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aber trotzdem Spaß machte

Wie jedes Jahr sollte auch heuer der AULA, der Amberger Ultralauf den Abschluß und einen der Höhepunkte des Jahres bilden.
Da ich nicht 100%ig fit war war klar das ich sicher nicht weiter als die Marathon-Distanz laufen würde.
Punkt 9.00 Uhr ging's mit kirchlichen Segen auf die erste Etappe von Amberg nach Köfering. Alles gut, im relativ gemütlichen Tempo von ca. 6min/km liefen wir durch die herbstliche Landschaft um Amberg. Mit vielen Geschichten über die vergangene Saison und Pläne für 2016 waren die 10km schnell vorbei und wir kamen nach 59min bei der ersten Verpflegungsstelle an.
Viel zu schnell war hier die Pause vorbei, beim loslaufen bat mich der Organisator hinten zu laufen und den Lumpensammler zu machen.
Kein Problem, dachte ich.
DACHTE ich!
Nach ca. 6 km gab's den ersten Ausfall ein Läufer hatte Probleme mit der Schulter und es schnell klar, dass er nicht bis zur nächsten Verpflegung bei der Halbmarathon Marke kommen würde. Also kämpften wir uns gehend und immer wieder ein paar Schritte laufend bis zum nächsten Feuerwehrposten durch. Dort konnte er den Lauf beenden und ins Auto steigen.
Jetzt hieß es für mich erst mal wieder zur Gruppe auflaufen, nix mehr 6er-Schnitt!
Doch bald sammelte ich das nächste Pärchen ein. Auch hier war schnell klar, das die beiden nicht mehr weiter konnten. Aber da sie aus der Gegend waren und ihren Rücktransport von Ursensollen schon organisiert hatten, konnte ich bald weiter laufen um wieder zum Feld zu kommen.
Nix da!
Was ich für den Schluss der Gruppe hielt war ein weiteres Paar, dass abreißen lassen musste, sich aber leider nicht auskannte. Also näherten wir uns gemeinsam mehr gehend als laufend dem Rathaus wo die Verpflegungsstation sein sollte.
Aber da war nix!
Was war den hier los? Alle schon weg? Schon abgebaut? O.k wir hatten 10min länger gebraucht als die Gruppe, aber das die schon wieder alles eingepackt hatten?. Nur den Chef der Streckensicherung und den Bürgermeister entdeckten wir noch. Mein Verdacht bestätigte sich alle sind schon weiter. Meine Kunden wurden übernommen und ich konnte ein Stück mitfahren, bis am Horizont die bunte Schar der Läufer zu erkennen war.
Jetzt ging das Aufholen wieder los. Bis das Loch wieder zu war lag der Schnitt eher bei 5min/km als bei 6. Innerlich wusste ich da schon, dass ich das noch bereuen sollte.
Nix gegessen, nix getrunken und natürlich selbst nix dabei und dann so knüppel, das kann nicht gut gehen. Aber ich kam ans Feld ran und freute mich auf noch 15km in der Gruppe, bis einen km vor der dritten Verpflegungsstation ging's auch gut, dann musste ein 12 oder 13 Jähriger abreissen lassen, der an diesem Tag seinen ersten 10er laufen wollte. Also wieder gehen ...
Immerhin kamen wir noch rechtzeitig um ein bisschen zu schnaufen und vor allem zu trinken in Ammerthal an. Richtig zum essen kam ich wieder nicht, und das man sich nicht mit Cola ernähren kann sollte ich an diesem Tag auch noch lernen.
Viel zu schnell ging's für mich auf die letzte Etappe des Tages.
Schon beim loslaufen machten sich die Aufholjagden der letzten Runde bemerkbar. So ganz rund lief das nicht mehr. Bald machte sich neben den Beinen auch der Bauch bemerkbar. Zu schnell zu viel zu kalte Cola …
Am liebsten hätten ich mich über die Leitplanke gehängt!
Wenigstens viel außer mir keiner mehr zurück. Und so erreichte ich nach 4:13h endlich die Marathon-Marke, allerdings standen nur 41km auf der Uhr, dank meiner kleinen Taxifahrt.
Aber schön war's trotzdem! Beim AULA gibt’s einfach keine schlechten Läufe, den jeder ist der schönste AULA!

Uli, der wieder viel gelernt hat.

3
Gesamtwertung: 3 (1 Bewertung)

Und fürs nächste Jahr

Und fürs nächste Jahr weisst Du dann schon, was das bedeutet Lumpensammler zu sein, kannst Dich drauf vorbereiten, nichts an Verpflegung mehr zu bekommen. Dann gehts auch besser.
Gut, dass Du trotzdem Spaß hattest.

Bei mir ist nächste Woche Saisonabschluss in den Hassbergen. Von einer Saison, die nie richtig begonnen hat. Aber besser den letzten HM des Jahres laufen können als gar keinen.

Viele Grüße Silke

Schöne Überschrift ;-))))

Also ich finde, du bekommst den fehlenden Kilometer ehrenhalb für sozialen Einsatz!!!!

Von mir jedenfalls ;-))

Ganz großer Sportsgeist!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Finde auch Du hast

den Marathon ehrenhalber verdient! Immer diese Hetzerei. Nächstes Mal nimmst Du als Lumpensammler dann besser selbst Verpflegung im Rucksack mit.

Hört sich insgesamt sehr positiv an. Jetzt aber: gute Erholung!

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