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Benutzerbild von Forrest120

Geplant als erneuter Angriff auf SUB 4 wurde es ein wunderbarer Trainingsmarathon.

Nach meinem Rursee Marathon im November und meinem ersten Marathonjahr mit 3 beendeten Marathons und einem Halben, bei konstant anhaltender Gesundheit, dachte ich mir einmal zwei Wochen kürzer zu treten. Man muss sein Glück und schon garnicht die Gesundheit herausfordern. Also im November zwei Wochen deutlich kürzer getreten. Und von nun an ging es bergab. Ab Ende November macht sowohl das rechte Knie als auch der Knöchel Probleme. Ich glaube es nicht. Dezember weiter reduziert. Es ging so halbwegs, aber zufrieden ist anders.Egal seit November war ich beim Runatolia 2016 angemeldet und wollte eigentlich einen Angriff auf SUB 4 starten.
Ab Mitte Dezember angefangen mit Sub 4 Plan von Steffny. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass ich wieder bei Adam und Eva anfange. Betrachtete ich meine Form aus dem Vorjahr, verstand ich die Welt nicht mehr.Ich fühlte mich deutlich schlechter. Hilft aber nix, wird bestimmt alles wieder gut. Zwischenzeitlich hatte ich mich auch schon für Salzburg am 01.05.2016 angemeldet. Insofern hatte ich mir den Druck genommen Sub 4 in Antalya zu laufen. Also im Januar weiter nach Plan trainiert. Es ging so dahin und ein wirklich gutes Gefühl hatte ich nicht.Fühlte sich alles irgendwie schwerfällig an. Knie und Knöchel machten zwar mit, aber o.K. ist auch anders. Nun kam Anfang Februar auch noch Wintersport mit der Familie, was mich im letzten Jahr aufgrund einer 10-tägigen Laufabstinenz völlig zurückgeworfen hatte. Diesmal nicht. Ich hatte einen Urlaubstrainingsplan. Ab auf´s Laufband. Klappte auch prima. Der Hammer war, dass der Juniorchef im Hotel im September den Berlin-Marathon in 3:24 beendet hatte. So kam ich dann auch noch zu meinem ersten Bergtraining. Ahnungslos nahm ich doch das Angebot eines gemeinsamen Bergtrainings an. 1 Stunde gemütlich die Höhenluft geniessen. Aus dem Hotel raus, nach 200 Metern rechts ab und hinauf ging es. Hab mal Tempo vorgegeben. Laut Uhr haben wir dann auf 1500 Meter ca. 150 Höhenmeter gemacht. Für mich bedeutete das bei meiner vorgeschlagenen Geschwindigkeit nach 200 Metern bergauf ein Puls von 168 bei 173 Maximalpuls. Als wir die Steigung gemeistert hatten, wollte ich eigentlich nur noch die Bergrettung rufen. Habe mich dann einen Moment ausgeruht und bin dann den Rest in einer moderaten Geschwindigkeit, allerdings mit einem Puls von etwas über 155 weitergelaufen. Am Ende hatten wir knappe 10 Kilometer in einer Stunde.Für mich eine tolle Lehrstunde. Man hatte ich mich überschätzt. Aber trotzdem gutes Training. Nach dem Urlaub waren dann noch drei Wochen Zeit. Und der letzte lange Lauf im Plan läuft ganz gut, nur die Endbeschleunigung klappt nicht. Auch die letzten zwei Wochen vor Antalya fühlen sich gut an. Bin fit. Welche Geschwindigkeit, keine Ahnung. Plan ist den halben in 2:00 und dann mal schauen. 4:15 wäre insgesamt o.K.

Runatolia 2016:

Als Stadtmarathon hatten ca. 500 Marathon-, 3000 Halbmarathon- und ca. 3500
10 K-Teilnehmer gemeldet. Ich hatte mich im November 2015 angemeldet und war
schon damals über den Preis von EUR 20,00 völlig verwundert. All-Inclusive. T-Shirt, Medaille, Chip, kleiner Kleiderbeutel, Versorgung mit Wasser in kleinen Flaschen, Iso, Obst etc.Der Kurs als Wendenpunktkurs. Start auf einer Hauptverkehrsstraße in Höhe des Atatürk Kulturparks. 500 Meter Hauptverkehrsstraße dann rechts ab Richtung Antalya Altstadt, durch die Altstadt immer Richtung Lara. Erster Wendepunkt bei 5 Kilometer, zweiter Wendepunkt bei ca. 11 KM und dann drohte man fast zu vereinsammen. Wenn man bedenkt, dass ca. 3500 Teilnehmer gleichzeitig (Marathon und Halbmarathon) plus einige 10 K-Teilnehmer, die nicht verstanden hatten, dass Sie 15 Minuten später starten, loslaufen, dann ist da zunächst einiges an Trubel. Nach 11 Kilometer bleiben dann aber nur noch ca. 500 übrig. Wurde sehr übersichtlich.

Die Strecke an sich ist in meinen Augen kein Leckerbissen. Anfangs sehr urban, dann auf der Promenade am Meer entlang, erneut eine längere Straße und das Ganze zurück. Kleinere Anstiege waren vorhanden, vielleicht kann man die Strecke auch leicht profiliert nennen. Insgesamt ein schöner Lauf bei wunderbaren und auch gut erträglichen 20 Grad. Die Stärke der Sonne hatte ich unterschätzt und auch vergessen mich gegen Sonnenbrand zu schützen. Aber Alles halb so wild.

Sportlich bin ich dann wie geplant losgelaufen. Eingependelt bei 5:52 min pro Kilometer. Mußte etwas aufpassen, dass ich mich nicht an einen zu flotten Halbmarathoni dranhänge. Bis Kilometer 11, also Wendepunkt der Halbmarathoni,alles im Plan. Deutete auf zunächst 2:00 Std. für den Halben hin. War in bester Verfassung. So ungefähr bei Kilometer 14 werde ich dann von einem Läufer eingeholt. Weitere Läufer waren meistens so 10 Meter vor oder hinter mir. Es stellt sich heraus, dass mein jetziger Mitläufer eine 4:30 Std. angeht und 65 Jahre ist. Ich bin ja immer wieder sowas von fasziniert, wenn ich auf so erfahrene Läufer treffe. Prompt entschließe ich mich auch irgendwas um die 4:30 zu laufen. Schaun wir mal, was denn so wird. Klar ist das hier ein Wettkampf, aber ich wollte eh entspannt laufen. Wir erreichen schließlich bei 2:06 den Wendepunkt und damit den Halben. Wenn ab jetzt alles gut gelaufen wäre, dann hätten wir ja trotzdem 4:15 geschafft. Auf dem Rückweg gibt es dann einen etwas markanteren Anstieg -hier sind wir ja zum Strand runter, jetzt müssen wir wieder rauf-, den einige Teilnehmer gehen. Wir nicht. Konsequent und gleichmäßig wird durchgelaufen. Tempo liegt bei 6:10 pro Minute. Die 32 hatten wir in 3:15 Std. und waren an sich gut im Plan. Leider kam dann bei KM 34 die Mitteilung meines Mitläufers, dass die Waden ziehen, ein stechender Schmerz. Eine für Ihn offensichtlich seltene Erfahrung. Ich sollte loslaufen. Nichts da. Wir sind 34 KM zusammengelaufen und laufen jetzt auch noch die letzten 8 KM zusammen. Auf der Strecke noch einen weiteren Leidensgenossen mitgenommen -seines Zeichens bester Österreicher, aber auch der Einzige, Alter 59. Nunmehr waren wir eine Dreiertruppe. Exakt nach 4 Stunden hatten wir die 38 Kilometer erreicht.Die 4:30 Std. sollte überhaupt kein Problem sein. Wir mußten aber weiter das Tempo drosseln. Mein Mitläufer kämpfte tapfer, hatte aber ordentlich Schmerzen. Ich weiß nicht, ob ich da weiter gemacht hätte. Langjährige Erfahrung ist wohl durch nichts zu ersetzen. Schön war dann noch, dass wir Richtung Ziel dann auf einer 4- oder 6-spurigen Straße (ich weiß es garnicht mehr ganz genau)relativ alleine gelaufen sind. Vor uns ein paar Läufer hinter uns ein paar Läufer. Links und rechts der Straße Massen von Füßgänger, die in die Altstadt wollten. Da sperren die Türken eine 20 Meter breite Straße, damit ein paar Läufer am Sonntag durch die Stadt laufen können. Und das für 20 EUR. Man hatte ein tolles Bild vor Augen. Anschließend noch einmal links um die Ecke und dann hatten wir schließlich in 4:33 das Ziel erreicht.Ich war Stolz, dass ich meine beiden Leidensgenossen schön ins Ziel gebracht habe, dazu bester Österreicher und schließlich auch noch mein Wadenkranker 3. in M65. Für mich war es am Ende ein etwas längerer Longjog mit einem Puls von 135. Bin ich jetzt nicht nur Bergläufer, sondern auch Supporter? Hatte das Gefühl, dass meine Fitness wieder da ist. Nur Knöchel und Knie macht ein wenig Probleme.

Ich hatte 4 schöne Tage in Antalya und kann jedem der ein paar sonnige Tage sportlich verbringen will, diesen Lauf nur empfehlen. Hat mal wieder riesigen Spaß gemacht.

Ein paar Tage Pause und dann geht meine Vorbereitung weiter. Formüberprüfung mit einem Halbmarathon beim Kyffhäuser Berglauf und dann die SUB 4 am 01.05.2016 in Salzburg.

Bis dahin Euch viel Gesundheit und der Wunsch, dass eure Ziele in Erfüllung gehen.

Viele Grüße
Stefan

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Ach das wird schon

Ach das wird schon klappen!
Ich find's toll das du deinen Mitläufer nicht stehen gelassen hast, das ist Sportsgeist! Und die sub4 ist echt so ne Zicke. Ich habe sie auch erst einmal geknackt, versuche seit dem ständig, sie nochmal zu erreichen. Aktuell nächsten Sonntag. Schaun mer mal....
Zu Knie und Knöchel: versuche mal mit der Black Roll zu arbeiten, hört sich nach muskulärem Problem an. Ich drück dir die Daumen :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Tapfer!

Ich bin in Antalya 2009 den Marathon gelaufen. Ziel war auch sub 4, am Ende kam ich mit 4:11 rein ;-) Ich habe auf dem Rückweg noch so einige Anstiege in der Stadt in Erinnerung und die Sonne - Anfang März für uns eher ungewohnt - tat ein übriges...
Ich kann mich nur an den einen Wendepunkt draußen bei den Hotels in Lara erinnern, ist die Streckenführung heute anders?

Ich finde es tapfer, dass du bei deinem Mitläufer geblieben bist!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Keine Ahnung,

entscheidend war die Steigung runter zum Strand, dann rechts der Strand und links die Grillplätze, lange am Strand entlang dann links
durch ein Tor, wieder rechts wieder länger als ein Kilometer eine breite Straße entlang, dann links und so nach 1,5 km an einer Haptstraße kam der Wendepunkt. Sofern ich einige Laufberichte richtig interpretiert habe, ging es immer bis kurz vor die Hotelzone In Lara. Also Hotels wie Concorde etc. habe ich nicht gesehen. Mein Mitläufer hat aber nichts von einer geänderten Streckenführung erwähnt. Die bekannte Steigung vom Strand wieder hoch war auf jeden Fall dabei. Ansonsten fand ich die Streckenführung nicht zu schwierig. Auch die Temperatur mit 20 Grad und immer ein wenig Wind war angenehm. Den Sonnenbrand habe ich ja erst im Hotel gesehen. Insgesamt angenehm. War aber auch nicht annähernd am Limit.

Wäre aber noch zu erwähnen, dass bei einem höheren Tempo kreuzende unachtsame Fußgänger genervt haben. So erzählte mir ein 3:35 Std. Läufer, dass ihn einige Fußgänger genervt haben. War für ihn PB und er war im "Tunnel". Hat also eher mit sich zu tun als auf Fußgänger aufzupassen. Das war bei uns natürlich anders. Mir wurde erklärt, dass man als laufender Mensch ohne Fußball vor den Füßen keinen hohen Stellenwert bei den Türken hat. Deswegen aber 42 Kilometer einen Fußball vor sich herschieben. "Ich weiß nicht"......

Runatolia 2016 Gruß von Franz

Hallo Stefan,
habe deinen Laufbericht an deinen (und meinen) Mitläufer aus Österreich weitergeleitet und
Franz bedankt und grüßt dich recht herzlich.
Hermann

Hallo Hermann!

Danke für die Weiteleitung von Stefans Laufbeschreibung . Es ist immer wieder faszinierend, dass man während eines Laufes interessante Leute kennen lernt, und dann auf Umwegen zu diesem Bericht kommt, der sich mit meinen Erinnerungen an die letzten 8 km völlig deckt.

Schöne Grüsse an Stefan und Dich

Siehe auch ein Bericht von Franz:
www.alt-eggenberg.net

Danke,

da habe ich mich riesig gefreut.Habe Franz schon auf seinen Bericht geschrieben.
Die Welt ist klein und Laufen verbindet. Ist das cool.

Warst du auch in Antalya?

Gruß
Stefan

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