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Stell Dir vor es ist Marathon und keiner geht hin.

Die sieben schnellsten Marathonzeiten, die jemals gelaufen wurden, wurden alle in Berlin erzielt (mit Ausnahme zweier Zeiten aus dem Rückenwind-Rennen in Boston 2011, die nicht offiziell anerkannt werden). Rang 8 und seit vergangenem Freitag auch 9 dieser ewigen Bestenliste nehmen Zeiten aus Dubai ein. Während Berlin als einer der World Marathon Majors jährlich hunderttausende Zuschauer anzieht und seit vielen Jahren die rund 40.000 Startplätze deutlich überbucht sind, meldeten für die diesjährige Austragung in Dubai 2.572 Teilnehmer. Nachmeldungen sind bis 30 Minuten vor dem Start möglich. 1.544 erreichen das Ziel im Schatten des Megaluxushotels Burj al Arab.

Auch das Zuschauerinteresse hält sich weitgehend in Grenzen. Selbst am Nachmittag in der Stadt schauen die Leute verwundert, warum vereinzelt Menschen mit deutlich unrundem Gang durch die riesige Dubai Mall eiern. Sie alle haben gar nicht mitbekommen, dass am gleichen Morgen nur wenige Kilometer entfernt die zweitschnellste jemals außerhalb Berlins gelaufene Marathonzeit absolviert wurde.

Einerseits schade, andererseits auch anhand einiger Gründe echt nachvollziehbar. Der Dubai-Marathon findet jährlich Ende Januar statt - einer Zeit, in der die wenigsten Läufer wirklich fit sind, bzw. daheim Rahmenbedingungen haben um sich ordentlich auf eine schnelle Marathonzeit vorzubereiten. Das Rennen startet um 6:30 Uhr morgens und erfordert zusätzlich noch eine aufwendige Logistik um zu dieser unchristlichen Uhrzeit am Start zu stehen. Ein weiterer Grund ist die höchst gewöhnungsbedürftige Streckenführung. Etwa 200m nach dem Start geht es links auf die Jumeirah Beach Road. Auf dieser wird dann ca. 5,5km bis zu einem Wendepunkt gelaufen. Ist dieser absolviert, geht es knapp 21km geradeaus zu einem weiteren Wendepunkt. Nach weiteren rund 15km geht es dann am Burj al Arab wieder links ab Richtung Ziel. Und wenn ich geradeaus schreibe, dann meine ich geradeaus. Aber dazu später mehr.

Als Marathonfreak kenne ich aber das Rennen und habe es trotz aller oben genannter Umstände auf meine "bucket list" der in meinem Leben noch zu absolvierenden Rennen gesetzt. Dubai interessiert mich ohnehin seit längerem. Man bekommt doch immer wieder über allerhand Medien mit, was dort alles an Superlativen entsteht - u.a. das mit 828m mit Abstand höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa.

Als in diesem Jahr auch meine berufliche Situation dazu passt, sowie die Lufthansa-Tochter Eurowings extrem günstige Flüge anbietet, ist für mich der Moment gekommen: in 2016 laufe ich den Dubai-Marathon. Die Flüge sind schnell gebucht (219 EUR von Hamburg über Köln nach Dubai - hin und zurück), zum Marathon gemeldet und später finde ich auch noch eine tolle Unterkunft für meinen ersten Besuch in dieser Stadt.

Vergangenen Dienstag begebe ich mich also zum Flughafen. Es sind -12 Grad Celsius. Wenn ich eine Nacht später am Zielort aus dem Flieger aussteige, sind dort 25 Grad. Der Flug war höchst angenehm. Statt des Experiments "Langstreckenflug in Lowcost-Airline" erfuhr ich einen komfortablen Lufthansa-Flug, da die neu gegründete Airline noch nicht die Kapazitäten hat den angebotenen Flugplan selbst zu erfüllen. Einzig die Ankunft an Terminal 2 in Dubai erweist sich als kleiner Nachteil - mein Mietwagen ist an Terminal 1 reserviert. Nachdem ich schnell realisiert habe, dass der Terminalwechsel nicht zu Fuß möglich ist, erfahre ich in Step 2, dass es auch keinen Shuttle gibt und ich ein Taxi nehmen muss um den 10km (!) entfernten Counter meines Mietwagenverleih zu erreichen.

Tag 1 nutze ich zum "Ankommen" in der Stadt. Ich klappere die wohl bekanntesten "Sehenswürdigkeiten" der Stadt ab - Mall of the Emirates, Dubai Mall, Burj Khalifa und Burj al Arab. Zwischendurch fahre ich noch zur Startnummernabholung, welche sich in Meydan, der Megaluxus-Pferderennbahn etwas außerhalb des Stadtkerns befindet.

Vom Burj al Arab, das bekanntermaßen direkt am Strand liegt, möchte ich eine letzte Trainingseinheit starten. Ich hatte keine Strecke rausgesucht, aber laufen entlang der Strandpromenade geht doch eigentlich immer. So sollte es auch in Dubai sein und zu meiner Überraschung finde ich eine grüne Hartgummistrecke, die sich 6,8km lang entlang des Strands entlang schlängelt und alle 100m exakt die bereits absolvierte Entfernung aufgedruckt ist. Es gibt genau zwei Arten Menschen auf der Strecke. Einerseits Läufer, andererseits etwa alle 300m Arbeiter mit Besen in der Hand, deren einzige Aufgabe darin besteht die auf die Strecke gewehten Sandkörner wieder weg zu fegen(!). Abends falle ich todmüde in mein Bett in Dubai Marina.

Tag 2 versuche ich jetzt nach aller moderner Architektur des Vortages etwas altes, traditionelles zu finden. Es ist gar nicht so einfach, aber nahe des Flughafens in Bur Dubai finde ich tatsächlich etwas in die Richtung. Den Nachmittag treffe ich einen Bekannten in der Stadt auf einen gemütlichen Kaffee, bevor es auch schon recht zeitig in meine Unterkunft geht um die letzten Rennvorbereitungen vorzunehmen.

Am Freitag früh klingelt dann um 3:15 Uhr erstmals mein Wecker. Das ist leider die erforderliche Uhrzeit um wie gewohnt 3 Stunden vor dem Start meine letzte feste Mahlzeit einzunehmen. Nach vertilgten 3 weißen Brötchen mit Marmelade, lege ich mich aber nochmal ins Bett und schlafe nochmal 2 Stündchen.

Als der Wecker um halb sechs erneut klingelt weiß ich, dass es nun schnell gehen muss. Es ist alles schon vorbereitet, ich springe in mein Rennoutfit, schnappe den Beutel mit Wechselklamotten und steige in meinen Mietwagen. Autofahren in Dubai ist immer dann super, wenn man genau seinen Weg kennt. Da nahezu alle Straßen mal mindestens 4spurig (pro Richtung) sind, werden Fehler unerbittlich geahndet, da U-Turns faktisch unmöglich sind. Aber am Marathonmorgen habe ich Glück (bzw. ich bin die Strecke bereits am Vortag schon gefahren) und erreiche das Startareal voll im Zeitplan. Ich habe nochmal Glück, denn statt auf den Parkplatz der Mall of the Emirates, finde ich einen Platz vor der Polizeiakademie, nur wenige hundert Meter vom Start. Später realisiere ich, dass es der VIP-Parkplatz war, aber das hat niemanden interessiert und einige andere Läufer haben es mir gleich getan.

Ich stehe also pünktlich am Start meines ersten Marathons in 2016. Es ist aber auch gleichzeitig der erste Marathon, auf den ich überhaupt nicht vorbereitet bin. Nach der Anmeldung hatte ich überlegt ein verkürztes Vorbereitungsprogramm zu absolvieren - wie ich es zuvor im Herbst für den New York Marathon getan hatte. Aber dann verzichtete ich auch darauf - die Saison wird auch so schon lang genug. Wenn ich schon im Dezember/Januar mit erhöhter Intensität trainieren würde, würde mir wohl wieder schon im Sommer die Luft ausgehen. Also bin ich im Winter einzelne gemütliche Grundlagenläufe gejoggt und aus schlechtem Gewissen heraus als einzigen Lauf über 20km einen 28,5km Dauerlauf durch tiefen Schneematsch, von dem ich große Teile gehen musste, weil der Untergrund einfach nicht laufbar war.

Da ich zwar pünktlich, aber auch ohne großen Zeitpuffer am Start stand, blieb mir also auch keine große Möglichkeit über meinen erbärmlichen Fitnesszustand nachzudenken. Es ging los.

Nach 200m erfolgte die erste Linkskurve und von nun an befand ich mich auf der Straße, auf der ich die nächsten gut 41 Kilometer verbringen würde. Hinsichtlich Zielzeit hatte ich mir auch keine großen Gedanken gemacht, bzw. war es natürlich auch unmöglich einzuschätzen, was wohl möglich sein würde. Ich einigte mich mit mir selber, dass ich mal glatte 5er-Pace loslaufen würde und gucke, wie weit mich die Beine tragen. Schneller angehen wäre sicher Unfug gewesen und in einem bitteren Einbruch geendet. Langsamer wollte ich aber auch nicht loslaufen, denn dann würde auch einfach die Gesamtzeit ganz schön lang werden und davon werden die Beine ja auch müde.

Ich traf das Tempo genau und überquerte die 5km-Zeitmatte nach 24:50 Minuten. In diesem Streckenteil ist bislang noch nichts passiert. Das Rennen ist noch frisch, man ist aufgeregt motiviert und nimmt die stupide Strecke noch nicht als solche wahr. Außerdem gab es etwa bei km3 auch eine erfreuliche Abwechslung. Wir absolvierten einen Großteil der Höhenmeter des heutigen Tages. An einer größeren Ampelkreuzung ging es einen Verkehrsberuhigungshubbel rauf und am Ende der Kreuzung wieder runter. Kurz drauf kam mir auch erstmals die Spitze entgegen, der ich kurz zujubelte und applaudierte.

Nach knapp 6 Kilometern kam der erste Wendepunkt und vom Kopf her war ein erstes Teilstück beendet. Nun schaltete sich aber dieser langsam ein - vielleicht war ich bis dahin auch einfach noch nicht wach. Mir fiel dann doch ein, dass ich ab jetzt 21 Kilometer geradeaus laufen würde. Ich gab mir alle Mühe den Kopf wieder auszuschalten, dies gelang mir aber mit zunehmender Renndauer immer weniger. Sowohl bei km10 (49:47 Minuten) und km15 (1:14:54 Std.) war ich noch voll in meinem Zeitplan. Ab dann wurden die km-Zeiten minimal, aber doch entscheidend langsamer.

Bei km 20 in 1:40:48 Std. war ich erstmals hinter meiner Marschroute zurück. Hier fiel es mir schon schwer die Motivation für das weitere Rennen voll aufrecht zu halten. Egal ob ich die Marschroute halten würde oder nicht, ich würde weit weg von jeglichen Bestzeiten sein und ich hatte ohnehin eine Vorahnung, dass ich mangels langer Läufe im Vorfeld des Rennens hinten raus das Tempo ohnehin nicht mehr halten würde.

Frisch in den "Egal-Modus" übergegangen stoppte ich erstmals kurz an einer Palme um diese etwas zu düngen. Dies hat sich dann auch gleich in der Halbmarathonzeit 1:46:09 Std. bemerkbar gemacht. An dieser Stelle war das Rennen eine reine Denksportaufgabe. Als ich den Streckenplan erstmals bewusst gesehen hatte, hatte ich ja noch gehofft, dass entlang der vielen Geradeauskilometer wenigstens die Streckenmerkmale klar erkennbar sind und einem somit den Fortschritt immer wieder bewußt machen. Da aber die Jumeirah Beach Road auch eine der großen Straßen mit kräftiger Bebauung rechts und links war, sah hier jeder Kilometer einfach nur gleich aus. Ich begann also nur noch von km zu km zu denken. Jedesmal wenn ich ein km-Schild passierte, summte exakt passend meine Garmin und zeigte die letzte km-Zeit an. Ab dann begann ein neuer Abschnitt. Ich machte mir ein Spiel daraus zu schätzen ab wann ich wohl in der Ferne das nächste km-Schild sehen würde. Anfangs war dies noch eher so nach 400 bis 440 Metern der Fall. Später im Rennen sollte der Rekord dann schon bei 330m sein. Der Unterschied lag wohl in der Klarheit der Luft, die immer besser wurde. Grundsätzlich war die freie Sicht auf das km-Schild von Beginn an gesichert - es ging nämlich wirklich nur rein geradeaus - völlig ohne Ausnahme.

Kilometer 25 erreichte ich nach 2:07:08, also bereits über 2 Minuten hinter meiner ursprünglichen Rennplanung. Hier war es für mich am schwierigsten die Motivation aufrecht zu halten und damit klarzukommen, dass noch weitere 17 Kilometer folgten. Ich lockerte meinen Plan nochmals: ich wollte auf jeden Fall bis km30 durchlaufen und dann mal ein Stück gehen und fühlen wie es meinen Beinen geht. Dann könnte ich mir hinterher auf jeden Fall sagen, dass ich als Kickoff in die neue Marathonsaison einen ersten 30er gelaufen bin und irgendwie ins Ziel würde ich auch noch kommen (bei der Streckenführung gab es ja ohnehin keine Alternative - der kürzeste Weg zum Ziel war die Wettkampfstrecke).

Als erste Erleichterung empfand ich den Wendepunkt bei km27,5. Irgendwie realisierte mein Kopf hier, dass es ab jetzt "nur noch nach Hause" ging. Dennoch blieb ich dem Plan treu jetzt bis zur 30 zu laufen und dann eine Verpflegung ganz gemütlich zu machen. Aber schon vorher machte ich mir Gedanken, was wohl die Optionen für den weiteren Rennverlauf sein würden. Als wahrscheinlichste Variante machte ich so ein Modell 12x800m-Intervalle mit je 200m Gehpause aus. So würde ich zwar mein ursprüngliches Zeitziel deutlich verfehlen, aber unter 4 Stunden wollte ich schon rauskommen - alles darüber wäre mir doch etwas unangenehm.

Als die Zeitnahme nach 30 Kilometern dann auch tatsächlich da war, setzte ich meinen Plan um, merkte aber auch schnell dass es mir körperlich eigentlich immer noch sehr gut ging und die ganze Entschleunigung eher vom Kopf und dem fehlenden "Wettkampfmodus" her kam. Ich ging ein paar Meter, schüttete mir bei mittlerweile über 25 Grad zwei gegriffene 0,5l-Wasserflaschen über den Kopf und verabschiedete mich von er 800er-Intervalltaktik. Ich würde auf den Roth2014-Plan übergehen. Dort bin ich die Verpflegungen gegangen und habe mich dann laufend von Verpflegung zu Verpflegung gekämpft. Für Dubai bedeutete dies, dass ich 5x2,5km laufen sollte und mich dann immer für ein paar Meter gehend erholen könnte - so der Plan.

Ich lief also wieder los und kam auch direkt wieder in meinen Laufschritt rein. Die nächsten 2,5km vergingen schneller als erwartet und es ereignete sich tatsächlich eine weitere Abwechslung. Genau dort, wo ich von der Entfernung die Verpflegung erwartete, war so etwas wie eine Kurve, da wir eine temporäre Baustelle umlaufen mussten. Hiervon völlig abgelenkt griff ich in der Kurve erneut zwei Wasserflaschen. Eine Kurve und Verpflegung auf einen Schlag - das war offensichtlich schon zu viel für mich, denn ich vergaß völlig, dass ich doch eigentlich ein Stück gehen wollte. Ich schüttete mir wieder ein Wasser über den Kopf, das andere mehr oder weniger in den Hals. Irgendwann merkte ich, dass ich einfach weiter gelaufen bin und es jetzt ja auch blöd wäre die Pause nachzuholen.

Ratzfatz sah ich schon das km35-Schild (hier war ich schon im Bereich 650-670m Sichtweite). Wie gewohnt gleich dahinter auch die Verpflegung und wieder verzichtete ich auf die geplante Gehpause. Es lief auf einmal ganz gut. Ich war nicht schnell - mittlerweile im 5:35-5:40-Tempo - aber ich kam solide voran und körperlich gab es auch keinerlei Anzeichen, dass mir auf dem Weg noch unangenehmeres Wiederfahren sollte. Es wurde zunehmend einfacher und eine weitere Hilfe war, dass ich etwa bei km37 ziemlich klar das Burj al Arab erkannte und damit das Ziel schon sehr konkret vor Augen hatte.

Nix mehr Gehpausen - jetzt bringe ich das Ding auch solide zu Ende und ich lief weiter. Bei km39 schaute ich dann mal etwas genauer auf die Uhr und begann zu rechnen, was für eine Zielzeit ich wohl erreichen würde. Wenn ich weiter meinen 5:40-Trott gelaufen wäre, wäre ich wohl knapp an der 3:46 gescheitert. Ich bin ja immer ein Freund von runden Zeitgrenzen und dann erweckte in mir die Motivation unter 3 3/4 Stunden bleiben zu wollen, also zog ich das Tempo etwas an - ohne wirklich zu wissen, ob ich dazu noch körperlich in der Lage war.

Ich stellte hocherfreut fest, dass es fast ganz angenehm war mal einen anderen Rhythmus aufzunehmen und genoss es zusätzlich plötzlich merklich Läufer zu überholen. km40 ging nun in 5:27 raus und ich hatte noch deutlich Luft, beschleunigte also weiter. Der vorletzte Rennkilometer endete dann schon nach 5:16 Minuten und die Linkskurve um nach über 41 Kilometern endlich wieder die Jumeirah Beach Road zu verlassen war schon zu sehen. Jetzt war mir alles egal und ich nahm die Beine in die Hand. Ich muss irgendwo knapp über 4er-Pace unterwegs gewesen sein, als ich dann doch realisieren musste, dass eine 3:43er-Zeit knapp nicht mehr machbar war. Hier nahm ich wieder etwas Tempo raus und überlief nach 3:44:15 Stunden das Ziel.

Der weitere Ablauf war maximal unspektakulär. Meinen Beinen ging es verhältnismäßig gut, also ging ich in den Zielverpflegungsbereich, holte meine Finishermedaille ab und griff nach allem was ich zu trinken und essen in die Hand bekam. Ich ging gleich weiter und stellte mich in die Schlange der Massage an. Da ich nicht so schnell wie sonst unterwegs war und die Warteschlange mit mehr Mitläufern teilen musste, dauerte es etwas. Aber ich hatte erstmal keine weiteren Pläne, also auch massig Zeit.

Die Massage war sehr gut, wie übrigens auch die Organisation des gesamten Rennens (hätte von Dubai auch nichts anderes erwartet - nur am Marketing müssen sie vielleicht noch etwas arbeiten). Anschließend machte ich ein paar Finisherfotos, ging zum nah abgestellten Auto und fuhr in die Dubai Mall. Dort hatte ich am Vortag schon einen "Five Guys Burger" identifiziert. In allen meinen US-Rennen der letzten Jahre (Boston, Chicago, Los Angeles, New York) hatte ich als Ritual erarbeitet hinterher den größten Five Guys Burger zu essen. Es sprach also nichts dagegen dieses Ritual auf Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten auszudehnen. Hat ja auch was den After-Race-Burger auf der Terrasse direkt am Fuße des höchsten Gebäude der Welt einzunehmen.

Später am Nachmittag habe ich dann auch meine touristische Pflicht erledigt und zur Aussichtsplattform des Gebäudes hoch gefahren. Der nächste Tag - und gleichzeitig mein letzter voller Tag der Reise - bestand dann aus einem hochinteressanten Bruch im "Centre for Cultural Understanding". Hier gab es traditionelle emiratische Küche und die Möglichkeit sich mit Einheimischen über deren Traditionen und das Zusammenleben in der Metropole Dubai zu unterhalten. Abends ging ich mit ein paar neu gewonnenen Bekannten noch ein paar Drinks an der Strandpromenade von Dubai Marina einnehmen und fuhr spätnachts zum Flughafen, wo regulär um 3:45 Uhr mein Rückflug Richtung Deutschland starten sollte.

Leider stellte ich vor Ort fest, dass dieser erst mit knapp 2 Stunden Verspätung gehen sollte - es wurde also eine lange, mühsame Nacht am Flughafen Dubai. Aber letztlich ging auch diese vorbei - an das Motto "Stumpf ist Trumpf" hatte ich mich ja tags zuvor schon lange Zeit gewöhnen können.

5
Gesamtwertung: 5 (14 Wertungen)

Imposante Bilder,

danke für den Bericht!

Schon cool, wenn man ohne Vorbereitung einen Marathon sub3:45 finishen kann! Und ganz nebenbei mentale Härte trainiert!

Schaffst du es eigentlich die "bucket list" nach und nach abzuarbeiten, oder kommen eher mehr neue Läufe dazu?
Was steht denn noch so auf der Liste?

Einen schönen Start ins Grundlagentraining hast du da hingelegt...

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

"erbärmlicher Fitnesszustand"????

Kriege ich deinen "erbärmlichen Fitnesszustand" um so eine Zeit zu laufen???

Schöner Bericht, danke dafür!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ein tolles Abenteuer

und ein schöner Bildbericht.

Wirklich erbärmlich, dein Zustand. Jede Menge Leute hätte ihn gern :lach:

Hast aber wirklich einen sehr günstigen Flug erwischt.

danke..

...für den bericht und die erinnerungsfotos
ich war herbst 2014 beruflich in dubai, würd aber nie auf die idee kommen, unbedingt dort einen marathon laufen zu wollen denn diese aus dem sand gestampfte irrsinnsstadt hat nichts zu bieten, was mir als läufer erstrebenswert erschiene. dann lieber durch die echte wüste :)

grüsse, christine

Klasse Bericht, als ob ich dabei wäre!

Ich finde die eigenen Erlebnisse zu Papier zu bringen absolut klasse. #besonders wenn's um solche Exoten handelt. Bisher habe ich nicht mal vermutet, dass Dubai Marathon hat (Dubai hat alles!). Danke für die tolle Erzählung!
Jetzt habe ich ein TODO Ziel mehr ;-)

Ganz egal was kommt, ich hoff du hast'n Handtuch mitgenommen

Dubai

Super Bericht! Vielen Dank!

Aber wie dir die Zeit zufällt ist erstaunlich, zumal du so überdünn
gar nicht aussiehst. Die Gene spielen wohl doch eine weit größere Rolle als irgendwelches Training.

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