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Benutzerbild von waldboden

Januarausgabe der Fachzeitschrift "Internal Medicine"
Zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Fitness im jungen Erwachsenen-Alter gibt es aus Boston die Ergebnisse einer prospektiven Longitudinalstudie, die März 1985 startete. Bis Juni 1986 hatten die Forscher 5115 herzgesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 30 Jahren beisammen, die bereit waren, an Fahrrad-Ergometertests teilzunehmen.
Bis Ende August 2011 konnten 4872 Teilnehmer nachbeobachtet werden; dabei kam man auf eine Followup-Dauer von im Mittel 27 Jahren.

Wie Shah und Kollegen berichten, korrelierte der Grad der Fitness (gemessen mit Ergometrie) in jungen Jahren eindeutig mit dem Risiko eines Herz-Kreislauf-Ereignisses und mit der Mortalität im mittleren Alter. Mit jeder Minute, die die Teilnehmer sich bei Ergometrie zusätzlich körperlich belasten konnten, sank das langfristige Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um 12 Prozent. Die spätere Gesamtsterblichkeit sank mit jeder Minute um 15 Prozent.

Körperliche Fitness (Ausdauer!) im jungen Erwachsenen-Alter spielt somit eine entscheidende Rolle beim Schutz vor Tod oder Schädigung durch Herz-Kreislauferkrankungen.

Quelle:
Association of Fitness in Young Adulthood With Survival and Cardiovascular Risk
The Coronary Artery Risk Development in Young Adults (CARDIA) Study
Ravi V. Shah, et al, JAMA Intern Med. 2016;176(1):87-95. doi:10.1001/jamainternmed.2015.630

Hier der Link zum Original-Artikel ...

Grüße,
waldboden

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Ey krass!

Dann ist Laufen ja doch gesund!

;o)

ER schafft das Wollen und das voll Bringen - mit extrem hohem Bringungsfaktor.

Ja, Besonders das...

...zur-Schule-laufen.

Früher habe ich meine Eltern verflucht dafür, dass sie mich mit dem Fahrrad zum Instrumentalunterricht geschickt haben (ca. 10 km). Ich sollte ihnen wohl eher dankbar dafür sein.

WWConny

da ist was dran. Wir "mussten" auch viel zu Fuß und mit dem Rad erledigen in unserer Kindheit und Jugendzeit.

heutige Jugend

bei meiner begrenzten Wahrnehmung der heutigen Jugend, die ich teils wenig in Bewegung und viel "daddelnd", am Smartphone/PC hängend sehe, bin ich gespannt, wie das mal ausschaut, wenn diese Kohorte älter geworden ist. Auch, wenn ich lese, dass die Hälfte der Großstadt-Kinder noch nie auf einen Baum geklettert ist ...

Die oben skizzierte Studie hat nur am Anfang die Ausdauer-Leistungsfähigkeit erfasst, aber nie mehr zwischendurch und somit ist offen, was aus einer/m wenig fitten jungen Erwachsenen wird, wenn sie/er später Gefallen an Ausdauerbewegung findet und in sein/ihr Leben einbaut.

Grüße,
waldboden

deine Wahrnehmung

der heutigen Jugend teile ich leider. Vor allem seit ich in der Grundschule zu einem Gespräch antanzen musste, weil ich meine arme Erstklässlerin die exakt 800m zur Schule laufen ließ.... Kein Witz....

Ausdauersport habe ich in meiner Jugend nie getrieben. Aber alles per Rad erledigt. Meine Eltern hätten mir was gehustet von wegen zur Schule oder zu Nachmittagsaktivitäten gefahren werden!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Interessante Studie! ...

... Dnake fürs Mitteilen.
Vielleicht sollte man mal den Abstrakt in Grundschulen aushängen. Besser ist vermutlich aber doch online aufs Smartphone.
;-)

800 Meter Schulweg?

Du musst wohl eine ziemliche "Rabenmutter" sein, wenn Du Deinem armen Erstklass-Kind derart unsägliche 800 m quälenden Schulwegs zumutest ...

Unfassbar, was hier als Anlass für Elterngespräch hergenommen wurde.

Aber nachdem was Du hier immer wieder berichtest, scheinen Deine Kinder viel Freude an Bewegung zu haben und die mit den 800 m Schulweg geplagte Erstklässerin scheint keinen Schaden genommen zu haben ;-)

Herzliche Grüße,
waldboden

Langzeitstudie schwedische Wehrpflichtige

Hier noch eine dazu passende sehr spannende Studie:

Schlank sein reicht nicht. Wer hohem Bluthochdruck vorbeugen will, muss auch etwas für die körperliche Fitness tun, und das schon im jungen Erwachsenenalter.

Dies belegt jetzt eine prospektive Analyse von mehr als 1,5 Millionen schwedischen Wehrpflichtigen eindrucksvoll [1]. Rekruten, die mit 18 Jahren nicht körperlich fit waren, litten mit 50 Jahren mit erhöhter Wahrscheinlichkeit an Hypertonie, und dies egal ob sie als junge Erwachsene übergewichtig oder normalgewichtig waren.

„Diese Studie ist ein massiver Weckruf“, sagt Prof. Dr. Hans-Georg Predel, Sprecher der Sektion Sport und nichtmedikamentöse Hochdrucktherapie der Deutschen Hochdruckliga, gegenüber Medscape Deutschland. „Es reicht also nicht schlank zu sein, wenn man dabei total schlaff ist.“ Diese Studie betreffe eine Altersgruppe, die in den letzten Jahren große Veränderungen erfahren habe. Auch durch die digitale Revolution sei die Fitness unserer Jugendlichen seit Jahren im Rückgang egriffen, gleichzeitig nähme das Durchschnittsgewicht dieser Population zu.
„Wir müssen junge Erwachsene dafür sensibilisieren, dass die Weichen bezüglich der künftigen Gesundheit sehr früh gestellt werden und der Zug bei ungünstigem Lebensstil schon frühzeitig in die falsche Richtung abfährt.“

Die Studienergebnisse beruhen auf der Wehrdienstuntersuchung von 1.547.189 schwedischen Wehrpflichtigen zwischen 1969 und 1997. Im Laufe der 2-tägigen Untersuchung wurde unter anderem der BMI ermittelt, die aerobe Fitness (in Watt) und die Muskelkraft (in Newton) gemessen. Als geringe aerobe Fitness galt eine Leistung unter 240 Watt auf dem Fahrrad-Ergometer, als geringe Muskelkraft war ein Wert unter 1.900 Newton beim Dynamometer-Test definiert. Die Männer wurden maximal bis zu einem Alter von 62 Jahren nachbeobachtet, im Schnitt lief das Follow-up über 26 Jahre.

Diese Studie ist ein massiver Weckruf.

In dieser Zeit wurde bei gut 93.000 (6%) Hypertonie diagnostiziert, im Schnitt im Alter von 50 Jahren. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) im Alter von 18 Jahren war ein signifikanter Risikofaktor für eine spätere Hypertonie.
Übergewichtige oder fettleibige Rekruten hatten ein 2,5-fach höheres Risiko für Hypertonie als diejenigen mit Normalgewicht.

Auch die aerobe Fitness war mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie assoziiert. Männer, die später an Hypertonie erkrankten, hatten im Alter von 18 Jahren eine mediane aerobe Fitness von 231,8 Watt – im Gegensatz zu den Männern, die später keinen Bluthochdruck hatten. Sie schafften 264 Watt. Bei der Muskelstärke gab es dagegen keinen signifikanten Unterschied: Männern, die später Bluthochdruck bekamen, hatten eine Muskelstärke von 2.000 Newton, und diejenigen, die später keinen Bluthochdruck bekamen, lagen bei 2020 Newton.

„Ein hoher BMI und eine geringe aerobe Fitness, aber nicht die Muskelstärke, waren mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie assoziiert, und das unabhängig von familiären Risikofaktoren und sozioökonomischen Faktoren“, berichten die Studienautoren um Dr. Casey Crump von der Stanford University, Stanford, Kalifornien, USA.

Ausdauerleistung ist Prädiktor für Bluthochdruck

„Interessant an dieser Studie ist , dass sie nicht nur die individuelle Bedeutung von BMI und aerober Fitness zeigt, sondern auch die Interaktion dieser Faktoren“, sagt Predel, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin leitet. Eine Kombination aus hohem BMI und niedriger aerober Fitness war mit dem höchsten Risiko für Bluthochdruck assoziiert. Aber eine geringe aerobe Fitness allein war auch bei Männern mit normalem BMI mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie verbunden.

REFERENZEN:
1. Crump C, et al: JAMA Internal Medicine (online) 19. Januar 2016
Obesity, Fitness, Hypertension, and PrognosisIs Physical Activity the Common Denominator?
https://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2482347

Grüße,
waldboden

Genau genommen..

...müssten die Kids täglich eine Doppelstunde Sportunterricht bekommen.
Leider wird das wohl eine Illusion bleiben.
Mit Sorge schaue ich auf die Zukunft meiner Kinder: die eine schlank und bewegungsfreudig, solange die Bewegung nur nicht "Sport" heißt. Der andere bereits mit 12 verspeckt und äußerst bewegungsfaul. Nicht extern motivierbar (zumindest nicht von uns Eltern).
:-(

800m zur Schule laufen

Es würde mich interessieren, wie das Gespräch ausgegangen ist. Wahrscheinlich wog die Klassenlehrerin knapp unter 2 Tonnen.

Ich mußte von der ersten Klasse an täglich knapp 2 km zu Schule laufen. Ein Auto hatten meine Eltern nicht und der Bus war zu teuer! Ausserdem hat sich die Schule einen Dreck darum geschert, wie die Kinder zur Schule kommen. Hat es etwas geschadet? Mit Sicherheit nicht.
Schaden nehmen die Kinder eher durch die ach so besorgten Helikoptereltern.

Viele Grüße

Lieber schlank und fit als fett und faul!

Ich bin stur

und sie ist weiterhin zur Schule gelaufen ;-)))

Und ich kriege täglich die Krise, wenn ich das Verkehrschaos vor MEINER Schule sehen, wo Eltern ihre Neuntklässler möglichst in die Eingangstür fahren....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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