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Benutzerbild von brihoha

Diese Nacht war irgendwie anders...
Das Wetter hat umgeschlagen. Es regnet, ist deutlich kälter geworden. Wind kommt auf.
Träume ich oder ist es real? Es wird immer stürmischer, der Wind heult ums Haus, es rauscht und dröhnt.
Als ich aufgestanden bin sehe ich, das das Wetter definitiv schlecht geworden ist. Völlig verschlafen stehe ich mit meiner Tasse Kaffee auf dem Balkon und realisiere, WIE arschkalt es geworden ist.
Der Himmel ist an Dramatik kaum zu überbieten. Blaue Teilstücke werden von grauen Wolkenfetzen gejagt, wechseln sich mit Sonne und Regen, drohend aufgerichteten dunklen Bergen und harmlosen weißen Flöckchen ab.
Sofort bin ich hellwach und beschließe: DA MUSS ICH REIN!
Nun ja, bis ich endlich hier weg bin, hat es sich etwas beruhigt.

Immerhin habe ich aufs Frühstück verzichtet. Kaffee muss reichen. Und nüchtern betrachtet kann man viele Gedanken besser sortieren und realisieren.
Ich laufe los bei strahlend blauem Himmel. Uups...wo kommt denn jetzt die Sonne her? Aber ein kurzer Blick aus einem anderem Blickwinkel zeigt: alles nur Täuschung, da türmt sich das nächste Sturmtief vor mir auf. Ich kann aber nicht sehen ob es auf mich zukommt oder abzieht.

Ich bin im Wald. In meinem Wald. Das ist immer ein bisschen wie heimkommen. Da kehrt Ruhe ein, in den Geist und in krause Gedanken.
Ich liebe es. Es ist meditativ, beruhigend, Therapie, Philosophie, Einsamkeit, Flucht, Selbstfindung...alles in einem!
Heute ist trotz Wetterumschwung die Sicht so klar das ich von diesem einen Punkt aus das Siebengebierge sehen kann. Juhu, ich freu mich immer, denn immer wenn ich den Drachenfels sehe, denke ich an die Menschen die da wohnen und die ich mag :-)
(welche Berge sind das eigentlich die direkt daneben stehen, Chris?)

Und dann gehts hoch. Etwas beschwehrlich, aber ok.
Und da ich so in Gedanken bin, fällt es auch nicht so auf. Der Wind kommt jetzt allerdings fies kalt von vorne. Aber das bin ich ja gewohnt. Ist mittlerweile eine Metapher für mein Leben geworden.
Und heute macht sich in meinem Kopf sowas wie ...ja, was ist es? Trotz? Neuer Mut? Kampfgeist? Widerstand? Vielleicht ein bisschen von allem...in mir breit.
Und ich fasse einen Entschluß:
Es gibt in meinem Leben exakt vier Menschen, die das wichtigste sind, was ich habe!Für diese vier würde ich mein Leben geben!
Und dann gibt es noch eine gute Handvoll Menschen, die mir sehr nahe stehen, die meine Freunde sind. Das sind nicht viele, aber sie sind übrig geblieben, nachdem das letzte Sturmtief über mich hinweggezogen ist. Und ich denke, hoffe, sie werden auch bleiben. Ganz wenige sind neu dazu gekommen. Das ist schön!
So!
Um diese Menschen werde ich mich kümmern, sie an mich ran lassen.
Und dann werde ich mein Leben leben. So wie ich das will und für richtig halte.
Ich habe ne Menge Ideen im Kopf! Bei der einen oder anderen brauche ich evtl Hilfe, um sie umzusetzen. Aber ich werde mir sehr genau überlegen, wen ich um Hilfe bitte.
Denn das weiss ich: ich habe jede Menge Schxxx Läufe durchgestanden, bei wirklich schlechtem Wetter und widrigen Umständen, ich kann das!
Ha! Der Wind kommt kalt von vorne, aber ich laufe ihm weg. Und die Regenwolken sind plötzlich in meinem Rücken. Die Sonne kommt nochmal raus. Ich bin gesund, meine Beine sind gesund, ich kann hier laufen, welch ein Glück habe ich?!?!

Wieder unten, raus aus dem Wald, Richtung Zivilisation, durch die kleine Stadt, zielstrebig zum Bäcker, Brötchen holen.
Irritierte Blicke, eine Frau mit Kinderwagen springt förmlich beiseite...huch, Mädel, ich renne dich schon nicht um :-))
Zuhause angekommen springe ich schnell unter die Dusche und dann: fallen lassen, Kaffee trinken, frühstücken, reduziert auf das Wesentliche. In meinem Daheim. Frieden. Leben eben...

5
Gesamtwertung: 5 (11 Wertungen)

Bravo!

Ich bin sonst kein Sturmfanatiker, aber wenn der Wind einem so das Hirn frei pustet, dass die wesentlichen Dinge klar werden - dann war er zur rechten Zeit am rechten Ort!

5 gezogene Hüte von mir! Und eine dicke Umarmung!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Schluck,

irgendwie melancholisch und doch kraftvoll.
Ja, der Wind kommt oft von vorne. Ich wünsche Dir viel Kraft, um Dich dagegen zu stemmen, und nach der nächsten Hürde gibt auch mal wieder Rückenwind für Dich.

Ich schicke Dir auch einen virtuelles Drückerle. Lass Dich nicht umpusten !

LG,
Anja

Kann ich super gut

Kann ich super gut nachvollziehen:

Rennen, weg laufen, zu sich kommen, Gedanken fliegen lassen, dahin, wo die liebsten Menschen sind. Sturm im Kopf und Wind um die Nase.
Und hinterher ein bisschen Sonne im Herz!

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Wer will, findet Wege, wer nicht will, Gründe ( Goethe)

Das hört sich gut an!

Du stehst wieder mit beiden Beinen im Leben und wirst selbiges meistern, denn du bis eine echte Kämpferin! Und du wirst den Wettkampf gewinnen! Genau, ein paar wenige "echte" Freunde sind besser als zuviele. Seit ich mich zurückerinnern kann hängt in unserem Haus ein Teller auf der Kellerkammer mit einem einfachen, aber weisen Spruch: "Wer bei dir von anderen spricht, vergisst auch dich beim nächsten nicht." Es ist manchmal eine simple Sache, die Streu vom Weizen zu trennen. Man muss nur die Augen auf und die Ohren zuhalten;-)
Ich wünsche dir von Herzen, dass du in allen Lebenslagen wieder in ruhigeres Fahrwasser kommst! Du hast es dir echt erkämpft und verdient! Und neue große Vorhaben sind immer gut. Man (Frau auch) braucht Ziele. Ohne selbige dümpelt man auf der Stelle (so wie ich gerade, *seufs!*). Muss mir auch unbedingt irgendwas schönes in Sachen Laufen rauspicken;-) Ich beneide dich ja soooo um deinen Wald mit den Höhenmetern. Ich bin auch Waldläuferin, aber alles potteneben.


Auf ein neues tolles Sportjahr?! Prost (Cappu)!
Tame

der Ölberg wars...

...und nicht der Drachenfels. Den kannst Du vom Westerwald nicht sehen, weil er tief hundert Meter weiter unten im Rheintal hockt. Links neben dem Großen Ölberg (der Vulkankegel mit der Antenne) ist der breite Buckel der Lohrberg und links davon, der mit dem markanten Baum, die Löwenburg. Am "dicken Zeh" vom Großen Ölberg da findest Du mich, wenn Du genau hinschaust und ich nicht gerade auf der Löwenburg bin... ;-)

Genau hinschauen solltes Du auch, wenn Du Dein weiteres Leben gestaltest. Aber da bist Du ja schon recht erfahren, ich bin mir ziemlich sicher.

Wenn Dich mal wieder nach einer stürmischen oder ruhigen Tour in den Sieben Bergen, auch länger, gelüstet, sach einfach bescheid, bist immer willkommen.

LG
Chris

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Schön!

... und genau richtig!
;-)

Laufen klärt die Gedanken? Oder der Wind?

Oder beides? Es ist jedenfalls gut, dass Du echte Freunde hast. Denn "Freunde in der Not - gehen 1000 auf ein Lot" sagt ein altes Sprichwort.

Du wirst das Leben schon meistern - und immer wieder Lichtblicke finden und Menschen, die ein Stück mit Dir gemeinsam gehen / laufen.

Und irgendwann dreht dann der Wind - vielleicht. Oder Du bist (noch) stärker geworden.

Ich wünsche Dir ganz viel Frieden und schöne Momente in Deinem Leben.

Ich wünsche jede Menge Rückenwind...

... im übertragenen, viel mehr als im wörtlichen Sinn! Aber Du packst auch den Sturm, wie wir eben lesen durften. Schön, wenn Du Dir solche Momente schaffst, in denen Du genau das spüren kannst. Toller Lauf, toller Bericht, danke dafür!

yazi

*seufz*...

...ich bin bei dir!
____________________
laufend knuddelt ihre buddy: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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