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Benutzerbild von sarossi

So wie es sich für ein Blauwal Baby gehört, habe ich in den letzten Wochen reichlich zugenommen. Im April bin ich noch einen Halbmarathon gelaufen. Das ist schon fast nicht mehr wahr. Danach lief es einfach nicht mehr, respektive ich lief nicht mehr. Da war immer wieder was anderes: Regeneration, Urlaub, Fußweh, Sommergrippe, Haus Sanierung und last but not least die Hitze, die es so leicht machte faul zu werden. Jetzt gilt es, dem Speck den Kampf anzusagen.

Das eher kühle Wochenende hat dann die Energie zurückgebracht. Erst etwas holprig, heute schon wieder leichter. Ein Feierabendlauf direkt vom Büro aus mit anschließendem Walk nach Hause wurde es. Insgesamt gut 10km, die mir wieder zeigten, warum Laufen so ein toller Sport ist.

Die Strecke führte mich erst den Bach entlang zum See runter. Das Wasser plätscherte munter vor sich hin. Das üppige Blätterdach der Bäume am Bachrand spendete angenehmen Schatten. Eine Libelle brummte wie ein kleines Motorflugzeug an mir vorbei. Der See kräuselte sich mit kleinen Schaumkrönchen. Im Naturschutzgebiet wurde ich umringt von übermannshohem Schilf, das sich im Wind tief auf den Weg neigte. Am kobaltblauen Himmel jagten sich immer neue Wolkenformationen. Ich konnte mich kaum satt sehen. Der Weg führte mich an ein paar Häusern vorbei, dann in die üppigen Riedwiesen. Ich sah in der Ferne das Jugendhaus. Es juckte mich, die Strecke zu verlängern, aber die Vernunft siegte. Nach so einer langen Pause nur nicht gleich wieder übertreiben. Also den ganzen Weg wieder zurück traben.

Nach fünfeinhalb Kilometern war ich wieder im Büro. Wasser nachtanken und Rucksack schultern. Dann ging es wieder heim, jetzt mit flinken kleinen Walkingschritten. Das erste Drittel bin ich heute schon gelaufen. Dann biege ich Richtung Stadt ab. Ich treffe eine Nachbarin. „Soll ich Sie heimfahren?“ Ganz lieb gemeint. Aber nein. Der Speck muss weg. Und außerdem machte die tolle Stimmung Lust auf mehr.

An der Uferpromenade bläst ein kräftiger Wind. Auf einer riesigen Feuchtwiese hat jemand Stonehenge nachgebaut. Wie lächerlich mit diesen dünnen spitzen Steinen. Ich komme näher und sehe die Steine im Wind flattern. Einer hebt ein Bein und erstarrt wieder… Graureiher. Keine Steine. Der Frosch möchte ich nicht sein, der von 12 Graureihern in Lauerstellung umzingelt ist.

Die Stadt ist zwischen den beiden größten Stadtfesten heute unglaublich friedlich. Voll aber trotzdem ruhig. Der starke Wind nimmt das Stimmgewirr einfach mit und trägt es fort. Ich bahne mir den Weg zwischen Spaziergängern, Buden und den ersten Zelten, die für das nächste Fest aufgebaut werden. Dann bin ich daheim. Und ich frage mich, warum ich so etwas wunderschönes so lange nicht mehr gemacht habe. Der linke Fuß will mich daran erinnern. Ich ignoriere ihn und genieße das tolle Gefühl gelaufen zu sein.

4.8
Gesamtwertung: 4.8 (5 Wertungen)

sehr schön

so muss laufen sein. Viel Natur und man erlebt so viele kleine Dinge, die man sonst nicht wahrnimmt und das Herz erwärmen.

Weiter so und immer schön an solche Läufe denken, wenn der Schweinhund mal wider anklopft :-)

Viel Spaß beim Training und Erfolg beim Abnehmen.

Ich bin versucht,...

...dem Frosch alles Gute zu wünschen. Vermutlich vergeblich.
Deshalb sollen die guten Wünsche besser und hoffentlich erfolgreicher Deinem linken Fuß gewidmet sein. Der soll sich nicht so haben!
Hab noch viele solche schöne Läufe!
LG Renmmaus

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