Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Sirius

Der Wolf ist zurück. Seit Monaten überschlagen sich die Meldungen in der hiesigen Presse über die zunehmende Population des Wolfes in Niedersachsen. Es gibt jetzt Wolfsbeauftragte, Kameraobservierungen im Wald und jede Menge DNA-Analysen um festzustellen, ob irgendein unansehnlicher, übelriechender Kadaver Wolfsspuren aufweist oder ob der Wolf, der den grausamen Tod eines Hasens in Wildeshausen verursacht hat, nicht auch für das tragische Schicksal eines Rehkitzes in Hemmoor verantwortlich ist.

Meinungen werden eingeholt und geäußert. Naturschützer freuen sich über die Rückkehr der lustigen grauen Gesellen in ihre frühere Heimat. Schließlich lebten Mensch und Wolf schon in früheren Zeiten harmonisch zusammen. Der Wolf sei ein friedliebendes Tier, das für den Menschen nur dann gefährlich ist, wenn er sich bedroht fühlt. Aus dem letzten Jahrhundert gäbe es europaweit keine dokumentierten Fälle, in denen Menschen von Wölfen angegriffen worden seien.

Die Landwirte hingegen sind weniger begeistert. Dabei wäre die eine oder andere Kuh sowieso mal beim Schlachter gelandet. Und dass ein Wolf mal in einer Nacht 13 Schafe auf einer Weide tötet und 7 weitere so stark verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten? Auch in jedem Menschen steckt doch ein gewisser Spieltrieb.

Bislang wurde Meister Isegrim noch in sicherer Entfernung (ca. 40 km) von uns gesichtet. Allerdings auch schon am helllichten Tage auf einer Dorfstraße. Heute dann ein großer Bericht in der hiesigen Lokalzeitung: Am Rande eines Wohngebietes wurde ein stattlicher Wolf - etwas größer als ein Schäferhund - von Spaziergängern gefilmt und fotografiert, wie er einen Rehbock gehetzt, gerissen und dann über eine Landstraße(!) in den Wald geschleppt und dort gefressen hat. Der Vorfall fand in ca. 100 Metern Entfernung von der Stelle statt, wo ich am Wochenende immer mein Fahrrad abstelle um zu meinen langen Läufen aufzubrechen.

Das wolfstypische Verhalten scheint sich verändert zu haben. Mein Verhalten hat sich ja auch verändert. Früher bin ich nie allein durch die Wälder gelaufen, heute tue ich es. Und das ist das Problem. Sagt zumindest die beste Läuferin von allen. Ich sollte morgen doch lieber eine andere Strecke laufen. Aber wieso? Es gibt weltweit keinen dokumentierten Fall, dass ein Wolf einen in schweißnassen Funktionsklamotten daherlaufenden Sportler angefallen hätte. Außerdem stand ich im Rahmen der bisherigen Diskussionen immer auf der Seite der Naturschützer. Da kann ich jetzt nicht einknicken. Also freue ich mich darüber, dass ich beim Laufen einen großen Wolf in meiner Nähe weiß.

Ich werde morgen die geplante Strecke laufen. Auf jeden Fall in voller Polyester-Montur. Das Merino-Shirt lasse ich am besten zu Hause.

Ich werde berichten (oder auch nicht mehr).

Gruß

Sirius
...der mit dem Wolf rennt.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Tja, was soll ich sagen...

....bei uns in der Nähe treibt er auch sein Unwesen. Oh-oh, und solch Merino-Laufunterwäsche trage ich ständig. Was mach ich nun nur, was mach ich nur? Ich weiß, ich werde mich wie ein Esel verhalten, wenn ich ihn sehe. Die schreien bei Todesangst so grauenvoll, dass jeder Wolf das Weite sucht. Und glaube mir, ICH KANN DAS AUCH!!! ;-)
Aber mal im Ernst: ich bin son bissl hin- und hergerissen. Noch vor einem Jahr verteidigte ich den Wolf hier bei uns verbal bis aufs Blut. Jetzt wo er näher kommt, ist das mit dem Blut so ne Sache...

Lieben Gruß
Tame,
die weiterläuft, auf Wolf komm raus!

@ Tame

Bei euch gibt es auch einen? Dann ist er ja auch nicht weit von hier...

Ich hoffe, aus Richtung Osten.
War heute wieder im Wald, habe aber keinen gesehen, gehört oder gerochen...
Er mich aber vielleicht. Falls ja: Funktionswäsche mag er nicht.

Aber Achtung: Es ist bald Vollmond. :-)))

"Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende" (Oscar Wilde)

auch bei uns!

Auch bei mir sorgt der Wolf für Futter der Dorfpresse, er wurde hier gar in der Nähe des Waldkindergartens gesichtet...grusel,grusel...
Dabei ist ein Wolf doch eigentlich auch nur die Urvariante des doofen Hausfiffis, den doch alle sooooo liebhaben.
Den Deichschäfern hier wird empfohlen einen Esel zur Herde zu gesellen, der vertreibt wohl dann den hungrigen Isegrimm - ist aber beim Laufen wohl eher keine Option als Begleiter. Und da ein Wolf recht schnell sein kann und bis zu 70km Distanz zurücklegt: “train harder!! Du mußt einfach nur schneller und weiter laufen“
Ach ja, und nie mit Körbchen und Mutters Kuchen in den Wald gehen...
Ängstliche Grüße Fritze

"Run the marathon, not the sprint!"(Frank Underwood)

Leute macht ...

Euch keine Sorgen!

Wölfe greifen nur hübsche junge Läuferinnen an - was sollen sie mit so alten zähen Schuhsohlen wie uns Männern? Lachhaft! :)

Mädels passt schön auf, der Isegrim ist unterwegs :):):);)

mein Verein: non-stop-ultra

Ich bin noch da.

Habe einen schönen Lauf gehabt. Vorsichtshalber nicht bei Vollmond. Einen Korb mit Kuchen habe ich auch nicht mit gehabt und meine rote Mütze habe ich durch eine weiße ersetzt. Eselsschreie habe ich aber nicht geübt. :-D

Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Junge Läuferinnen habe ich allerdings nicht gesehen. Ein grauer Hund ist mir begegnet. Sah aber harmlos aus. Der will erst noch Wolf werden.

Gruß

Sirius
...der furchtlos durch die Wälder rennt.

wenn du schneller ...

... und weiter laufen kannst, ist doch alles i.O.
Intervalle sind ein sch...dreck gegen einen anständigen Wolf. ;-)

wenn du schneller ...

... und weiter laufen kannst, ist doch alles i.O.
Intervalle sind ein sch...dreck gegen einen anständigen Wolf. ;-)

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links