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Benutzerbild von Forrest120

Mit den Auswirkungen nach dem Marathon meine ich nicht Regeneration, Superkompensation oder Post Marathon Blues usw. Nein, ich habe den Marathon super überstanden und bin in der Woche danach entspannt die ersten Läufe angegangen. Nach dem Marathon soll bei mir jetzt immer vor dem Marathon sein. Insofern alles gut.

Aber ich habe eine viel bessere und nie erwartete Auswirkung. Ich glaube die steht auch in keinem Lehrbuch.

Dazu sei zunächst gesagt, dass meine Familie aus einem Sohn (14 Jahre), eine Tochter (12 Jahre)und eine Ehefrau (40 Jahre) besteht. Ich selber bin 47 Jahre. Das Motto meiner Restfamilie ist "Lieber schlecht gefahren, als gut gegangen". Wenigstens meine Tochter turnt zweimal die Woche. Bei meinem Sohn gehe ich so weit, dass ich nicht wirklich weiß, ob der auf Kiemenatmung umgestellt hat. Sich in irgendeiner Weise in der freien Natur zu bewegen, grenzt in seinen Augen an Körperverletzung und führt unweigerlich zu einem Sauerstoffkollaps. Meine Frau hat mich während meiner Vorbereitung allerdings mental unterstützt.

An den Tagen vor dem Marathon stellte sich mir nun die Frage, ob den ein paar Familienmitglieder mitkommen und sehen wie ihr Vater/Ehemann zum Helden wird. Nun hatten meine Kinder ja schon umfangreich recherchiert, ob denn die augenscheinlichen Midlife-Crisis Aktionen ihres Vaters vielleicht medikamentös behandelt werden können, kamen aber zu keinem Ergebnis. Dass sich ihr Vater zu Fuss ca. 4 Stunden und 42 km über Asphalt bewegen will, wird man wohl akzeptieren müssen. Aber dabei zusehen, klingt höchst unspektakulär. Wenn man gleichzeitig bedenkt, was man in dieser Zeit in "Minecraft" erreichen kann. (Computerspiel)

O.K., ich hatte Einsehen; "Die Kinder können zu Hause bleiben".

Meine Frau meinte auch, dass 4 Stunden ja sehr lange sind, sie mich natürlich unterstützt, aber vorschlägt etwas später zu kommen. Aufgrund der Wetterbedingungen -morgens zwar Sonne, aber kalt- konnte ich meine Frau aber doch überreden mit zum Start zu kommen und meine Jacke in Empfang zu nehmen.

Aufgrund der Superstimmung im Start-/Zielbereich ist es meiner Frau -zur Verstärkung ein befreundetes Ehepaar im Schlepptau- dann auch überhaupt nicht langweilig geworden.

Jetzt kommt die seltsame Wandlung!!!!

Ich werde also nach dem Marathon von meiner Frau im Start-/Zielbereich in Empfang genommen. Umarmt und beglückwünscht. Sagt meine Frau:" Naja 42 Kilometer nicht, aber so 10 Kilometer würde ich auch gerne laufen". Ich sage:"Ja, im Jahr"!
"Nein, im Ernst. So 10 Kilometer könnte ich mir auch vorstellen", sagte sie.

Bin dann am Sonntag darauf nicht näher eingegangen. Meine Frau hat in den letzten 10 Jahren jegliche sportliche Aktivität abgelehnt. Selbst bei Radtouren durfte ich die Streckenlänge niemals vorher bekannt geben.

Am Montag frage ich dann noch mal,ob sie das denn Ernst gemeint hat. Sie meinte, dass Sie ja nun auch nicht jünger wird und auch mal etwas tun muss. Darauf habe ich ihr kurz erläutert wie ich mir vorstellen könnte, dass Sie es tatsächlich schafft in absehbarer Zeit 10 Kilometer zu laufen.

Donnerstag komplettes Laufoutfit für meine Frau. Bei den Schuhen gleich etwas mehr ausgegeben. Und direkt am Donnestag die erste Einheit 9 x 2 Minuten mit jeweils 1 Minute gehen top gemeistert. Meine Frau ist ja sowas von motiviert.Jetzt machen wir ganz behutsame Trainingspläne und dann wird das auch. Meine Marathonvorbereitung kann ich ohne Probleme nebenher machen. Und mit viel Glück und gutem Willen laufe ich zusammen mit meiner Frau im Sommer gemütlich 10 Kilometer um den See.

Ich hätte nie davon zu träumen gewagt, dass ich einmal mit meiner Frau laufen werde.

Der Hammer ist, dass meine Tochter gesehen hat, dass die Mama läuft und die will gleich mal mit trainieren. Ich hau mich weg. Was Marathon-Laufen doch alles bewegen kann. Wenn das so weiter geht, kann ich noch einen Verein gründen. Ich glaube aber, dass man dazu 7 Mitglieder braucht und Kinder will ich wirklich keine mehr.

Ich bin auf jeden Fall mehr als happy.Könnte gleich noch einen Marathon laufen.

Allen die, die am Wochenende einen Marathon bestreiten wünsche ich viel Erfolg und immer daran denken, dass die Bestzeit nicht alles ist.
"

5
Gesamtwertung: 5 (9 Wertungen)

Ausdauer ubd Erfolg

Tolle Geschichte!!!
Es ist doch ne tolle Sache gemeinsam mit seiner Liebsten einem Hobby nachzugehen.

Wäre auch mein Traum.
Mein Schatz meinte nach meinem ersten Mara:"Den Wunsch hast du dir ja jetzt erfüllt, jetzt reicht's dann hoffentlich mit den 42 km."

Bin dann doch fleißig weitergelaufen und habe mittlerweile 6 Maras gefinnished, (und mein Mann ist immer dabei!)

Ich wünsche Dir für dich und deine Familie genügend Ausdauer und Erfolg und was das wichtigste ist FREUDE bei dem was ihr macht!

LG pieti

Den ersten Teil kenne ich...

Das ist ja wirklich mal eine Erfolgsgeschichte, herzlichen Glückwunsch. Zumindest der Anfang kommt mir sehr bekannt vor. Leider konnte ich damit in unserer Familie noch nicht wirklich punkten. Aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben. Vielleicht passiert ja doch noch eines schönen Tages das Unfaßbare und meine Frau bekommt auch Lust aufs Laufen.

In froher Erwartung.

Thomas

Ansteckend?

Coole Geschichte!!!

Bin ähnliches Baujahr -- allerdings mit zwei Mädels gesegnet, die von Computerspielen zum Glück nichts halten...
Sie sind eigentlich gerne draußen und waren daher auch nicht abgeneigt mich bei einem Halbmarathon vor zwei Jahren als Support (auf dem Rad!) zu begleiten.
Nicht so sehr von mir, aber vom Schülerlauf waren sie beeindruckt und sagten genauso spontan wie deine Frau "Das will ich auch mal!" -- und haben es im nächsten Jahr durchgezogen!
Die Große bleibt nun (fast regelmäßig) dabei und wird im Sommer ihren ersten 10er laufen -- hat aber schon mal angedroht, dass sie sobald sie 18 ist den Halbmarathon laufen will.
Nr. 2 ist da zurückhaltender -- die schüttelt allerdings Läufe einfach so aus der Hose...

Dir weiterhin viel Spaß mit deiner laufenden Familie!!!

Gruß, Dominik
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"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Sehr schöne Geschichte - viel Spass und Erfolg beim Umsetzen eurer Pläne! Woche 11 sollte Steffny direkt in seinen Plan aufnehmen.

Ich kann Ähnliches für mein Patenmädel berichten. Sie hat 2012 beim Marathon zugeschaut, bei HM-Distanz mit gemischten Gefühlen meine durchgeschwitzten Ärmlinge zur Aufbewahrung in Empfang genommen ("wäääh - igitt" sagte die Mimik), meine bessere Hälfte und mich ins Ziel geklatscht und mich einige Wochen später im Herbsturlaub mit dem Wunsch überrascht, zusammen zu joggen. Damals war sie 16 und durchaus sportinteressiert - solange der Sport im TV lief. Ein Jahr später sind wir den ersten Wettkampf zusammen gelaufen (rund 8 km), seither haben wir gemeinsam mehrere Finisher-Shirts gesammelt und sie ist stolz wie Bolle, dass sie mittlerweile den Zehner unter einer Stunde schafft. Und ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd, wenn wir gemeinsam laufen (nicht im Alltag, aber ab und zu an Wettkämpfen)!

Schöne Geschichte!

Ich bin ja auch schon mit meinen Mädels gelaufen, speziell mit Nr 2 Halbmarathon und es ist einfach toll!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Gratulation zu deiner sportlichen Familie!

Das ist ja ein großartiger Dominoeffekt!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Schon zweimal trainiert!!

Hallo an Alle. Interessant auch die anderen Geschichten rund um das Laufen in der Familie zu hören. Hier gibt es ja häufig starke Unterschiede zwischen Wunsch und Realität.

Ich habe aber schon erkannt, dass viele den Wunsch haben mit dem Partner oder der Familie diesen wunderbaren Sport zu geniessen.

Ich für meine Begriffe hätte den Wunsch gegnüber meiner Familie nie geäussert.Das sich das alles so entwickelt hat, ist einfach super.

Zweimal letzte Woche trainiert. Frau und Tochter. Diese Woche nach Plan 3 mal. Aber alles ganz behutsam. Leichte Einheiten mit Gehpausen. Es gab auf jeden Fall bis jetzt keine Beschwerden.

Würde jetzt meine Familie noch nicht ganz als sportliche Familie bezeichnen, aber wir sind auf dem besten Weg dorthin. Einfach klasse.

Vielleicht gibt es ja noch weitere Geschichten dieser Art. Ich würde mich freuen.

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