Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von dfrobeen

Man muss auch mal an den Punkt gehen, wo es wehtut. Dieser Spruch ist im Ausdauersport sicher schon millionenfach gefallen. Und in seiner Reinform stelle ich mir seine Ausprägung so vor, wie ich sie gestern bei Markus mehrfach live erleben durfte, als er mir wiederholt auf der Wendepunktstrecke entgegen kam. Aus seinem Gesicht entnahm ich nur Schmerzen - es sah so aus, als ob ihm in der nächsten Sekunde die Tränen in die Augen schießen würden. Aber er hat durchgehalten, einen Wahnsinns-10km-Lauf bei der Deutschen Triathlon-Meisterschaft in Peine gezeigt und dazu beigetragen, dass er mit dem Team der 20-29jährigen Deutscher Mannschaftsmeister wurde.

Für mich war und ist es an diesem Wochenende etwas anderes, was den Punkt angeht, wo es wehtut. Ich komme eher aus dem Ausdauerbereich und bereite mich auf die Langdistanz in Roth in drei Wochen vor. Meine Schmerzen kommen weniger von der Frage, wie schnell man laufen kann, sondern eher daher, wie lange man laufen kann. Und genau vor diesem Hintergrund habe ich mal wieder eine Grenzerfahrung ausprobiert.

Freitag abend war der Braunschweiger Nachtlauf. Das ist hier für uns vom Triathlon Team Braunschweig der große "Heimwettkampf". Da es viele Zuschauer, vor allem aber auch ca. 12.000 Teilnehmer gibt, gilt es hier Präsenz und Ergebnisse zu zeigen. Allem voran zählt der 6.200m Mannschaftslauf, in dem es um Prestige im Kampf gegen die reinen Läufer unserer Stadt geht.

Unsere Heimat hat mit der LG Braunschweig einige starke Läufer und da viele davon dann in zusammengestellten Teams agieren, ist es schwierig sich in der Ergebnisliste vorne zu etablieren. Auch in diesem Jahr sollte es starke Konkurrenz geben, aber wir wollten die Serie halten, dass wir schon seit vielen Jahren immer unter den ersten drei Teams in der Ergebnisliste geführt werden.

In diesem Jahr sollte erstmals auch ich in diesem Team aufgenommen werden. Vom Modus her geht es darum, dass 5 Teammitglieder laufen und die besten 4 davon in die Mannschaftswertung eingehen. Somit stellten sich zwei wesentliche Herausforderungen für mich. Erstens die Frage, ob wir wieder schnell genug sein würden um als Team unter die ersten drei zu kommen. Zweitens, ob ich schnell genug sein würde um einer der vier zu sein, die auch tatsächlich in die Wertung einfließen.

Um 21:20 Uhr fiel der Startschuss. Kurz vorher wurden vom Moderator die bekanntesten Teilnehmer vorgestellt. Da waren Valentin Harwardt, Deutsche Altersklassenmeister über 10km aus dem Vorjahr dabei - oder Steffen Brümmer, der eine Woche zuvor noch bei der U23-Deutschen Meisterschaft über 3x1000m Silber mit der LG Braunschweig holte. Und in diesem Feld sollten wir um eine Treppchen-Platzierung kämpfen? Keiner aus unserem Team wurde wegen seiner Leistungen vorgestellt. Aber unsere Stärke ist die Ausgeglichenheit.

Schon nach einem Kilometer ging mir erstmals wieder der Gedanke durch den Kopf, was ich denn da für einen Quatsch mache. Diese kurzen schnellen Dinger sind einfach nicht meine Welt - die tun von Anfang an weh und das können andere einfach besser. Aber egal, jetzt war ich nun mal unterwegs und es galt das Team nach allen verfügbaren Kräften zu unterstützen. Auf den folgenden zwei Kilometer bis zum Ende der ersten 3km-Runde, sortierte sich das Feld. Ich wurde doch einige Male überholt, was ich von den längeren Rennen nicht so kenne. Nach etwa 2,5km sehe ich Tibor am Rand und er ruft mir zu "20. Platz, weiter so!". Keine Ahnung, ob absichtlich oder unabsichtlich. Er hat gelogen, Platz 25 hätte es wohl besser beschrieben. Aber es hat mir geholfen daran zu glauben, dass wenn Du nicht einbrichst, dass tatsächlich eine Treppchenplatzierung mit dem Team möglich ist.

Als ich zum ersten Mal auf die Ziellinie einbiege, höre ich den Moderator. Das Team Bodymed hat bereits 4 Läufer unter den ersten 8 - der Sieg sollte also sehr schwierig werden. Ich weiß aber, dass ich der vierte Läufer meines Teams bin und dank Tibor, dass ich etwa um Platz 20 unterwegs bin. Das motiviert mich weiter zu kämpfen und die Platzierung zu halten. Diese kurzen schnellen Dinger sind nicht mein Ding - das merke ich auch hier wieder. Ich quäle mich und die Vereinskameraden werden über das gesamte Wochenende rückblickend sagen, dass ich bei diesem Lauf am schlechtesten ausgesehen habe...dabei war es doch der erste.

Bei längeren Rennen kommt in der zweiten Hälfte meine Phase, weil ich dann meine Grundlagen ausspiele. Über 6,2km passiert das nicht - es fühlt sich einfach furchtbar an und ich sehne dem Ziel entgegen. Doch, ich schaffe es zwei Teilnehmer zu überholen, umgekehrt übersprintet mich ein anderer. Ich erinnere mich an eine Situation vor 2 Jahren zurück. Beim Braunschweiger Firmenlauf verpassen wir den Sieg um 7 Sekunden. Hinterher macht sich jeder Gedanken, ob er die 7 Sekunden geschafft hätte, wenn er gewusst hätte, dass diese nötig sind. Das ist das Problem bei Mannschaftsläufen - es gibt nicht den konkreten Gegner. Wenn ich im Einzellauf auf die Zielgeraden einbiege, dann sehe ich wenn jemand vor mir läuft und kann einschätzen, ob ich ihn noch überhole oder nicht. Im Mannschaftslauf tickt die Uhr virtuell. Ich möchte mir nicht vorwerfen müssen, dass ich noch Sekunden hätte holen können, also gebe ich Gas.

Die Ziellinie rückt näher und ich sehe auf der offiziellen Uhr eine 20:xx und die Sekunden runter laufen. Im Vorfeld hatte ich gesagt, dass ich mit einer Zeit unter 22:30 Minuten zufrieden bin. Der Sprecher gibt durch, dass bereits 4 Athleten von Bodymed im Ziel sind - der Sieg ist weg. Aber reicht es zu Rang 2? VW hat beim Nachtlauf auch immer ein paar schnelle Teams und einen davon habe ich gerade überholt. Wenn die vor mir noch drei Jungs haben, dann könnte es eng werden. Der Sprecher gibt jetzt durch, dass drei Teilnehmer des Triathlon Team Braunschweig schon im Ziel sind. Die Info ist mir klar, aber hat er alle Teams im Überblick? Wenn ja, dann sollte es doch für Rang 2 hinter Bodymed reichen. Aber was, wenn nein?

Die Ergebnisliste zeigt für mich eine 20:57 Minuten. Die Strecke war nicht ganz die ausgeschriebenen 6.200m lang. Aber auch mit den lt. GPS-Messung tatsächlichen 5,92km bin ich das Rennen in einer 3:32 Durchschnittspace gelaufen. Damit bin ich sehr zufrieden.

Von nun an beginnt meine 39minütige Regenerationspause bis zum Start über 12.200m. Dabei entsteht etwas Verwirrung. Sind wir nun zweiter geworden? Die Siegerehrung soll direkt nach dem jeweiligen Lauf stattfinden, irgendwann fällt mir auf, dass diese doch schon längst durch sein müsste. Jemand aus meinem Team sagt, dass die Siegerehrung durch ist und nur Platz 1 auf der Bühne geehrt wurde. Wir sollen dritter sein, hinter Bodymed und VW. Ok, dritter...Treppchen. Aber was bringt mir eine Treppchen-Platzierung, wenn es gar kein Treppchen gibt. Ich finde es schade - ich habe noch nie an einer Siegerehrung teilgenommen, obwohl ich schön öfters meine Altersklasse gewonnen habe.

Hinterher in der Ergebnisliste finde ich, dass wir doch zweiter wurden. 33 Sekunden hinter den Siegern und 1:22 Minuten vor dem drittplatzierten Team von der "VW Technische Entwicklung". Jetzt zählt aber erstmal nur der 12,2km-Lauf.

Ich merke natürlich, dass ich von dem schnellen 6km-Lauf schon kaputt bin und so langsam ernte ich erstes ungläubiges Kopfschütteln. Ich hatte vorher keine große Nummer aus meinem Doppelstart gemacht, aber verheimlichen konnte ich es natürlich auch nicht - spätestens jetzt nicht.

Ich stehe wieder an der Startlinie, diesmal aber mit neuem T-Shirt und neuer Startnummer. Phillip steht plötzlich neben mir und fragt, was ich laufen möchte. Ich sage, dass mir eine Zeit unter 50 Minuten reicht, er peilt ambitioniert eine 46er-Zeit an. Wir werden beide falsch liegen.

Der Startschuss und die über 2.000 Läufer setzen sich in Bewegung. Hier starten gemischt die 6.200m Einzelläufer und die 12.200m-Läufer, daher ist es schwierig einzuschätzen, wo man nun in der Rangliste unterwegs ist. Phillip läuft davon - aber der ist auch gerade in der Form seines Lebens. Als aber auch Katja mich überholt, beginne ich an meinem Tempo zu zweifeln. Aber egal, die Zeit ist unwichtig, wichtig ist, dass Du diesen Lauf jetzt in Deinem Tempo durchläufst. Da wir durch die Innenstadt laufen und die GPS-Messung ungenau ist, erhalte ich auch auf diesem Wege nicht die genaue Erkenntnis, wie schnell ich denn nun laufe. Die Autolap-Funktion zeigt mir immer wieder Werte knapp über 4:00-Minuten an - das wäre ja schon ok. Als ich aber die erste Runde überstanden habe, liege ich doch deutlich unter 12 Minuten. Wie gesagt, die 3km-Runde war etwas kürzer - aber letztlich dann doch unwesentlich (2,86km), als das die Zwischenzeit eine echt gute war.

Auf Runde 2 habe ich dann endgültig mein Tempo gefunden. Was für ein Unterschied. Auf dem kurzen 6.200m-Lauf hatte ich ab km2 im Kopf, wann das Ding jetzt endlich zu Ende ist. Jetzt laufe ich die doppelte Strecke nur unwesentlich langsamer. Aber genau das ist der Unterschied. Genau dieses Tempo ist mein Wohlfühltempo und ich könnte es fast ewig laufen. Nur die rund 15 bis 20 Sekunden pro Kilometer schneller, haben mir den Lauf davor zur Qual gemacht.

Kurz vor Ende der Runde zwei ruft Tibor wieder rein "Sieht gut aus, Daniel". Seit Rimini wenige Wochen zuvor, komme ich mir bei dem Zuruf fast verarscht vor. Damals hatte ich selbiges Katharina zugerufen, als sie mir auf der Wendepunktstrecke entgegen kam und erntete als Antwort nur "bei Dir nicht!". Hat Tibor jetzt darauf angespielt, oder nicht? Egal, ich laufe mein Ding...die Hälfte habe ich jetzt.

Viele biegen jetzt auf der Zielgeraden links ab - sie haben ihre 6.200m erledigt. Viele halten sich aber auch rechts. Allerdings sowohl die Leute, mit denen ich im Wettkampf um Platzierungen bin, als auch überrundete Läufer, die erst auf ihre zweite Runde gehen. Je länger das Rennen dauert, umso unübersichtlicher wird es. Der Lauf wird zum Slalom und bei mir setzt mehr und mehr der Gedanke ein, dass dieses Rennen nun gerne vorbei sein darf.

Neben der reinen Erschöpfung, macht mein Magen/Darm Probleme. Ich überlege die komplette dritte Runde schon, ob ich irgendwo einen Boxenstopp einlege. Der Gedanke konkretisiert sich beim Siebenschläfer, einer Bar, wo ich gerne mal einen Abend verbringe. Aber wo waren da noch die Toiletten? Ich laufe vorbei, aber es wird immer unangenehmer. Bei Runde 4 wird es dann zur Gewissensfrage...quälen um die Zeit zu retten oder gut eine Minute verlieren und die letzten 3km genießen? Im Gegensatz zum Cebit-Lauf im März, setzt sich der Gedanke durch "Quäl Dich Du Sau". Bis km 11 ist es hart, dann siegt der Gedanke, dass es nur noch weniger als ein Kilometer ist.

Katja hat längst den 6.200m-Lauf gewonnen...kein Wunder, dass ich ihr nicht folgen konnte. Phillip wird in sensationellen 42:19 Minuten Gesamt-Fünfter dieses stark besetzten Laufes. Auch Alex, ein weiteres Vereinsmitglied glänzt in 42:30 Minuten. Das sind beides Zeiten, die ich auch niemals erreicht hätte, wenn ich das Rennen vorher nicht gemacht hätte. Die Frage ist nur, was wäre möglich gewesen? So laufe ich auf die Ziellinie zu, während auf der Uhr noch 45:xx angezeigt wird. Eine Wahnsinns-Zeit - 3:54-Pace auf die 11,64km, die die Strecke tatsächlich lang war.

Damit gingen aber auch alle Lichter bei mir aus. Im Ziel klatschte ich nur Kurz Alex ab und stürmte in die erstbeste Kneipe rein, die ich sah um zu tun, was zu tun war. Dort wieder raus, nahm ich meine Finisher-Tasse entgegen, quatschte noch kurz mit denjenigen, die bis jetzt - mittlerweile nach 23 Uhr - geblieben waren und wollte die 1,7km heim laufen. Es war aber nichts mehr zu holen. Nach 1,4km musste ich gehen. Meine Kraft war am Ende und mein Magen/Darm drehte sich erneut um. Ich erreichte mit Mühe und Not das "Ziel", meine Wohnung und außer einer kurzen Dusche war nix mehr zu holen - ich fiel ins Bett!

Der Samstag war nun Power-Regeneration, wobei von "Power" wohl am wenigsten die Rede sein kann. Ich hoffte von Stunde zu Stunde, dass sich meine Beine besser anfühlen sollten, aber bis zum Abend hoffte ich vergebens. Ich machte noch einen kurzen 30 Minuten-Lauf, teilweise in 7er-Pace und fand es furchtbar. Einen weiteren Dämpfer erhielt meine Motivation, als wir uns hinsichtlich der Anreiselogistik zum Peine-Triathlon abstimmten.

Markus hatte noch gerade rechtzeitig der Ausschreibung entnommen, dass trotz des späten Start um 11:50 Uhr, die Startunterlagen bis 8:30 Uhr abgeholt sein müssen. Damit war der ganze Plan eines gemütlichen Frühstück um 8:00 Uhr mit anschließender, gemeinsamer Anreise nach Peine völlig hinfällig. Statt dessen quälte ich mich um 7:00 Uhr aus dem Bett um ohne Frühstück anzureisen. Einmal die Startnummer in der Hand, würden wir dann schon ein schönes Fleckchen für ein Frühstück finden.

Die 8:30 Uhr waren wirklich ernst gemeint. Mit allem Drumherum waren wir doch erst 5 vor Halb an der Ausgabe und Robin wurde nochmal zum Auto geschickt, weil er nur den Startpass, nicht aber ergänzend den Personalausweis dabei hatte. Letztlich hatte er um 8:32 Uhr die Unterlagen komplett und kurz nach ihm wurde die Ausgabe dann auch geschlossen. 3:20 Stunden vor unserem Start.

Das angepeilte "gemütliche Frühstück" fand dann doch eher in der ungemütlich kalten Umgebung des Zielbereiches statt. Die ersten Volkstriathleten trudelten in ihrem Wettkampf langsam im Stadion ein und wir begutachteten die Laufleistungen derer, die da unterwegs waren. Die Zeit verging natürlich viel schneller, als gedacht und dann waren wir schon am Start des Rennens um die Deutsche Meisterschaft über die Olympische Distanz.

Mein Fokus für diesen Wettkampf lag darin nochmal Wettkampf-Erfahrung im Schwimmen zu sammeln. Der ganze Rest auf dem Rad und in Laufschuhen war nur Ergänzung. Nach einigen herben Enttäuschungen im Schwimmen dieses Jahr, hatte ich meine Ansprüche schon deutlich nach unten korrigiert. Eigentlich wollte ich jetzt endlich in diesem Jahr einem soliden Grundtempo unter 2:00 Minuten pro 100m näher kommen. Aber realistisch war sich über eine Zeit um die 33 Minuten zu freuen. Alles darunter wäre super, alles darüber eine erneute Enttäuschung.

Das einzig positive am Schwimmen in diesem Jahr setzte sich fort - mir machen große Distanzen nichts mehr aus. Schneller werde ich dadurch aber auch nicht. So kraulte ich meinen Stiefel durch und war wenigstens etwas erleichtert, als die Uhr beim Ausstieg eine 33 zeigte. Nach Auslösen der Zeitmessung, waren nun 33:31 Minuten und Felix feuerte mich mit den Worten an, die mir ohnehin durch den Kopf gingen: "Komm Daniel, jetzt beginnt der Wettkampf".

Das Problem war, dass wir hier bei Deutschen Meisterschaften waren und so verdammt wenig Fallobst am Start war. So war es auch mühsam auf der Radstrecke Tempo aufzunehmen um Teilnehmer einzusammeln. Ich fuhr große Teile allein und kam nicht auf die Durchschnitts-Pace, die ich mir eigentlich vorstellte. Als ich bei leichtem Gegenwind die erste Runde vollendet hatte, sprang der Tacho im Wert Durchschnittstempo gerade von 35,0 auf 34,9. Die zweite Runde gab ich nochmal etwas mehr Gas, kam aber nicht über einen 36,0km/h-Schnitt hinaus.

Jetzt kam die große Unbekannte, das Laufen. Was würde nach der Vorbelastung von Freitag noch gehen? Den Muskelkaterschmerz konnte ich auf dem Rad ausblenden, aber geht das auch beim Laufen gut? Ich rannte los und mein erster Schmerz war ein anderer. Wie schon ein paar Wochen zuvor in Bokeloh, missglückte es mir in den rechten Laufschuh zu schlüpfen und ich schon die Einlage etwa zur Hälfte nach vorne. So lag diese genau unter meinem Fußballen also dreilagig und ich war gerade unterwegs um 10km zu laufen. Ich entschied aber es zu probieren und nicht weitere Zeit zu verlieren.

Ich kam ansonsten aber gut in Tritt und fand mein Tempo. Meine Garmin zeigte mir eine Pace knapp über 4:00 Minuten an und die erste von vier zu laufenden Runden verging schnell. Auf der Wendepunkt-Strecke begegneten ich jetzt immer wieder meinen Mannschaftskameraden. Den Gesichtsausdruck von Markus hatte ich schon beschrieben. Aber auch alle anderen kämpften bis zum letzten. Es tat gut sich immer wieder anzufeuern und sobald mir jemand auf der Strecke nicht mehr begegnete (weil er im Ziel war), feuerte er mit den anderen im Stadion an. So verging der Lauf viel schneller als erwartet und viel schneller, als ich mir Gedanken über irgendwelche Ermüdung machen konnte. Ich beendete den 10km lauf in 40:33 Minuten und die gesamte olympische Distanz in 2:23:38 Stunden. Die Gesamtzeit überzeugt mich nicht in Gänze, aber aus Teildisziplinen ziehe ich doch ein positives Fazit aus dem Tag.

Wir lassen diesen gemeinsam bei der Siegerehrung ausklingen und freuen uns, dass unser Triathlon Team Braunschweig in der Altersklasse 20 bis 29 den Deutschen Mannschaftsmeistertitel gewinnt. Ein weiterer Titel, nämlich der in meiner Altersklasse (30 bis 39 Jahre) scheitert daran, dass wir keinen dritten Starter haben. Egal wer aus unserem Verein gestartet wäre, hätte die 2:23 Stunden wohl geschafft, die wir gebraucht hätten um den Titel zu gewinnen. Aber 'hätte, hätte, Fahrradkette'. Wir hatten die Ausschreibung nicht akribisch genug gelesen und demzufolge auch den Mannschaftstitel nicht verfolgt.

Stark fand ich übrigens das Finisher-Shirt, für welche die Ausrichter in Peine Jahr für Jahr bekannt sind. Insgesamt muss man sagen, dass die Veranstaltung eine sehr gelungene ist und nur die frühe Zeit der Startnummernausgabe, sowie Probleme in der Zwischenzeitmessung das ansonsten perfekte Bild der Veranstaltung leicht ankratzten.

Abends daheim startete wieder das Programm von Freitag: es waren alle Lichter bei mir aus. Und kurz vorm Einschlafen ging ich nochmal das Wochenende durch...ein ganz normales Sportwochenende!

 

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Toll!

Starke Leistung!
Starker Bericht!
Starkes Shirt, darauf bin ich absolut neidisch:-)

Lieben Gruß
Tame

Aus einer anderen Welt...

deine Bericht, aber wahnsinnig spannend wie immer!

Aber als Braunschweiger ein Shirt aus Peine? Geht das?? Schön isses trotzdem ;-)

Glückwunsch! Und danke fürs Teilhaben lassen.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ganz normal, ahja

Deine Berichte sind immer klasse und mir fällt regelmäßig die Kinnlade runter vor lauter Staunen, was manche Leute zu leisten fähig sind.
Ganz großes Kino, gerne mehr davon.

Komme mir vor, wie eine Sport-Mikrobe....

LG,
Anja

Ganz normal

mal eben an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen, kein Fallobst gewesen und schon gar nicht verschimmelt!

Wow, da hechel ich nur beim Lesen der Zeiten schon!

Erhol Dich gut - und dann auf nach Roth. War ja vermutlich der letzte "Belastungsblock" :kicher:

Gratulation zu den super Ergebnissen!

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links