Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von köln42195

Schmerzen im Fersenbereich hatte ich ja schon länger, aber in den letzten Monaten des Jahre 2014 wurde es langsam unerträglich. Die übliche Methode „rauslaufen“ funktionierte nicht.

So fing das Laufjahr 2015 mit dem Besuch beim Orthopäden an. Trotz diverser Behandlungen wurde es nicht wirklich besser. Ohne Laufen war alles Ok, aber unter Belastung waren die Schmerzen auch sofort wieder da. Nächster Arzt und dann zum Osteophaten. Wäre ich besser direkt hingegangen. Von Faszien hatte ich bis dahin noch nie gehört, geschweige denn, dass die Selbigen verkleben können. Immer wieder hin zum Osteophaten, zu Hause ausrollen der Ferse auf der BlackRoll. Es hilft, es wird besser, aber nur ganz langsam.

Werde ich in Köln starten können? Die Serie soll doch halten. Die Zeit wird knapp, ein bisschen sollte man schon vorher trainieren. Rad fahren ist zwar ok, aber laufen will ich auch.

6 Wochen vor Köln ein 30km-Lauf, nach dem Lauf nicht wirklich schmerzfrei, aber es ist zu ertragen. 3 Wochen vor Köln der zweite und letzte lange Lauf, es wird schon gehen. Also anmelden.

Danach nicht mehr viel gelaufen.

04.10.2015 – der Marathon –Tag:
Bin recht entspannt, es geht „nur“ ums ankommen, schließlich möchte ich nächstes Jahr meinen 20. Köln-Marathon laufen.
Die Anreise mit dem Zug ist wie üblich zusammen mit vielen anderen Laufverrückten kurzweilig und spaßig. Trainiert hat keiner, und auch keine Zielzeit, alle wollen nur „mitlaufen“.

In Deutz angekommen wird der ½-Marathon gerade gestartet. Gänsehaut, meine Anspannung, meine Vorfreude wächst. Vor 4 Wochen habe ich nicht gedacht, dass ich an den Start gehen würde.
Eine letzte Banane, noch etwas trinken, die letzten Vorbereitungen treffen und dann gemütlich an den Start. Gemeldet hatte ich mit meiner Zeit aus 2014. So durfte ich gleich im roten Block starten. Ganz hinten einsortiert, bloß nicht zu schnell angehen, in der Ruhe liegt die Kraft. Ich will nur ankommen!
Start, es geht los. Innerlich jubele ich, mache Freudensprünge, tanze durch die Straßen. Ich bin tatsächlich dabei. 19. Köln-Marathon, 19. Start, die Serie hält. Mein Dom – mein Ziel!
Die ersten Kilometer vergehen wie im Fluge, natürlich etwas schneller wie geplant. Laufe eine Zeitlang mit einem Marienkäfer zusammen, oder war es doch ein Maikäfer, eine Biene, …., bitte Deutschland, geht mal wieder raus in die Natur und schaut euch die Tiere an.
Es macht Spaß, einfach so zu laufen, ohne sich Gedanke über die Zeit zu machen.
Hier und da ein kurzes Schwätz´chen mit dem eine oder anderen Läufer/ Läuferin. Zuschauer abklatschen, kurze Wortwechsel mit dem einen oder anderen freiwilligen Helfern an den Verpflegungsstand. Zuschauer „anvisieren“ und sich ein Lächeln abholen. Applaus für die Samba-Gruppen. Marathon macht Spaß!
Viele kleine Momente machen den Köln-Marathon zu was besonderem, z. B.: mehre Damen, die vor einer Kneipe stehen und kölsches Liedgut zum Besten geben oder Bekannte die an der Strecke stehen die man nicht erwartet hat.
Nebenher noch einer Schulmarathon-Staffelläuferin Mut zusprechen und ein paar Schritte mit ihr gehen.
Habe es sogar in den WDR-Fernsehbericht geschafft – beim Interview vom Sänger der Kölsch-Band Kasalla/ Staffelmarathon) laufe ich hinter dem Motorrad.

Es läuft nach wie vor rund, fast zu gut.

Irgendwo bei ca. Kilometer 30 gehe ich ein paar Meter, nicht weil ich müsste, sondern weil da gerade ein weiterer „immer dabei Läufer“ den Marathon spazierend genießt.
Und wie es nicht anders zu erwarten war, wie man es immer wieder hört und auch schon oft genug am eigenen Laib erfahren hat, es gibt ihn und er kommt jenseits der 35km-Marke zu einem, ob man will oder nicht: Der Mann mit dem Hammer!
Die Beine werden schwer, ein falscher Schritt und es gibt einen Krampf.
Ein paar Schritte gehen, wieder ein Stück laufen, in aller Ruhe was trinken und essen.
Auch wenn es jetzt richtig anstrengend ist, ich genieße wirklich jeden Schritt, jeden Meter, einfach alles.
Das Ziel ist greifbar nahe, noch 2 Kilometer, ich werde auch den 19. Köln-Marathon beenden. Gänsehaut.
Am Neumarkt wird es noch mal laut, viele Zuschauer, Schwägerin und Schwager, ein letzter kurzer Stopp und dann Richtung Ziel. Die Hohe Straße ist relativ leer und ruhig. Durchatmen.
Und dann, der Blick auf den Dom – mein Ziel. Zuschauer abklatschen.
Noch einmal um die Kurve und jaaaa, ich habe es geschafft.
Arme hochreisen und die Freude rausschreien. Die Zeit ist völlig egal, sogar noch besser wie ich im Vorfeld gedacht habe. Im Ziel werde ich sogar noch vom „Chef“ des Jubilee –Clubs begrüßt.
Die Zielverpflegung ist wieder einmal super, etwas essen, eine heiße Suppe und dann endlich ein leckeres Kölsch – eins mit Alkohol.
Beutel abgeholt, geduscht (ach wie gut, dass es nicht regnet. Das Zelt zum umziehen ist viel zu klein und auch die Anzahl der Duschen ist äußert knapp bemessen), gemütlich zum Bahnhof und ab nach Hause.
Und die Ferse? Montag war die Hölle, die Ferse tat weh ohne Ende, aber auch der Muskelkater war nicht zu verachten.
Die Ausprägung des Muskelkaters scheint im direkten Verhältnis zu den Trainingskilometer zu stehen, je weniger Kilometer, desto besser der Muskelkater.
Das „gute“ bei der Ferse ist, dass ich die Schmerzen ausrollen kann, blöd nur, dass die Schmerzen nicht einfach wegbleiben.

Habe immer noch ein Grinsen im Gesicht, einer der schönsten Marathons den ich gelaufen bin. Freue mich schon auf nächstes Jahr – hoffentlich dann auch wieder schmerzfrei.

Mein Dom – Mein Ziel!

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Schmerzen kann man ausrollen?

Und wo rollen die hin :lach:?

Gute Sache. Jedenfalls hat die Serie gehalten und du konntest den Lauf fröhlich beenden.

Dann erhol Dich gut und nächstes Jahr dann Jubiläum.

mein Lieblingsmarathon

Ich will nächstes Jahr auch wieder hin, dann zum vierten Mal

Glückwunsch zur Serie! Köln ist toll!!!

Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Glückwunsch, die Serie

Glückwunsch, die Serie hält. Respekt vor Deiner Leistung, 19 x dabei und 19 x gefinisht. Nächstes Jahr dann bitte ohne Schmerzen. Drücke die Daumen !

Auch schön zum zuschauen

Der Köln Marathon ist echt sehenswert, zudem ich wirklich nicht mitgelaufen bin. War aber Abends total KO vom anfeuern. Einige von meiner Laufgruppe haben auch zugeschaut und wir habe für gute Stimmung gesorgt, wobei ein Schild von uns bei KM 10 "das Bier ist nicht mehr weit" ein wenig fies, aber den folgeneden Anfeuerungspunkten auf der Strecke geschuldet war. Das Ende von der Geschichte geiler Tag, mehr als 10km zu Fuß zwischen den einzelnen Punkten zurückgelegt. Am Montag immer noch KO und in den ersten Stunden bei der Arbeit kaum eine Stimme gehabt.

Alle Achtung

Respekt vor deiner Leistung. Habe nur acht Kölner, aber immer wieder geil. Gute Genesung, bis zum nächsten Mal in Kölle.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links