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Benutzerbild von Etu58

Der Tag vor dem Wettkampf verlief doch etwas turbulent und eher suboptimal für einen folgenden Wettkampf. Er begann mit früh aufstehen, zusammen mit Männe und Tochter Nr. 6 mit viel Geduld durch den Gotthard zwängen und ab ins Tessin. Dort dann eine Sightseeingtour in Bellinzona gemacht mit Burg und Trallala und später noch ins Verzascatal nach Lavertezzo. Dort haben wir die felsigen Hänge ein Stück durchwandert. Bei der Heimfahrt war der Stau im Gotthard so lang prognostiziert, dass wir den Umweg über den San Bernhardino gewählt haben und entsprechend spät zuhause waren. Dann um 22 Uhr noch Pasta für alle gekocht und endlich um 0:30 Uhr babymüde ins Bett gefallen. Ich konnte mir in dem Moment nicht wirklich vorstellen, am Folgetag irgendeine brauchbare Leistung absolvieren zu können.
Sonntagmorgen war frühes Wecken angesagt und nach einem Frühstück machten wir drei uns auf den Weg nach Neuhausen.

Der Rheinfall-Lauf war mit 20,2 km und +210/-260 Höhenmeter ausgeschrieben.

Dort angekommen, holte ich mir in der Rhyfallhalle nach der Nachmeldung erst einmal meine Startunterlagen ab und dann begegnete ich auch persönlich meiner Buddyline Clarin, die mir diesen Lauf empfohlen hatte. Sie hatte uns durch die in meinen Blogs eingestellten Fotos erkannt. Kurzes, aber sehr nettes Gespräch, dann der übliche Gang zur Sanitärkeramik und ein 800 m Einlaufen, dann ging es auch schon los. Bei der Halle wurde gestartet. Ich ordnete mich wieder im vorderen Teil des Mittelfeldes ein. Bei ungefähr KM 2,5 überquerten wir den Rhein und da standen auch schon meine Supporter und es wurde angefeuert und ein Bild gemacht. Von hier ging es noch bis ca KM 8 auf befestigten Feldwegen weiter, die für mich auch locker flockig in einer guten Pace weg gingen, dann kamen die in der Ausschreibung erwähnten Single-Trails, die nur so breit waren, dass wirklich nur eine Person darauf laufen konnte und man bei Überholmanövern an die Fairness der Läufer appellierte, damit niemand gefährdet wird. Diese besagten Trails waren serienmässig mit Wurzelstöcken, Felsbrocken und Holztreppen ausgestattet ;-) Ich liebe Trails, aber das waren unzählige Rampen, die steil rauf und runter und um die Ecke gingen. Da war keine Zeit, sich die Landschaft anzuschauen, da war höchste Konzentration gefordert, wenn man nicht stürzen wollte. Meine Pace ging entsprechend runter. Es war echt schwierig die Strecke einzuschätzen, wenn Läufer vor einem die Sicht versperren und man nicht wusste, was als nächstses zu erwarten ist. Ich dackelte also brav im Tross hinter her. Die Strecke wand sich wie eine Schlange. Das ging so bis KM 13. Manche Läufer gingen schon und trabten dann wieder an. Dort überquerten wir wieder den Rhein und waren auf der Deutschen Seite kurz vor dem Ort Rheinau. Hier musste man wieder über Holztreppen in die Trails an diesem Ufer. Diese waren hier relativ dicht am Wasser und oftmals plätscherte der Rhein ganz nah neben einem und man musste schon aufpassen, dass man nicht baden ging. So langsam könnte mal wieder schöne Strecke kommen, dachte ich. Froh, KM 20 passiert zu haben, hoffte ich auf einen schönen Endspurt zum Ziel. Dieses war bei Rheinfall beim Schlössli Wörth wieder auf der Schweizer Seite. Aber nein, zum Schluss durfte man noch mal einen netten Anstieg über die doofen Holztreppen hoch. Da ich Treppen hasse, bin ich neben diesen hoch gerannt und durfte tatsächlich noch ein paar Meter spurten. Im Ziel erblickte ich Männe und meine Tochter und war froh diese an der Seite zu sehen. Sie machten wieder Fotos. Jubelnd bin ich ins Ziel gelaufen mit einem grossen Glücksgefühl. Das fehlt mir manchmal, aber dieses mal war es da. Mitten im dicksten Touristentrubel der Rheinfall-Besucher war der Zieleinlauf. Das war schon motivierend.
Und dieser Lauf war so wie so ganz anders, als meine bisherigen Wettkämpfe, bei denen ich vorwiegend einen Berg erlaufe.

Zielzeit: 2:20 Std. Im Nachhinein war ich doch etwas enttäuscht und überlegte, wo ich hätte Zeit rein holen können. Aber mir wurde mehrfach bestätigt, dass es schon eine heikle Strecke war, bei der es zu einigen Stürzen gekommen sei.

Wenn ich dort nächstes Jahr starte, werde ich in den Trails halt mehrfach bitten, ob ich passieren darf. Hier habe ich diesmal viel Zeit verloren.

Der Lauf war gut organisiert, es gab genügend Verpflegungsstellen mit Wasser, Iso, Schwämmen, Müsliriegeln u. Bananenstücken.

Die Duschen waren leider schon kalt.

Der Parkplatz war schweineteuer mit 2 CHF die Stunde.

Der Rheinfall-Lauf, kein Reinfall, obwohl ich manchmal gerne „Rhein“ gefallen wäre.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Ich war nur einmal

dort spazieren. Megatolle Landschaft, Blick auf den Rheinfall direkt aus dem Tunnel, wo Du quasi daneben nass wirst von der Gischt.

Ja, mach das mit dem Passieren beim nächsten Mal. "Rechts bitte" oder "links bitte" - und vorbei. Hab ich am Berg gelernt (beim K42 gab's ein paar Aktionen, u.a. Laufen im Gebirge).

Der Nachteil sonst: Du kommst nicht in Deinen Rhythmus - und ärgerst Dich hinterher über verlorene Zeit.

Trotzdem: eine schicke Zeit gelaufen und glücklich ins Ziel - das hat doch was!

Die Schweizer - sogar Sanitärkeramik haben die. Bei uns gibt's nur Sanitärplastik :lach:.

Der Ausflugstag vorher hört sich auch sehr schick an. OK, vielleicht nicht optimal. Aber was optimal gewesen wäre weiß man oft erst im Nachhinein. Und dann kann man es eh nicht mehr ändern :kicher:

Schlangenlauf

trifft es ganz gut! Ich hatte mir vor dem Lauf nicht so recht vorstellen können, was mich erwartet. Aber es waren wirklich ordentliche Singletrails mit vielen Stolperfallen.
Schön, dich an diesem Lauf persönlich kennengelernt zu haben, liebe buddyline!
LG clarin

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