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Benutzerbild von alex_muenkel

oder doch? Egal!

Meinen ersten Marathon hatte ich mir etwas anders vorgestellt, aber die Erfahrung muß man wohl auch mal gemacht haben. Eigentlich war die Vorbereitung gut gelaufen. Den Plan von Steffny 4:00 hatte ich auf 13 Wochen gestreckt. Die 10er habe ich genau in der Zeitvorgabe absolviert, den HM um 3min überschritten. Daher entschied ich mich, den Mara einfach nach Gefühl zu laufen und höchstens mit 4:30 zu absolvieren. Schließlich sagt Steffny auch, daß der erste warscheinlich nicht in 4:00 klappt!

Ok, den Oberelbe-Marathon hatte ich mir wegen des relativ flachen Verlaufes rausgesucht. Und er soll der zweitschönste Landschaftslauf Deutschlands sein. Kann ich nicht beurteilen, schließlich mein erster. Doch die Strecke war landschaftlich wirklich beeindruckend.

Start war in Königstein, und Ziel in Dresden. Auto im Zielbereich abgestellt und mit der S-Bahn gings zum Startpunkt. Natürlich war ich mal wieder viel zu früh. Egal! Eigentlich wollte ich nem Pace-Maker folgen, doch die hatten sich sehr spät in der Aufstellung eingeordnet. Dann halt nicht.
Um 9:25 gings los. Mit ca. 1000 weiteren Läufern gings auf die Strecke, dem Elbe-Radweg. Noch war es recht kühl, ideal zum Laufen. Sollte sich später ändern.
Parallel der Elbe und der Eisenbahnlinie ging es flach daher. Mal wieder etwas schnell gestartet, aber nach einiger Zeit hatte sich das eingependelt. Mal unter den Eisenbahnschienen durch, mal auf gleicher Höhe wieder drüber. Der Streckenabschnitt hatte doch einige Höhenmeter aufzuweisen, aber das bin ich durchs Training gewöhnt. Auf der andern Elbeseite sah man das Elbsandsteingebirge.
Den Kilometerzähler hatte ich nicht mehr im Blick, war irgendwie immer abgelenkt. Und schon waren 15km rum. Der Durchschnittpace sagte 5:50. Für heute absolut ok! Ich warf ein Stück Banane und einen Power-Riegel ein und weiter gings.
In Pirna waren zusätzliche Schleifen durch die Stadt angesagt. Ich hasse Pflaster. Wieder raus aus der Stadt und auf den Elberadweg zurück. Bei km 21,1 hatte ich noch immer nen Pace von 5:50. Geht doch. Und die Atmung noch immer 3-4 im Wechsel.
Dann wurde es wärmer. Die nächsten 10km gingen an den Elbwiesen vorbei. Die stehende Luft war nicht gut!
Zwar versuchten ein paar Regentropfen und der Wind für etwas Abkühlung zu sorgen, das war aber vergebens. Wärme is nix für mich. Hinzu kommt, daß ich die ganze Trainingszeit maximal 12°C hatte. Somit war nach 30km der Pace auf 6:00 gestiegen.
Unterwegs waren ausreichend Wasser- und Verpflegungsstellen. Nur statt ISO-Getränk erwischte ich jedes Mal verdünnten O-Saft mit Fruchtfleisch... Ok. Dann halt nur Wasser und Cola.
Die letzten 12km waren eine tortur. Die Leiste machte sich wieder bemerkbar und mein Magen drehte sich. Glücklicherweise blieb alles drin und ich lief weiter. Immer wieder gehen und laufen im Wechsel. So stieg mein Pace und ich zweifelte, ob die 4:30 noch realistisch wären. Ich fing das Rechnen an. Und daraus folgte, daß ich die kurzen Laufeinheiten vielleicht zu schnell lief. Keine Ahnung. Der Kopf wollte. Endlich kam der Regen - war eigentlich viel früher angekündigt. Doch viel Kühlung kam da nicht runter. Eher wurde die Luft stickig. Ich kämpfte mich durch, überholte. Später wurde ich wieder überholt. Langsam kam das Ziel näher. Normalerweise hatte ich für die letzen 400m immer noch Kraftreserven. Aber Akku war leer! Diesmal kam nur 6:00er Pace raus und ich finishte in 4:34:30. 5min über max.Zielzeit, aber trotzdem ok.
Im Nachhinein betrachtet fühlten sich die letzten km wie beim ersten Halben an, den ich vor Jahren absolvierte. Der Körper muß die Erfahrung wohl erstmal machen, um sich darauf einstellen zu können.

Was mich am meisten ärgerte war, daß das ersehnte, alkfreie Weizen nicht mehr erhältlich war. Nur gut, daß ich zu Hause einen kleinen Vorrat habe :-)

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

tut mir leid

der Erste sollte schöner sein! Magen kann ich allerdings bei Fruchtsaft auf der Strecke absolut nachvollziehen, das bremst einen mächtig aus.

Was ich nicht verstehe sind deine Paceangaben. Wenn deine Pace von 5:50 auf 6:00 "gesunken" ist (was ja nun nicht dramatisch ist) wie kommt da eine 4:34 raus? Und für einen Marathon in "höchstens 4:30" war deine Anfangspace viel zu schnell. Aber hinterher weiß man alles besser....

Die Pacemaker sollten schon rechtzeitig am Start sein, sonst macht es keinen Sinn!

Immerhin: du hast es geschafft und das war nicht einfach. Also Glückwunsch trotzdem- zum Durchhalten und Finishen! Alles in allem ist eine 4:34 ja nicht soooo schlecht, wenn 4:30 anvisiert war. Nur einen anderen Verlauf hätte ich dir gegönnt.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Danke Strider

die 6:00 standen nach 30km auf der Uhr. Dann erst kamen die vielen Gehpausen. Schweini hat sich mal wieder durchgesetzt.
Ich hatte mir das schon gedacht, daß sowas passieren kann. Auch die 33er in der Vorbereitungszeit "hatten es in sich".

Alex

Trotzdem Glückwunsch zum

Trotzdem Glückwunsch zum Debüt! Wie ich es einschätze, werden weitere Marathons folgen und dann auch schnellere.
Dass man mit 4:34 h kein Bier mehr bekommt ist aber ein starkes Ding. Das hättest du mindestens verdient gehabt.

Guß

Sirius
...der für ein Bier rennt.

Herzlichen Glückwunsch


Herzlichen Glückwunsch zum ersten Marathonfinish. Es war vielleicht kein einfaches, ich denke das macht es dafür umso wertvoller. Ein Jogmaper hat das Motto "Wenn der Lauf nicht dein Freund ist, ist er dein Coach". Das trifft wohl hier hundertprozentig zu. Respekt für deinen Kampfgeist.

Glückwunsch zum Debüt!

Wär ja noch schöner, wenn alles glatt läuft beim ersten Marathon! ;-)
Gefinisht!!! Gratulation!
Eine gute Vorbereitung ist zwar Gold wert, kann aber nicht verhindern, dass es ab km30 hart wird. Ohne die gute Vorbereitung wärst Du wahrscheinlich gar nicht erst angekommen -- da sind viereinhalb Minuten drüber kein Ding...
Nächstes Mal bist Du ein bisschen schlauer und kannst andere Fehler machen! ;P

Genieß Deinen Erfolg!!!

Gruß, Dominik
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"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Abgesehen davon, dass beim

Abgesehen davon, dass beim Ersten die Zeit egal sein sollte, ist der OEM ganz sicher nicht der einfachste Marathon für ein Debut. Die Höhenmeter, "Pflasterschlängelpassagen" und gestern auch die stehende Hitze an mehreren Stellen ließen eine ganze Reihe von Leuten ihre Ziele verfehlen. Ein Pacemaker ist neben mir geplatzt, obwohl die Zielzeit, die er bedienen sollte, 40 Minuten über seiner PB lag... Freu dich, dass Du durchgekommen bist. Das ist beim Debut auch nicht selbstverständlich.

Nebenbei: Die Pacemaker standen -wenn wirklich erst 2 Minuten davor- pünktlich und gut sichtbar zum Start bereit. Welchen Vorteil hätte es gebracht, wenn sie einige Minuten eher dagewesen wären? Und Erdinger gab es eigentlich zum Zeitpunkt des Schauers (5h nach Zielstart) auch noch reichlich. Da musst wohl kurzen Lieferengpass erwischt haben?

Gute Erholung!

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"Meines Erachtens läuft alles darauf hinaus, dass ich in den nächsten 20 Jahren irgendwann durch das Death Valley hinauf zum Mt. Whitney laufe." L.D.

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