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Benutzerbild von Sirius

Unterwegs mit der Laufgruppe. Als Läufer sollte man immer mal wieder nach unten schauen, damit man weiß, wohin man tritt. Also schaue ich ab und zu mal nach unten, damit ich weiß, wohin ich trete. Da blitzt etwas auf. Ich stoppe und finde einen Schlüssel an einem grünen Schlüsselband. Vor meinem geistigen Auge steht eine alte Dame vor ihrem Häuschen und fragt sich:

„Wo ist denn nur mein Schlüssel?“
„Was mache ich jetzt nur?“
„Muss ich einen Schlüsseldienst rufen?“
„Kann ich mir den von meiner kleinen Rente überhaupt leisten?“

Ich schließe wieder zur Gruppe auf und melde: „Ich habe einen Schlüssel gefunden.“ „Und?“ fragt einer. „Was machst du jetzt damit?“
Oh! Tja! Was mache ich jetzt damit? 'Fundbüro' fällt mir ein. Vor meinem geistigen Auge sitze ich morgen in einem kalten Behördenflur. Graue Gestalten mit Ärmelschonern beäugen mich misstrauisch. Ich muss ein Formular ausfüllen:

„Was haben Sie gefunden?“
„Wo haben Sie es gefunden?“
„Wie haben Sie es gefunden?“
„Warum schauen Sie beim Laufen auf den Boden?“

Ich hatte mir den nächsten Tag anders vorgestellt. Ich überlege, ob ich den Schlüssel nicht irgendwo deutlich sichtbar hinhänge. Da ertönt hinter mir eine Kinderstimme: „Haben Sie einen Schlüssel gefunden?“ Zwei Jungen auf Fahrrädern. Sie hatten wohl gesehen, wie ich mich gebückt hatte. Ich verzichte auf die Eigentumsprüfung:

„Ist das wirklich dein Schlüssel?“
„Welche Farbe hat denn das Schlüsselband?“
„Die Schlüsselmarke weißt du doch sicher auch?“
„Und die Nummer?????“

Erleichtert drücke ich ihm das Fundstück in die Hand. Er bedankt sich höflich. Ich folge meiner Gruppe, erfreut darüber, dass ich den morgigen Tag wie geplant verbringen kann.

Allerdings: Wenn ich das Ganze noch einmal überdenke, dann hat der Junge eigentlich gar nicht gesagt, dass das sein Schlüssel sei. Auch nicht, dass er überhaupt einen Schlüssel verloren hätte. Grübel, grübel. Hoffentlich raubt er der alten Dame nicht das Häuschen aus.

Gruß

Sirius
...der mit offenen Augen rennt.

5
Gesamtwertung: 5 (10 Wertungen)

Och Mensch, die arme alte

Och Mensch, die arme alte Dame...

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Was ein Stress beim

Was ein Stress beim laufen..... :-))
Na ja, wird schon der richtige Eigentümer sein. Alte damen haben keine grünen Schlüsselbänder. Glaube ich jedenfalls...
Na toll, jetzt grüble ich auch :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

und was lernt man daraus?

Nie nach unten gucken beim laufen ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Du denkst zuviel.

Der Junge ist doch der Enkel der Oma - nur wollte die den Weg nicht nochmal gehen und hat ihn losgeschickt zum Suchen. Das ist doch sonnenklar!
;-)

Schade, dass es keine Geldbörse war...

Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst.
Aber finde bitte demnächst etwas Nützlicheres als einen Kinderschlüssel.
Streng Dich an. :-)

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Eine Geldbörse wäre ja

Eine Geldbörse wäre ja wieder mit Stress verbunden. Ich würde sie auch abgeben wollen. Ich träume aber immer noch davon, mal eine Plastiktüte mit vielen Tausenden Euro zu finden. Die würde ich nämlich behalten, weil das bestimmt Geld aus dunklen Geschäften wäre.

Allerdings wird dies immer ein Traum bleiben, weil es mir zu mühselig (und zu eklig) ist, jede Tüte, die da an der Strecke liegt, auf ihren Inhalt zu untersuchen.

Gruß

Sirius
...der an jeder Tüte vorbei rennt.

Du bist ein guter Mensch.

:-)

Na ja! Das mit der Tüte

Na ja! Das mit der Tüte wäre ja nicht ganz korrekt. Aber wenn´s richtig reich macht...

Enkeltrick?

Conny, Conny, das traust du dem Kleinen zu? ;-)

He Sirius, es hat sich bewährt, einfach alles in den öffentlichen Briefkasten zu werfen. Die Zusteller geben die Fundstücke dann irgendwo ab oder stellen sie zu oder auch nicht. Jedenfalls kannst du dir dann einbilden, sie würden es tun;-)

Hab mal nen Führerschein gefunden und ihn in einem Briefumschlag mit meinem Absender versehen bei der hiesigen Polizei abgegeben. Wusste nicht, wo der Typ wohnt, sollten die sich drum kümmern und neue Papiere sind ja nicht gerade spott billig. Irgendwie war ich dann doch enttäuscht, dass nichtmal nen kleines Dankeschön von dem Eigentümer kam. Na, der soll nochmal seinen Lappen verlieren, also ICH hebe ihn nicht auf;-)

Lieben Gruß
Tame

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