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Benutzerbild von sarossi

„Finger weg“, kommt es gestern aus der hintersten Ecke der Küche von meiner Kollegin Anna*. Und meine Hand stockt mitten in der Bewegung über dem Muffin. „Keine Süssigkeiten mehr vor dem Halbmarathon“. Bernd grinst in sich hinein. „Zu viel Gewicht macht dich langsam.“ Da hat sie ja recht. Aber hätte ich da nicht vor 3 Monaten mit einer Diät anfangen müssen? Ich beiße herzhaft in den Muffin und ernte einen strafenden Blick. Sie ist unsere leistungsorientierteste Läuferin in der Firma und läuft diesmal das Viertele, genauso wie Bernd und seine Freundin. Er prustet vor Lachen und meint „Für die Kurvenlage braucht man schon etwas Gewicht.“

In der Mittagspause meine Frage an Christoph: „Trainiert Danni auch fleissig?“ Er antwortet beiläufig, sie mache gerade mehr als er. Sie ist mit mir letztes Jahr das Viertele gewalkt. Er läuft diesmal die gleiche Strecke. Auf meinem Teller liegt ein Salat. Annas Worte haben mir zu Denken gegeben.

Heute früh treffe ich vor dem Bürogebäude Erik. Er ist unser routiniertester Halbmarathonläufer. Ruhig und unauffällig hat er letztes Jahr das ganze Feld von hinten aufgerollt. Er ist heute die 14 Kilometer von zu Hause ins Büro gelaufen. Ein kurzes Nicken und dann sagt er mit einem Lächeln: „Es sind nur noch anderthalb Wochen.“ Ich zeige auf meine Tasche. „Ich laufe nach der Arbeit heim.“

Schon letzte Woche fing es in der Firma an: Das Lauffieber. Es wurden Anekdoten von der Veranstaltung im letzten Jahr ausgetauscht und über den aktuellen Trainingsstand fabuliert. Ja, und jetzt wird getapert. Als ich mich am Abend auf die Laufstrecke mache, frage ich mich, was das eigentlich so genau ist. Irgendwo habe ich was von Reduktion des Laufumfangs kurz vor dem Wettbewerb gelesen. Was kurz und was Reduktion heißt ist mir nicht so ganz klar geworden. Ich plane mal 5 Kilometer heim. Das klingt anderthalb Wochen vor dem Halbmarathon sowohl nach kurz als auch nach Reduktion und sollte passen.

Die Sonne lacht. Der 5 Kilometer Umkehrpunkt kommt und geht. Die Vögel singen das Abendkonzert. Der 7 Kilometer Umkehrpunkt kommt und geht. Die Luft riecht frisch nach Holz und feuchter Erde. Der 10 Kilometer Umkehrpunkt kommt und ich denke wieder ans tapern. Also trabe ich heim und genieße einfach diesen Lauf. Mit zu viel Gewicht und zu geringer Pace, aber jeder Menge Spaß am Lauffieber.

*Alle Namen sind natürlich frei erfunden.

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Gefährlich,

dieses Lauffieber und extrem ansteckend!
Ich fürchte, Du bist bereits unheilbar infiziert.

Behalte Dir den Spaß an der Sache und jetzt Füße hoch und dem Lauf gelassen entgegen sehen.

LG,
Anja

Zauberhaft!

Es macht so viel Spaß, das Lauffieber mit anderen zusammen - nunja, eben nicht auszukurieren, sondern auszuleben. Ich wünsche Dir und Deinen Kollegen noch ein paar tüchtige Fieberschübe in den nächsten anderthalb Wochen!

yazi

Ein solches FIeber

finde ich klasse!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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