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Benutzerbild von Carla-Santana

Nicht nur Wettkämpfe sind es wert, „beschrieben“ zu werden, sondern auch das,
was wir im Training oder einfach beim Laufgenuss erleben.

Zwischen den Feiertagen hatte ich Urlaub und mein Göga hatte die tolle Idee, unser Wohnzimmer zu renovieren und neu zu tapezieren.
Ok, damit auch ja die richtigen Tapeten an die Wände kommen, machte Frau nach gemeinsamer Auswahl noch mal alleine den Gang zum Tapetenguru und wählte alternativ neu, brachte mit nach Hause, er nickte begeistert brav und bestellte drei Tage vor Weihnachten.

War klar, dass die nicht mehr vorher verfügbar sind und somit hatte Göga eine neue fantastische Idee. :o)
Wir fahren ein paar Tage an den Brocken oder ins Sauerland.
Da kann ich ein paar Höhenmeter für die BC und TGC sammeln.
Pension oder Hotel Pustekuchen, natürlich alles ausgebucht, war klar! :o(
Wir haben ja noch unser kleines Womo Nr. 13. :o)

Campingplätze um den Brocken auch alles ausgebucht. :o(
Weil in Winterberg noch kein Schnee liegt, bekommen wir noch kurzfristig einen guten Stellplatz auf einem eigentlichen Parkplatz für Skifahrer am Campingplatz.

Am 28.12. kam dann der Anruf, Tapeten da….neneneeee, jetzt gibt’s Urlaub, tapezieren geht auch danach irgendwie!

Wir fahren los bei Sonne und 13 Grad und kommen an bei Nebel und 4 Grad.
Gut, dass ich doch noch die Winterhosen, Mützen und Handschuhe eingepackt habe, denn es sollte noch kälter und feuchter werden.

Als wir uns Winterberg Ruhr aufwärts nähern, schwirrt mir natürlich die TtdR im Kopf rum und das erste Laufziel für heute ist damit festgelegt. Ich muss zur Ruhrquelle, ein faszinierender mystischer Ort, der etwas Magisches hat.

Für alle Fälle packte ich mir die Lampe in den Rucksack, denn der bei Gpsis herunter geladene Track sollte gut 17 km und über 400 Hm haben und auch über den Schluchtenpfad verlaufen.
Priorität nach der Kniekehlen/Wadenüberlastung nach dem erfolgreichen aber schmerzhaften KoBoLT-Finish Anfang Dezember, der folgenden 2-wöchigen Laufpause und der wenigen vorsichtigen Einstiegskilometer in der 3. Woche, sowie dem am 27.12. gut verpackten Weihnachtsgansvernichtungslauf bei Happy in der „Todeszone Baumberge“ in Nottuln, war langsames cruisen und schauen, dass alles wieder ins Gleichgewicht kommt und bleibt.

Der Körper war schon etwas angemüdet vom Schwimmen morgens und die Arme etwas schlaff, aber die Beine voll in Ordnung.
Der Schluchtenpfad und die Bike-Trails boten schöne Laufwege und hoch zur Ruhrquelle kam ich schon ab und zu ins Japsen.
Mit ein paar Fotostops konnte ich jedoch die Sauerstoffversorgung sichern! ;o)

Die Quelle war noch da und ich folgte im Gedanken an meinen Support 2014 ein Stück dem ersten Weg der 230er Strecke entlang dem kleinen Rinnsal Ruhr, der schnell zu einem Bächlein wurde.
Die Tortour de Ruhr 2016 ist eines meiner Ziele, allerdings (noch) nicht die volle Dosis, sondern die 100mi-Strecke, die jedoch nicht hier startet.
Nach 2:13h war ich in der Dämmerung wieder am Platz.

Zuhause hatte ich noch weitere Tracks erforscht und geladen und mit der Wurmnavi auf der Ambit klappte das sehr gut.
Für den nächsten Tag hatte ich mir eine Strecke durch den Trailpark Winterberg über den Poppenberg, Landal Ferienpark, Bremberg, Kahler Asten mit Lennequelle, Neuastenberg mit 31km und 1078 Hm vorgenommen.
Ich war begeistert von diesen genialen MTB-Trails und Wanderwegen, bin eine schwarze Piste runter und im Zickzack durch den Buchen- oder Fichtenwald den nächsten Berg wieder rauf.
Ein Traum für mich, ich hatte alles für mich allein auch wenn alles im feuchten Nebel lag.
Die Skiurlauber und auch die Touristikbranche taten mir etwas leid, weil jeder dringend auf Schnee wartet.
Wanderer gabs genug, aber nicht auf den Trails.
Ich traf nur einen einzigen MTB-Fahrer auf dem Trail, die wenigen anderen nur auf den Waldautobahnen.

Nach guten 4,38h war ich wieder da, bestens zufrieden und genoss die heiße Dusche.
Die Beine waren frischer, als am Tag zuvor und der Lauf-Rhythmus und Atmung wurden auch bergauf kontrollierter. :o)

Eigentlich sollte man ja nach so einem 31er mal einen Tag Pause einlegen.
Wollte ich auch.
Nachmittags konnte Göga es aber wohl nicht mehr mit ansehen und schickte mich wieder raus in die Laufschuhe.
Ok, ist ja Urlaub und nicht Trainingsplan!
War ja gestern schön langsam, dann tucker ich im Wohlfühldauerlaufmodus noch mal kurz in die noch matschiger gewordenen Waldserpentinen und schwups verflogen die Kilometer mit seltsam leichten Beinen. :o)
Am Ende waren es die letzten 13 km mit 418 Hm in 01:46h in 2015.

Am 4. Tag war die Heimreise geplant, aber nicht ohne ein letztes Läufchen, denn einen Track hatte ich noch auf der Uhr, der abgelaufen werden wollte.
Es sollte eine 16km-Runde (500Hm) über die Schluchtenpfade an Helle und Orke entlang an der Zeche Elend vorbei über die alte Grimme und andere Seite zurück.
2h gab Göga mir Zeit.
Da musste ich mich doch etwas beeilen.

Doof nur, dass ich nach 3 km auf dem (gesperrten) Heiligenpfad schon in eine Sackgasse lief.:o(

Wie alt war wohl dieser Track???

Der Weg war anscheinend schon länger gesperrt, was mich ja nicht aufhält.
Eine Brücke war futsch und drüber und drunter nichts möglich, rüber zu kommen, also musste ich zurück und oben durch die Siedlung später wieder zum Track finden.
So etwas macht natürlich den Zeitplan kaputt und auf der flacheren Strecke danach legte ich einen Zahn zu.

Zur Zeche Elend ging es dann hoch über Waldautobahn und kurz vorher führte der Track mich links auf einen kaum noch erkennbaren zugewachsenen Fahrweg rauf über den kleinen dornigen Bach noch steiler den Buchenwaldlaubteppich rauf, dann eine Schneise wieder runter auf ein kurzes Stück befestigten Weg.
Dann sollte es wieder rechts eine zugewachsene Schneise hoch gehen, wo wirklich nur Gehen und Klettern möglich war.
Puh, hoffe, da kommen nicht noch mehr solcher Unwegsamkeiten.
Dafür ist heute keine Zeit!

Doch, da kam noch mehr.

Erst ein steiler glitschiger Wanderweg runter, der eine Waldautobahn überqueren sollte. Da war aber nichts, kein Weg, nicht mal ansatzweise.
Also bin ich parallel dem Schotterweg nach, der sich jedoch immer mehr vom Track entfernte.
Nach 400m drehte ich um und schlug mich eine tiefe Schneise herunter, die direkt auf den Track zu führen schien.
Nach ca. 300m kam ich auf den Track, welchen schwere Waldbearbeitungsfahrzeuge grade umgepflügt und in eine Matschbahn verwandelt hatten.

Ich musste dringend abkürzen und flüchtete auf eine matschige Wiese.
Unten floss die Orke und an einem alten Hochsitz war ein Türchen im Zaun, wodurch ich auf eine weitere Wiese und runter auf die Schotterpiste kam.
Hier konnte jetzt nicht mehr viel Unwegsames kommen, außer Höhenmeter, also gab ich etwas Gas.
Durch den Ort Elkeringhausen über den Bonifatiusweg am Bodensee entlang ging es zurück nach Winterberg.
Mit dem gesperrten Wanderweg, den Querfeldein-Partien und trotz der kleinen Abkürzungen waren es am Ende über 18 km mit 642 Hm in gut 02:33h.
Göga war zum Glück nicht sauer. :o)

Die ersten beiden Tracks waren ein Glücksgriff.
Dafür war dieser ehr ein Griff ins Klo und man sollte diesen besser bei Gpsis löschen.

Egal, es war alles Urlaub, Abenteuer und gleichzeitig gutes Training für meine Vorhaben 2016. ;o)

Morgen wird definitiv nicht gelaufen, sondern regeneriert!!
(natürlich weil ich Sonntag wieder Trails unsicher machen möchte!) ;o)

Liebe Grüße und frohes neues Jahr wünscht
Carla-Santana :o)

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Wortschöpfung

"angemüdet" muss ich mir merken ;-)

Und laufen statt tapezieren finde ich ganz große Klasse. Und so mal vorweg die TdR ablaufen - örgs.

Du Trailtier ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Sehr schön,

auch Trainingstagebuch ist bei dir ausgesprochen lesenswert, bitte mehr davon.
Und viel Spaß bei deinen vielen Vorhaben dieses Jahr.

LG,
Anja

So schöne Bilder im Kopf..

.. damit schaffe ich es jetzt auch raus in die Kaelte für die nächsten zwei Stunden .. :-)

Danke fürs Erzählen!

Toll, dass dein GöGa das alles so mitmacht!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Finde ich auch toll,

was Dein Göga so alles mitmacht. Tapezieren kann man immer noch - trailen ist viel lustiger.

Wünsche Dir viel Spaß bei Deinen großen Vorhaben in 2016 und beste Gesundheit!

Und mir viel zu lesen von Dir :lach:

Das liest sich

für mich wie ein Märchen aus 1001 Nacht:-) Einfach zuzu schön, was du allein auf die Beine stellst! Ich hätte wirklich Schiss, mich zu verlaufen und nur ganz kleine Dinger geplant. Um deinen Mut beneide ich dich und freue mich für dich ob der schönen Erlebnisse!
Und jep, tapezieren kann man 365 Tage im Jahr, datt läuft nicht wech;-)

Lieben Gruß
Tame
P.S: mein lieber Göga hat zwar nichts mit Laufen am Hut, aber mit solch Womo liebäugelt er auch. Ich werde ihn ganz uneigennützig (hust) vollstens unterstützen bei seinem Traum;-)))

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