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Benutzerbild von Etu58

Heute war, nach dem Sonntagswettkampf am Rheinfall, mal wieder Berg dran.
Wie gewohnt auf meine Strecke. Leider musste ich bei KM 7 den üblichen Weg verlassen, da die Holzfäller ein Durchkommen unmöglich gemacht hatten.
Ich begab mich auf eine bisher für mich unbekannte Strecke. Das ging ca. einen KM gut, bis zu einem Abzweig. Gerade aus oder lieber hoch dachte ich. Ich entschloss mich für hoch. Und plötzlich war der Weg zu Ende. Es war an einem Steilhang. Da kam nur noch Totholz, ein Weidezaun und jede Menge Gesträuch. Ich dachte, das schaffe ich schon irgendwie dort hoch zu kommen. Eingequetscht zwischen Weidezaun und Baumbestand und vielen Stolperfallen auf dem Boden ging ich Meter für Meter weiter. Die pace im Eimer. Oben dann die Kuhweide sichtbar. Hm, keine Kühe drauf, vlt. kein Strom auf dem Zaun, da könnte Frau ja einfach abkürzen und sich den beschwerlichen Weg aussen herum ersparen. Aber nix da. Es war Strom drauf. Es zuckte ordentlich durch die Hand. Also weiter immer an den Pfosten entlang, durch die stacheligen Brombeersträucher und noch einen Hang hoch. Bums, so musste es ja kommen. Da lag ich langewegs dahingestreckt, gefangen in einem Brombeerast und noch schön gegen den Weidenzaun gefallen, der mir ordentlich "Reizstrom" durch den Körper jagte. Hab ich geflucht. Aber nützt alles nichts, weiter gehts hinauf und endlich ist es geschafft. Ich begutachte den Schaden. Überall Kratzer von den Brombeersträuchern mit viel Blut. Egal. Nur wie gestalte ich die Strecke jetzt. Oben angekommen wähle ich den Singletrail, in der Hoffnung dann von der anderen Seite an den Holzfällern vorbei zu kommen. Ich laufe und lande mitten auf einem Bauernhof. Und schon ruft der Bauer "hallo, hallo" und der Hofhund rennt auf mich zu. Ich frage ihn, geht es hier denn nicht weiter und er sagt, nein, aber sie können hier hinten runter, sehen sie den Weg. Ich sage, ja, den sehe ich, aber da sind doch die ganzen Kühe und ein Weidezaun. Er meint, das geht schon. Ich frage, was denn mit den Kälbern sei, die dabei sind und ob die Kühe da nicht aggressiv reagieren könnten. Er sagt, ich schau mal, wer da draußen so ist. Ich verstehe seine Anmerkung nicht, aber folge ihm. Und dann schickt er mich durch die Strombarriere auf den Weg. Mitten durch eine mindestens 50 Kühe umfassende Herde. Cooles Gefühl. Und jetzt weiss ich, wen er gesucht hat, den Muni (Stier), der war Gott sei Dank weit weg. Und dann schloss sich wieder der Kreis meiner alten Strecke.

So habe ich heute viele Kühe gesehen, eine Reizstrombehandlung bekommen, unzählige Kratzer verzieren meine Unterschenkel und mindestens 10 Rehe sind mir noch begegnet.

18 KM mit 696 Höhenmeter plus 1,63 KM auslaufen
2:30 unterwegs gewesen und dann erst mal schön gefrühstückt.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Manchmal

Manchmal tut es ganz gut, die üblichen Wege zu verlassen:-)

Ich bin dann mal weg

Abenteuer!

Und da gibt es Leute, die Laufen langweilig finden... Du hast heute jedenfalls was erlebt!

In Zukunft viele weitere, aber möglichst schmerzfreie Abenteuer wünscht
yazi

Du machst ja Sachen!

Während ich mich nach dem Wettkampf-Sonntag langsam wieder regeneriere, bist du schon wieder hammermässig unterwegs! Deine Skepsis gegenüber Kuhweiden kann ich übrigens gut verstehen, nach allem, was man in letzter Zeit in der Schweiz so liest.
LG clarin

Reizstrom soll in Mode sein

Wusste gar nicht, dass Du so viel Wert auf nachvollziehbare Anstrengungen legst. Wenigstens sieht man wo Du unterwegs warst :duckundwech:

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