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Topangebot der Woche

Benutzerbild von Rennmaus-vom-See

Ein milder Frühlingsabend am Kaiserstuhl, alles wunderschön topfeben, ein schnurbegradigtes Bächlein, eingefasst von hübschen Hochwasserdämmen rechts und links, auf denen man sich kilometerweit entlang des Bächleins fortbewegen kann. Man kann sein Kleinkind im Kinderwagen daran entlang schieben oder auf dem Rädle sitzend den Autopiloten einstellen.

Ich marschiere die Gegend im Sturmschritt ab. Jogger und Läufer begegnen mir oder überholen mich. Ich marschiere unverdrossen, denn ich bin vernünftig. Aber es tut weh, zusehen zu müssen. Ich darf diese Woche, wie jede Woche, höchstens einmal laufen, und dann auch nur fünf Kilometer. Ich bin auf Lehrgang, fünf Tage ohne Kinder und Verpflichtungen, und erfüllt von dem festen Vorsatz, diese Woche trotz der verletzten Achillessehne zu genießen und sportlich rauszuholen, was geht. So marschiere ich in dem unbekannten Terrain kreuz und quer, damit mein einziges Läufchen dieser Woche fern von zu Hause dann auch gewiß eine schöne Strecke wird. Und mit dem Bächlein habe ich diese Strecke auch gefunden. Ich werde daran entlang laufen und zu Hause auf jogmap-de-e feststellen, dass ich 4,5 km schmerzfrei blieb.

Das ist nun gut zwei Wochen her. Langsam finde ich mit der Verletzung ab und habe verstanden, dass es eine längere Geschichte wird. So habe ich gelesen, dass die Achillessehne, wenn man diese Treppenübung macht, frühestens nach acht (!) Wochen beginnt, neue Zellen zu bilden. Acht Wochen stupide Übung, und "nichts" tut sich. Das ist auch mal 'ne mentale Nummer. 500 Tage braucht die AS, bis sie sich komplett erneuert hat. Gut zu wissen. Immerhin hat sich meine laufbare Strecke schon von 2,5 km auf 4,5 km erhöht. Ts, eine Entfernung, für die ich früher überhaupt gar nicht die Schuhe geschnürt hätte. Nun, man wird genügsam. Werden Entfernungen nicht eventuell auch total überbewertet?? ;-)

Ein Gutes hat die Geschichte. Ich habe mich kopfüber in Muskelkräftigungsprogramme gestürzt. Die kamen im letzten Jahr wieder etwas zu kurz, nachdem ich früher konsequent Kraft trainiert hatte. Es hat da auf youtube ja eine Menge engagierter Trainerinnen. Ich liebe meine Matte im Wohnzimmer und danach die leckere Eiweißmahlzeit.

Hanteln mit dem Zug auf Lehrgang mitzuschleppen, das habe ich nicht gemacht. Aber bei meinen Erkundungsmärschen vor Ort fand ich zwei handliche Steine im Acker, die ich ins Hotel schmuggelte. Heimlich trainierte ich dort die Muskulatur von Kopf bis Fuß. Zuvor war ich jeweils walkend überall in der Gegend, oder erklomm einen (den einzigen) Hügel samt Aussichtsturm. Die Lehrgangskollegen staunten nach ein paar Tagen: "Warst Du SCHON WIEDER Sport machen?" ...und die wussten nichts von den Ackersteinen im Hotelzimmer...

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Das Training des Geduldsmuskels...

...ist wohl die härteste Trainingseinheit überhaupt.
Den Kopf austricksen gegen das "ich-laufe-so-wenig"-Gefühl kann man (ein bisschen), wenn man sich die gesamte Sportzeit pro Woche als Maßstab nimmt.
Wünsche weiterhin starke Nerven. Achillessehnenbeschwerden sind langwierig, aber irgendwann gehen auch die vorüber.
Viele Grüße aus dem WW, Conny

Sehr tapfer...

... dass Du so konsequent Alternativsport machst und überhaupt nicht rumjammerst. Ich wünsche Dir gute Besserung für Achilles, es soll weiter aufwärts gehen und Deine Strecken sich stetig erweitern.

Viel Geduld mit der Geduld wünscht
yazi

Das ist gut...

... Blick auf die gesamte Sportzeit. Danke für den Tipp, Conny!

@Yazi: Jammern hatten wir auch schon... :-S ...bringt aber nix. ;-)

LG

Ich wünsch Dir eine baldige

Ich wünsch Dir eine baldige Genesung. Und das es einfach einaml schneller geht.
Wasserflaschen sind auch gute Handteln. Und sie fallen nicht so auf wie Ackersteine.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

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