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Topangebot der Woche

Benutzerbild von Etu58

Unser diesjähriger Urlaub wurde wieder in den pistoiesischen Bergen verbracht. Kaum angekommen, informierte uns unser Hotelier, dass am Folgewochenende ein kleiner Benefiz-Wettkampf im Dorf stattfinden würde. Des Italienischen nicht mächtig, schrieb ich den Veranstalter in Englisch an, um was es da genau ging. Er meldete sich ganz kurzfristig zurück. Ein 10 km Wettkampf, am Samstag Abend um 17:30 Uhr, auch ein 5er wurde angeboten. Es würde keine Zeit gemessen, das Startgeld geht vollständig an eine Einrichtung für insulinabhängige Kinder. Ich solle mich mal um 16:45 Uhr am Wettkampftag einfinden. Pünktlich sind wir von unserem Hotel los gelaufen, bis zum Startplatz war das ungefähr 1 km mit 70 Höhenmetern. Im schnellen Schritt nahmen wir diese Strecke, somit war ich schon mal eingelaufen. Dort angekommen sah man den Dorfplatz mit vielen Menschen und regem Einkaufstreiben in den engen, toskanischen Gässchen. Im Dorfbrunnen schwammen riesige Melonen, die dort gekühlt wurden. Nur eine Frau, die in Laufkleidung auf der Bank sass und ein Minitisch mit Stuhl liessen erahnen, dass wir wohl richtig waren. Ich sprach die Frau in Englisch an, diese wiederum bemühte eine Dame mit einem Logo für den Benefizlauf auf ihrem Shirt. Man sagte uns, es dauere noch gut 10 Minuten, dann könne sie mich einschreiben und mir ein Startkärtchen aushändigen. Gesagt, getan und noch ein Tütchen mit toskanischen Spezialitäten überreicht bekommen. Pünktlich ging es dann los. Zwei Fahnenträger liefen voraus. Dann die ganze Männerschar, langsam schloss ich und die anderen auf. 18 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke. Es waren zwei Runden durch und um das Dorf zu laufen. Bei KM 2 gab es einen kleinen Getränkestand mit Tee und Wasser. Hier sassen bei meinem Eintreffen schon einige und tranken seelenruhig ihren Tee bis sie weiterliefen. Ich schloss mich mit einer italieneichen Läuferin zusammen. Man kam in Englisch ins Gespräch. Erst war sie mir voraus geeilt, aber an den doch heftigen Steigungen in den schmalen Gassen - der Ort liegt an einem Berg - konnte ich gut an ihr vorbei ziehen. Nach dem Getränkestand liefen wir noch eine ganze Weile zusammen, bis sie leider so ausser Puste war, dass sie nur noch gehen konnte und ich mich dann leider von ihr verabschieden musste. Sie machte dann die 5er Runde fertig, wie ich später erfuhr. Man hatte beim Lauf die Wahl, ob man noch die zweite Runde machen wollte. Ich entschloss mich dazu. Da sich das Feld so auseinander gezogen hatte und manche schon auf der Rückrunde waren, hatte man ein wenig den Überblick verloren, an welcher Rangposition man sich befinden könnte. Mein Männe hatte mich immer wieder auf der Strecke fotografiert. Zuvor hatte er sich den ganz einfach gezeichneten Streckenplan abfotografiert, so dass es recht einfach war, meine Laufposition einzuschätzen. In der 2. Runde war die eine Steigung dann doch schon recht gemein, aber ich würde sie keinesfalls gehen. Ich konnte Männe noch meinen Getränkegurt abgeben und die restlichen 1,5 KM zum Ziel durchziehen. Die jubelnden Menschen machen den Zieleinlauf zu einem schönen Erlebnis. Und dort gab es dann die im Titel erwähnten, gekühlten Melonen, die in Portionsstücken bereit standen.
Meine Italienische Kurzbegleitung kam zu mir und gratulierte mir noch zum Finish vom Lauf. Ich war die einzige Frau, die den 10er lief und auch die Fahnenläufer sind die Steigungen gegangen. Ausser mir waren es noch 5 Läufer beim 10er.
Ich war ein wenig über die Zielzeit geschockt, die ich selbst mit Garmin gemessen hatte. Aber im Anbetracht der noch resultierenden Hitze am Abend und der Streckenführung mitten durch die Menschenmassen in den Einkaufsstrassen habe ich mich damit versöhnt. Am Limit war ich nicht gelaufen, aber getrödelt habe ich auch nur kurz beim Verpflegungsstand, da man dort einfach nicht um ein paar nette Worte herum kam. Auch zeigte Garmin nur 9,58 km an. Überraschend waren allerdings dann beim Abladen die Höhenmeter, die mit 516 angegeben wurden. Also war meine 1:14 Std. doch gar nicht so übel für meine Verhältnisse.
Überraschender Weise wurde dann doch mein Name aufgerufen und ich erhielt ein Erinnerungsshirt und eine schöne Tasche als Geschenk für die Teilnahme.
Ein schöner, kleiner, familiärer Lauf, bei dem ich neue, nette Kontakte knüpfen konnte. Der Erlös wurde mit 1500 Euro angegeben.
In den 15 Tagen Urlaub konnte ich etwas über 100 KM mit 3861 Höhenmeter erlaufen.

Toscana, wir kommen wieder.

4.875
Gesamtwertung: 4.9 (8 Wertungen)

Was eine tolle Atkion!

Hört sich richtig, richtig schön an. So konntest Du mit Deiner Bergerfahrung laufend Gutes tun - und nicht gehend :lach:

Gratulation zu dem tollen Erlebnis. Zeiten werden bei einem Sieg doch völlig überbewertet! Wer fragt hinterher schon wieviele am Start waren?

Auf Dich, den Sieg und viele weitere, schöne Lauferlebnisse!

Vielen Dank für die Blumen .....

und ja, wichtig ist der Sinn der Aktion und einfach die wunderbare Erfahrung des Zusammenhalts.

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Melonen im Brunnen - prima :-)

Du suchst dir wirklich immer sehr schöne Laufanlässe aus und lässt uns daran teilhaben, danke! Und dank euerm letztjährigen wunderbaren Bilderblog kann ich mir die Schönheit und Steilheit der Gegend fast vor Augen führen :-)
LG clarin

Ah ja stimmt .....

die Gegend ist ja die gleiche.

Danke ;-)

lg Ute

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

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