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Der Otterndorfer Gezeitenlauf fand dies Jahr zum 10. Mal statt. Es ist eine eher kleinere Veranstaltung. Auf einem Rundkurs von ca. 3,2 km geht es um ein Ferienhausgebiet, das in eine Seenlandschaft eingebettet ist. Die Laufzeit beträgt 6 Stunden und neben dem Ultralauf gibt es noch einen Fun- und einen Bambinilauf. Da Otterndorf praktisch bei mir um die Ecke liegt (20 min mit dem Auto) und ich dort schon zu anderen Veranstaltungen war (Küstenmarathon, Triathlon, Stundenlauf) wollte ich mich dort auch mal an einen Ultra wagen. Letztes Jahr hatte es terminlich nicht gepasst, aber dies Jahr stand einer Teilnahme nichts im Wege. Sonst laufe ich ja eher HM und meine Trainingsstrecken liegen eher so zwischen 10 und 20 km und für ein intensiveres Training mit längeren Strecken war keine Zeit. Aber für ein Finishen war hier keine bestimmte Strecke zu schaffen. Ich kalkulierte mit einer Marathonzeit von etwa 4 Stunden und dann könnte ich noch 2 Stunden gehen, so dass vielleicht 50 km möglich wären.

Dieses Jahr war die Veranstaltung dann etwas größer (150 Starter beim Ultra), weil der Gezeitenlauf auch gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft im 6 Stundenlauf war. Außer der Deutschen Staatsbürgerschaft und über 18 waren keine Leistungen nachzuweisen und mit der Teilnahme am Ultralauf war man automatisch bei der Deutschen Meisterschaft dabei. Damit hätte ich nicht gerechnet, dass ich mal an so etwas teilnehme.

Das Wetter war super. Der Nebel hatte sich verzogen und die Temperaturen lagen so bei 15°C. Um 10:30 war der Startschuss. Der Fußweg war nicht so breit, aber das Feld zog sich recht schnell in die Länge, so dass man gut laufen konnte. Es lief super für mich. Ich konnte zunächst gut mit einer Pace von unter 5:30 laufen. Am Start-Ziel mit der Rundenzählung war der Verpflegungsstand, bei dem ich mir bei jedem Vorbeikommen etwas nahm. An der Strecke gab es dann noch die vielen privaten Tische, wo die Teams dann noch zusätzliche oder speziellere Getränke, Gels usw. hatten. Da die Laufstrecke noch am Parkplatz vorbeiging, konnte man auch kurz zum Auto abzweigen, um dort z.B. Klamotten abzuladen oder zu wechseln. Man musste nur den Autoschlüssel dabei haben. Praktisch, wenn man sonst niemanden zu Unterstützung dabei hat. Da die Temperaturen noch ein paar Grade anstiegen, habe ich diese zusätzlichen 10 m (Hin- und Rückweg von der Strecke) dann auch zweimal gemacht.

Die von meiner Laufuhr ermittelte Durchgangszeit für den Marathon lag so bei etwas 3:50 h. Die 50 km sollten also auf jeden Fall zu schaffen sein. Da noch 2 Stunden übrig blieben, habe ich die Geschwindigkeit auf eine 6er Pace reduziert und mir bei der Verpflegung mehr Zeit gelassen. Irgendwie waren dann die 50 km auch geschafft und es war noch deutlich mehr als eine Stunde Zeit. Das gesteckte Ziel war erreicht. Irgendjemand mit dem ich dann eine längere Strecke zusammenlief, stachelte mich dann an, die 60 km noch anzupeilen. War das noch drin? Die von meiner Laufuhr angezeigte Entfernung war größer, als die bei Zeitnahme von der Ansagerin genannte Strecke. Ist ja auch nicht verwunderlich, wenn man die Uhr auf einem Rundkurs am Außenarm trägt ;-) Wie viel Sicherheitszuschlag war da erforderlich? Beim Abschluss der 18. Runde wurden 57,9 km genannt. Also die 2km-Marke musste ich noch hinter mir lassen. Für nur gehen würde die Zeit nicht reichen. Also weiter im Zuckeltrab. Dann kam die Markierung in Sicht und dort hatte sich schon einer von den Organisatoren mit einem Messrad postiert. Ein Blick auf die Uhr und noch 200 m weitergelaufen. Okay noch 2 Minuten. Die kann ich noch gehen und als die Sirene als Abschlusssignal ertönte. war ich direkt bei einer Bank. Wie passend.

Zum Schluss waren dann 60,453 km zusammengekommen.

Die Siegerehrung war für 19 Uhr angesagt, so dass ich die Stunde im Schwimmbad, die in der Anmeldegebühr enthalten ist, noch in Anspruch nehmen konnte. Dann gab es auch noch ein Nudelbuffet und Kuchen und zum Abschluss habe ich sogar noch den 6. Platz (von 24 Teilnehmern) in meiner Altersklasse gemacht und durfte auf die Bühne.

Dietrich

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (6 Wertungen)

Gezeitenlauf

Danke für den schönen Bericht. Hat auch mir großen Spaß gemacht, war eine absolut gelungene Veranstaltung. Wir müssten uns übrigens ständig über die Füße gelaufen sein, ich kam nämlich mit 60,565 ins Ziel. Grüße aus Cuxhaven, Peter happy.sky

Gratulation

Tolle Leistung.
Ich war auch da, und bin mit meinen 52km auch sehr zufrieden.
Ganz hervorragende Veranstaltung!
Ich musste allerdings 570km fahren (Frankfurt).

Gratulation!

...und danke!
Danke für den Beweis, dass es fürs Marathontraininge keine 30ger braucht ;-)
Wenn Du sonst 10 - 20 km läufst und dann trotzdem am Wettkampftag 60 (!!!) km abrufen kannst!
Ich finde das sehr beachtlich!.
Gute Erholung wünsche ich.

Toller Bericht von einer tollen Gegend

Ich verbrachte heuer zum zweiten Mal den Urlaub in dieser Ferien Siedlucg. Einam mit der Familie und einmal mit der Arbeit. Die Runde bin auch einige male gelaufen. Leider fand gerade zu den Zeiten als wir oben waren kein Wettkampf statt.
Aber beim lesen deiner Zeilen sind einige Urlaubserinnerungen hochgekommen. Wie war eigendlich der Wind? der ist bei mir nähmlich noch zu gut in Erinnerung. (In Niederbayern haben wir auch Wind, aber auch hügel um sich dahinter zu verstecken. ;-) )

Uli

Ergänzungen

Vielen Dank für Eure Kommentare. Bis auf leichte Probleme beim Treppenruntergehen am Sonntag ist jetzt wieder alles im grünen Bereich. Das habe ich besser überstanden, als erwartet.

@ulsaba
An dem Tag hatten wir einen frischen Ostwind, der sich nach meinem Empfinden aber nur auf einem relativ kurzen Stück am Ende der Runde, wo man parallel zum Deich läuft, bemerkbar machte. Die meisten Abschnitte sind durch die Bäume und Häuser geschützt.

Beim Küstenmarathon und beim Triathlon hat man längere ungeschützte Stücke auch auf und vor dem Deich, bei denen sich der Wind stark bemerkbar macht. Bei beiden Veranstaltungen war ich dabei. Beim Küstenmarathon hatten wir starken Westwind. Glücklicherweise hatte ich bei den beiden Runden für den HM jeweils eine Gruppe, wo man dann zumindest teilweise im Windschatten laufen konnte.
Beim Triathlon war es ziemlich warm (für Norddeutschland) und es blies ein kräftiger Ostwind. Da war es ganz angenehm, dass man beim Laufen den Wind zur Kühlung auch mal von vorne bekam. Bei den Rückenwindstrecken kam ich mir vor wie im Backofen.

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