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Benutzerbild von Deichrunner

Sonntag, der 26.04.2015
10:30 Uhr: Hermannsdenkmal Detmold, das Wetter ist bewölkt ,zwischen den Wolken kommt der ein oder andre Sonnenstrahl hin durch. Ich hoffe das wir in diesem Jahr keinen Regenlauf haben wie 2014.Letztes Jahr stand ich genau hier, die Muffe ging mir 1:1000, nie wieder wollte ich diesen Lauf machen. Nach einer Zeit von 4:38 Stunden schwor ich mir, es war meine letzte Teilnahme am Hermannslauf. Nie wieder!Die Deiche sind hier so hoch, dass man am Mittwoch nicht sehen kann sehen kann, wer Sonntags zu Besuch kommt. Nein, nie wieder!
Aber wie es oftmals so ist: Der Ehrgeiz kitzelte am Ego und so meldete ich mich bereits am 06.01.15 für meinen 8. Hermannslauf an. Meine Frau schüttelte den Kopf und beschloss, dass mir nicht mehr zu helfen sei. Egal, ich wollte diesen Lauf und ich wollte schneller sein, als zuvor. Meine Vorbereitungen in diesem Jahr fielen nun ganz anders aus, als in den Vorjahren. Ich trainierte
viel auf dem Laufband. Ab Mitte Februar wurden dann lange Läufe von 3-4 Stunden trainiert.

11:00 Uhr: Den letzten Schluck aus der mitgeführten Wasserflasche.
Ein erfahrener Hermannsläufer gab mir während eines Smalltalkes den Tipp Berge hochzugehen, nicht zu laufen, da ich dies ja nicht gewohnt sei. Ein Wertvoller Rast, wie sich noch herausstellte.

11:15 Uhr: Endlich, endlich! Jetzt geht es los.
Jetzt ein Kaugummi um in den richtigen Laufrhythmus zu kommen. Ich werde überholt und denke nur: „Cool, Freunde, wir sehen uns wieder!“ Der Puls liegt bei 140, gut. Die Strecke ist staubig, aber schön.
Die ersten Kilometer verfliegen. Bei Kilometer 5 schaue ich mal auf meine Zeit. Das könnte was werden, jetzt bloß nicht unvernünftig werden. Aber dafür habe ich meinen MP3-Player ja mitgenommen. Schnell etwas Musik von Bach gesucht und schon geht es etwas langsamer durch den Teutoburger Wald in Richtung Augustdorf auf die Panzerringstraße.
Als die Musik zu Ende ist, sehe ich Menschenmassen. Freundliche Helfer reichen mir Tee und elektrolythaltiges Wasser. Jetzt geht es Richtung Oerlinghausen, der Untergrund wechselt von Asphalt zu Sandboden, Nach dem Sand- geht es mit Waldboden weiter.
Nach dem nächsten Versorgungspunkt (Stapellager Schlucht) ist der der Tönsberg bereits in Sicht. Wie angeraten gehe ich den Berg hoch! Oben auf dem Kammweg angekommen, laufe weiter, gelegentlich schaue ich auf meinen Zeitmesser und genieße soweit möglich, den Wald. Dann schon ist Oerlinghausen in Sicht.
Oerlinghausen, hier fing im letzten Jahr mein Leidensweg an. Aber heute nicht!!!
Einige Mitläufer wundern sich, dass ich nicht auf dem Kopfsteinpflaster laufe, sondern daneben. Eine Kurve noch, oh, schon wieder Wasser. Schnell sind die Flaschen vollgemacht. Ein Stück Banane, ein Stück Apfel, etwas Tee, weiter geht es.
Am Ausgang von Oerlinghausen wurden freundlicherweise einige Wannen mit kaltem Wasser hingestellt. Schnell mache ich mein zartes Haupthaar nass und sage: "Danke, bis zum nächsten Jahr." Dann passiert es aber doch. Ein Zwicken im rechten Bein, schnell etwas Gel, ein Schluck Wasser hinterher und weiter geht es in Richtung Lammershagener Brücke. Hier und dort ein kleines „Danke“ für das Anfeuern.
Dann, dann sehe ich sie vor mir, die Lammershagener Treppen. Als ich auf die Treppen zulaufe, frage ich einige Zuschauer, wo denn die Rolltreppe sei. Diese antworten mir spontan, dass die Stadt Bielefeld doch kein Geld dafür habe. Ein bisschen Spaß muss sein!
Ehe ich mich versehe, bin ich oben und auf dem Weg zum "Eisernen Anton". .
Noch ein paar Kilometer. Jetzt noch mal Magnesium und wieder kommt meine Musik zum Einsatz, dann die letzten 2 Kilometer. Noch 1 Kilometer... Noch 500 Meter...

Oh Ziel, wo bist du? Meine Unterschenkelmuskulatur krampft. Doch nicht jetzt, denke ich mir, ich will doch wieder spurten. Aber MANN kann nicht alles haben. Der Zielsprecher ruft meine Startnummer ins Ziel. Etwas un rund laufe ich über die Ziellinie.

Die Uhr zeigt 05:05:00 Stunden an. Ich denke und hoffe, dass es nicht meine Zeit ist. Egal, ich habe es geschafft und das zählt!!! Mein 8.Hermann geschafft und darüber bin ich sehr froh.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Genau!! :o)

Du hast ihn wieder bezwungen und das zählt!!
Gratuliere Dir zum 8. Hermann und ich wette, Nr. 9 kommt auch! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ja ich will

Hallo Carla,
ja ich will die 10 Voll machen, dh. Nummer 9 am 24.4.2016
Dann bin ich soweit das ich Marathon laufen kann.

"Andere in meinem Alter werden schon gerollt und ich darf noch laufen"

Lieben Gruß der Deichrunner

Chapeau von einem der die

Chapeau von einem der die Nummer 2 dieses Jahr gemacht hat. Schön geschrieben :-)
Bis nächstes Jahr.

Glückwunsch1

Wieder ein mal geschafft! Tolle Leistung! Sehen uns beim Klimahauslauf im November.Gruß lars

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