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Benutzerbild von Peter0111

Hallo Zusammen,

ich bin da auf ein interessantes Thema gestoßen und wollte mal fragen wie Ihr das seht:
Dem "Mann mit dem Hammer" bin ich schon oft begegnet. Er steht bei mir immer an Kilometer 30. Die Symptome treten dort innerhalb weniger hundert Meter auf und äußern sich in extrem müden Beiden und das Gefühl sie nicht mehr richtig kontrollieren zu können. Also als würde man den Tritt nicht mehr genau dahin setzen können wo man möchte. Dazu kommen teilweise auch Muskelschmerzen.

Jetzt lese ich bei Wikipedia, dass angeblich der Mann mit dem Hammer nichts anderes ist als ein simpler Hungerast.

Das würde bedeuten, dass die rechtzeitige Zufuhr von Nahrung während dem Lauf das Problem deutlich über die Kilometer 30 hinauszögern könnte.

Wenn man bedenkt was man früher so alles an Tipps bekommen hat um dem Mann mit dem Hammer nicht zu begegnen, wäre das schon krass.

Wie seht ihr das?

Danke schon mal und schönen Gruß,
Peter.

nicht so einfach

Ich weiß nicht, ob es ganz so einfach ist...

Grundsätzlich beschreibt der "Mann mit dem Hammer" ja einfach ein Ermüdungsphänomen, dass beim Marathon in der Regel jenseits von km 30 auftritt. Schlagartig hat man das Gefühl "nicht mehr zu können", "rennt gegen eine Wand".

In der Trainerausbildung hat man uns erklärt, dass ähnliche Phänomene eigentlich in allen Disziplinen auftreten (kennen auch 800m Läufer, 400m Schwimmer usw.). Der Körper gerät an seine Grenzen, muss seine Komfortzone verlassen und Reserven angreifen. Unsere Steinzeitgene raten uns das nicht zu tun, weil wir Fettreserven für den Winter und harte Zeiten brauchen. Deshalb signalisiert Körper: He, du gerätst in den gefährlichen Bereich, bitte aufpassen. Bis km 30 (oder entsprechend früher/später je nach Trainingszustand) lebt dein Körper im wesentlichen von Kohlehydraten. Wenn du an die Fettreserven ran willst musst du wohl oder übel weiterlaufen ;-))

Natürlich kannst du den Zustand hinauszögern, indem du während des Laufs Kohlehydrate zuführst, warum schlucken alle Gels und Riegel... Allerdings kann dein Magen - mit Laufen beschäftigt - irgendwann nichts mehr aufnehmen und verarbeiten, dann geht eben die K... am Straßenrand los.

Deshalb anderer Weg: lange Läufe so lange trainieren (und deshalb bis 35km, also über die 30km Grenze hinaus), damit dein Körper sich an dieses Gefühl gewöhnt und entsprechend später an die Reserven gerät (oder für dich weniger dramatisch in den Fettstoffwechsel umschaltet). Nüchternläufer trainieren dieses "an die Reserven gehen" bewusst. Aber bitte Vorsicht und nicht gleich 30km nüchtern laufen.

Muskuläre Probleme deuten meiner Ansicht nach weniger auf "Hammermann" als vielmehr auf Übersäuerung (Laktatkonzentration) hin, dazu müsste man deinen Trainingszustand kennen. Einfach mehr essen hilft da nichts, im Gegenteil.... Hast du mal einen Laktattest gemacht? Der kann klären, ob du z.B. zu wenig im GA1 Bereich trainierst. Oder ob evtl. generell ein Stoffwechselproblem bei dir vorliegt (das ist bei mir der Fall, weshalb ich beim Marathon nicht nur Wasser sondern Iso bzw. Cola trinken soll). Ein Fachmann (ggf. Sportmediziner) kann dir da mehr zu sagen als unsere berühmten "Blicke in die Kristallkugel).

Ansonsten könnte es auch ein einfaches Kopfproblem sein: da du schon weisst, dass km 30 eine Grenze für dich darstellt, tut der Kopf auch prompt das, was du von ihm erwartest: er sagt nö ;-) Bei mir liegen die A...kilometer zwischen 24 und 28. Da hilft nur im Training mal 30er laufen und sich selbst überlisten (Ipod in die Ohren, Hörbuch oder gute Musik) und evtl belohnen (Coladrops bei mir bei km 25...).

Naja, und müde Beine kriegen wir irgendwann alle beim Marathon.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Dem Hammermann begegne ich

Dem Hammermann begegne ich wenn ich es am Anfang übertreibe und über meine Leistungsgrenze überschreite. Ich versuche auf den ersten Metern immer etwas festes in den Magen zu bekommen. Da dies viel länger als flüssige Nahrung braucht bis es zur Verfügung steht hilft es mir gut einen Hungerast gegen Ende zu vermeiden. Das Problem ist das irgendwann nichts mehr rein geht in den Körper, der Magen ist durch die Erschütterungen so gereizt das jede Nahrung mit Erbrechen quittiert wird. Dann helfen nur noch die Dinge die über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Also diese Coladrops.

Lg

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

Oder einfach so schnell

Oder einfach so schnell rennen, das man im Ziel ist, bevor man müde ist.

Scherzerl am Rande

warum nur

nehmen Leute unterwegs Gels zu sich? ;-)
Ich hab den Hammermann beim Marathon noch nie getroffen, dafür laufe ich wohl zu langsam. Aber auf Strecken jenseits der 2-3 Stunden (je nach aktuellem Trainingsstand) ist mir das Phänomen durchaus auch schon begegnet. Als ob einer den Stecker zieht.
Bei mir hilft da ein Gel ganz gut.

Mich hat der Hammer erst

Mich hat der Hammer erst einmal getroffen, als ich zu übermütig wurde und zu den Marathon vie zu schnell angegangen bin.
Ansonsten esse ich und trinke ich ich wärend des laufes, nicht in Massen aber regelmäßig und nehme Gel. Für mich die Richtige Wahl.
Vielleicht probierst du es einfach mal aus und schaust ob es das ist.

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