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Benutzerbild von running_with_scissors

Meinen Rückblick auf die Laufsaison Frühjahr 2014 werde ich jetzt wohl in 3-4 Teile splitten. Im September/Oktober 2014 hatte ich beschlossen, meine verbesserungswürdige HM-Bestzeit (1:20:18) anzugreifen - und zwar an einem Frühjahrs-HM. Zuvor hatte ich eine Marathon-Vorbereitung nach erneuten Fuß-Beschwerden abgebrochen. Ich wollte genug Vorbereitungszeit einplanen, um meinen lädierten Fuß (2 Ermüdungsbrüche) nicht erneut zu schnell zu viel aufzubürden.
Dazu wollte ich einen Trainingsplan nach Jack Daniels (24 Wochen) probieren.

Die ersten 12 Wochen sehen eigentlich da keine Wettkämpfe vor. Man kann und ich wollte zwar welche einbauen, aber wegen wichtigeren Terminen konnte ich doch nicht an der Münchener Winterlaufserie teilnehmen (obwohl angemeldet) - außer am letzten Lauf.

10km Formtest

Mein erster Wettkampf in dieser Saison war Mitte Februar ein 10km-Faschingslauf im Olympiapark. Auf der teilweise profilierten Strecke war meine Zeit mit 36:41 schon recht zufriedenstellend, aber doch noch nicht so wie meine Bestform im Frühjahr 2013.

Swim'n'Run München

Der zweite Formtest war Mitte März der Swim'n'Run-Wettbewerb des SCPE in München.
Das bedeutet: Vormittags 500m Schwimmen, mittags 5,4km Laufen mit Jagdstart, d.h. der schnellste Schwimmer startet zuerst und dann im jeweiligen Abstand der Schwimmzeit entsprechend die Nachfolgenden.

Um 9:00 Uhr fiel für mich der Startschuss zum Schwimmen. Mein aktuelle 400m-Bestzeit im Trainings-Test von 6:18 ließ mich auf eine Zeit von deutlich unter 8 Minuten für die 500m hoffen. Gemeldet habe ich mich mit 7:42, um evtl. den Wasserschatten besserer Schwimmer ausnutzen zu können.
Normalerweise starteten 3 Schwimmer nebeneinander auf einer 25m-Bahn und sollte sich nach der zweiten Wende in einen Kreisel einsortieren. Da auf meiner Bahn einer fehlte, einigten wir uns darauf, nicht zu kreiseln, sondern jeder sollte auf seiner Bahnhälfte bleiben. Ein Fehler meinerseits? Mein Bahnpartner hatte 7:40 gemeldet. Zwar hat man als "Wingman" ja auch ganz guten Wasserschatten, aber schon nach der zweiten Wende verließ mich die Kraft, ihm zu folgen. Praktisch ohne Wasserschatten schaffte ich es "nur" zu einer 8:03. Da war ich schon etwas enttäuscht.

Trotzdem war meine Ausgangsposition für die AK-Wertung gar nicht so schlecht: Beim Jagdstart um 12:00 Uhr war ich 18. Mann. Der erste meiner AK war mit 1:35 Min. Vorsprung als zweiter Läufer startend unerreichbar. Aber die anderen beiden und damit ein Podiumsplatz waren mit 7 bzw. 32 Sekunden Vorsprung in Reichweite.

Gerade als guter Läufer macht so ein Format natürlich Laune, wenn man sich seine Ziele suchen kann. Der 7 Sekunden und 4 Plätze vor mir startende AK-Konkurrent lief überraschend stark an, aber ich versuchte, die 50m-Lücke ganz langsam, aber kontinuierlich abzubauen.
Dazu muss ich sagen: Ich habe meine GPS-Uhr versehntlich zu Hause liegen lassen und nur beim KM1-Schild mal auf eine geliehende ordinäre Stoppuhr geschaut. 3:26 war für mich grade so in Ordnung. Meine angepeilten Zwischenzeiten für einen 3:33-Schnitt habe ich schon mal umsonst ausgerechnet.
Mit diesem Tempo machten wir einige Plätze gut und überholten bald den zweitbesten Schwimmer unserer AK. Das war schon vor der Wendeschleife auf der ersten von 2 Runden. Am Anfang der zweiten Runde hatte ich mich dann bis an die Fersen meines Konkurrenten herangepirscht und blieb dran, ließ mich auch von ganz leichten Antrittsverschärfungen nicht abschütteln. Gefühlt hätte ich auch schon früher einen Überholversuch starten können, aber da mein Gegner ein Riese war und viel längere Beine hatte, rechnete ich mir auf der kleinen 3m hohen Bodenwelle etwa 400m vor dem Ziel die besten Erfolgschancen für einen Angriff aus. (Obwohl ich mit 1,85m und dünnen, langen Beinen auch nicht gerade die Bergläufer-Figur habe).
Das hat funktioniert, im Ziel hatte ich nach dem Endspurt 2 Sekunden Vorsprung und damit AK-Platz 2 (von 7).

Weil ich vergessen hab auf Stop zu drücken, erfuhr ich meine Zeit erst auf der Ergebnisliste: Mit 18:30 (Schnitt 3:26) hätte ich nie und nimmer gerechnet. Selbst ohne Berücksichtigung der Bodenwellen liege ich nach Jack Daniels-Rechner bei einem VDOT-Wert von 60 und damit über der Form von vor 2 Jahren, bevor ich meinen ersten Ermüdungsbruch hatte. Und das bei "nur" ca. 60-70 Laufkilometern in Belastungswochen.
Das hätte ich nicht gedacht. Und das ohne GPS-Uhr! Trotzdem oder gerade deswegen?!

(to be continued...)

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Sehr cool,

nur hätte ich beim Swim&Run überhaupt keine Schnitte, weil meine Schwimmzeiten einfach unterirdisch sind (obwohl sie sich schon verbessert haben).

Jagdmodus finde ich klasse - und den Schlusssprint hast Du super passend gelegt.

Hammer, was für eine Zeit! Grandios. Da zeigt sich mal wieder Qualität vor Quantität.

Wünsche Dir noch viele schöne Kilometer!

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