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Benutzerbild von strider

Schön war's, wenn auch ein bisschen kürzer als geplant. Das tut immer noch ein bisschen weh, aber es war gut und vernünftig und der Frieden damit ist gemacht.
Ein paar wunderbare Hamburgtage waren geplant bei meiner Lieblingsfreundin aus Kindertagen ;-) Naja, und da guckt frau ja auch mal, was sich so sportlich bietet. Es boten sich die Cyclassics - aber mal ganz davon abgesehen, dass das mehrere Nummern zu groß für mich Radniete ist - wie transportiere ich ein Rad mit der Bahn.... Also Schwimmen. Freiwasserschwimmen. "Schwimm die Elbe" klang gut. Regattastrecke in der Dove Elbe klingt verschwimmsicher. Zur Auswahl standen die Jedermanndistanzen 3,8km samstags oder 1km sonntags. Hmpf. Kurz und letzte oder lang und letzte? Die Auswahl fiel - natürlich - auf lang, auch wenn mich die Zielzeit "eine Stunde nach dem Ersten" etwas verunsicherte, aber ich tippte mal auf so 1:40 bis 1:45h, das sollte zu schaffen sein. Und wenn schon Letzte, dann wenigstens mit Stil und Kilometern ;-)))
Beim Abholen der Startunterlagen wichen dann auch die Vereinsvertreter achtungsvoll zur Seite - die kannten halt das Zeitziel noch nicht ;-) Strecke angeschaut und Muffensausen gekriegt. Drei Runden?? Die sehen so weit aus! Haste schon mal geschafft, wirst du wieder schaffen. Sicherheitshalber nach der Wassertemperatur gefragt. "Kein Problem, Sie dürfen mit Neo rein!" Hach, der Mann wusste, was Frauen wollen ;-)
Start war am Samstag um 13 Uhr für mich und zehn Minuten später für den Coach. Der neue Neo sitzt wie eine zweite Haut. Sonne schien, leichter Wind, Wasser angenehme 22 Grad, das Leben ist schön. Zwar hatte ich immer noch so ein Vorhibbeln, aber letztlich habe ich mich total aufs Schwimmen gefreut. Zur Sicherheit für mein Ohr meine eigene Schwimmkappe mit den Ohrstücken auf dem Kopf und darüber die Wettkampfkappe. Kann nichts mehr schief gehen. Ab ins Wasser, wie alle anderen an den Steg gehängt, es gab einen Fehlstart, aber dann ging es los. Erstmal Riesengekloppe wie immer, also schön den anderen den Vortritt gelassen und dann zur ersten Boje und auf den Rundkurs.
Hm, irgendwie lief es nicht richtig, aber ich konnte nicht ausmachen, warum nicht. Keine Muskelprobleme oder Luftnot. Aber ich fühlte mich total schneckig (war ich auch) und trotz Orientierungsschwimmens geriet ich ständig in die Bojen oder auf die Nachbarbahn. Das Feld entschwand langsam aber sicher am Horizont, und ich kam einfach in keinen Takt. Zählte die Bojen ab, näherte mich der letzten und ab auf die Querbahn. Und nun war Wellengang angesagt. Der Wind war (für süddeutsche Verhältnisse) heftig, die Wellen trieben mich immer wieder ab. Meine persönliche DLRG Begleitung rief immer wieder "kein Problem, das sieht gut aus, nur weiter!" aber das irritierte mich mehr als dass es motivierte (war gut gemeint, ich weiß. Danke dafür). Und dann kam das, was lange nicht mehr passiert war: mein Freund Meniere schien sich zu Wort melden zu müssen: jedes Mal, wenn ich den Kopf drehte um zur Seite zu atmen drehte sich die Elbe mit. Tja, das war es dann. Ich verhedderte mich immer mehr in den Bojen, die Orientierung ging immer mehr flöten. Ein paar Züge Brust und kurzes Checken der Lage: Das werden keine drei Runden. Ich will nicht rausgefischt werden. Also: Runde zu Ende schwimmen und mit Stil aussteigen. Plan fertig.
Und das tat ich dann. Auf dem Rückweg überschwammen mich dann die Ersten der zweiten Startwelle - und da es nun gegen die Strömung ging schwammen sie kraftvoll und ich bezog mächtig Prügel. Wich neben die Strecke aus, schwamm ein paar Züge Brust, ordnete mich wieder ein und kraulte weiter. So gut es noch ging. Immer schön vorsichtig Drehschwindel im Auge behaltend. Geht. Das wiederholte sich mehrfach, was meine Laune nun doch mächtig in den Keller zog. Schönes Wetter, schöne Strecke, aber bei mir soll es heute nicht sein.
Endlich war ich am "Ziel", sagte den Veranstaltern Bescheid "Sie haben aber noch Zeit! Wollen Sie nicht einfach weiterschwimmen?" Nett gemeint, aber: nein. Ich stellte fest, dass tatsächlich noch Leute hinter mir waren. Eine Frau fragte nach der Uhrzeit und so erfuhr ich, dass ich die erste Runde (1,25km plus "Anschwimmen") in etwa 34 min absolviert hatte. Das ist nicht gerade großartig, aber ok. Wäre für die ganze Strecke aber zu knapp geworden, zumal das Ohr ja nicht besser geworden wäre.
Ich musste noch die vorbeiziehenden Schiffe abwarten, dann durfte ich zum Ausstieg schwimmen und wurde von der DLRG samt Notärztin in Empfang genommen. Bis ich alle überzeugen konnte, dass es sich um einen "kontrollierten Ausstieg" handelte dauerte es etwas. Aber die diensthabende Ärztin bestätigte mir, dass Kreislauf und alles stabil waren, meine Erklärung überzeugte sie, so dass ich letztlich gehen und auf den Coach warten durfte.

Coach kam in guten 1:30h ins Ziel: für sein minimalistisches Schwimmtraining ist das prima. Und dann kamen bei mir doch ein paar Tränchen. Ich wäre auch gerne angekommen.

Nun geht es an die Ursachenforschung. Vermutlich muss ich doch das Problemohr zustöpseln, denn die beiden Badekappen waren hochgerutscht und hatten Wasser ins Ohr dringen lassen. Ich trage ungern Ohrstöpsel, weil ich meine Umgebung noch mitbekommen möchte, aber vielleicht hilft eine "einseitige Lösung". Immerhin weiß ich jetzt, dass ich auch mit einer solcher Attacke noch kontrolliert weitermachen kann. Da die DLRG flächendeckend vor Ort war bestand zu keiner Zeit wirklich Gefahr und ich konnte das testen.

Aber wer da im Norden mal Freiwasserschwimmen machen möchte: ich kann die Veranstaltung nur empfehlen!

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (4 Wertungen)

Ach Süße.....lass dich mal

Ach Süße.....lass dich mal drücken!
Kontrollierter Abgang ist vernünftig, aber vernünftig ist trotzdem nicht immer auch schön.
Schxxx drauf!
Aufstehen, Mund abwischen, Krone gerade rücken, weiter machen...

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Mit Stil ins Ziel

sagt MC auch immer. Besser kontrolliert beenden, als etwas zu riskieren mit Herrn Meniere. Obwohl das ja gar nicht nett war von ihm, Dir ausgerechnet da mal wieder Hallo zu sagen.
Grundsätzlich würde ich so was auch mal machen wollen, aber 3,8 km wären dann doch was viel, zumindest bislang.

LG,
Anja

Ach Menno.....

*tätschel-knuddel*, wie schaaaade:(
ABER: Eigentlich hättest du vorgewarnt sein müssen. Es lief alles viel zu glatt im Vorfeld. Kein Verfahren mit dem Auto, kein Zuspätkommen, dein Regen und kein Sturm....datt kann ja nichts werden bei dir;-)
Alles genau richtig gemacht. Kannst sehr stolz auf dich sein!

Lieben Gruß
Tame

Solche Sachen lernt man ...

... doch lieber bei so ner Veranstaltung, als im ersten Drittel einer Ironman-Distanz, oder? Warum sollte es Frau da anders gehen?
Paßt!
Der Coach hatte seinen Spaß, ihr ein schönes Wochenende. Alles gut.
;-)

Dieser Herr gehört verboten!

Aber gut, wenn Du es kontrolliert zu "Ende" bringen konntest und nicht wie ein Fischlein mit Leine rausgezogen werden musstest ins DLRG Boot.

Gratulation an den Coach, der das in einer super Zeit gemeistert hat.

Vernunft ist manchmal doof

aber manchmal unumgänglich. Davon wird niemand verschont.
Hak' das Ding ab und erinnere dich lieber an deine erfolgreichen Wettkämpfe. Hast ja davon reichlich in deinem Fundus vorhanden. Also Kopf hoch!

Ich drück' dich!

:-)

Mit Stil ins Ziel!

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