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Benutzerbild von köln42195

Was macht man, wenn man verletzungsbedingt nicht laufen kann?
Man sucht sich Alternativ-Ziele: So kam mir die Idee bei einem MTB-Rennen mitzufahren.
Schnell war eine mögliche Veranstaltung gefunden, leider war diese aber schon frühzeitig ausgebucht.
Dann erfahre ich, dass mehrere Bekannte planen, an dem Rennen teilzunehmen. Ich will auch. Gibt es eine Nachrückerliste? Auf der Homepage ist nichts zu finden. Also das Orga-Team direkt anschreiben. Nein, Veranstaltung ist ausgebucht. Gibt es eine Nachrückerliste. Nein, offiziell nicht. Schade, wenn aber… Und siehe da, die Rückmeldung vom Orga-Team, es ist ein Platz freigeworden. Jaa, ich bin dabei, 55km.

Samstag war es dann soweit, mein erster Mountainbike –Wettkampf. Kumpel abgeholt und los gings Richtung Sauerland. Fahrzeit ca. 1:15Std. Ganz schön nervös war ich im Vorfeld, was da wohl auf mich zukommen würde.
Auf der Hinfahrt nach Sundern-Hagen immer wieder den Blick Richtung Himmel, wird es trocken bleiben? Die Aussichten waren nicht so toll.
Start und Ziel lagen 10km auseinander. Im Ziel geparkt und gemütlich zum Start eingerollt. Wetter war immer noch gut.
10:45 Uhr fiel der Startschuss.
Das Feld war nach Anmeldezeitpunkt in verschieden Startblöcke eingeteilt. Ich durfte somit aus dem letzten Block ins Rennen starten. Doch das war egal, wollte eh erst einmal ruhig anfangen. Das Feld zog sich recht schnell auseinander und es gab kaum Engpässe, es rollte gut. Die Anspannung war bei mir wirklich groß. Da es schon länger nicht mehr geregnet hatte, waren die Streckenverhältnisse optimal. Und auch Heute sollte es, bis auf ein wenig Nieselregen, trocken bleiben.
So langsam löste sich bei mir die Anspannung, es fing an, richtig Spaß zu machen. Die Zeit und die Kilometer vergingen wie im Flug. Zwischen Km 20 und 50 rollte es super. Nur nicht in der Konzentration nachlassen. Ein Fahrfehler kann schnell das aus bedeuten. Hoffentlich kein Defekt, doch einige am Rand, die „platt gefahren“ haben.

Die letzten Kilometer wurden dann richtig schwer, die Beine wollten nicht mehr wirklich. Einen ca. 50m langen Anstieg musste ich, wie auch die meisten Anderen, hochschieben. Hier wollte auch der Kopf nicht mehr. Doch das war auch der letzte Anstieg. Jetzt noch 4km bis ins Ziel und geschafft.
Mein Ziel, die 55km unter 3 Stunden zu schaffen habe ich erreicht, nach 2:50,04Std. rolle ich ins Ziel. Bin sehr zufrieden. Mit der Zeit, aber auch mit der Platzierung im guten Mittelfeld (238 von 533).
Jetzt fängt es an zu regnen. Ist jetzt aber auch egal. Räder aufgeladen und ab nach Hause.
Es hat super viel Spaß gemacht, dass war nicht mein letztes Mountainbikerennen.
Der größte Unterschied zum Laufen? Zwischendurch mal das Gehirn ausschalten geht nicht, man muss die ganze Zeit hochkonzentriert sein sonst kann so ein Wettkampf schnell zu Ende sein.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Boah, wie

Boah, wie spannend!
Verletzungsbedingt kann ich im Moment auch nicht laufen und genau wie du bin ich aufs Rad umgestiegen. Aber einen Wettkampf? Das wäre mir jetzt nicht in den Sinn gekommen.
Ein MTB Rennen?? Örgs....ich fahre total gerne MTB aber ich bin total schissig.. :-))
Sehr coole Aktion!
Ich war nur im Reha Sport Bereich radmäßig unterwegs, dieses Wochenende.
:-)
Ach ja, bist du eigentlich in Köln dieses Jahr?

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Verletzungsbedingt

bin ich damals schwimmen gegangen (erste Kraulversuche) und mit einer Straßenmöhre Rad gefahren, aber NIE im Leben käme ich auf die Idee MTB zu fahren und noch einen Wettkampf! Ich kriege ja schon die Muffe, wenn ich runter laufen soll, nie im Leben stürze ich mich da mit dem Rad über Trailpfade bergab! Und bergauf kann ich nicht...

Du hast meine vollste Bewunderung, und spannend zu lesen war es, und wie!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Das Beste draus gemacht.

Was will man mehr (außer in Bälde wieder die Laufschuhe schnüren).
Gratuliere zum gelungenen Alternativprogramm ohne turz und ohne Plattfuß!
Viele Grüße, Conny

Köln

Auch wenn Köln heute noch sehr weit weg ist, ist der Marathon fest eingeplant. Da das Wintertraining fehlt, werde ich auf Spaß laufen.
Bergab bin ich eigentlich auch sehr vorsichtig, aber es gab noch etliche, die noch langsamer runtergefahren sind. Ein Singeltrail runter haben einige sogar geschoben, auch keine Schande.

Danke

für diesen Ausflug über den Tellerrand!
sehr coole Aktion! Und auch schick gefinisht - komm trotzdem wieder schnell auf die Läuferbeine!

Gruß, Dominik
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"Was zu schnell ist, weiß man meist erst hinterher!"
(fazerBS)

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