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Benutzerbild von nicksdynamics

Sylt versinkt im Nebel und es ist windstill - völlig untypisch, aber mir soll es recht sein: kein Wind bedeutet auch kein Gegenwind, der meinen Plan umwerfen könnte, meine offene Rechnung von 2013 zu begleichen. Damals wollte ich unter drei Stunden für die 33333m bleiben, heute will ich mehr…

Am Vorabend des 35. Syltlaufs bekommt dieser Plan schon tatkräftige Unterstützung, denn beim kleinen neongelben Jopgmap-Treffen mit Schokorose, makesIT, dem langsamen Lurch und cocobolo, stellt sich heraus, dass letztere eine ähnliche Pace wie ich anstrebt. Wir werden also gemeinsam versuchen die 2h:50 zu unterbieten und wenn es besonders gut läuft an eine 2:45 heran zu kommen. Da wir beide Freunde eines negativen Splits sind, sollen die ersten Kilometer etwas über 5:00 gelaufen werden, später müsste dann eine Endbeschleunigung zur Zielzeit führen.
Die Nordseeluft macht müde - wir verabreden uns für den ersten Shuttlebus am Morgen, der uns zum Inselsüden bringen wird, damit wir oneway in den nördlichsten Zipfel dieser Republik laufen werden.
Gute Vorbereitung ist ein sanftes Ruhekissen heist es - ich schlafe entsprechend gut, denn mein Trainingspensum ab Mitte November wurde nur im Dezember für zwei Wochen unterbrochen. Der Syltlauf soll mein Frühjahrshighlight werden - ein Marathon ist dieses mal nicht geplant und so bin ich nach braven tapern in der Vorwoche am Morgen frisch und ausgeruht.

Das Treffen am Shuttle klappt schon mal (zumindest zur Hälfte, da ich Schokorose und makesIT auch bis zum Start nicht sehe) und mit cocobolo und Lurchi vertrödel ich sehr nett die Zeit bis zum Start u.a. mit einem Selfie mit dem Cheforganisator des gastgebenden Vereins. (Die Anmeldeprozedur dieses Laufs ist übrigens so oldschool, dass es schon wieder cool ist: online geht da gar nichts: man schickt die Anmeldung postalisch und retour kommt eine hübsche Postkarte als Meldebestätigung, die dann über ein halbes Jahr am Kühlschrank klebt - ausgebucht ist der Lauf ab September!)

Es bleibt kalt im Nebel - die Entscheidung mit leichter Jacke und langer Hose zu laufen erweist sich als angenehm. Meine Handschuhe kann ich später in Rantum (km9) der Tochter meiner Gastgeberin in die Hände drücken. Bis dahin schnurren wir super kontrolliert die Kilometer runter, die Pace exakt bei knapp über 5min/km, von den Startwirren einmal abgesehen.
Es herrscht angenehme Stille zwischen uns und ein Kopfnicken reicht, wenn wir zum überholen ansetzen wollen - scheinbar ticken wir nicht nur im Laufschritt ähnlich.
Erst in Westerland gönnen wir uns ein paar Schritte gehend um Wasser und Iso zu tanken. Das Anlaufen fällt nicht schwer, denn der Blick über den weiten Sandstrand scheint mir Herz und Lunge zu öffnen.
Bei Halbzeit steht die Uhr bei 1:23:45 - alle Optionen sind offen. Aber der flache Teil der Strecke liegt hinter uns - ein paar Bodenwellen in Wenningstedt erhöhen den Puls, um die Pace exakt bei 5:00 zu halten. Kampen ist bei Kilometer 22,5 erreicht und wir nehmen Anlauf für die Dünenlandschaft, die einigen Läufern den Stecker ziehen soll.
Vielleicht haben wir hier etwas zuviel Respekt, denn letztendlich fühlen sich die Steigungen nicht so spektakulär an. Es reicht aber, um die Oberschenkel etwas fester werden zu lassen und auf den letzten 10km die Entscheidung zu treffen, nicht die sub2:45 anzugehen. Da ist er wieder der Spruch von fazerBS: "was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!" Dieses Jahr werden wir es nicht herausfinden, denn wir bleiben bei absolut konstanten Zeiten um 4:55, dabei war abgemacht, dass wir beide zu jedem Zeitpunkt die eigene Pace hätten anschlagen können. Haben wir aber nicht und so biegen wir auch nach 33km gemeinsam auf die Zielgerade ein, unsere Platzierungen lassen wir uns nicht mehr nehmen, die Uhr stoppt bei 2:48:38!

Wegen der letzten 600m im Laktatrausch brauche ich etwas Zeit bis ich mich freuen kann, dass meine Rechnung beglichen ist - cocobolo scheint es ähnlich zu gehen: wir klatschen kurz ab und verschieben das Finisherfoto auf ein paar Getränkelängen später!
Erst jetzt realisiere ich richtig, dass sich der Nebel aufgelöst hat - Sonnenschein im Ziel: heute hat alles gepasst!

Für die Statistik:
Platz 125 (von 516 Männern gesamt)
Platz 29 (von 106 in AK M45)
Siegerzeit 2:02:56

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Ganz herzlichen Glückwunsch..

..zu dieser super Zeit. Die Rechnung ist wohl mehr als beglichen!
Maren

Ich bin dann mal weg

wenn es läuft läuft's!

"Heute hat alles gepasst", damit ist wohl alles gesagt ;-)

Da bleibt mir ja nur übrig ganz herzlich zu gratulieren!

Und neidisch festzustellen, dass ich da auch mal hinwill, diese Insel aber leider am falsche Ende der Republik liegt. Menno....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Perfekter geht nicht

ganz herzlichen Glückwunsch zum Superlauf auf dieser schönen Insel.
Den Lauf wollte ich auch noch irgendwann...

LG,
Anja

GÜCKWUNSCH euch Beiden ...

... zum tolen finish in super Zeit !

Ein WK bei dem ja wirklich viel zusammen passte !
- das Vorbereitungstraining und der Vorbereitungs-WK (Kiel) waren fast optimal
- das Wetter, vor allem der WIND war lauf-tauglich
- ein(e) optimale(r) Mitläufer/in an der Seite ist oft sehr viel wert !

Das habt Ihr Beiden wirklich ganz stark durchgezogen.

Neongelbe Grüsse Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Toll wenn ein Plan mit Laufpartner

so perfekt aufgeht! Super gelaufen, Zielzeit unterboten. Schön wenn alles passt - sogar das Kopfnicken.

Gratulation euch beiden zum super Laufergebnis. Offene Rechnung beglichen PUNKT

Das liest sich schon nahezu poetisch

Saustarke Leistung! Ich gratuliere von Herzen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Herzlichen Glückwunsch zu

Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Lauf.So wie du schreibst hat man das Gefühl dabei zu sein. Danke.
Sylt ist immer eine Reise Wert, mit und ohne zu laufen.

Ganz großes Kino!

Wow! Perfekt geplant und perfekt umgestzt und das auch noch zu zweit. Da passte aber wirklich alles, klasse! Ganz herzlichen Glückwunsch und Riesenrespekt! Wenn ich mal groß bin.... Aber Sylt ohne Wind? Muss richtig schön mystisch gewesen sein:-)

Lieben Gruß
Tame

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