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Die Vorzeichen standen im Vorfeld schon mies. Nicht ganz so schlecht wie letztes Jahr, da hatte mich die Grippe direkt in der Wettkampfwoche erwischt. Dieses Mal war ich eine Woche nach der Winterlaufserie Duisburg II krank geworden.
Richtig heftig. Nicht ein, nicht zwei, gleich drei Wochen keinerlei sportliche Aktivitäten. Und wenn ich so lange verzichte, dann geht es mir wirklich schlecht.
Die Blutwerte - im Keller.
Die Trainingseinheiten seit Februar - ganze drei. Immerhin hatte ich es geschafft in der Woche des Halbmarathons zwei Mal zu laufen.
Das erste Mal - verkürzt, aber voller Hoffnung. Das zweite Mal - schon besser, aber die Streckenlänge immer noch zu kurz. Und richtig fit fühlte ich mich auch nicht.

Also vielleicht gar nicht starten?

Wer mich kennt, weiß, dass das nur eine Option ist wenn es gar nicht geht. Klar, ich will mich auch nicht kaputt laufen. Aber ich wollte es zumindest versuchen anzukommen. Auch wenn die Streckenlänge mir einen Höllenrespekt einflösste.

Das Wetter war vielversprechend - 10 Grad, ich habe sogar überlegt ein kurzes T-Shirt anzuziehen, aber am Ende mich doch lang - lang entschieden. Ich bin halt eine Frostbeule. (Kein Wunder wenn man so langsam läuft).

Im Startbereich habe ich mich im letzten Drittel einsortiert, genau wie in den davor liegenden zwei Läufen. Die Stimmung war gut, wenn auch angespannter als bei den letzten zwei Läufen.

Der Start war verheißungsvoll - soll heißen ich war wie immer viel zu schnell unterwegs. Das ist etwas, was ich wohl nie lernen werde: Die Kräfte einteilen.

Bis zum Kilometer 7 war ich vielversprechend unterwegs, dann kam der erste Einbruch. Es wurde schwerer. Na ja, 11 m Höhenunterschied - da wird man schon mal langsamer (:-) ...
Direkt danach konnte ich aber wieder etwas an Geschwindigkeit gewinnen. Ich war froh, dass ich die 10 Kilometer unter einer Stunde geblieben war - das war eine Zeit die ich mir vor einem Jahr noch nicht wirklich vorstellen konnte. Schön, dass es jetzt möglich ist diese Zeit auch in mieser Form abzurufen.

In der zweiten Hälfte wurde es echt schwer. Seitenstechen (hätte ich mal bloß nichts gegessen), Stimmungstief...

Und irgendwie waren alle nur noch dabei mich zu überholen....

Die Muskeln wurden und wurden nicht kalt, ich hatte das Gefühl als wenn der Krampf nur darauf wartete mich endgültig zum Aufgeben zu zwingen.

Die Streckenführung war auch nicht so schön. Soll heißen: Ich hasse es, wenn ich vom Zielpunkt nochmals in die Gegenrichtung geschickt werde. Das erhöht leider nicht meine Motivation, dafür läuft mein Kopf noch zu sehr mit.

Immer wieder versuchte ich meine Arme und Beine "locker" zu schütteln. Immer wieder meinte mein Kopf "Hör auf".
Aber irgendwie schien mir das nicht richtig. Zwei Läufe geschafft und jetzt aufgeben? Weiter!

Aber es wurde immer zäher. Ab Kilometer 15 drehten sich immer wieder Läufer zu mir um, erkundigten sich ob es mir gut gehe...

Nein! Es war einfach kein Flow drin. Es war nur eine einzige Quälerei. Am liebsten hätte ich mich im Wald an einen Baum gesetzt und die ganze Horde an mir vorbei ziehen lassen.

Ich war sicher: Du kommst nie an.

Kilometer 19: Ein freundlicher Läufer meint ich solle es doch mal mit Traubenzucker probieren. (Das hat mich zumindest für einen Kilometer vom Aufgeben abgehalten. die Zeiten wurden immer schlechter....

Aber jetzt war es ja nicht mehr weit.

Am Ende war ich doch überrascht: Nettozeit 2:05:48 war eine persönliche Bestzeit - wie war das denn passiert?

Meine Muskeln waren wohl auch überrascht:
Treppenlaufen war am gleichen Tag schon eine Qual. :-(

cmag16

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Klasse gekämpft, und kein

Klasse gekämpft, und kein Wunder dass die zweite Hälfte schwer war, wenn ich richtig sehe, bist du kein Stück langsamer geworden!

Das mit dem Kräfte einteilen muss ich auch noch lernen, allerdings war meine Zielzeit vor ein paar Wochen in Ismaning nach 10 km um eine Stunde dann doch 2:15, ich habe dem zu schnellen Start gründlich Tribut gezollt.

Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe

bist Du "mal eben" PB gelaufen! Saustark.

Ey, das darf mal hart sein und weh tun. Im Nachhinein ist's noch viel schöner.

Wenn Du die ersten 10km so gerade unter 1h hattest bist Du auch auf der zweiten Hälfte trotz Kopf nicht langsamer geworden. Feiere Dich selbst!

Hipp, hipp, hurra! Serienwertung geschafft. Das hat längst nicht jede/r erreicht.

Ohne Grippe

und mit "normalem" Training und eventuell einer Renneinteilung, die mehr Spaß macht (später schneller selber zu den Überholenden gehören!) -- was meinst Du, was da herausgekommen wäre? Eine noch bessere PB?!
Glückwunsch zur schicken Zielzeit!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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