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Benutzerbild von Kaiserstädter

Duathlon BÄNG !!!

Wie schon seit einigen Jahren startet meine Saison mit dem Duathlon vom Marathon-Club Eschweiler. Dieses Jahr war der Austragungsort erstmals die Innenstadt von Alsdorf, einer kleinen Nachbarstadt von Aachen.

Meine Großeltern kommen alle aus Alsdorf. Mein Opa arbeitete auf „Maria-Hauptschacht“ und meine Mama hat ihre Ausbildung beim EBV, dem Eschweiler Bergwerksverein gemacht. Alsdorf war geprägt vom Kohleabbau und ist nun hoffentlich auf einem guten Weg, sich wieder neu aufzustellen. Leider sind meine Großeltern, die ich sehr liebte, schon tot und ich hatte keinen Grund mehr, Alsdorf zu besuchen. Nun hatte ich also einen neuen und guten Grund.

Die „City“ von Alsdorf ist jedenfalls schön gemacht worden. Das Grubengeläde der Zeche „Anna“ wurde saniert und ist nun der Anna-Park. Und dieser Park war die flache Laufstrecke, die nur durch einige spitze Kehren etwas verlangsamt wurde.

Dieses Jahr wurde erstmalig auch eine Kurzdistanz im Duathlon angeboten. Kurzdistanz bedeutet hier: 10 km Lauf – 40 km Rad – 5 km Lauf. Wollte ich nicht. Ich bin bei der Sprintdistanz geblieben, also von allem die Hälfte: 5 – 20 – 2,5.

Warum? Das hat was mit meiner Saisonplanung zu tun. Die ist dieses Jahr ziemlich chaotisch, was mich ein wenig beunruhigt. Wenn der Plan schon chaotisch ist, wie wird dann wohl die Wirklichkeit werden???

Mein Plan sah vor, 2 Dinge, die überhaupt nicht zusammenpassen, unter einen Hut zu bringen: Bestzeit beim Bonn-Marathon am dritten April-Wochenende und Titelverteidigung der Vereinsmeisterschaft Master Triathlon-Sprint am darauf folgenden Wochenende. Und was soll ich sagen? Es geht nicht. Ich habe den Bonn-Marathon für mich gestrichen (Meldegebühr in den Sand gesetzt) und gehe nun voll auf das Projekt Titelverteidigung.

Da diese auch ein Sprint ist, habe ich auch beim Duathlon den Sprint gewählt.

Vor einiger Zeit habe ich in dem Buch: „Triathlon – was wirklich schneller macht“ ein Kapitel über die richtige Renneinteilung gelesen. Diese ist bei der Sprintdistanz relativ einfach: Schwimmen mit 80 Prozent Leistung im Wasserschatten, Rad volle Möhre und Lauf ebenfalls volle Möhre bis man die Möhre im Ziel dann wieder auskotzt.

Also bin ich den Duathlon auch so angegangen: Lauf 1 mit 80 Prozent, Rad und Lauf 2 volle Möhre. Damit war natürlich klar, dass ich nicht wirklich vorne mitmischen werde, da die Taktik für einen Duathlon falsch ist, aber ich wollte mal spüren, wie sich die Lauf-km anfühlen, wenn man vorher am harten Anschlag geradelt ist.

Ich habe mich dann also in die circa achte Startreihe gestellt und nicht nach ganz vorne. Peng und los.

Lauf 1 – 5 km in 20:07 Minuten – Pace 4:01
Ich war sehr kontrolliert unterwegs, lief mir einige Schottersteine in die Schuhe, was mich ein wenig behinderte. Nach ungefähr 800 m hatte ich meine Lieblingsrenntaktik verwirklicht, die ich mittlerweile aus dem ff kann: Suche eine Dame mit hübschen Beinen, die genau das gewünschte Tempo läuft und folge ihr. Aaaah, da ist sie ja... alles klar, ich folgte.

Was soll man zu einem 5-km-Lauf in Pace 4:01 sagen? Da gibt es nix Neues.

Erster Wechsel – 58 Sekunden
Gestartet bin ich im Tria-Einteiler mit einem Radtrikot darüber. Laufkappe und Sonnenbrille. Ich hatte die schnürsenkellosen Rennsemmeln von ZOOT an den Füßen. Das Trikot hatte ich eigentlich auch für die Radstrecke vorgesehen, weil es beim Start doch recht frisch war. Während des Laufs kam aber die Sonne raus und so zog ich das Trikot bereits im Lauf 100 Meter vor dem Wechsel aus. So brauchte ich es in der Wechselzone nur noch hinwerfen, Mütze ebenfalls und der Griff zum Helm.

Warum kriege ich den Scheisverschluss nicht auf Anhieb zu? Gut, den Helm hatte ich 7 Monate nicht mehr auf dem Kopf... der Verschluss ist mit so einem Magneten – eigentlich super, aber heute kostete mich das 5 Sekunden. Hört sich nicht viel an, aber 5 Sekunden sind 5 Sekunden – ein Zwölftel einer Minute!

Meine neuen Radschuhe waren dagegen der Knaller: Ich habe extra Triathlon-Radschuhe gekauft. Die kann man besonders weit öffnen und sehr gut in sie reinschlüpfen. Man kann sie mit nur einem dicken Klettverschluss schließen. Das ging wunderbar.

Bis zum Kreidestrich, an dem man aufs Rad springen darf waren es gute 40 Meter...

Am Kreidestrich war etwas Stau. Ich schob mein Rad am Stau vorbei und sprang erst danach auf. Auch das ging gut.

Alles in allem ein durchwachsener Wechsel.

Rad – 20 km in 33:30 Minuten - Pace 35,8 km/h
Es war so geil. Es war eine Wendepunktstrecke, die es drei Mal zu fahren galt. Zunächst war es abschüssig. Große Scheibe und Kette rechts... jede Zurückhaltung vorbei, ich war im Endorphinrausch. Im Affenzahn bergab und bis ich unten war, hatte ich bereits 6 oder 8 Leute eingesammelt. Die Kampfmaschine war auf der Straße und die neuen Aero-Laufräder durchschnitten die Atmosphäe. Die Welt wurde in zwei Hälften geteilt, nämlich: 1. links von mir und 2. rechts von mir...

Wendepunkt, abbremsen, Kurve, Tempo wieder aufnehmen... wieder in die Aero-Haltung. Die Steigung war nicht heftig, nahm aber zum Ende hin zu. Da bin ich dann in der Aero-Haltung, also mit den Armen auf den Aufliegern, im Wiegetritt gefahren. Habe ich geübt und ist sehr brauchbar.

Auf den drei Runden habe ich insgesamt 28 Leute überholt. Im letzten Anstieg hörte ich mich auf einmal schreien: „Venga, venga!!!“ Ich feuerte mich selbst an und es kam einfach so ohne Überlegung aus mir heraus. Abgefahren, das Herz schlug bis in den Hals.

Zweiter Wechsel – 46 Sekunden
Es ist wohl einfacher, den Helm abzusetzen als auf. Schuhe gewechselt – ging gut. Die Steine hatte ich ja schon beim ersten Wechsel ausgekippt. Im Lauf die Mütze auf den Kopf und die Startnummer wieder nach vorne...

Ging gut... dennoch scheint das noch viel besser zu gehen, wenn ich mir die Wechselzeiten der anderen so ansehe... das werde ich mal richtig üben müssen.

Lauf 2 – 2,5 km in 9:33 Minuten – Pace 3:49
Was soll man da sagen – Anschlaglaufen. Ein wenig mehr währe eventuell noch gegangen, oder auch nicht. Keine Ahnung.
Kurz vor dem Zielkanal hätte ich fast noch einen überholt, aber als mich im Rückspiegel erahnte, gab er nochmal Gas und kam eine Schulterbreite vor mir ins Ziel. Da fehlten mir dann die 5 Sekunden vom 1. Wechsel.

Egal.

Ende
Kaum jemand an den Stationen der Zielverpflegung. Können also nicht all zu viele vor mir angekommen sein. Ich trank ein Bitburger-Alkoholfrei und holte mein Rad aus der Wechselzone. 10 Minuten später war ich im Auto schon auf dem Heimweg.

Ich war insgesamt 26. von 207 Startern, und 6. meiner AK MT45, die wie üblich sehr stark besetzt war, weil ich leider in einem sehr geburtenstarken Jahrgang bin... tja, die goldenen Zeiten der BRD und der Babyboom.

Dann war ich noch 5. der Städteregion und 1. AK MT45 der Städteregion. Habe also gewonnen. :-)

Ich bin zufrieden. Der Duathlon war ein schöner Saisonauftakt und hat mir die Erkenntnis gebracht, im Winter doch einiges richtig gemacht zu haben. Bin in der Lage, mich auf dem Rad und beim Lauf auszubelasten. Gleichzeitig habe ich noch Potenzial in den Wechseln.

Trotz starker Konkurrenz bei der Titelverteidigung bin ich zuversichtlich. Zwei Vereinskollegen haben eine avisierte Zielzeit von 1:15 Stunden für die Vereinsmeisterschaft gemeldet. Ich hatte letztes Jahr 1:17 Stunden. Ich habe mich in einigen Dingen noch etwas verbessert.

An mir müssen die erst mal vorbei.

Ich jedenfalls schmeisse meinen Hut in den Ring!

Kämpferisch grüßt der Betonpinguin.

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Du heiliges Kanonenrohr!

Was haben sie dir denn in den Kaffee getan?? Ich möchte ja auch mal von einem fliegenden Betonpinguin überholt werden der mir "venga venga" in die Ohren kreischt *wälzunterdemTischvorLachen*. Mein Kopfkino rotiert gerade...

Boah, was für ein Wettkampf! Bei den Zeiten kann ich ja eh nicht mitreden, aber selbst beim Lesen ging bei mir der Puls hoch. Uiii, da müssen sich die Merziger aber warm anziehen, wenn der Kaiserstädter kommt ;-)))

Ach, und zur Fremdsprachenwahl: hier bei uns schreit man "allez, allez", nur so zur Info ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Saubere Leistung, bist ja

Saubere Leistung, bist ja gut abgegangen.
Dicken Glückwunsch.

sehr gut gemacht, Oli!!

sehr gut gemacht, Oli!!

Du bist zufrieden?

Na sowas, wer hätte das gedacht? ;-) Applaus-Applaus, Konfetti, rauf auf die Tische, es darf getanzt werden! Mönsch, klasse Leistung und so eine tolle Blog-Einleitung und dann erstmal diese Überschrift, *einmalig!* Ganz fetten Glückwunsch aus der Südheide!

schwer beeindruckt
Tame

äh...Ulrike?!? Ich

äh...Ulrike?!?
Ich unterschreibe deinen Kommentar, ok?
UND ICH WILL SOFORT AUCH GENAU DAS WAS DER MANN DA IM KAFFEE HAT!!!
Ok, *Venga Venga* wirst du mich nicht brüllen hören, da habe ich dann keine Luft mehr für.
Geile Aktion, kann ich da nur sagen :-)))

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Venga Venga

... hätte ich auch zu gerne gehört :-D
Klasse geschrieben, freut mich, dass es klappt wie es soll. Ich bin sicher, bei der Vereinsmeisterschaft putzt du die Jungs runter. Und vielleicht macht dein Kampfschrei denen sogar Angst, wer weiß ;-)

Gelungener Saisonstart!

Tja, was soll man schon sagen zu 5Km in 20:07? Weiß ich jetzt auch nicht, da fällt mir nix zu ein, ausser vielleicht: will ich auch mal! Klingt alles, als wären ordentlich Endorphine im Spiel gewesen (Venga, Venga (-:). Herzlichen Glückwunsch!
Maren

Ich bin dann mal weg

Gesprochen "Allee"...

... richtig?
Flying Betonpinguin kommt beim Kopfsprung vom 1er für die Sportprüfung in Köln.

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Die Welt würde in zwei Hälften geteilt

...großartig! Glückwunsch zum Sieg!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Kaum scheint die Sonne,...

...da wird er übermütig.
Das wurde aber auch Zeit!
Gratulierende Grüße, Conny

"Die Welt in zwei Teile geteilt"

hat mir auch am besten gefallen!!! Großartig!
...und schnell wie Sau -- Hut ab! (aber ich würde ihn mangels solcher Zeiten nie in den Ring werfen....)

Gruß, Dominik
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"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

STARK

Gratulation zu Deiner Leistung, ja die Konkurrenz Ak 45 ist schon gewaltig,überall das gleiche. Gruß Maik

"Venga, venga" muss ich mir

"Venga, venga" muss ich mir merken, wenn ich mal wieder eine Weinbergschnecke überhole.
Großartiger Wettkampf und die richtige Einstellung.

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