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...war dieser Tage lahm gelegt oder anders gesagt: sie hatte nen Knoten im Bauch und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das bedeutete Nachtschicht im Münsterland für den happyschen Schutzengel.

Nachdem ja im Februar das Training für die angepeilte pB beim Kandel-Marathon quasi ins Auge ging, hatte ich die Ziele für die erste Hälfte 2015 leicht modifiziert und mir die 100 km von Biel als adäquaten Ersatz ausgeguckt. Schneller als erwartet kam ich nach der relativ kurzen Laufpause nach dem ambulanten Eingriff an der Netzhaut des Auges wieder in Form. Der 6h-Lauf in Münster fluppte mit guten 52 Kilometern, beim 5km-Firmenlauf die Woche danach haute ich ne neue pB raus. Kurz darauf brannte ich beim sonntäglichen 34 km-Longjogg ne schicke Endbeschleunigung auf den letzten 4 km auf die Strecke. Also alles feinstens im Lack für Biel und die noch kommenden zwei Wettkämpfe im Vorfeld.

Bis an nem Dienstagnachmittag vor 2 Wochen mein Bauch anfing zu grummeln und zu krampfen. Ups, dachte ich, Mist, haste dir doch nen Magen-Darm-Infekt eingefangen. Abends hab ich dann noch ne lockere Joggingrunde gedreht - Bewegung soll ja gut sein ;-) Naja, irgendwie half es nicht wirklich, aber als ich mir des Nachts dann einiges „durch den Kopf gehen ließ“, hegte ich die Hoffnung auf Erleichterung. Indes: es besserte sich nichts, die Krämpfe nahmen eher gegen Morgen noch zu. Also blieb mir nichts anderes übrig: schmerzgekrümmt und völlig übermüdet ließ ich mich von GöGa zu meiner Hausärztin fahren, wo ich mit wirklich letzter Kraft die Praxis enterte und um Schmerzmittel bat, ehrlicher gesagt: winselte! Ein Blick auf mich, ein Tasten meines Bauches und schwupps, ehe ich nur piep sagen konnte, stand ein Team des Rettungswagens samt Notarzt auch schon neben mir, pumpte Schmerzmittel in mich rein und verfrachtete mich ins Krankenhaus des Nachbarortes.

Dort angekommen zapfte man mir Blut ab und schob mich sofort erstmal zum Röntgen, dann bekam ich ein nettes Zimmerchen und ein paar Minuten später stand eine Korona von Ärzten an meinem Bett, die mich nach meinen Beschwerden ausfragten und was von Ultraschall und Abdomen-CT faselten. Hä?? „Leute, macht hier nich so´n Aufriss. Mir geht’s schon viel besser, die Schmerzen sind weg. Das ist nur nen Magen-Darm-Infekt, hatte ich schonmal so schlimm. Da reicht nen krampflösendes Mittel, Kamillentee und nen Spaziergang und gut is.“ Die Docs schauten sich untereinander vielsagend und mich mitleidig an. Also, nach Magen-Darm sehe das nicht aus und sie würden mich gern noch eingehender untersuchen und so weiter. Ok, auf nen Ultraschall könne ich mich ja noch einlassen, wenn´s fix geht. „Um 13 h kommt mein Göga und holt mich ab!“ Die Blicke der Docs werde ich nie vergessen, ungefähr so müssen wohl auch die gucken, die einem ne Jacke verpassen *kicher*

Spätestens jetzt hätte mir mein Bauchgefühl eigentlich deutlich sagen müssen „Happy, hier stimmt wat nich!“ Aber wie sich dann nach Ultraschall und anschließendem CT herausstellte, konnte der Bauch nix mehr sagen. Der hatte nämlich nen kapitalen Knoten in den Dünndarm gemacht. Ileus heißt das in der Fachsprache. Genauer: Bridenileus. Der war also dicht, der Bauch. Zu. Verschlossen. Da ging nix mehr. Feierabend. Und die Docs machten mir dann eingehend klar, dass ich mich damit – sollte ich wirklich immer noch nach Hause wollen – in Lebensgefahr begebe und sie mich aus dem Grunde auch sofort operieren müssten. *örgs*

Tja und so kam ich am späten Abend noch notfallmäßig unter´s Messer. Man versprach mir, das ganze minimal-invasiv zu versuchen, machte mir aber keine großen Hoffnungen. Der Chirurg erwartete übelste Verwachsungen im Bauch. (Zur Vorgeschichte: Ich hatte vor neun Jahren Krebs und eine große Bauch-Op, auf die der Darm häufig mit Verwachsungen reagiert.) Ich ergab mich in mein Schicksal, zuckte innerlich die Schulter und war heilfroh, als mich der Anästhesist endlich ausknockte. Das erste, woran ich mich erinnern kann, als ich wieder zu mir kam, war, dass ich ganz vergessen hatte, mich zum Rhex Ende Mai anzumelden und das wohl so auch der Schwester sagte, die mich daraufhin beruhigte und sagte, ich könne das auch später machen. Die muss mich für völlig bekifft gehalten haben, aber ich hab mir sagen lassen, die seien das gewohnt *lach* Äh, by the way: Hab ich inzwischen übrigens erledigt, Thor ;-) Naja und dann tastete ich erstmal den Bauch ab und – oh Freude – kein großer Schnitt, was mir die nette Intensivschwester dann auch freudig bestätigte und mich tief durchatmen ließ.

Schmerztechnisch hielt es sich postoperativ in Grenzen, ich kam mit einer Tropfdröhnung aus, danach tat der Bauch nur weh wenn ich lachte. Dazu bestand in den ersten Tagen indes nicht wirklich viel Grund, vor allem nicht, nachdem der Chirurg mir erläuterte, was er im Bauch vorgefunden hatte: Ich hatte nur eine einzige Verwachsung und zwar sei ein Stück Dünndarm an der Bauchdecke angewachsen gewesen und hätte sich nun komplett verdreht. An der Bauchdecke angewachsen??? Einfach so??? Naja, einfach so wohl nicht, wie sie mir zwischen den Zeilen zu verstehen gaben: Es war wohl, beim Verschließen der untersten Bauchschicht vor neun Jahren bei der Krebs-OP, aus Versehen ein Stück Dünndarm erwischt und an die Bauchdecke genäht worden. Keiner hat´s gemerkt. Außer ich, denn ich hatte seitdem oft mal zwischendurch Bauchweh (meist nach dem Essen) und vertrug ganz viele Nahrungsmittel nicht mehr und alle deshalb konsultierten Docs meinten immer nur, das seien halt leichte Verwachsungen, wie sie nach Bauch-OPs schon mal auftreten könnten...


Tja...

Heute ist die OP auf den Tag zwei Wochen her und so peu à peu hab ich es inzwischen verarbeitet. Gestern bin ich die erste kleine Runde langsam gejoggt und alles fühlte sich richtig gut an. Nicht nur im Bauch, vor allem im Kopf. Ich bin einfach nur unendlich dankbar! Nicht nur meinem Schutzengel, der auf Draht war, auch den Chirurgen, die mich mit feinfühliger Überzeugung zum Bleiben „ermunterten“ und mir den Popo gerettet haben, den Schwestern und Pflegern, die mich perfekt betreut haben und meiner Freundin und Buddy Brihoha, die mir rund um die Uhr trotz der Entfernung immer so nahe war...
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laufend is momentan einfach nur: happy™

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Gesamtwertung: 4.7 (7 Wertungen)

was so einem Darm...

was so einem Darm so manchmal einfällt. Ich kann mich noch gut erinnern, als meiner durchgebrochen war und die Zahl und der Rang der Ärzte am Krankenbett immer zahlreicher und höher wurde... Da war mir dann auch nicht mehr nach Wiederspruch!
Schön, dass es Dir jetzt besser geht. Aber hast Du tatsächlich vor, in ein paar Wochen den RHEX zu laufen?? bist aber mutig!
Weiterhin gute Genesung!

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Auf zu neuen Zielen,

denn die Probleme der letzten Jahre sind jetzt geklärt und behoben. Somit kannst du jetzt frei auflaufen....
Freu mich, dich bald wieder fröhlich lachend laufenderweise zu begegnen...

LG
Many

Daumen hoch für deinen Schutzengel

und weiterhin gute Besserung.

LG,
Anja

Ach, liebe happy...

... Jetzt krieg ich grad im Nachhinein noch Herzklopfen! Meine Güte, was hast Du (z.T. jahrelang) erdulden müssen, und was hast Du für ein Glück gehabt! Manchmal ist ein Schutzengel halt doch zur rechten Zeit zur Stelle, bzw. der richtige Arzt an Deiner Seite!!
Jeder, der mal in soner Ärztemangel war, kann Dir nachfühlen, wie Du Dich erst mal gewehrt, dann aber abgefunden hast, und wie erleichtert Du jetzt bist! Ich auch!!
Und weißt Du was? Entknotete Därme sind gut für PBs!! Echt!

Schluck.....äh....also

Schluck.....äh....also weißte...
Ich bin einfach nur froh das es dir wieder gut geht und einige Leute einen richtig guten Job gemacht haben! Immerhin weiß ich, wovon ich rede.
Auf zu neuen Taten! Und beim Rhex bin ich dabei (so Wade will...)!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

@ ricamaria...

... hab ich auch nicht gewusst: "Ärztemangel" kann auch mal was Gutes sein... ;-)

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

@ hofpoet

Hihi, wirklich witzig, dieses ungewollte Teekesselchen!

Eins muss man ja sagen,

dein Schutzengel hat ganze Arbeit geleistet. Ich mag mir nicht vorstellen was gewesen wäre, wenn du erst ein paar Stunden später auf dem OP-Tisch gelandet wärst...
Liebe happy, da hast du aber mal wieder was durchmachen müssen, *tätschel-tätschel-trost!* Gott lob, war dir gar nicht bewusst, in welcher Gefahr du dich befandst. Die Panik hätte dich fertig gemacht:( An dieser Stelle auch einen lieben Gruß und Schulterklopf an deinen GöGa. Ich sehe sein blasses Gesicht regelrecht vor mir. Er wird mehr als nur weiche Knie bekommen haben.
Aber jetzt gehts aufwärts mir dir!:-* Nicht nur alle guten, auch alle schlechten Dinge sind drei, das Maß ist also voll. Und wer weiß, vielleicht gehts dir in Zukunft auch besser als all die Jahre nach der Krebs-OP, weil der Dünndarm nun nicht mehr festgetackert ist.
Nun erstmal gaaaaanz vernünftig gesunden, schön ausruhen und das Jahr vielleicht einfach nur "fröhlich-frei-gemütlich-laufend" ausklingen lassen. Im nächsten Jahr kannst immer noch angreifen. Die neuen 50er sind die alten 30er oder so. Weisste doch;-)

Ganz dolle erleichtert darüber, dass nichts Schlimmeres passiert ist
knuddelt dich
Tame

Bin ich froh,

dass es dir nun wieder besser geht. Du hast verdammt großes Glück gehabt. Genies jeden Kilometer, den du laufen kannst und Tames Rat kann ich mich nur anschließen.
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Was bin ich froh...

... dass Du so einen guten Schutzengel hast, der ist echt auf Zack. Hey, und wenn das jetzt besser als in den letzten neun Jahren wird, war's wenigstens zu etwas gut.

Alles Gute wünscht
yazi

Die hätten sich mal vorm Nähen...

...ne Brille besorgen sollen. kannst Ihnen ja mal nen Tipp geben, wo ;-)
Da tackern die Dir einfach den Darm an die Bauchwand - ich fasse es nicht!

Besten Dank auch von mir an Deinen Schutzengel. Saubere Arbeit!
Erleichterte Grüße, Conny

Glück im Unglück

..oder wie soll man das jetzt verstehen?
Fehler wieder gutgemacht???
EGAL! So oder so bist Du nun bereit für unbeschwerte Laufereignisse!!!

Mich haben Sie übrigens auch vor drei Jahren mal von meiner Hausärtzin mit allem Pipapo in Krankenhaus geschleift, mit Verdacht auf Herzkasper (ich war da gerade in meiner Vorbereitung auf meinen ersten Marathon) -- ich hab mich dann auch überzeugen lassen, dass nochmal etwas genauer hingeschaut wird. Seitdem habe ich es schwarz auf weiß, dass mein Herz tippitoppi in Ordnung ist!

Dir auf alle Fälle weiterhin gute Genesung!

Gruß, Dominik
_____________________
"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

Ähm

meinst du, mein Darm könnte auch an der Bauchwand angenäht sein? *schluck*

Liebe Happy, ich bin soooo froh, dass alles gut ausgegangen ist! Dass du eine Kämpferin bist weiß ich ja, aber ich bin wieder einmal zutiefst beeindruckt, wie stark du bist.

Aber gell, jetzt ist mal Schluss mit lustig? Das reicht minimum für den Rest deines Lebens!

Und für 2016 haben wir ein Date! Nicht vergessen!!!!

wie gut dir die "kleine" Runde nach der OP getan hat kann ich mir vorstellen. Fünf Sterne von mir!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Hach Happy, ich bin so froh,...

dass der Knoten gelöst ist und auch sonst mit der Darmgeschichte jetzt ehr alles besser wird, als vorher!!
Ich mag nicht dran denken, wenn....NEIN!!
Ich las nur "Knoten" und...NEIN!!
Alles wird jetzt gut und ich freue mich, bald wieder mit Dir laufen zu dürfen! :o)
Du bist doch auch ganz entscheidend an meinem Läuferdasein beteiligt!!

Und sowieso, was fällt Dir ein, mich so zu erschrecken...püüüüüüüha...so richtig weggepackt hab ich das noch nicht ganz, da bist Du deutlich stärker und taffer drauf!!

Jetzt wird es gut! :o)
*knuddel*

Dein Pferdchen :o)
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Liebe happy,

hinterher kann man nur verwundert den Kopf schütteln, was es alles so gibt. Schön, dass die NotOP minimal-invasiv über die Bühne gehen konnte. Da hattest du einen wahren Meister seines Faches am Werk. Und wie toll zu lesen, dass du heute eine kleine Runde unterwegs warst! Weiterhin gute Rückkehr zur perfekten Laufform!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

mensch happy

was für ein Schreck!
Ich bin sehr froh, dass dein Blog ein happy end hat!!
Quasi doppelt happy.
Alles Liebe für dich weiterhin!!
Gruß KS

Ein...

dreifaches "Hoch" auf Deinen Bauch!

Hoch hoch hoch!

Und liebe Grüße an Deinen Schutzengel...

Gruß Nicole

Mensch Happy was machste den

Mensch Happy was machste den für Sachen. Wichtig ist das du erst mal wieder Gesund wirst. Und dann heißt es wirklich frei nach Schalk: Gelaufen wird wie es geht. Biel abhacken? Ich würd noch ein bischen warten. Und einfach schauen was geht.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Du machst deinem Namen ja

Du machst deinem Namen ja alle Ehre. Über so ein Erlebnis noch so amüsant zu berichten. Schön, dass es so gut ausgegangen ist. Viel Erfolg beim Wiederaufbau deiner Laufform.

all ihr lieben...

...ein dickes dankeschön für eure genesungswünsche und euer mutmachen.
dank des nur minimal-invasiven eingriffs erholt man sich tatsächlich schneller und mir geht es von tag zu tag besser. die aussage der chirurgen: "machen sie den sport, auf den sie lust haben. ihr körper wird ihnen signalisieren, wo die grenzen sind." kann ich nur bestätigen.
so hab ich mich ganz vorsichtig "rangearbeitet", immer nach innen gelauscht. und nun sind die ersten lauf-kilometer schon locker abgespult.
nichts desto trotz: ich habe (wieder einmal) sehr deutlich zu spüren bekommen, wie kostbar das leben ist...
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laufend liebt das leben und bleibt neugierig: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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