Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Kaiserstädter

Falls hier jemand kommentiert, dass es am Alter liegt, hat sie/er mit ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen zu rechnen.

Ich habe mich bei zwei Triathlons über die Sprintdistanz im Vergleich zum letzten Jahr verschlechtert. Da die Strecken völlig identisch geblieben sind, ist eine Analyse möglich.

Die Zielzeiten von Koblenz sind im Vergleich zu Brand schneller, da in Brand die Radstrecke sechs heftige Anstiege hat und die Laufstrecke zwei. Der Kurs in Koblenz jedoch ist völlig flach.

Ich habe meine Renntaktik verändert und wie ich glaube optimiert. Kräfte sparen beim Schwimmen und nur 80 Prozent im Wasserschatten geben, dafür keine Schonung bei Bike für Run, sondern Bike und Run volle Möhre.

Letztes Jahr habe ich beim Schwimmen alles gegeben und musste mich dann auf dem Bike erst einmal regenerieren und kam erst nach 2-3 km in den richtigen Tritt.

Trotz der Renntaktik aus dem Lehrbuch habe ich mich verschlechtert. Nanu?

Die Zahlen:

Triathlon Sprintdistanz
Koblenz
2015 – Swim 9:40 – Bike 35:29 – Run 21:42 – Summe 1:06:51
2014 – Swim 9:35 – Bike 36:10 – Run 20:21 – Summe 1:06:21
Aachen-Brand
2015 – Swim 9:28 – Bike 45:13 – Run 23:00 – Summe 1:17:41
2014 – Swim 9:17 – Bike 45:42 – Run 22:20 – Summe 1:17:19

Ich analysiere mal:

1. Ich bin in beiden Wettkämpfen langsamer als im Vorjahr geschwommen. Das war der Plan und subjektiv hatte ich beim Ausstieg aus dem Becken das Gefühl, dass ich nicht ausgepowert war. Entsprechend schnell konnte ich zum Rad laufen.

2. In beiden Jahren schwimme ich in Brand schneller als in Koblenz. Beide Schwimmwettbewerbe finden im 25-Meter-Becken statt. Woher kommt dieser Unterschied? In Brand werde ich von meinen ArbeitskollegInnen angefeuert, die ich vorher in der Firmenstaffel begleite. Das scheint es wirklich zu bringen.

3. Auch bei 80prozentiger Belastung im Wasserschatten sollte eine Schwimmzeit von unter 9:30 herauskommen, finde ich.

4. Die Wechsel sind in beiden Wettkämpfen der Radzeit zugeschlagen. Meine Wechsel vom Schwimmen aufs Rad sind gut. 1-2 Sekunden sind immer möglich. Die Wechsel vom Rad in die Laufschuhe waren dieses Jahr eine Katastrophe. Ich habe sowohl in Koblenz als auch in Brand meine Schuhe gesucht und dabei bestimmt 5 Sekunden verkaspert (oder 10?). Ich muss da auf jeden Fall daran arbeiten, das heißt: Wenn ich die Sachen in die Wechselzone bringe, muss ich mir Orientierungsmarken in der Umgebung suchen. Seine Position in der Wechselzone mit einem Fähnchen oder Ähnlichem zu versehen, ist ja seit diesem Jahr verboten.

5. Meine Verbesserung auf dem Rad war in Brand 29 Sekunden und in Koblenz 41 Sekunden. Ich vermute, dass es daran liegt, dass die Brander Radstrecke 6 giftige Anstiege hat. Sie bringen mich kurzzeitig in den roten Bereich und nach den Anstiegen muss man sich ein klein wenig zurücknehmen, um wieder in den oberen grünen Bereich zu kommen. Ich habe mir in Brand auf der Radstrecke dieses Jahr nichts vorzuwerfen. Ich bin im wörtlichen Sinn bis an die Kotzgrenze gegangen, soll heißen: Mir kam die Kotze tatsächlich die Speiseröhre hoch... habe aber alles wieder runtergeschluckt, um das Rad nicht zu versauen. Ich war also tatsächlich bis zur Kotzgrenze ausbelastet.

In Koblenz hat die Strecke 5 Runden. Es ist eine Wendepunktstrecke. Diesen Wendepunkt anzufahren, kann ich auf jeden Fall noch üben. Auch das Anfahren von 90-Grad-Kurven kann ich noch verbessern. Ansonsten war das Radfahren in Koblenz ebenfalls völlig ok.

6. In Brand habe ich mich beim Laufen um 40 Sekunden verschlechtert in Koblenz um 1 Minute 21. Und wenn ich das so vor mir sehe, bin ich da sofort wieder an der Kotzgrenze. Allerdings hat es wohl Gründe.

Grund 1: Dummheit.
Ich bin am Donnerstag, also 3 Tage vor Brand, noch den Business-Run auf Attacke gelaufen. Das war Schwachsinn.
Grund 2: Kein gutes Lauftraining seit Februar.
Ich habe Fußprobleme links. Das hat mein Lauftraining stark eingeschränkt. Meine bisherige Jahreskilometerzahl von ca. 500 km zeigt das deutlich.

Die Wettkampfplanung dieses Jahr ist schon sehr chaotisch und geprägt von einem „Ich will einfach alles“. Mein Sohn würde sagen: „Merkste selber, hm?“
Das mit den Fußproblemen habe ich mit Radkilometern ausgeglichen, was mir für die LD in Hannover noch zugute kommen wird. Aber hier im Sprint fehlten mir die Lauf-km doch sehr.

Außerdem bin ich die Läufe vorsichtig angegangen. Ich glaube, das geschah aus einem inneren Gefühl heraus, welches mir sagte, dass ich im Lauf nicht gut vorbereitet bin. Dieses Gefühl hätte ich einfach ignorieren müssen. Im 5-km-Lauf ist es immer besser, auf den letzten 500 Metern etwas herausnehmen zu müssen, als von vorne die Sekunden zu verschenken. Beide Läufe in 2015 waren Steigerungsläufe und keine Alles-oder-Nichts-Läufe. Und im Sprint muss man Alles-oder-Nichts.

Ich konkludiere mal:

1. Ich habe meine Marschroute bei den Läufen verlassen und dadurch meine Ziele nicht erreicht. Das ärgert mich für Brand doppelt, denn ich bin mit 11 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz der Vereinsmeisterschaft „Masters“ geworden und konnte meinen Titel nicht verteidigen. Die Vorjahreszeit hätte dazu völlig gereicht.

2. Meine Fehler habe ich – jedenfalls die meisten – erkannt. Ich weiß, was ich nächstes Jahr besser machen werde.

3. Trotz der Fehler hat es mir tierisch Spaß gemacht.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

also ma ganz ehrlich...

...das ist ja fast schon erbsenzählerei ;-)

in koblenz sind's 30, in brand 32 sekunden differenz. ich denke das sind marginale differenzen, die sowohl in vertüddelten sekunden beim wechsel zustande kommen können, als auch der tagesform und äußeren einflüssen zugeschrieben werden müssen.
ok, ich geb zu: wenn sekunden über den vereinsmeistertitel entscheiden, sind sie nicht mehr marginal.

hinzu kommt aber, dass du in diesem jahr auch noch ein anderes ziel hast und seit geraumer zeit darauf trainierst. dazu hat dein sohnemann ja schon das passende gesagt...
____________________
laufend findet, dass das alter hin und wieder überbewertet wird: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Soviele Gedanken

wegen 30 bzw. 22sec? Und dabei hast du nicht mal das Wetter verglichen und die Ruheherzfrequenz. Für mich sieht es ein klitzekleines bisschen so aus, als wenn du zu ernst an die Sache rangehst. Obwohl du ja auch schreibst, dass es tierisch Spaß gemacht hat.
Auf jeden Fall freu ich mich, dich in Hannover anfeuern zu dürfen.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Also ich glaube:

Also ich glaube: Es liegt am Alter.

Gruß

Sirius
...der immer gesund rennt.

Ok, 30, bzw 32

Ok, 30, bzw 32 Sekunden....ärgerlich, ja. Wenn man dich kennt weiß man, das es dich ärgert.
Sieh es anders rum: insgesamt 62 Sekunden mehr Spaß. Und dann hört es sich doch sehr wenig an, oder?
:-)

Außerdem hast du mich in Koblenz angefeuert! Das war so cool :-)
Gibt gutes Karma. Was sind schon paar Sekunden?

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

verdüddeln?

Marginal?

30 Sekunden sind eine Ewigkeit!

... bei einer Sprintdistanz.

Du bist ein mutiger Mensch...

... und in Gefahr.

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Was fragst Du noch?

Hast es ja selber trefflich analysiert.
Anstatt aber hier über popelige Sekunden zu lamentieren, tät ich mal den Fußproblemen auf den Grund gehen. Aber das nur am Rande.
Ansonsten teile ich die Meinung von Sirius :-P
Herzliche Grüße, Conny

Tja, im Alter

wird man komisch;-)
Im Ernst, ich sehe überhaupt keine Verschlechterung. Da spielen doch so viele äußere Faktoren eine Rolle. Selbst die, die einige Tage zurückliegen.
Aber sehr bemerkenswert, wie akribisch du alles planst und analysierst. Wer so weit vorn mitspielen will, muss das wohl auch tun. Solange dir das und vor allem auch die Wettkämpfe so viel Spaß bringen, machst du alles total richtig!


Weiterhin viel Erfolg bei deinen Vorhaben
wünscht Tame

Also wer hier meint ...

... 30s sind nichts, der kann sich mal nach dem Start einer Sprintdistanz an den Beckenrand stellen und erst 30s später ins Wasser springen. Da sind die anderen gefühlt schon wieder aus dem Wasser bevor man selbst rein kommt. Bei einem Lauf sind das 125m bei einem 4er Schnitt. Die muß man erst mal rauslaufen.
Deine Analyse ist ja sehr fein gegliedert. Im Grunde würde es reichen einfach mal anständig zu laufen. Da liegt die Zeit. Vielleicht hätten wir mal zusammen bissl Dembo an diesem Hügel in Aachen machen sollen. Vielleicht geht aber einfach auch etwas die Spritzigkeit im Alter flöten. An Letzterem kann man aber arbeiten. Bis Anfang 50 würde ich sagen ist da Hopfen und Malz noch nicht verloren.
Da geht noch was.
Die Gratulation zu dieser Schmach spare ich mir mal. Kommt vielleicht nicht so gut.
Ich hoffe, du hattest wenigstens etwas Spaß bis zum Lesen der Ergebnisliste.
Erhol dich gut und mach dann mal was, damit du wieder schneller wirst. 30s sind ja jetzt nicht so die Welt, wenn man noch jung ist.
;-)

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links