3 KM voraus richtig demoralisiert hätte. "Ab KM 14 dachte ich nur noch, was soll das Ganze eigentlich."

Für den Zieleinlauf geben wir noch mal Gas, auch wenn das mit den Stöcken nicht mit der Dynamik der Läufer um uns herum mithalten kann. Unser Schnellster ist schon im Ziel und feuert uns an. "Zieht, zieht,...". Wir stöckeln zügig durchs Ziel und geben uns die high five. Schnell noch was zu trinken holen und dann für den Einlauf der 5 aufstellen. Mit frenetischem Applaus bejubeln wir unsere Jungs, die es ALLE unter 2 Stunden schaffen.

Was ein Rennen heute. Was eine Leistung. Die Idee, der "bewegten Fanmeile" hat riesig Spaß gemacht. Und Teil des Wettbewerbs waren wir auch noch.

Jeder der sich vom Wetter hatte abschrecken lassen, hat echt was verpasst. Wir sind nächstes Jahr wieder dabei. Dann vielleicht wieder beim Laufen :-)

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (4 Wertungen)

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