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Benutzerbild von mausux

Begonnen hat es wie fast immer bei Rad am Ring mit Schlechtwetter am Freitag-Nachmittag. Die Vorhersage war auch nicht prickelnd für Samstag, aber da hiess es abwarten. So haben mein Neffe (300 Jahreskilometer!!!) und ich, beide als Einzelfahrer gemeldet, unser Zelt direkt an der Strecke aufgeschlagen. Freitag nacht gings dann mit dem Sturm und Regen los. Sind einige Zelte in der Gegend rungeflogen. Samstag morgen das gleiche. Um 12 Uhr dann die erste Verschiebung des Starts auf 16 Uhr. Große Betrübnis im Fahrerlager. Alle 15 min wurde auf wetter.de geschaut, wie es weitergeht. Um 14 Uhr die 2. Verschiebung des Starts auf 20 Uhr und Streichung der parallel beginnenden Rennen des German Cycling Clubs über 25, 50, 75 und 150 km. Das hiess dann auch, dass aus dem 24h-Rennen ein 17-h-Rennen wurde. Um 20 Uhr gings dann endlich los. Meine Renntaktik war erstmal für die Katz, da auf 24h ausgelegt. Hätte ich aber ich aber sowieso nicht durchgehalten, wie es sich dann im Rennverlauf herausstellte. Die 1. Runde (Länge 26 km) lief dann ganz gut. Das Wetter war mittlerweile gut, aber saukalt bei 9 °C. Lange Sachen war angesagt. Runde 2+3 waren dann schon im Dunkeln. Die Nachtrunden über die Nordschleife waren was Besonderes, fast mysthisch. Die Nürburg vom Mond angeleuchtet. Fantastisch! Kaum ein Laut zu hören, nur das Surren der Ketten und Klicken der Freiläufe. Es ist nicht ganz einfach, in der Dunkelheit dem Streckenverlauf zu folgen, wenn kein Fahrer vor Dir war. Schon unheimlich mit 80 kmh den Berg runter zu rasen und man kann keine 20 m weit sehen kann trotz guter Lampe. Nur besondere Streckenteile wie Fuchsröhre und Breitscheid waren zum Teil beleuchtet. Nach Runde 3 und gerade mal 78 km war ich dann schon ein bisschen müde und war froh Pause machen zu können. Um 0:37 war ich dann am Zelt und hab mich bis 3:30 zum Schlafen niedergelegt, soweit es wegen dem nahen schrankgrossen Dieselgenerator möglich war. Um 4 Uhr gings dann mit den nächsten 3 Runden weiter. Die Muskulatur immer müder und angestrengter. Um 8:30 die letzte halbe Stunde Pause und anschliessend die letzten 3 Runden. Um 9 Uhr kamen die Touristikfahrer auf den Kurs. Die standen dann wegen der fehlenden Streckenkenntnis ein bisschen im Weg. Hat manche aber nicht abgehalten, mich auf den Anstiegen zu überholen :). Die vorletze Runde war dann nur noch Kampf Körper gegen Wille, der Körper wollte nicht mehr, 8 Runden sind doch auch ganz gut, der Wille meinte, 9 Runden bringen dich im Klassement weiter. Der Wille siegte :), so bin ich halt. Die letzte, meine langsamste Runde, sozusagen auf dem Zahnfleisch über den Kurs. Um 13:17 Uhr dann die Fahrt durch ein Spalier hunderter klatschender Zuschauer durch den Zielbogen. Gänsehaut pur. Ehrlich. Ich liebe Rad am Ring, wenn es nur nicht so anstregend wäre :). Mit 9 Runden, 235 km, 4500 Höhenmeter und Netttofahrzeit von 13 h Platz 167. von 370 Männern und 42. von 81 der Altersklasse Ü50 geworden. Bin sehr zufrieden. Die Vorbereitung mit Fokus auf lange Strecken und vielen Höhenmeter war richtig. Anders kann man das als Ü50 nicht machen. Mein Neffe hat 7 Runden geschafft und das mit 300 Jahreskilometern. 20 sollte man sein. Nach dem Wettbewerb habe ich gesagt, jetzt reichts nach 4 Rad am Ring Teilnahmen. Aber mit 5 Tagen Abstand juckts wieder :-), kanns auch wegen der einzigartigen Atmosphäre nicht lassen. Mal schauen.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Wow!

Dunkel und kalt und Sturm und nass.... ich glaube, mehr Pech mit dem Wetter geht jetzt nicht mehr.
Wird also nächstes Jahr ganz bestimmt besser!

Wenn nur die Meldegebühr nicht so unverschämt teuer wäre....
Ehrfurchtsvolle Grüße, Conny

Ich habe an euch gedacht.

Ich habe an euch gedacht. Ich wusste ja das ihr da seid....
Und ich war ehrlich froh das ich NICHT da war, denn das Wetter war hier genauso schxxx.
Ich muss dir sagen, ich fahre leidenschaftlich gerne Rad, aber ich bin ne echte Memme, was Wetter und Berge angeht. Seufz....echt peinlich. Du hast mir ja schon öfter gesagt ich soll auch mal kommen: aber da muss dann Sonne sein und ich fahre NICHT in lang und GANZ SICHER NICHT MIT 80 DEN BERG RUNTER!!! Kraisch!! Seid ihr irre??
Klingt nach einem, trotz allem, gelungenen Wochenende!
Und was den Kampf Körper gegen Wille angeht: da kann ich wieder mitreden und da sind wir uns einig! :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

mystisch

Ich liebe ja mystische Stimmung bei Wettkämpfen. Aber ehrlich, auf dem Rad bei dem Sauwetter in der Dunkelheit wäre das für mich Horror;-) Wie kann man das nur durchstehen? Und statt im warmen Raum auf den Start warten zu können, sitzt ihr im klammen Zelt und müsst bei 9° ins dunkle Nass, der Wahnsinn schlechthin! Ganz großen Respekt von mir! Welche ein klasse Leistung! Mit 80km/h den Berg hinunter? Ich hätte mich fallenlassen in der Hoffnung, alles sei nur ein böser Traum.... Unvorstellbar für mich! Nur die Fahrt durch`s Spalier, die hätte ich auch genossen;-) Wie gut, dass du die 9. Runde noch mitgenommen hast, auch wenn sie sehr kräftezerrend war. Du hättest dich sonst hinterher geärgert. Denn so bist du halt;-)
Und natürlich wirst du wieder fahren. Ganz sicher! Und mach deinem Neffen mal Beine, ähhh Räder oder wie sagt man? 300 Jahreskilometer...Wie er wohl drauf gewesen wäre, wenn er die mal 5 auf dem Konto stehen hätte?

Ganz fetten Glückwunsch zu dieser hervorragenden Leistung!!!


Lieben Gruß
Tame

EIN Grund

Dunkel ODER Kalt ODER Nass hätte mir völlig gereicht um nicht Rad zu fahren, aber alles drei??? Never. Laufen: naja ok, aber nicht mit dem Rennrad bei den Höhenmetern.... Und 80km/h erreiche ich nicht mal bergab, bei 50 ziehe ich die Bremse!

Hochachtungsvoll, ein Weichei ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Um bei der Wahrheit zu

Um bei der Wahrheit zu bleiben, nach dem Start um 20 Uhr war nur noch kalt und dunkel, was aber auch reicht, wenn es bergab geht :-). Geregnet hats da Gott sei Dank nicht mehr. Im Rennverlauf keinen Tropfen. Während der letzten Runden dachte ich, das wars. War jetzt 4 x am Ring jetzt reichts. Die Vorbereitung so anstrengend, der Renntag so anstrengend. Aber ich habe das noch eine Rechnung mit Frau Tame offen :-). Diesmal hätte ich es in 24 h sicher nicht geschafft, vielleicht in 2016? Mal schauen.

Wir wollten auch

die 75 km, aber wir hatten uns freitags schon gesagt, bei der Vorhersage lassen wir das lieber. Habe erst im Nachhinein gesehen, dass die Jedermann-Rennen abgesagt wurden.
Großen Respekt vor Deiner Leistung, kalt+dunkel+nass ist ja eine prickelnde Kombination. Würde zwar auch mal gerne über den Ring radeln, aber bei Mädchen-Wetter ;o)

Vielleicht treffen wir uns ja nächstes Jahr da oben? ;o)

LG,
Anja

Einige Vereinskollegen waren auch dort,

von denen welche vorzeitig wieder abgereist sind, weil es ihnen alles weggeweht hatte.

Hammer, Respekt! 80 km/h bergab lassen mich schon gedanklich schaudern, das ohne Sicht finde ich Irrsinn.

Aber jedem das Seine - Hauptsache Du bist heil durchgekommen und zufrieden mit Dir. Und Spaß scheint es auch noch gemacht zu haben. Von daher hat ein M50 einem jungen Hüpfer mal gezeigt was geht. Nächstes Jahr anders rum?

Der junge Hüpfer hat die

Der junge Hüpfer hat die letzten Jahre gezeigt, wo der Barthel seinen Most holt :-). Aber dies Jahr war er faul. Chance für den Onkel und wahrgenommen :-). Er gönnt es mir. Nächst Jahr kann es wieder andersrum sein.

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