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Benutzerbild von WWConny

Bergischer 6-Stunden-Lauf in Remscheid

Am Samstag sollte gelaufen werden. Sechs Stunden, um die Eschbachtalsperre in Remscheid. Ich hatte mich vor einiger Zeit angemeldet, weil es am Samstag war, was mir generell viel besser passt als Sonntagsläufe.

Dann kam der Sommer, und mit den Temperaturen stieg auch die Sorge des Veranstalters. Am Dienstag dann die Entscheidung: der Lauf wird auf den Sonntag gelegt und statt um 10 wird um 8 gestartet. Der frühere Start erschien mir durchaus sinnvoll, aber das tiefe Vertrauen in die Präzision der Wettervorhersage vier/fünf Tage im Voraus hat mich dann schon erstaunt.

Gestern dann: Gewitterwarnung für Sonntag, und soooo warm wie am Dienstag befürchtet, wurde es auch nicht. Na toll. Wenns dort morgen gewittert, war die ganze Verschieberei für die Katz. Für mich zumindest, denn ich laufe nicht gern bei Gewitter. Naja, mal sehen. Et kütt wie et kütt.

Ich packte also mein Gerassel zusammen und machte mich heute früh um 6 Uhr auf in Richtung Remscheid. In Leverkusen bekommt mein Auto die Vorwäsche. Gewitter und ein Wolkenbrüchlein. Kurz und knackig und schnell wieder vorbei.

Der Hauptwaschgang folgte eine Viertelstunde vorm Start. Wir stehen unter Pavillions und hören das Grummeln der Gewitter in der Region. Es schüttet wie aus Eimern. Anja B. trudelt ein – ihr hab ich diesen Termin heute zu verdanken. Kurz vor acht wars dann wieder leidlich trocken, kurze Ansprache vom Organisator und los gings gemütlichen Schrittes.

Die zu laufende Runde war 2,9 km lang, ich brauchte immer so zwischen 23 und 25 Minuten, inklusive Fress- ääähhh Verpflegungspause nach jeder Runde. Mein Trainingsstand ist ja äußerst übersichtlich, und so ließ ich es langsam angehen.

Das Grummeln der Gewitter war unser ständiger Begleiter, und in der 6. Runde wurde es dann ernst: das Intensiv-Spülprogramm brach über uns herein. Blöd nur, dass ich am VP (wo auch meine Tasche stand) nicht zur Kappe gegriffen hatte. Jetzt kamen nicht nur Blitz und Donner bedrohlich näher, sondern mir lief das Wasser-Schweiß-Gemisch in die Augen, aua, das brennt. Die Brille war nass und damit kalt und damit beschlagen. Kurzum: Ich sah quasi NICHTS. So orientierte ich mich leidlich an den bunten Leibchen der mich überholenden Läufer. Die konnte ich mit Mühe noch erkennen. Am Ende der Runde noch ein Angst“sprint“ über die Staumauer. Mir ging der ArXXX auf Grundeis. Überall Blitze. Ich bin ein Schisser, wenns um Gewitter geht.

Ich legte meine Brille trocken und auch mein Gesicht, auf dass nun endlich mehr Durchblick werde. Das kostete mich 7 Minuten. Und auf gings in die 7. Runde. Der Regen hörte auf, und Runde 8 lief wieder trocken und unbemützt. Das Shirt war noch sehr nass und sorgte für Kühlung – durchaus angenehm!

So langsam wurden die Beine schwer und ich beschloss, nach der 8. Runde aufzuhören. Da kamen mir plötzlich Läufer entgegen. Aha. Richtungswechsel. Na, dann mach ich halt doch noch die 9. Runde und schaue mir wenigstens einmal die Staumauer an. Vorher noch ein kurzer Abstecher ins nahe gelegene Hotel, das seine sanitären Anlagen zur Verfügung gestellt hat. Dieser Ausflug kostete mich nochmal ca. 8 Minuten. Nach Runde 9 machte ich Schluss, das linke Knie machte sich auch bemerkbar.

Der Lauf ist klasse! Es ist ein privater Einladungslauf, und durch die Verlegung von Samstag auf Sonntag war das Teilnehmerfeld von 70 auf ca. 45 – 50 Leute geschrumpft. Meiner Ansicht nach auch genug für die Location. Die Strecke ist stark frequentiert von sonstigen Erholungssuchenden, und wenn ich mir da noch mehr Läufer drauf vorstelle – ich weiß nicht so recht. Wir liefen im Naturschutzgebiet, wovon man allerdings nicht viel sah. Die nahe Raststätte Remscheid war einerseits perfekt für Anfahrt und Parken, andererseits strahlte sie leider auch eine gewisse Vermüllung in die Landschaft aus.

Dennoch – insgesamt bleibt ein sehr positiver Eindruck haften. die Strecke war fast komplett im Schatten, die Verpflegung äußerst vielfältig. Sogar ein Anja-Bongard-Brot nach Kniescheibe-Rezept hatte seinen Weg dort hin gefunden. LECKER!!! So fiel es nicht schwer, die Finger von Obst, Schorle und sonstigen Erzeugnissen mit Fructose zu lassen, was mein Verdauungstrakt mit gnädiger Ruhe quittierte. Wenns passt und wenn ich einen Startplatz bekomme, würde ich dort glatt nochmal laufen!

Die Zahlen:
Laufstrecke: 9*2,9 km (26,1) mit ein paar wenigen, gefällig verteilten Höhenmetern
Laufzeit: 3:57:29, davon ca. 15 Minuten Pause für Brille und biologische Notwendigkeiten
Macht eine Pace von 9:00 bzw.8:27 bei Abzug der Pausen Aber Pace ist bei 6-h-Läufen ja ohnehin schnuppe (und mir sowieso).

4.444445
Gesamtwertung: 4.4 (9 Wertungen)

Stark gelaufen!

Liebe Conny, du magst nicht zufällig am ersten Septemberwochenende nach Rüningen zum 24h-Lauf kommen?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Respekt!

Laufen bei Gewitter, da kneife ich. Bin ein Angsthase....

Klingt nach einem schönen Lauf!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Fehlt nur noch der Schleudergang! ;-)

Hmmm... ich kenne ja inzwischen den Röntgen-Lauf. Also sooo gefällig empfand ich die Höhenmeter rund um Remscheid nicht... Alle Achtung!

:-)

Mit Stil ins Ziel!

Das hört sich nach einem

tollen kreiseln an - aber die Bedingungen klingen extrem. Gewitter, Sturzbäche, Höhenmeter - was tut man nicht alles für ein Anja-Borgard-Brot nach Kniescheibe-Rezept (hätte ich auch gern!)-

Erhol Dich gut.

Blitz und Donner

Respekt! Alles ohne Weichspülprogramm durchgezogen! Ich bin auch ein Schisser, und was für einer! Meine größte Angst in Biel war, dass das angedrohte Gewitter tatsächlich über uns hereinbricht. Nunja, war dann auch so, aber erst einen Tag NACH dem Lauf;-)
Du bist klasse gekreiselt! Herzlichen Glückwunsch! Ich finde ja auch, dass Rüningen überfällig ist! Nur können wir hier "leider" nicht mit hm dienen;-)

Lieben Gruß
Tame

Alles gesagt

bzw. geschrieben - da kann ich mir einen Bericht ja sparen.
Du hast das trotz Trainingsrückstand super hingekriegt, es sah zumindest nie gequält aus.
Und ich finde die Veranstaltung auch knuffig, ich würde nächstes Jahr auch wieder wollen.

LG,
Anja

Lust hätte ich schon, aber...

...am selben Wochenende ist hier mein heimischer Bahndammlauf und dann sind da noch 400 km Anfahrt. Bei ohnehin schon 35000 Jahreskilometern im Auto nicht wirklich verlockend.
Viele Grüße, Conny

@WWC

gibts ihn doch wieder, den Bahndammlauf? Der war nett, freut mich, wenn er erhalten bleibt.

LG,
Anja

jaaaaa, er lebt noch,...

er lebt noch,
er lebt noch,
Jaaaaa, er lebt noch....

unter www.bahndammlauf.de stehts jedenfalls so.
:-)

mensch Conny

wie bekloppt ist das denn?!
Gewitter im Wald braucht kein Mensch, sehr tapfer hast du dich da durchgekämpft.
Schön, dass du es für uns aufgeschrieben hast.
Ich glaube, ich habe etwas verpasst. Vor allem, dich zu treffen!
Liebe Grüße, ks

ochottochott...

...näää, wasn wetter! connylein, wenn ich da gekommen wär, hätteste nich so viele km geschafft. ich hätte ständig versucht, dich aus dem gewitter zur verpflegung zu locken um gemütlich zu schnacken und zu futtern...
____________________
laufend findet connys gewittrige km-kreiselei sehr tapfer: gewitterschisser happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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