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Benutzerbild von funrunner

Jo, da haben sich alle meine Pläne für einen schönen Laufherbst in Luft aufgelöst. Nach einem unglücklichen Absprung vom 1-m-Brett(!) blöd aufgekommen, durch Zähne zusammenbeißen alleine wurde es nicht besser, also ins Krankenhaus.

Diagnose "Weber-B-Fraktur", doppelt geknackst, das Syndesmoseband hat aber erstaunlicherweise gehalten. Jetzt hat eine hübsche Platte mit einigen Schrauben an meinem Wadenbein angedockt und für mich gab's die Empfehlung vom KKH, 6 Wochen gar nicht auftreten zu sollen. Davon sind immerhin schon 2 (zwei!) rum und die Zeit vergeht wie beim Humpeln an Krücken, langsam. *seufz*

Aber genug gejammert, das hat doch bestimmt auch schon mal den einen oder anderen von euch ereilt. Sind diese "6 Wochen" in Stein gemeißelt? Wie lange wird's nach euren Erfahrungen dauern, bis ich zum ersten Mal wieder richtig auf zwei Beinen stehen kann? Gehen? Und gaaanz vorsichtig gefragt -- laufen? Steht da noch 2015 dran?

Was ich tun kann/darf, werde ich tun, kaputt machen möchte ich aber auch nix...
Würde mich über eure Erlebnisse und Erfahrungen freuen.

funrunner

Biete Weber C Fraktur

Meines Wissens ist das dasselbe nur etwas "höher", Band war auch bei mir intakt. Bin 2009 beim Indiaca Spielen umgeknickt... 4 Wochen lang lautete die Diagnose "Knöchel verstaucht", also bin ich mit Aircastschiene Rad gefahren, gelaufen (solange es halbwegs schmerzfrei ging) und gegangen. Gewundert habe ich mich halt, dass die Schmerzen beständig da waren und auch mit Hochlagern des Knöchels nicht verschwanden und dass der Knöchel kaum geschwollen und nicht blau war. Auf Nachfrage bekam ich zu hören, ich solle mich nicht so anstellen. Nach 4 Wochen endlich einen Röntgentermin bekommen und oh Wunder, Weber C Fraktur "wie können Sie denn damit noch gehen???" und wurde in den Rollstuhl gesetzt. Blieb dann unoperiert, weil bereits halbwegs zusammengewachsen und das "schön gerade". Und nach meinem lautstarken Protest, dass ich damit ja schließlich vier Wochen lang gelaufen sei, durfte ich die Klinik auch wieder auf zwei Füßen verlassen ;-) Gelaufen bin ich dann zwei Wochen nicht mehr, aber Rad gefahren und geschwommen (letzteres mit Pull buoy).

Nach sechs Wochen bekam ich von meinem Heimatorthopäden grünes Licht fürs Laufen, es sei alles wieder heil. Ich hätte unglaubliches Glück gehabt. Gewarnt hat er mich noch vor Schmerzen, die aber nur von den Nerven ausgingen, da würde nichts mehr kaputt gehen. Mehr als 10km laufen wäre bei mir aber nie mehr drin. Drei Monate nach dem Bruch bin ich meinen ersten Hunderter gelaufen und habe ihm eine Karte geschickt ;-)))

Soweit meine Geschichte. Da ich keine Platte mit Schrauben hatte weiß ich nicht "wie ernst" das mit dem Auftreten ist. Möchte ich auch keinen Rat zu geben, sonst bin ich schuld ;-)) Die sechs Wochen würde ich auf jeden Fall noch abwarten, soll die Platte dann raus oder bleibt sie erstmal drin? Ansonsten mal den Gang zum Sportarzt wagen und den fragen, der kennt sich mit diesen Verletzungen und Sport besser aus als ein Krankenhaus.

Also so mal ganz vorsichtig denke ich schon, dass du noch 2015 wieder laufen kannst. Am Anfang auf gut gedämpfte Schuhe setzen und Asphalt (oder Tartanbahn) laufen wegen der Gefahr des erneuten Umknickens. Trails erstmal nicht... Stabiübungen für das Gelenk sind nie falsch (Kreisel o.ä.), Schwimmen und Radfahren ging bei mir ganz gut (letzteres aber mit Klickies und festen Radschuhen, hält das Gelenk in Position). Und denk mal schon über Physiotherapie nach; ich hatte ein Jahr nach dem Unfall mächtige Probleme mit dem nichtgebrochenen Sprunggelenk, kam vom einseitigen Laufen, weil ich unwillkürlich wohl immer noch Angst vor Schmerzen hatte. Das wegzukriegen hat länger gedauert als der Bruch.

Ich wünsche dir gute Besserung und schnelle Heilung!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Belastung

die Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Es hängt auch davon ab wie gut die Osteosynthese ist, wie schnell der Bruch heilt, welche Schmerzen bestehen, besteht eine Schwellung? Ich halte eine 6-wöchige Entlastung nicht für unbedingt sinnvoll. Ich würde die Belastung erst mit Bodenkontakt machen, um zu sehen, ob das Gelenk das verträgt. Danach Steigerung auf etwa 10 kg (mit Personenwaage das Gefühl dafür bekommen) und dann schmerzadaptiert die Belastung zunehmend steigern.Nach 4 Wochen würde ich eine Röntgenkontrolle machen lassen

Hui, Strider, das ist aber

Hui, Strider, das ist aber eine echt wilde Geschichte die Du da erlebt hast! Vor allem daß das alles so wieder zusammengewachsen ist, obwohl Du noch Wochen damit Sport getrieben hast. Ich glaub sowas erleben Ärzte auch nicht ganz so oft. Alles sehr ermutigend, danke für Deinen ausführlichen Bericht.

"Drei Monate nach dem Bruch bin ich meinen ersten Hunderter gelaufen und habe ihm eine Karte geschickt ;-)))"

Du bist der Wahnsinn. :-D :-)))

Mal gucken, Physio fängt bei mir erst nächste Woche an, was mir da zu Platte mit Schrauben gesagt wird. Wenn ich wenigstens mal so vorsichtig 10-20kg draufgeben könnte, das wäre schon so viel mehr. Die Platte bleibt dann erst mal noch einige Monate. Wenn ich die richtig verstanden habe, kann man sie auch ganz drinlassen, wenn sie keine Beschwerden macht.

Danke für Deine guten Wünsche und ich hoffe, daß es bei mir zeitlich auch so gut hinkommt!

Danke lotharp, scheint alles

Danke lotharp, scheint alles sehr individuell zu sein. Google weiß leider auch nicht, wie's in meinem Bein aussieht und es gibt wohl auch unterschiedliche "Schulen", manche belasten frühzeitig, andere gar nicht. Ich würd eine 6-wöchige Totalentlastung auch gerne vermeiden, andererseits auch nichts kaputtmachen. "Da müssen wir noch mal aufmachen" wäre so der Super-GAU.

Belastung

Also ich komme aus einer "Chirurgenschule", die die frühfunktionelle Behandlung bevorzugt. Wichtig ist erstens die Röntgenkontrolle und zweitens das individuelle Schmerzempfinden und der Lokalbefund

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