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Benutzerbild von rainbowdreamer70

Berglauf der zweite Versuch

Nach dem es ja neulich so ein tolles Erlebnis war den Berg hoch zu laufen wollten wir noch einen Versuch starten. Diesmal bei angenehmen kühlen 16° C und leichtem Nieselregen, richtiges Silvi Laufwetter.
Zeit hatten wir leider eine Stunde weniger, dafür verzichteten wir auf den Gipfel. Wollten aber versuchen die Strecke bis zum ersten Sattel durch zu laufen, dort eine kurze Trink- und Verschnaufpause und das zweite Stück bis zur Hütte wieder an einem Stück durchlaufen.
Auto am Parkplatz verstaut, Klamotten sortiert, schnell noch ein Käppi in Rucksack gestopft falls es doch stärker anfängt zu regnen und los ging es.

Meinen Laufkumpel hab ich gleich davon gescheucht, damit ich nicht wertvolle Energie verplempere weil die Versuchung die ersten beiden „leichten“ km mit nur 100hm doch sehr zum tratschen verleitet.

So trabte ich ihm brav hinterher und nahm mir vor, solange wie möglich den Abstand nicht all zu groß werden zu lassen, sonst muß der arme Kerl ja so lange warten. Aber nach 1,5km war er dann doch außer Sichtweite, zwecks Wald und vielen Kurven.
Egal, konzentriere dich auf dich war die Devise und versuch das Ding durch zu laufen. Immer schön auf den Luxuskadaver hören und den Atemrhythmus versuchen nicht zu hektisch werden zu lassen.
Haaa, hier bin ich doch letztes Mal schon gegangen, ach wie schön heute laufe ich noch, ist anstrengend aber machbar. Immer schön weiter traben. Was ist die Luft herrlich klar und frisch und der gluckse Bach neben mir munterte mich auch immer auf locker weiter zu traben. War das eben nicht der zweite Gehpausen Abschnitt von vor zwei Wochen? Wieviel hatte ich überhaupt, keine Ahnung egal, weiter traben, schön den Rhythmus halten.

Huch, jetzt wird es aber echt steil hier, bin ich schon 4km gelaufen oder was ist hier los. Kurzer Blick auf die Uhr zeigte tatsächlich schon 4,3km an. Wow jetzt kommen die steilsten Stücke zwischen km4 und km6. Schön locker bleiben, gut und vollständig ausatmen damit wieder genügend frischer Sauerstoff zu den Muskeln kommen kann war mein Mantra. Booaahhh, wird ja immer steiler und steiler hier, war das letztes Mal auch so steil? Ah da vorne sehe ich schon wo diese Rampe hier auf hört und es wieder ein bißchen flacher wird, komm das schaffst du noch sprach ich zu mir. Ganz langsam aber im Laufschritt (naja, ob es noch laufen war steht mal in den Sternen, aber immerhin bin ich von einem Fuß auf den anderen gehüpft).
Ja geschafft, der Puls geht durch die Decke, aber egal jetzt wird es etwas flacher schön locker weiter, doch es ging leider nicht mehr. Ein zwicken in der Seite bremste mich aus. Na gut, dann mal kurz gehen und dann wieder weiter. Gesagt getan. Ein paar Schritte flott gegangen, so daß der Puls wieder ein bißchen runter kam und weiter ging es. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Sattel, das schaffe ich an einem Stück, letztes Mal hatte ich da ja auch noch eine Geh Pause drin, die brauch ich diesmal nicht.

Hurra, nur eine winzige Geh Pause und ich bin durch gelaufen bis zum ersten Sattel. Ich freu mich wie Schnitzel. Trink ein paar Schluck, Puls geht auch brav wieder runter und jetzt kommt ja der „flachere“ Teil, der wo man sich fühlt wie Usain Bolt. Genau so war es wieder, echt geil, man fliegt plötzlich förmlich. Ich fühlte mich unbesiegbar, sämtliche Glückshormon durchströmten meinen Körper und der gab alles. So nur noch durch diese Kuhgatter dann ist es ja schon fast geschafft.

Huch plötzlich stehen da drei Pferde mitten auf dem Weg und die Kühe gleich daneben. Was für eine großartige Natur hier. Die Kühe, die Berge und die Nebelbänke waberten herum und dann die majestätischen Pferde. Das durchlaufen der Strecke trat wieder etwas in den Hintergrund und ich mußte erst mal die Kuh streicheln, die gleich mit ihrer rauhen Zunge gierig das Salz meiner Hand abschleckte, das kitzelte ganz schön. Vor Pferden habe ich irgendwie mehr Respekt, aber sie ließen mich brav passieren. Ein paar Minuten später sah ich auch schon die Hütte und auch meinen Laufkumpel dir mir schon wieder entgegen kam. Er mußte natürlich mit mir nochmal umdrehen, denn ich wollte ja auch bis zu Hütte laufen.
An der Hütte hatte ich dann 1:20:07 für 10km und 650HM. Kann sich sehen lassen denk ich und war damit 10min schneller als beim ersten Mal. Nicht schlecht. Auch wenn der Großteil auf das Wetter zurück zu führen ist, Stolz war ich trotzdem.

Ich zog meine Jacke an, trank noch ein paar Schluck und wir machten uns an den Abstieg. Den wollten wir diesmal auf laufen, deshalb wählten wir die etwas längere Forststraße, fürs erste Mal bergab, sollte es dann doch lieber technisch einfach bleiben. So trabten wir gemütlich los ohne wirklich auf die Tube zu drücken. Wir bemühten uns konzentriert im Laufschritt uns bergab zu bewegen. Wir erzählten wie es so lief und diesmal achtet ich besser auf den Weg und die größeren Stein, damit die nicht wieder unter mir weg kullerten und ich wieder der Länge nach auf dem Weg liege. Aber alles lief wirklich gut. Keine größeren Schwierigkeiten. Nächstes Mal können wir dann schon entweder hier schneller laufen oder vielleicht sogar schon mal versuchen den kürzeren steileren Steig zu laufen.
Pünktlich als wir aus dem Wald kamen setzte die Dämmerung ein, die Stirnlampen konnten im Rucksack bleiben da die restlichen 1,5km über offene Felder gingen.
So waren wir nach 2:15h 18,5km und 670HM rauf und runter wieder zurück am Auto. Vollgepumpt mit Endorphinen und freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Berglauf.
Wir waren insgesamt 1h schneller als letztes Mal, mit 230HM rauf und runter weniger, dafür 1km mehr Strecke.

Berg Heil!

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Das klingt doch! ...

... So muß halt jeder für sich Stück für Stück den Weg nach oben und wieder runter finden.
Am Berg ist Laufen manchmal gar nicht schneller, als zügig Wandern. Da ist es wirklich egal. wichtig ist da nur, wie die Muskeln länger locker bleiben, wie du im Flachen schneller wieder ins Laufen kommst.
Viel Spaß noch beim Entdecken des Berglaufs!
;-)

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