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Benutzerbild von rainbowdreamer70

Neulich beim Gassi gehen:
„So eine Berglauf will ich immer schon mal versuchen, haste Lust?“ Sprach ich zum Herrchen unsers Hundekumpels. „Klar wieso nicht, liebäugle auch schon immer mal damit“ kam als Antwort. Gesagt getan. Gestern war es dann soweit.

Da wir ja nicht sooo weit weg wohnen von den (Vor)-Alpen, meine Freundin die eigentlich für den Alpencross per Rad trainieren sollte, wegen einer Steißbeinprellung im Moment Radl technisch außer Gefecht gesetzt ist, beschlossen wir zu dritt los zu ziehen. Meine Freundin im schnellen Gehschritt unser Freund und ich im Laufschritt. Berg wurde schnell gefunden. Wollten lieber was mit mehr Strecke und HM gleichmäßig verteilt, also ging es auf die Lenggrieser Hütte, wenn wir noch können und uns die Dunkelheit nicht einholt vielleicht sogar noch auf den Gipfel des Seekarkreuzes.

Wie dieses Jahr schon so oft, war es wieder mal schön heiß, so mußten die Hunde zuhause bleiben. Um 17:15 war das Auto verstaut und wir bereit zum los laufen. Es ging schön gemütlich los die ersten 2km. Nur leider wieder mal in der prahlen Sonne. Aber das kenn ich ja schon vom Romantikmarathon neulich. Die Strecke wurde langsam immer steiler, die Sonne knallte immer wieder voll rein, so daß ich die laufende Stückchen nicht nach Steilheit aussuchte sondern nach Schattenanteile.

Nach nicht mal einer Stunde 6km weiter und 500m höher waren wir schon am Sattel, das geht ja leichter als erwartet und mit deutlich mehr „Laufanteilen“ als angenommen, wer weiß wenn es nicht so heiß gewesen wäre, hätten wir vielleicht durchlaufen können. Mountainbiker konnten wir auch noch überholen, mein Kumpel im Laufschritt und ich hab zugeschlagen als die Biker eine Pause brauchten, aber überholt ist überholt. Das ist ja schick.

Also weiter zur Hütte. Jetzt wurde es etwas flacher und ich kam mir vor wie Usain Bolt. Gefühlt flog ich über diese herrliche Strecke. Nach 30min und 4km weiter und 140 Meter höher, waren wir schon an der Hütte. Das geht ja fix.
Kurz mit der gehenden Freundin telefoniert wie es bei ihr so läuft und weiter zum Gipfel. Diesen haben wir nach knapp 20min nach 1,5km und weitern 260 Höhenmeter erreicht, aber hier war es so steil, da ging nur noch ein schneller Stechschritt. Egal, war ein super Gefühlt da hoch zu dackeln.

Ein junger Mann hatte dort oben sein Zelt aufgeschlagen, er wollte den Sonnenunter und -aufgang photographieren. Zuerst war er aber noch so nett und machte von uns ein paar Bilder am Gipfel. Als dies erledigt war, machten wir uns dann auch ziemlich schnell wieder auf den Rückweg, den wir mußten ja wieder alles runter und die Sonne geht ja auch irgendwann mal schlafen.

Als uns der Wald wieder in Empfang nahm stand der Brillenwechsel kurz auf dem Programm da es im selbigen schon etwas duster wirkte mit diesen dunklen Gläsern. Doch oh Schreck, die Brille ist weg. Alles durchgesucht, nö nix, die muß mir irgendwo rausgepurzelt sein. Bestenfalls hab ich sie im Auto liegenlassen. Naja hilft ja nix, weiter auf den Abstieg Richtung Hütte meine Freundin wartet. Mit dem Brillengesuche waren wir nur 2min schneller als beim Aufstieg, obwohl wir runter schon wieder angetrabt sind.

Kurz auf der Hütte verweilt, ein kühles Blondes gekippt und weiter ging es Richtung Tal. Jetzt aber ohne Laufschritt, da wir zu dritt gemeinsam absteigen wollten.

Mein Laufkumpel bekam den Befehl sich die Schritte gut zu überlegen, da ich genau da hin steigen werde wo er hin steigt, da meine Sicht in der Zwischenzeit gleich Null war. So kamen wir gut durch das Steile Stück wieder zurück und nix ist passiert. Der breite Forstweg empfing uns wieder und wir konnten alle drei nebeneinander her latschen und unserer Räubergeschichten austauschen.
Doch oh Schreck, ein Stein rollte unter meinem Fuß weg, der knickte um und da es gerade ziemlich steil war, schaffte ich es nicht mich abzufangen mit schnellen Schritten. Da lag ich auch schon Kopfüber mit den aus tausenden mit Steine übersäten Waldweg. Autsch, der Knöchel und das Knie...

Ich blieb kurz liegen und horchte in meinen geschunden Körper rein, der maulte zum Glück nicht allzu heftig rum. So drehte ich mich erst mal auf dem Rücken rum, das die Beine wieder Richtung Tal zeigten und versuchte aufzustehen. Ziept ein bißchen, aber geht schon. Vier Arme zeigten in meine Richtung um sofort eingreifen zu können, falls etwas wäre. Zum Glück brauchte ich diese Hände nicht. Vorsichtig wurde der Fuß belastet und ich stellte fest, daß nix schlimmeres passiert war. Glück muß man halt haben im Leben.

Das Auto war nach wenigen Minuten erreicht und wir drei waren müde aber sehr glücklich und zufrieden mit unserem ersten Berglauf. Beim Einsteigen bemerkte ich auch noch einen schicken blauen Fleck auf meinen Allerwertesten. Fette Ausbeute würde ich sagen. Knöchel verstaucht, Schürfwunde am Knie, blauer Fleck am Popes und eine Brille weniger. Dafür mit insgesamt 900HM und 17,5km reicher an Lauferfahrung. Gebraucht haben wir für diese Aktion 3:15h inkl. Pausen. Kann sich sehen lassen finde ich.

Berg Heil!

Rainbowdreamer

4.6
Gesamtwertung: 4.6 (5 Wertungen)

So ein schönes Berglauferlebnis

schreit nach Wiederholung und vielleicht findest du dann auch die Brille wieder ;-)
17,5 km mit 900 hm in nur 3:15h? Klasse! Schicke Zeit!

Lieben Gruß
Tame

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Bass uff, Berglaufen hat Suchtpotential! ;-)

Mit Stil ins Ziel!

Die Nebenwirkungen

waren uns nicht so klar. Hättet ihr ja auch mal früher sagen können ;-)

Wiederholung ist definiev geplant, aber erst darf sich der Knöchel erholen, das hat er verdient ;-)

Zum Glück hab ich noch eine alte Brille als Ersatz :-)

Berg Heil!

Oh je!

Ich wünsche gute Heilung!!!!

Musste allerdings selbst feststellen, dass die psychischen Folgen schlimmer sind als die physischen. Meine Außenbanddehnung war schnell abgeheilt, aber seither laufe ich downhill äußerst unsicher und stark gebremst....

Deshalb wünsche ich dir mehr Mut als ich habe ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Danke für die Wünsche

und ich hoffe auch das na nix hängen bleibt. Aber das ganze ist mir ja beim Gehen passiert beim vorallem nicht mehr auf den Weg achten. Deshalb immer schön konzentriert bleiben ist die Devise ;-)

SEIN

- Ein Lied von Andreas Bourani beschreibt alles das was ich empfinde wenn ich in den Bergen bin.

Die Natur, die Ausblicke, Ruhe und Einsamkeit da gibt's doch nichts schöneres. Ich wünsche dir eine schnelle Erholung, die unvergesslichen Eindrücke werden dir in jedem Fall bleiben.
Hoffentlich kannst du dieses Erlebnis bald wiederholen, dann ohne allerlei Blessuren.

LG

Danke dir

und schade das du so weit weg wohnst, sonst hätten wir zusammen mal die Berge erlaufen können. Vom Tempo würden wir gut zusammen passen :-)

Muss oft an unsere Begegnung beim Mara denken, war echt witzig und auch ein sehr tolles Erlebnis :-)

Wie schade,

dass Berge für mich nur im Urlaub überhaupt erreichbar sind. Das hört sich nach einer (bis auf die Nebenwirkungen) nachahmenswerten Aktion an!

Gute Besserung dem Knöchel - und vielleicht findet sich beim nächsten Berglauf auch die Brille wieder?`

Wenn ich die Wahl hätte

Wenn ich die Wahl hätte wären die Berge meine Heimat

Wenn ich die Wahl hätte

Wenn ich die Wahl hätte wären die Berge meine Heimat

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