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Benutzerbild von Gazelle79

Hallo!
Kann mir jemand sagen, ob beim Schienbeinkantensyndrom Kompressionsstrümpfe etwas bringen? Also sowohl beim weiteren Ausheilen als auch zur Vorbeugung.

Hab mir bei der Marathon-Vorbereitung wohl zu viel zugemutet und laut Arzt ein Schienbeinkantensyndrom sowie ein Knochenödem zugezogen und damit mein Marathondebüt in diesem Jahr so richtig verka...t. :-(

Ich darf nach acht Wochen jetzt wieder vorsichtig laufen, hatte Stoßwelle, Spritzenkur und Laserakupunktur erhalten und das Kontroll-MRT war fast unverändert!

Jetzt nach dem dritten Lauf meldet sich das Schienbein wieder, mal untr Belastung aber auch mal in Ruhe, manchmal unterschiedliche Stellen. Da ich ein "Kopfmensch" bin, könnten das auch Phantomschmerzen sein, da ich mich schon wieder für einen Marathon angemeldet habe und große Sorge habe, dass es wieder nichts wird. Aber um das herauszufinden, muss ich laufen...

- Kann ich mit den Socken das Bein irgendwie unterstützen oder bringt das da gar nix?
- Kann ich bei dieser Symptomatik die exentrischen Übungen für die Achillessehne machen oder darf man das in diesem Fall nicht?
- Gibt es spezielle physiotherapeutische Anwendungen / Bewegungen für diese Symptomatik? Oder manuelle Therapie?

Danke schon mal!

Sportliche Grüße
Lauffloh

Dehnen

Hallo Lauffloh,

ob Kompressionsstrümpfe was bringen, kann ich auch nur vermuten. Sie entlasten die Muskel, wie das ja auch beim tapen der Fall ist, und könnten somit schon eine Hilfe sein.
Ich empfehle Dir die Wadenmuskulatur mehrmals täglich kräftig zu dehnen. Damit habe ich zwar nicht beim Schienbeinkantensyndrom aber bei anderen muskulären Problemen sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gruß Jo

Hi, ich hatte das beidseits

Hi,
ich hatte das beidseits medial und frontal nach meinem ersten 24Std.Lauf mit Kompressionsstrümpfen. Das heisst, es hat beim heben und senken der Füsse geschmerzt. Es war in Ruhe extrem Druckschmerzhaft und gerötet, vom Fussansatz bis ca. 10cm das Schienenbein rauf. Ich habe zum ersten mal nach einer Laufveranstaltung ne 600er Ibu genommen und drei Tage Bettruhe eingehalten und bin erst nach ca. 1-2Wochen zum erstenmal wieder gelaufen. Dabei nur kurze Strecken 6-10km, maximal 3x/Woche und kein Tempo.

Es kam bisher nie wieder und war relativ schnell weg. Ich hab von Leuten gehört, die einfach weiter trainiert haben und es bis zur Knochenhautablösung gebracht haben. D.H. Trainingsausfall für ein Jahr etc...

Marquardt empfiehlt:
Akutes Stadium: Laufpause 1-2 Wochen, Eisanwendung, elektrophysikalische Therapie, entzündungshemmende Salben und Medikamente
chronisch: vor und nach dem Training feuchte Hitzeanwendung z.b. heisse Wärmflasche in einem feuchten Tuch

vorsichtige Umfangssteigerung (auch was den harten Bodenbelag betrifft), eventuell Einlagenversorgung, Lauftechnick: flacher Fussaufsatz, entsprechend flache Schuhe, Kräftigungs und Koordinationsübungen für Unterschenckel (Therapiekreisel, Kippelbrett, barfuss laufen), eventuell neue flache Schuhe (Dämpfung defekt?, Schuhe lang und breit genug?

Viel Erfolg

Kompressionsstrümpfe

bringen meines Wissens nach da gar nichts (aber ich bin kein Arzt), habe nur gehört, dass sich die Symptome da eher noch verschlimmern (da Druck ausgeübt wird, leider eben nicht nur auf den Muskel sondern eben auch aufs Schienbein und schlimmstenfalls aufs Ödem bzw. die Entzündung).

Quarkpackungen helfen: schön aufs Scheinbein schmieren, umwickeln und einwirken lassen (am besten über Nacht). Ist zwar eine ziemlich bröselige Angelegenheit, hilft aber.

Und Dehnübungen: mit Vorfuß auf eine Treppenstufe stellen und Ferse vorsichtig runterdehnen, aber bitte nur wenn halbwegs schmerzfrei!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Vielen Dank

für die Antworten. Okay, dann lasse ich das mit den Strümpfen noch und fange mit den exzentrischen Übungen wieder an und spreche noch mal mit meiner Physio.

Quark hatte ich gleich zu Beginn noch versucht, hat aber gar nix gebracht.
In den Schuhen habe ich Platz, hab auch verschiedene und Einlagen, die das Fussgewölbe auch noch stützen sollen.
Im Moment versuche ich noch viel Zeit zwischen den Läufen zu lassen, damit die Regeneration nicht wieder zu kurz kommt aber irgendwann müssen es ja wieder mehr als zwei Läufe pro Woche werden.

Na mal sehen was morgen noch kommt. Bin heute früh mal 14km mit Berg und im Gelände gelaufen. Schienbein hatte sich zwar nach ein paar km weggelaufen aber zum Schluss hat sich die Achillessehne am anderen Bein gemeldet und schmerzt heute Abend noch... :-/

Schöne Grüße
Lauffloh

Schienbeinkantensyndrom

Liebe Gazelle,

mit dem Scheinbeininnenkantensyndrom hatte ich Jahrzehnte zu kämpfen. Ungelogen. Seit frühester Jugend (und das ist ne Weile her ;-)).
Ende 2014 bin ich über Marquardt und Taichi-Running auf die Hypothese der Schrittfrequenz gestoßen. Ich hab vergleichsweise lange Beine und mich bis dahin (jahrzehntelang!) über die große Schrittlänge gefreut, die ich laufen konnte. Mit dem Ergebnis, dass ich nach jedem längeren Lauf, egal wie schnell, egal welcher Untergrund, egal welcher Schuh (Hersteller, stabil oder neutral) Schmerzen an beiden Schienbeininnenkante bekam.
Ende 2014 habe ich mir einen Metronom gekauft und laufe inzwischen im Training 176er Frequenz. Angefangen mit 160 und langsam gesteigert. Nun lande ich weniger auf dem Hacken, eher Mittelfuß und mache gefühlt sehr kleine Schritte. Meine Schmerzen sind weg. Ungelogen.
Ich habe dieses Jahr im Herbst meinen ersten Marathon gefinished, ohne Schmerzen - weder in der Vorbereitung, noch beim Lauf, noch danach. Ich bin selbst überrascht.

Versuchs mal, ich drücke Dir ganz fest die Daumen!

Viele Grüße,
EdR

Gelkühlakkus + Traumeel

Hallo,

ich habe meine Beschwerden folgendermaßen in den Griff bekommen:
- Gelkühlakkus (kalt) in einen Stoffbezug längs aufs Schienbein legen und mit einer teileleastischen Binde fixieren,
- jeden Abend wiederholen, gern auch über Nacht,
- über den Tag großflächig mit Traumeelsalbe einschmieren und ebenfalls mit einer Binde fixieren.

Es hat bei mir 2-3 Wochen gedauert, danach war ich jedoch ohne Beschwerden.

Beim Wiedereinstieg kürzere Schrittlänge laufen, Fuß locker aufsetzen, keinesfalls Zehen beim Schritt nach vorne "hochziehen".

Viel Glück und gute Besserung,
HM

nervige Geschichte....

Ich habe leider auch schon seit zwei Jahren damit zu tun. Inklusive Knochenödem und Alltagsschmerzen. Fange jetzt gerade wieder an mit vorsichtig Laufen. 1x die Woche so 5km. Wenn ich irgendwie ein ungutes Gefühl habe, laufe ich gar nicht erst los. Ich will es jetzt endlich mal vollständig loswerden.
Daher war ich überrascht, als du geschrieben hast "14km im Gelände". So lange die Schienbeinkante entzündet ist, stellt jeder Lauf einen neuen Reiz dar und häufig ist es dann am nächsten Tag noch schlimmer, als direkt während des Laufens.

Geholfen hat mir auch die Stoßwelle, über ca. ein halbes Jahr jede Woche bzw. alle zwei Wochen. Außerdem konsequente Laufpause.
Danach ganz langsam die Belastung steigern. Auch im Alltag drauf achten, sich gleichmäßig zu belasten, ich habe auch nach zwei Jahren "Schiefstellung" nun Probleme mit der Plantarsehne am anderen Fuß...

Ich wäre gespannt zu hören, wie es bei dir weiter gegangen ist. Ich bin selber allzu häufig total genervt von dem Mist.... (Immerhin kann ich mittlerweile relativ gut schwimmen :-P)
Gerne auch per PN :-)

Ich hätte da folgenden

Ich hätte da folgenden Tipp: Das Problem an der Wurzel packen ;-)

Spreche da mit einem Läuferknie aus eigener Erfahrung. Spritzen, zig Physios waren erfolglos, bis ich dann bei einer Laufanalyse (die den Körper ab Bauch abwärts in der Bewegung gefilmt hat) endlich den Grund erfahren habe. Neue Einlagen (sensomotorisch) - Problem beseitigt.

Dieses Jahr fing es nach dem IM Frankfurt wieder an, diesmal aber nicht im Knie, sondern am Hüftknochen, hing irgendwie aber auch mit dem Tractus zusammen, weil der da ansetzt und auch komplett bis zum Knie runter knüppel hart war. Wieder die Physioterroristin dran gehabt, wurde besser, war aber nicht weg, weil ich ja immer wieder gelaufen bin und die Ursache für das Problem nicht abgeschaltet wurde. Wieder zur Laufanalyse - Einlagen waren nach gut 2 Jahren dann doch hin. Neue bekommen, 3mal damit gelaufen und Problem wieder beseitigt :-)

Wenn ich dann demnächst mal wieder Probleme beim Laufen bekomme, dann geht mein erster Weg zum Fachmann aufs Laufband, bevor ich zum Doc renne, denn der sieht nicht den Zeitpunkt, wenn das Problem entsteht, nämlich beim Laufen.

Anything is possible!!!

Was du hast, will ich auch mal....

... sagte der linke Unterschenkel zum rechten.

Ist noch nicht schlimm, aber seit ich wieder angefangen habe, meldet sich auf einmal auch links das Schienbein leicht. Anfangs dachte ich, ist Einbildung. Aber nach Sonntag war es doch etwas deutlicher. Komme mir gerade veralbert von meinem Körper vor, weil es sich "spiegelbildlich" anfühlt und an Nachahmung erinnert.

Gestern habe ich die Waden und Achillessehnen auf der Treppe gedehnt und bin heute mit fiesesten Verspannungen in den Waden gestraft. Heute aber trotzdem wieder 8km gelaufen. Es meldet sich das Schienbein immer wieder mal an verschiedenen Stellen.

Noch mehr Pause will ich nicht machen. Hab ja schon fast 8 Wochen ausgesetzt. Mitten raus aus der Marathon-Vorbereitung... :-(
Bin die Hälfte der Zeit jede Nacht mit Kühlakku ins Bett gegangen bis die permanenten Schmerzen erstmal weg waren. Traumeel gab's auch von innen und außen. ...

Frische Einlagen habe ich auch. Die alten waren zwei Jahre alt. Schuhe sind von Januar'15 mit Videoanalyse und aus Juli'15. Barfuß hatte ich vorher mal ausprobiert und großen Protest der Achillessehnen geerntet. Da ich vor dem Marathon nichts riskieren wollte, habe ich das Experiment also gleich wieder sein lassen.

Stoßwelle hatte ich auch bis nach dem achten oder zehnten Mal das Schienbein extrem Berührungsempfindlich wurde. Vielleicht hat es die Heilung ja wirklich unterstützt aber ich habe so lange ausgesetzt, da wäre es wahrscheinlich auch von allein so weit verheilt...

Ja, es ist etwas frustrierend, weil ich nicht weiß, wo nun wirklich die Belastungsgrenze ist. Es lief doch vorher so gut! :-/

Na mal sehen, wie die nächsten Tage verlaufen. Sonntag steht wieder Training an. Bis dahin sollen die Stelzen gefälligst wieder regenerieren...

Sportliche Grüße
Lauffloh

Durchhalten lautet die Devise!

Hi, es gibt keine

Hi,
es gibt keine wissenschaftlich belegte Therapie bei MTSS. Es konnte bisher nicht gezeigt werden, dass eine Therapie gegenüber "pausieren" schneller zur Beschwerdefreiheit führt, am vielversprechendsten ist noch ESWT.
Also, so hart es auch für Läufer ist: Die beste Lösung ist pausieren bis der Schmerz weg ist, d. h. unter Umständen auch mehrere Monate/Jahre, sonst besteht Gefahr der Chronifizierung. Solange auf Sportarten wie Fahrrad, Schwimmen umsteigen.

Ortho-Doc

Stoßwelle

hatte ich, wie gesagt, acht oder zehn Mal während der Laufpause. Die letzten beiden Termine waren dann schon sehr unangenehm und ich hatte schon Angst, dass wir diese Therapie weitermachen. Der Arzt hat da aber auch gleich umgestellt auf Laserakupunktur, was deutlich schonender war.

Hatte heute Physio für Rücken und bei der anschließenden Fango gab's auch ne Fango für den Unterschenkel. Und was soll ich sagen, es fühlte sich danach um Welten besser an!
Mal sehen, ob wir das die nächsten Male beibehalten können und vllt. erledigt sich das Problem ja dann doch noch.

Im Moment ziept das nicht betroffene Bein, während das mit dem MTSS sich mal ruhig verhält!

Durchhalten lautet die Devise!

das hat mir geholfen

Nach einigen Fehlversuchen hat mir Infrarot am Besten geholfen, wir haben in unserem Thermalbad ein kleine Infrarotsauna, in dieser sind unter Anderem im Kniebereich von oben nach unten verlaufende Infrarotstäbe, Diese halfen mir nach zweimal zwei Sitzungen.
Leuchte auch ein da das Infrarotlicht ja 2-3 cm tief eindringt, und erwärmt.
Vielleicht hilft das auch Anderen.
Guten Lauf.
Werner

Danke für den Tipp.

Danke für den Tipp. Infrarot werde ich auch mal versuchen. Die Fango-Pakung hat ja gezeigt, dass intensive Wärme sehr gut tut. Und es ist ja kein akutes Stadium mehr.

Interessieren würde mich noch die Sache mit dem Metronom. Wie muss ich mir das vorstellen und wie funktioniert es?

Heute schon 17km mit 200hm gelaufen und bis jetzt sind die Unterschenkel ruhig! Vielleicht war es ja doch nur die allgemeine Verspannung nach so langer Laufpause und das Schienbein ist wirklich ausgeheilt und ich bin einfach nur zu vorsichtig.

Schöne Grüße

Durchhalten lautet die Devise!

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