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Benutzerbild von dfrobeen

Es gibt zwei Tage im Jahr, da kann man sich in einem sicher sein – es ist tolles Wetter in Berlin. Die beiden Tage sind jeweils der Berliner Halbmarathon und der Marathon. Auch in diesem Jahr sollte diese Serie Bestand haben und aus dem eher ungemütlichen grau-in-grau der Wochen zuvor, wurde pünktlich ein herrliches Frühlingswochenende mit Sonne und Temperaturen jenseits der 20 Grad Celsius.
Es gab in der Vergangenheit aber auch einen Tag im Jahr, in dem ich leistungsmäßig immer über das hinaus gewachsen bin, was ich regulär zu dem Zeitpunkt der Saison zu leisten im Stande gewesen wäre. Und auch das war der Berliner Halbmarathon. Das dies in diesem Jahr nicht so sein sollte, ist ein rein hausgemachtes Problem und ich werde auch nicht groß darauf eingehen. Meine massiven Formprobleme hatte ich in den vergangenen beiden Blogs schon hinreichend beschrieben und das ich es mit den Rahmenbedingungen für dieses Wochenende noch schlimmer gemacht habe…selbst dran schuld. Aber es war dennoch ein großartiges Event, in einer großartigen Stadt, mit einem ganzen Haufen großartiger Freunde. Und davon möchte ich viel mehr schreiben.

Es gibt eigentlich nur ein richtiges Ziel für mich, und das ist der Boston Marathon am 18.April. Der Berliner Halbmarathon dient dabei wie in den vergangenen Jahren auch als Vorbereitungsrennen, bzw. ein Testrennen um zu ermitteln, was ich wohl in Boston für eine Zeit ins Ziel bringen werde. Jetzt hatte ich aber meinen Test schon am Wochenende zuvor bei der Halbmarathon-WM in Cardiff, also war Berlin in Sachen Saisonplanung noch unbedeutender geworden. Viel wichtiger war mir aber nochmal einen langen Lauf in der Vorbereitung auf das Rennen über die volle Distanz zu sammeln und das habe ich am Donnerstag dann auch getan.

Eigentlich wollte ich den Lauf schon früher in der Woche machen, aber Dienstag/Mittwoch war ich doch noch angeschlagen vom kalten Regenrennen in Cardiff. Jetzt war ich aber top motiviert, schließlich hatte ich soeben mein erstes Paket von Zoot erhalten, die mich in dieser Saison freundlich bei meinen sportlichen Aktivitäten unterstützen. Es war der erste einer Reihe wunderschöner Tage und ich schnürte gleich nach der Arbeit die Laufschuhe und streifte eins der neuen Funktionsshirts über. Ich lief vom Büro los und der erste Stop war die Startnummernabholung in neuer Location in Berlin – das war für mich Kilometer 5,3.

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Es ging superschnell, bis ich die Startnummer in den Händen hatte und ich ging gleich weiter um Dani zu treffen, die die ganze Admin meines neuen Team Zoot Tri Europe macht und in Berlin den Stand von Zoot betreut. Wir hatten eine tolle kurze Unterhaltung, in der ich vom neuen Leben und Arbeiten in der Hauptstadt erzählte, gleich anschließend ging es weiter auf meiner langen Strecke nach Friedrichshain. Dort traf ich bei etwa km 11,7 die Adidas Runners, mit denen ich die angekündigte Tempoeinheit von 6x3min absolvierte und ich natürlich jegliche Vernunft vergaß, dass ich ja gerade auf einem langen Lauf unterwegs war und gab im Rahmen meiner Möglichkeiten Vollgas. Anschließend verabschiedete ich mich und lief mit einer Schleife am Büro vorbei um Sachen zu holen und beendete das Feierabendtraining nach 35,6km in 5:10-Schnitt vor meiner Haustür.

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Freitag und Samstag standen nach dieser erfolgreichen Laufeinheit nur noch lockere Läufe an, am Samstag dafür aber ein bunter Strauß an Treffen mit Freunden, die allesamt das Halbmarathon-Wochenende in Berlin verbrachten. Erst ging es zu den Adidas Runners in die Runbase, wo ich bei der dortigen Pastaparty endlich mal wieder Zeit hatte mit meiner Schwimmtrainerin aus Braunschweig einen lockeren Plausch über Gott und die Welt zu halten. Gleich anschließend ging es dann nach Mitte, wo gemeinsam mit Khai und einigen anderen die nächste Pastaparty – diesmal privat – anstand, die es auch schon im letzten Jahr gab und offensichtlich eine schöne Tradition zu werden scheint. Und nicht genug damit, fuhr ich noch weiter zum Mehringdamm um in einer Cocktailbar drei Mitglieder meines Zoot Teams zu treffen. Ich verzichtete zwar auf den alkoholischen Teil der Cocktailkarte (auch wenn der sich 1000%ig gelohnt hätte), aber auch so genoss ich zwar das Beisammensein mit furchtbar netten Menschen, muss aber ob meiner Ankunftszeit daheim – 1:14 Uhr – den Abend wohl eher in die Kategorie Unvernunft packen.
Ich legte noch schnell ein paar Sachen für den Wettkampf raus – vergaß natürlich die Hälfte, aber das sollte sich am nächsten Tag zeigen – und ging schlafen. Ganz schön müde wurde ich durch den Wecker unsanft wieder geweckt und begann meine übliche Pre-Race-Routine. Kurz vor dem Start feierte ich nochmal, dass ich neuerdings mit den Adidas Runners trainieren kann und profitierte vom gemieteten Pavillon gleich neben dem Start, in dem es gute Stimmung, Obst, Getränke und von zwei DJs unterstützt, jede Menge gute Musik gab.

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Ich überlegte nochmal kurz mein Ziel für das Rennen und irgendwie glaubte ich immer noch daran, dass ich hier die 1:30 Stunden unterbieten kann. Am Wochenende zuvor war ich unter schlechten Bedingungen eine 1:32 gelaufen, ich hatte gut trainiert und Berlin war halt traditionell das Rennen, wo ich über meinen Erwartungen lief. Direkt vor dem Rennen traf ich in Block A noch einen weiteren Freund und dann sollte es auf die Strecke gehen.
Es holte mich die Realität schnell ein. Schon nach einem Kilometer mit den 1:30-Pacemakern, kämpfte ich mit dem Tempo. Ich hatte schwere Beine, wie es in einem solchen Rennen doch erst irgendwo bei km17 oder so kommen sollte. Ich versuchte noch einen weiteren Kilometer das 4:15-Tempo zu halten, gab dann aber auch vernunftorientiert auf. Ich lief ab sofort mein Rennen und das sollte irgendwo im Bereich 4:25-Pace stattfinden. So war es also nur logisch, dass ich bei km10 schon 50 Sekunden über der Zeit von Cardiff war und noch weiter von der erhofften 1:30-Pace entfernt.

Dann griffen noch ein paar weitere Komponenten. Ich hatte jegliche Rennverpflegung vergessen und musste also mit einem Gel auskommen, welches bei km13,5 gereicht wurde. Normalerweise verbrauche ich beim Halbmarathonrennen mindestens zwei, wenn es gut läuft eher drei Gels um hinten raus noch Energie zu haben. Auch meine längst lieb gewonnenen Kompressions-Socken hatte ich daheim vergessen. Ebenfalls kein Indikator für gute Rennvorbereitung.

Ich sehe es aber dennoch positiv, denn erfreulicherweise verlor ich zum Ende des Rennens keinerlei Geschwindigkeit und ich konnte die 4:25 weitgehend halten. Der letzte km ging sogar in 4:13 raus und war damit der schnellste meines Rennens. Ich weiß nicht, ob es am Geruch der Ziellinie lag, an der Anfeuerung von Ex-Kollege Tobi oder Team Zoot-Kameradin Linda, die mir alle auf besagtem letzten Teilstück verbal nochmal in den Hintern traten.

Im Ziel stoppte die Uhr dann bei 1:33:28 Stunden – meinem mit Abstand schlechtesten Ergebnis beim Berliner Halbmarathon. Aber es war mir egal, denn ich hatte Spaß, das Rennen war im Kopf deutlich kurzweiliger als eine Woche zuvor in Cardiff und ich hatte den Eindruck eine weitere tolle Trainingseinheit für den Marathon in Boston absolviert zu haben.

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Im Ziel ging es munter weiter mit Freunde treffen und genüsslich die phantastische Racebase meiner Berliner Lauffreunde zu nutzen. Für einen perfekten Ausklang sorgte noch ein Wohnungseinweihungsbrunch beim befreundeten Kollegen. Es war ein gutes Wochenende, Boston rückt immer näher, aber es darf jetzt auch so langsam kommen.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Manchmal glaube ich ja,

Dein zweiter Vorname ist "Unvernunft"! ;-)

Aber dabei lieferst Du tolle Zeiten mit viel Spaß und Action drumrum ab, was sich in Deinen Blogs super liest.

Zum Glück für Dich bist Du bisher bei Deinen Top-Events auch in Top-Form. Weiter so!

Gruß Nicole

Du bist Understatement pur!

Adidas Runners, Team Zoot - hey, das ist doch super! Und das Tempo wollen viele mal laufen, wenn sie groß sind.

Für nächstes WE viel Spaß in Boston! Auch dafür war der HM ne Woche vorher sicherlich "unvernünftig". Wurscht, hab Spaß und genieß das Leben!

unvernünftig gut!

Es ist schon klasse, wie Du unter unvernünftigen Rahmenbedingungen so schick unterwegs bist.
Das bezieht sich auf die Zeiten (auch wenn sie nicht deinen normalen Standards entsprechen) wie auch auf das gelungene Sponsoring! Schön, wenn man auf diese Weise etwas "Lohn" zurückbekommt, sozusagen als Anerkennung für deine immer zu erkennende Laufbegeisterung.
Für Boston wünsch ich dir eine etwas bessere Rennvorbereitung und eine Mütze mehr Schlaf!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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