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Benutzerbild von Troedelliese

Das war es also, das 6. Neiße Adventure RAce und für mich die 4. Teilnahme. Alle vier Mädels meines Teams sind heil im Ziel angekommen und haben sich den ersten Platz hart erkämpft in DEM Wettkampf der Region, auch wenn sich leider wieder nur 3 Damenteams an den Start gewagt haben.

Was war das überhaupt wird sich mancher fragen und mancher würde antworten: "Da wo die Verrückten um die Wette rennen über Strohballen, quer durch Bachläufe hindurch, über und unter den Bäumen, Waldhänge hochkrachseln und über ungemähte Wiesen und durch Löcher stolpern. Über schmale Eisenbrücken keuchen und über schwingende Holzbrücken zurück laufen. Und sich dabei hoffentlich nicht die Füße brechen."

Genau so war es und das alles nur, um 10 km später auf der Kulturinsel Einsiedel kreuz und quer "dem roten Faden" zu folgen, auf und ab über Hügel und Slalom zwischen den eigentlich Besuchern. Ich bin fix und foxi, meine drei Mädels locker vorneweg, ich schnaufend und mitunter fluchend hinterher. Mehrere Blasen haben sich in den nassen Schuhen gebildet und scheuern sich brav auf. An den wichtigen Checkpoints wird Farbe ins Gesicht gemalt. Denn wem nur ein Strich fehlt, der wird gnadenlos disqualifiziert und das wäre arg vernichtend nach der Qual. Meine Teamkollegin fragt noch, ob es geht mit meinem aufgescheuerten Fuß, wir müssen alle grinsen, was sollte ich jetzt auch machen, jetzt muss ich durch.

Wer dachte, jetzt wäre er durch, wird enttäuscht werden, zum Glück sind wir "alte Hasen" und in diesem Team schon zum 2. Mal am Start, insgesamt waren wir alle schon öfter dort. Doch unser Team will in der Zusammensetzung weiter laufen, so wie ursprünglich geplant.

2 km weiter geht es nach Deschka über Feld und Wiesen stetig leicht bergan. Empfangen von Verpflegung in Form von Wasser und Bananen schnappen wir uns das nächste Schlauchboot. Einstieg? Fehlanzeige! Ein Brett zeigt wo man sich notdürftig festhalten kann, Boot zu Wasser und alle irgendwie hinein. Heute hilft uns die Erfahrung des letztes Jahres, wir drehen uns nicht um uns selbst und werden auf dem Wasser nicht einkassiert von anderen Teams. Anstrengend ist es trotzdem und wir haben keine Ahnung, wo im Feld wir uns befinden. Heute erklären wir, wie schön doch das Paddeln bei strahlendem Sonnenschein auf der Neiße ist und rauschen nur so durch Stromschnellen und ruhiges Wasser.

Nach einer kleinen Schikane, in welcher wir kurz flußaufwärts paddeln, müssen wir das Boot aus dem Wasser holen und um die Schleuse herum tragen. Das Elend nimmt seinen Lauf ... als wir das Schlauchboot wieder im Wasser haben, müssen wir anschieben. Nass sind sowieso alle, doch auf einmal ist das Wasser tief und schon stehe ich bis zur Brust in der Neiße. Wieder allein ins Boot zu kommen ist unmöglich, also müssen die Mädels mich hochziehen (wie war das nochmal mit den blauen Flecken???). Als ich endlich wieder drin bin, ist das eine Paddel weg und bevor wir lange diskutieren, springe ich wieder hinein. Habt Ihr mal versucht mit Klamotten und Schuhen zu schwimmen? Spaß ist anders sag ich Euch und die ganze Zeit hat da einer mit seiner Kamera mächtig Spaß am Ufer. Ich befürchte, die Bilder werden auftauchen und ich werde dabei nicht gut wegkommen.

Nachdem ich ein zweites Mal ins Boot gehievt werde, paddeln wir wie die Weltmeister, wir wollen vor 15 Uhr da sein, bevor die Männer starten und somit unsere letzte Truppe unterwegs ist. Mir ist a...kalt, meine umgebundene Jacke schwer, der Energieriegel lebt noch, gut eingeschweißt, doch keiner hatte Appetit. Die letzten Flußwindungen und schon sehen wir das Wehr und die Menschen am Ufer. Hinabgerauscht und schnell ans Ufer paddeln, nochmal nass werden, Paddel dieses Mal gut fest halten und das Boot zum Glück nur wenige Meter weit ans Ufer schleppen.

Die letzte Schikane erwartet uns ... der Schlammcontainer. Urgs ... was für eine Brühe und wieder bis zur Hüfte rein. Nochmal halb untertauchen und dann raus und auf Teamskiern ins Ziel hechten. Tatsächlich, die Männer sind alle da und sind schon aufgereiht am Start, für uns ist es das Ziel. Alle klatschen im Rhythmus und juchhu ... wir habens geschafft!

Nun ereilt mich doch der große Schüttelfrost, trotz Sonne und trockener Sachen schlottere ich noch eine ganze Weile vor mich hin. Aber das solls wert gewesen sein und im nächsten Jahr machen wir dann das Triple, schließlich haben wir einen Titel zu verteidigen. :D

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Sehr coole Aktion

und Glückwunsch zum Podestplatz.
GöGa hat tatsächlich auch Lust auf so was, mal sehen, wo ich ihn hinschicke.

LG,
Anja

Hört sich

sehr gut an und macht neben dem zu erwartenden Muskelkater bestimmt super Spaß in so einer tollen Gruppe.

Es hat sehr viel Spaß

Es hat sehr viel Spaß gemacht und wer Lust hat auf etwas anderes als Straßenwettkampf, der ist hier genau richtig. Die meisten sind dabei um Spaß zu haben und das haben auch alle. :) Wir werden nächstes Jahr wieder dabei sein ... auch wenn ich wohl wieder die Bremse bin ... ;) schließlich kommt mein Name nicht von ungefähr.

"Sag mir nicht, das ich nicht fliegen kann!"
unbekannt

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