Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Tigerkätzle67

Der letzte Triathlon in dieser Saison

Als ich mich beim Erdinger Alkoholfrei für den Startplatz Carglass Cologne Smart Triathlon bewarb, dachte ich nicht das ich diesen bekommen sollte. Ich war ganz außer mir, als ich dann die Nachricht bekam ….herzlichen Glückwunsch…. So sollte dieser Triathlon – mein 5.ter in diesem Jahr was ganz besonderes werden. Sofort wurde Köln mit etwas Urlaub gebucht.

Zuvor absolvierte ich nach meinem Desaster am Kuhsee – mein letzter Blog habe ich berichtet vom Unfall – doch noch den Kult Allgäu Triathlon. Das war mein 4.ter Triathlon und der härteste überhaupt. Abgesehen von 500 m schwimmen, meine bisher längste WK-Schwimmstrecke, ging es auch noch bei den 27 km Radstrecke über 527 m den Berg hoch. Und weil das nicht reichte, hat es auch noch an diesem Tag gegossen ohne Ende. Einige meiner Teamkollegen sind da erst gar nicht mehr gestartet. Aber auch diesen habe ich mit Erfolg gut absolviert. Ich war so stolz, meine Cutt-off Zeiten gerade noch so hinbekommen zu haben. Da erreichte ich für 500 m schwimmen 14:47 , für Rad 27 km 527 hm 1:30:24 und für 6 km Laufen ebenfalls mit 92 hm 34:35. Ich war voll zufrieden damit.

Aber jetzt zum eigentlichen Highlight. In Köln musste ich nicht nur 500 m schwimmen bewältigen, nein …. es waren dieses mal 700 m. Für mich eine Herausforderung. Ganz nebenbei auch noch erwähnt, das ich eine kleine Wasserpflanzenphobie habe. Also ich nichtsahnend dort angekommen, sah schon mal ein paar Pflänzchen dort schwimmen. Zwei Tage brauchte ich um zu überlegen, ob ich mir das wirklich antun sollte. Aber ich war eisern. Nicht starten wegen so einer blöden Phobie kam nicht in Frage, dann lieber ein dnf, weil man mich aus dem Wasser fischen muss.

Der Tag X war dann gekommen. Samstag früh und es regnete – mal wieder. Was für ein Glück ich doch auch wieder habe, dachte ich mir so. Ich radelte also die 7 km von meiner Unterkunft in Worringen-Köln an den Fühlinger See. Dort checkte ich mich dann ein und wusste bis dahin nicht, ob ich wirklich ins Wasser geh.

Dann – pünktlich um 11 Uhr war mein Start. Ich war in der 2.Startgruppe. Ganz skeptisch sah ich das Wasser an wo wir rein sollten. Einige waren schon im Wasser uns schwammen zu den Startbojen. Ich traute mich lange nicht bis es langsam an der Zeit war. Also – hopp und ich war drin. Die ersten paar lockere Kraulzüge in Richtung Bojen, wo schon eine ganze Menge Teilnehmer dort waren. Dann kam ich auch an, bemerkte aber, dass noch sehr viele nach mir kamen. Ich wollte unbedingt wieder hinten starten – schließlich wollte ich nicht noch von der Masse ertränkt werden. Also schwamm ich wieder etwas zurück, bemerkte auf einmal ein paar Pflänzchen unter mir. Mein Atem stockte, ich merkte das ich wieder außer Kontrolle geraten wollte. Ich sprach in dem Moment laut zu mir „ganz ruhig bleiben, nichts passiert „ und das immer wieder und wieder. Irgendwie hat das geholfen. Zwar wurde ich etwas merkwürdig angeschaut, aber solange es mir half – war mir alles andere egal.

Endlich ging es los. Ich hatte genügend Platz zum schwimmen und machte natürlich Kraul wie ich es lernte. Ich konzentrierte mich auf meine Technik – das half mir nicht an das unter mir zu denken. Ab und zu spürte ich mal ein Halm oder was immer es war, aber ich versuchte nicht daran zu denken. Immer wieder den Blick in Richtung Boje, damit ich auch nicht den Kurs verlor. Nach einer Weile kam ich da an – viele andere leider auch, so dass es genau dort wieder einen Stau gab. Doch irgendwie nahm jeder Rücksicht – kein Gedränge, jeder versuchte sein eigenes zu machen und das mit Anstand. Dann waren wir auf dem Rückweg und ich dachte mir nur, ich habe ja schon die Hälfte. Kurz vor dem Ausstieg zog ich die Schwimmbrille runter und machte noch mal die letzten Kraulzüge. Dann wurde uns beim Ausstieg geholfen, da es sehr steinig und unangenehm zum rausklettern war. Ich habe es geschafft, war mein erster Gedanke. Nun ab zum Rad. Da hatte ich ein paar Meter zu laufen.

Am Rad angekommen zog ich mir so schnell wie möglich den Neo aus, Badekappe runter, Trikot drüber, Laufschuhe an, Helm, Brille und Nummer und los ging es. Auf einmal rief mir ein Helfer zu „sie haben noch die Brille um“….. ich so fragend geschaut, bis ich checkte das er meine Schwimmbrille um meinen Hals meinte. Ohhhh…. Eine andere Helferin meinte dann nur, macht nichts ich kann es auch an lassen. Ok, dann ging es schon los. Ich durfte auf´s Rad und losradeln an der angegebenen Stelle. Nun war ich auf die Radstrecke gespannt. Der früh morgendliche Regen hat mittlerweile aufgehört und die Straße wurde langsam trocken. Das war gut, denn dann war es auch einfacher zum radeln. Ich trat in die Pedale was nur noch so ging. Da ich mich gegen die Click-Schuhe entschieden hatte, war ich etwas entspannter. Mit Clicks bin ich einfach noch nicht routiniert und so meistens auch verkrampft beim radeln. Und wegen dem Regen habe ich mich dann dagegen entschieden. Ich hatte dieses mal keine all zu viele Höhenmeter wie im Allgäu Triathlon, also war eh nur treten angesagt. Das ging dann auch sehr zügig und es waren ja nur 24 km auf zwei Runden zu bewältigen.

Im Ziel angekommen, musste ich nur das Rad wieder auf die Stange hängen, Helm runter und schon ging es weiter. Und wieder vergass ich die Schwimmbrille. Auf der Laufstrecke steckte ich sie mir dann hinten in die Trikottasche. Ich lief meine angegebenen 7 km – schön um den Fühlinger See herum. Nach 5 km traf ich auf einen anderen Team Erdinger Kollegen und unterhielt mich noch mit ihm. Aber er lies mich ganz schnell voran Laufen, da ich ihm etwas zu schnell war. Er meinte dann nur „wir sehen uns dann im Ziel“. Also lief ich den letzten Kilometer alleine und sehr rasch kam auch schon das Ziel vor Augen. Ich war so happy es geschafft zu haben.

Meine Zielzeiten waren für 700 m schwimmen 20:57, für 24 km Rad 49:49 und für 7,8 km Laufen 40:36. Das die Laufstrecke von 7 auf 8 km verlängert wurde, habe ich erst 2 Tage später erfahren. Die ganze Zeit war ich im Glauben, das ich nur 7 gelaufen sei. Aber ob ich nun 7 oder 8 km Laufe merke ich eigentlich nicht wirklich.

Im nächsten Jahr will ich mich dann zum ersten mal an eine Olympische Distanz wagen. Ich hoffe ich schaffe das auch.

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Was ein schickes, verdientes Finishershirt!

Vielleicht wolltest Du bei Regen mit Schwimmbrille radeln?

Ach, die paar Wasserleichen - schaffst Du mit links! Und solange du nur schief angeschaut wirst weil Du mit Dir selbst redest - so sind Triathleten halt. Alle etwas wunderlich :lach:

Schön, dass es so diszipliniert beim Schwimmen zuging!

Gratulation zum Erfolg - und gute Erholung.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links