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Benutzerbild von princess511

Am Dienstag nach Ostern machten sich thor67 und ich gemeinsam auf den Weg Richtung Kyffhäuser-Gebirge. Wir wollten dort eine Woche Urlaub verbringen, deren Abschluss der Kyffhäuser Berglauf bilden sollte. Übernachtet wurde in Kelbra in einer sehr schönen Jugendherberge ca. 3km unterhalb des Kyffhäuser-Denkmales. Dieses wurde auch gleich noch am Anreisetag von uns besichtigt und die Aussicht von da oben genossen. Im letzten Jahr hatte ich mich ja bei dem Lauf ein wenig darüber geärgert, dass ich da hochgerannt bin, schnell Foto machen, Verpflegung fassen und wieder runter. Schon aus diesem Grund nun heuer der Urlaub.
Da wir beide erst einmal Ruhe brauchten, wurde der Mittwoch in der Therme in Bad Frankenhausen verbracht. Sauna, eine wohltuende Rücken-Schulter-Nacken-Massage und ein wenig Schwimmen brachten die gewünschte Entspannung. Am Donnerstag dann wanderten wir zur Barbarossa-Höhle, die wie ich finde, sehr sehenswert ist, insgesamt ca. 22,5km. Sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg fanden wir immer wieder die orangen Richtungs-Schilder an Weggabelungen, die schon auf den Lauf vom Samsag hinwiesen. So wurde mir erstmals so richtig klar, wo ich schon im letzten Jahr überall langgelaufen bin und konnte die Strecke dadurch am Samstag auch noch viel bewusster wahrnehmen. Der Freitag war ein eher ruhiger Tag, zuerst ging es nach Weißensee, wo mein Mann als Kind immer die Ferien bei seinen Großeltern verbracht hat und danach haben wir uns das Panoramagemälde in Bad Frankenhause, auch bekannt als Elefantenklo, angesehen, sehr beeindruckend. Bevor es dann endlich Zeit war, die Startunterlagen abholen zu können, bummelten wir noch durch den Ort und schauten uns in Ruhe um. Kurz vor dem Abendessen kamen dann auch dusselliese und ihr Mann in der Jugendherberge an. Leider ging es ihr nicht so gut an dem Tag, so dass ein Start für sie noch etwas fraglich war. Samstag morgen dann gegen halb sieben Frühstück, dusselliese ging es etwas besser. Wir fuhren gemeinsam zum Start, die Männer schliefen noch und wollten nach dem Frühstück zum Denkmal hochwandern, um uns dort anzufeuern. Der Morgen war noch recht kühl, aber es sollte ein schöner Tag werden. Um 8:30 Uhr dann der Startschuss, die Ansage von dusselliese:"Schön langsam und ruhig, so richtig fit bin ich noch nicht wieder." Mir war es recht. Die ersten 6km bis zur Barbarossa-Höhle vergingen trotzdem wie im Flug. Wir trafen bekannte Läufer und unterhielten uns auch mit uns bis dahin unbekannten Läufern auf das Beste. Die Sonne kam immermehr zum Vorschein, so dass die Jacke bald um die Hüfte gebunden wurde und wir uns dann doch sehr freuten, als es nach weiteren ca. 6km endlich runter vom Asphalt und rein in den Wald ging. Der erste Anstieg zum Fernsehturm wurde im Gehschritt bewältigt, oben am Verpflegungspunkt standen wieder die Jungs von der Bundeswehr. Es wurde aufgetankt mit Tee oder Bier (Köstritzer Dunkel - lecker), ein paar Worte gewechselt und schon ging es weiter, ca. 52km leicht bergab und dann ein Anstieg (ca. 1km) zum Denkmal hoch. Dort warteten schon die Herren der Schöpfung mit den Fotoapparaten. Endlich konnte ich meine Jacke ganz loswerden. Der Kontrollstempel wurde nicht nur auf die linke Hand, sondern auch auf die Startnummer gemacht (diese waren übrigens in diesem Jahr mit dem Namen bedruckt und mussten hinterher nicht wieder abgegeben werden). Das Buffett wurde ausführlich begutachtet und durchprobiet, wobei der Haferschleim sich bei Weitem nicht mit dem vom Rennsteig messen kann. Gut die Hälfte der Strecke war geschafft, von jetzt ab ging es (fast) nur noch bergab. Und wie es bergab ging! Dusselliese ging es inzwischen wieder richtig gut, so dass wir regelrecht nach unten geflogen sind. Noch mal ein Anstieg bevor es dann wieder flott bergab Richtung Udersleben. Dort war wieder eine super tolle Stimmung. Der Anstieg zum Flugplatz wurde auch wieder im Gehschritt genommen. Die Sonne strahlte, so dass ich den leichten Gegenwind als recht angenehm empfand entlang des Flugfeldes. Noch ein kleines Stück durch den Wald bis zum oben bereits genannten Elefantenklo, am letzten Verpflegungspunkt wieder aufgetankt und im Sauseschritt Richtung Ziel. Jeder Läufer, der vor uns in Sichtweite kam, spornte noch mehr an, so dass wir auf den letzten km noch einige Läufer einsammeln konnten. Ich war auch immernoch super drauf, kein Fluchen und Meckern wie sonst und eigentlich war ich sogar fast ein wenig traurig, dass dieser schöne Lauf schon wieder zu Ende war. Auf der Zielgeraden liefen wir dann Hand in Hand und sehr zufrieden ins Ziel ein. Überascht war ich von den schicken Medaillen. Im letzten Jahr war es so ein olles Blechding, aber diesmal gab es welche in Form des Denkmales und sehr schön gestaltet. Nachdem wir uns noch etwas mit Salzbrezeln, Apfel und Isogetränk gestärkt hatten, gingen wir in die Therme zum Duschen, diese liegt ja zum Glück gleich direkt neben dem Zielbereich. Nun hatten wir auch Appetit auf ein Bier und eine Bratwurst. Mit einem Bummel durch den Ort bis hinauf zum Hausmannsturm, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf die ganze Gegend hat, ließen wir den Tag ausklingen.
Am nächsten morgen nach dem Frühstück war Abreise, allerdings wie schon im letzten Jahr mit Zwischenstop am Cospudener See. Die Runde um den See ist ca. 11km lang, wir machten noch einen kleinen Abstecher und sind so auf 11,5km lockeres Auslaufen gekommen.
Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, diesen Lauf mache ich ganz sicher wieder und kann ihn auch auf jeden Fall wärmstens weiterempfehlen.

Es war wieder ein wirklich schöner Lauf

Und dafür, dass ich am Freitag nur von Zwieback und Kamillentee gelebt hatte, wurde es doch von km zu km besser. Laufen scheint eine gute Therapie für fast alles zu sein.

Danke für die nette Begleitung!

Glückwunsch

zum Finish! Das klingt nach einer rundum gelungenen Woche und freut mich für Dich! Hoffe, den Kyffhäuser im nächsten Jahr endlich mal mitlaufen zu können :-).

Liebe Grüße,

Kasi

Sehr schöner und

Sehr schöner und lesenswerter Bericht!

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