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Benutzerbild von Forrest120

Nun zähle ich auch offiziell zu den Marathonis. Am Sonntag den ersten Marathon in Leipzig gefinisht.Und während des Laufes "Schulbuchmäßig" alles falsch gemacht.

Möchte aber kurz mal meine Geschichte los werden.

Hatte mich im Januar 2014 dazu entschlossen, nachdem ich 25 Kilo abgenommen hatte, nach fast 25 Jahren wieder mit dem Laufen anzufangen. Habe dann mit kurzen Strecken um die 3 Km begonnen. Mußte relativ schnell feststellen, dass mein Puls viel zu hoch war. Lief -egal wie schnell- immer so um die 160 Schläge. Also habe ich dann gleich mal beschlossen, dass ich mit dem rauchen aufhöre. Am 16. April 2014 die letzte Zigarette. Bis Mitte September habe ich dann immer so um die 20 km pro Woche gelaufen. Dann habe ich in irgendeiner Fachzeitschrift etwas über Grundlagenausdauer gelesen und gleich mal beschlossen, dass ich mich jetzt auf einen Marathon vorbereite. Also umgehend in Leipzig anmelden. Liegt bei mir halt vor der Haustüre. Habe dann im Oktober 150 km, im November 200 km und im Dezember ebenfalls 200 km Grundlagenausdauer trainiert. Habe mir dann das Laufbuch von Steffny gekauft, gelesen und beschlossen ich trainiere nach dem 3:45 Plan für Leipzig. Im Dezember hatte ich getestet, ob ich Läufe um die 20 km überstehe. Klappte super. Beginnen wollte ich am 26.Januar 2015 mit meiner direkten Marathonvorbereitung. Sind 12 Wochen für einen 10 Wochen Plan. Ich wußte oder befürchtete, dass ich im Februar ca. 1 Woche -wurden dann 10 Tage- wegen Wintersport nicht laufen werde und plante daher ein, einfach nach Unterbrechung wieder in die 3. Woche des Plans einzusteigen. Außerdem hatte ich als weitere Abweichung beschlossen, dass ich alle Long Jogs von Anfang an zwischen 30 und 35 km laufe. Hatte Anfang Januar ausprobiert, ob 35 km klappen. Es klappte. So hatte ich dann vor Beginn des Plans bereits, ich glaube 2 Läufe über 30 km erledigt.

26. Januar Einstieg in den 3:45 Plan und bis zum Wintersport lief auch alles nach Plan. Prima. Im Januar lag die Laufleistung bei 270 km. Dann kam der Februar und ich bildete mir doch tatsächlich ein, dass 10 Tage Pause nicht ganz so große Auswirkungen haben. Weit gefehlt. Nach meiner Rückkehr steige ich in die 3. Woche meines 3:45 Plans ein und nichts geht mehr. Hilfe war das eine Frustration. Nachdem ich dann beim Long Jog am Sonntag feststellen mußte, dass bei KM 25 der Ofen sowas von aus war und ich mich noch weitere 9 KM quälen mußte, griff ich zu Plan B. Die ca. 34 km beendete ich mit 3:50. Vorher immer um die 3:28.

Bin dann in den 3:59 Plan gewechselt. Entscheidend war, dass die Long Jogs in 6:30 Min. zu laufen waren. Das klappte dann wieder prima. Ich muß dazu sagen, dass ich eh geplant hatte 3:45 zu trainieren, aber als Ahnungsloser 3:59 zu laufen. Der Plan klappte dann bis zum Marathon ganz prima. Bis zum Marathon wöchentlich 70 KM. Ich hatte dann direkt vor dem Marathon ca. 1.400 KM trainiert.
In ca. 6 Monaten.

Jetzt mußte ich mir ja noch die Frage beantworten, welche Zeit ich den anpeile. Schließlich war ich ja Anfänger. Da ich mich aber sehr wohl fühlte, beschloß ich eine Zeit von 3:58 zu laufen. Dabei wollte ich berücksichtigen, dass ich langsam loslaufe und die erste Hälfte langsamer als die zweite.

Haha. Bis KM 12 war ich wunderbar in meinem Plan. Super Puls, alles bestens. Pace bei 5:47. Dann traf ich doch eine nette Gruppe, die einfach so liefen, eben ohne Plan. Erst mal mitgelaufen und relativ schnell festgestellt, dass ich von nun an viel zu schnell unterwegs war. Halbmarathon war geplant in 2:01 und wir hatten 1:58. 3 Minuten zu schnell. Es hatte aber bis dahin wirklich Spaß gemacht. Bei KM 30 Zeit 2:49. Da habe ich mir dann eingeredet, dass ich jetzt noch 12 KM habe und die im Training problemlos in 1:12 gelaufen bin. Was sage ich , bis KM 33 war ich noch 2 Minuten vor meinem ursprünglichen Zeitplan, bei 35 2 Minuten dahinter. Von da ging es nur noch ums überleben. Ich habe überlebt und am Ende in 4:08 gefinisht.

Schulbuchmäßig alles falsch gemacht. Trotzdem haben mir die zu schnellen Kilometer mit der netten Truppe sehr viel Spaß gemacht und deswegen bereue ich nichts.

Ich mußte auch erkennen, dass was ich irgendwo gelesen hatte, nämlich die 2 KM über 40 KM unterschätzt werden, stimmt. Als ich das Ziel sah, dachte ich:" Da zieht mir doch von hinten einer das Ziel weg. Können 2 KM lang sein."

Trotzdem war es ein Super-Spaß und ich bekenne mich, dass ich infiziert bin. Als nächstes Berlin. War aber schon vorher angemeldet.

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Anfängerfehler beim Ersten?

Die mache ich heute noch ;-))

Super geschafft und ich finde, wenn du dich schon für den nächsten gemeldet hast (was ich nach meinem ersten auch sofort gemacht habe ;-) war wohl alles richtig!!!

Glückwunsch und willkommen bei den Marathonis!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Anfängerfehler!

Danke, für den Glückwunsch. Hat halt wirklich Spaß gemacht. Wie erwähnt bin ich ja aktiv ins "Verderben" gelaufen. Aber so
bin ich eine ganze Zeit mit richtig netten Leuten gelaufen, statt alleine knallhart meinen Plan durchzuziehen. Man muss halt Prioritäten setzen. Muss Sub 4 halt noch ein wenig warten.

Herzlichen Glückwunsch,

Herzlichen Glückwunsch, ganz so viel kannst du nicht verkehrt gemacht haben bei der tollen Zielzeit.. :-)

Sehenden Auges

Ins Verderben -- aber mit Spaß dabei! Hut ab!
Hätte klappen können - und wird es auch in Berlin!
Gratulation zum Debüt!!!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

so falsch war das doch nicht...

Spaß sollte es doch auch immer machen.
Also Glückwunsch und Respekt.

So falsch war es nicht!

Nein, natürlich nicht. Aber wenn man Greif oder auch Steffny folgt, dann war ich nun mal in der ersten Hälfte zu schnell. Ich glaube Steffny schreibt ungefähr 30 mal in seinem großen Laufbuch, dass man nicht zu schnell loslaufen soll. Aber Erfahrungen muss man ja auch selber machen.

Im Übrigen habe ich noch etwas gelernt. Bei mir war die Grundlagenausdauer aufgrund von 9 Long Jogs zwischen 32 und 35 km seit Januar 2015 tip top. Die Pace dabei war im Regelfall zwischen 6:20 und 6:30. Mein Durchschnittspuls beim Marathon lag bei 141. Ganz entspannt. Aber offensichtlich fehlte die Kraftausdauer. Wird ja auch häufig geschrieben. Tatsächlich habe ich mich immer vor zu schnellen Läufen gedrückt. Am Ende schmerzte dann vermutlich auch mein Rücken, da meine Kraft doch sehr nachließ.

Muß ehrlich zugeben, dass ich mir eine Pace von 5:37 bis Kilometer 31 nicht zugetraut hätte. Jetzt muss ich nur noch die letzten 11 Kilometer in dem Tempo hinkriegen und schon wird ein Schuh daraus.

Bis Berlin noch 5 Monate. Versuche jetzt neben weiterem Ausbau der Grundlagenausdauer, schneller zu werden. Also die Kraftausdauer etwas mehr in den Fokus zu rücken.

Was zu schnell ist

weiß man erst hinterher ;).

Du hast Spaß gehabt, Du hast die Strecke gemeistert - das zählt! Gratulation zu der gesamten Umstellung des Lebens und der Einstellung, die Dich dorthin gebracht haben.

Du weißt nie was Du kannst wenn Du es nicht versuchst! Phhhh, Anfängerfehler. Die paar Minuten verschätzt? Das passt!

Herzlichen Glückwunsch zum

Herzlichen Glückwunsch zum Finish :-)

Glückwunsch, Herr Marathoni!

Ziel gesetzt und Plan durchgezogen. Und dabei den Weg zu einem gesunden Leben eingeschlagen. Das alles finde ich richtig super! Da hast du was ganz Großes für dich geschafft!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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