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Topangebot der Woche

Benutzerbild von Tigerkätzle67

Ein Tag danach…..

Wie kam ich auf Erding, hat man mich gefragt und ich antwortete „ …. Ich googelte nach ein paar schöne Triathlons die auch mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen sind.
Die Ausschreibung von Erding passte genau auf mein Profil – was für Einsteiger. Und von der Anfahrt her auch super. So beschloss ich einen Tag vorher nach Erding zu fahren, eine Unterkunft zu beziehen und die Lage schon mal etwas zu besichtigen.

Dies machte ich dann am Samstag.
So holte ich auch gleich am Samstag die Unterlagen ab, holte mir die Pasta mit dem Gutschein und radelte auch noch zum Weiher, wo der Start war. Am Samstag war es recht stürmisch und doch waren einige am Probeschwimmen und Neopren Testen. Für Teilnehmer, die keinen Neopren hatten, wurden welche zum Verleih angeboten. Eine feine Sache, denn in der Ausschreibung stand was von ggf. Neoprenpflicht, falls es erforderlich sein sollte.
Meine Nervosität legte sich ein wenig, denn ich sah das der See bzw. Weiher kein Grünzeug im Wasser hatte. Denn da noch wegen dem Zeug Panik zu bekommen, wäre ganz schlecht.

In der Nacht konnte ich ganz gut schlafen und morgens richtete ich mein Zeug alles her, was ich in der Wechselzone brauchte. Dafür hatte ich einen separaten Beutel. Passte alles rein. Der Rest – Wärmekleidung bzw. Ziel-Wechselkleidung verstaute ich dann in meinem Rucksack. Nach dem Frühstück radelte ich dann auch gleich los – ca. 5 km hatte ich zu radeln. Kommt ganz gut, so kommt man etwas in Schwung.

Dort angekommen, war schon einiges los. Der Rad-Check-in ging Problemlos. Man schaute nach meinem Rad ob alles technisch einwandfrei war, mein Helm und den Verschluss und ob die Nummern am Helm und Rad angebracht waren und schon durfte ich dann rein.
Meinen Platz habe ich relativ schnell gefunden und ich war froh, das ich etwas außen von der Rad-Reihe war. So konnte ich auch besser hin steuern beim Wechsel. Ich lernte einige andere Teilnehmerinnen kennen und wir unterhielten uns. Das lockerte etwas, was mir sehr geholfen hat. Nach der Besprechung ging es dann auch schon ruck zuck los. Neopren überziehen, noch schnell ein kleines Wasser-Test-schwimmen und dann stellten wir uns schon zu den anderen.
Es wurden immer so ca. 100 Teilnehmer ins Wasser gelassen – in Abständen von 3 Minuten. Die Zuordung war 100 Männer, 100 Frauen, im Wechsel. Die letzteren vor der Olympischen waren dann noch Staffelteilnehmer mit dem Rest der Volkstri Teilnehmern.

Punkt 10:19 Uhr ging es dann los. Kaum 20 m oder so geschwommen wurde ich von allen Seiten attackiert. Ich geriet in Panik und bekam auf einmal keine Luft. Von wegen schön ruhig vor sich hinkraulen, das ging auf einmal gar nicht mehr, weil ich mit dem atmen Probleme hatte. Und schon wieder kamen drei vier Frauen hinter mir und überrumpelten mich, ich hatte kaum Platz. Vor mir das gleiche, auch ich war zu dicht auf der vorderen und konnte aber nicht ausweichen. Ich sah immer wieder zu den Rettungsboten, während ich so mit mir und meiner Panik kämpfte. Ich versuchte mich in Brust und lies erst mal den Kopf aus dem Wasser um Luft zu bekommen. Aber auch das war für mich fast die Hölle. Immer wieder den Blick zur Boje, die langsam auch näher kam. Endlich um sie herum…. Doch dann kamen schon die nächsten losgelassene Teilnehmer – Badekappen blau und wieder wurde es eng um mich herum. Ich hoffte nur, das ich es noch an Land schaffe und sprach in Gedanken zu mir ruhig zu bleiben. Irgendwann gelang es mir – aber nur halbherzig. Endlich kam ich aus dem Wasser, die Zeit war mir so was von egal…. Ich war nur froh endlich diese 400 m Schwimm-Katastrophe geschafft zu haben. Nun mussten wir ein bisschen laufen um das abgesperrte Wiesenfeld, wo unsere Räder standen. Dort endlich angekommen, zog ich mir so schnell wie möglich den Neo aus – wow, das ging ja diesmal schneller als sonst. Ich zog nur noch Strümpfe und meine Laufschuhe an (mit Klicks bin ich noch nicht so routiniert), Helm und Brille auf und Nummer um und schon ging es los. Erst musste man auch da das Rad ein wenig schieben, so ca. 50 m oder so. Dann ging es auf die Straße, ein paar Ordner zeigten uns genau die Stelle ab wann man erst aufsteigen durfte. Dann endlich ging es mit dem Rad auf die Strecke. Schön das ich die Aeroauflagen hatte. Es war ein schönes fahren und war total begeistert wie gut ich mich mit meinem Bike endlich vertraut gemacht habe. So war ich diesesmal am überholen. Die Überholverbot Stellen wurden ebenfalls rechtzeitig 100 m und dann 50 m davor angekündigt und dann wenn wieder überholt werden durfte. Wer das nicht beachtete, wurde disqualifiziert. Aber ich denke, das traute sich keiner sich zu widersetzen. Es war ein fairer WK. Ich genoss die Fahrt, denn es war eine Hinstrecke bis zum Wendepunkt und dieselbe Strecke wieder zurück. So sahen wir die weit vor uns gestarteten Teilnehmer uns schon entgegen kommen und die ganze Straße konnte man so schön überblicken. Nur Radfahrer – hamma. Nach 25 km kam ich wieder an den Weiher, auch dort wurde genau angezeigt wo ich absteigen musste. Einfach toll, wie das Orga-Team es organiesiert hat. So konnten auch die Neulinge, die den Ablauf noch gar nicht kannten gut orientieren. Ich stellte mein Rad ab, Helm runter und mein Laufcapi auf. Das Capi ist so wie ein Talisman, ohne dies laufe ich nie. Ich überlegte noch, was ich denn sonst noch so brauche, aber – ich hatte ja schon alles so an. Das sparte Zeit. Ich lief los und schon auf der Straße überholte ich die ersten Läufer, die erst mal nur am Gehen waren. Oh ja, ich versteh das voll. Wer diesen Wechsel noch nie gemacht hat, der merkt erst mal nur Blei-Beine. Sie fühlen sich schwer an und jeder Schritt kommt einen vor wie eine Ewigkeit. Die ersten 2 km waren super – da sah ich auf einmal das Schild „ins Ziel“. Nein, da durften wir leider noch nicht hin. Wir mussten nach rechts abbiegen und machten noch eine Runde durch die Stadt. Es waren immer wieder Gassen, dann wieder an dem Bach vorbei usw. Wieder waren einige nur noch am Gehen, aber auch ich wurde von noch besseren Läufer und Läuferinnen überholt. Endlich 4 km geschafft – es ging ins Ziel und ich machte da noch mal einen Endspurt und ich war im Ziel. Ich war so happy es geschafft zu haben, auch wenn das Schwimmen etwas daneben war. Als ich dann auf die Uhr schaute glaubte ich meinen Augen nicht. Ok – durch das, dass ich den Auto-Stop vergessen habe, fehlten auf meiner Uhr noch 2 Minuten. Aber ich schaffte meinen zweiten Triathlon in einer Zeit von 1:37:34 und den 11.AK Platz.

4
Gesamtwertung: 4 (2 Wertungen)

Na das hört sich doch gelungen an

Scheint auch ein richtiges Triathlon-Wochenende gewesen zu sein.
Glückwunsch.

LG,
Anja

Panik beim Schwimmen

Panik beim Schwimmen kenn ich nur zu gut. Es hat lange gedauert bis ich mich an dieses Startgeprügle gewöhnt habe. Bei den ersten 3 oder 4 Trias hatte ich auch das Gefühl gleich zu ersaufen.
Aber Alles in Allem hattes Du ja noch ein schönens Rennen, zu dem ich dir herzlich gratuliere.


Uli

Das war ein super Wettkampf!

Freut mich, dass es Dir gefallen hat und Du auch noch so gut abgeschnitten hast! Hört sich schon alles richtig routiniert an!

Erhol Dich gut!

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