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Vorgestern und heute war ich mal eine kurze Strecke barfuß unterwegs. Also wirklich barfuß, nicht Barfuß-Schuhe (da laufe ich einen Vibram Spyridon).
Über die letzten paar Jahre bin ich alle halbe Jahre mal einen Kilometer barfuß gejoggt oder so. Dementsprechend dachte ich am Sonntag nicht, dass das sehr weit gehen würde bis mich meine Füße nach Hause treiben. Aus dem Haus, ohne bestimmte Strecke im Sinn, einfach mal die Wiesen und neben den Wegen entlang. Ich war verblüfft wie gut meine Fußsohlen das mitmachten, weshalb die Gesamtrunde dann auf 2,5km kam. Das ist zwar lauflängenmäßig eigentlich ein Witz, aber als ersten Barfußlauf fand ich das ganz nett.
Heute nochmal die gleiche Strecke mit einem Pace von 5:02. Auch hier: lächerlich im Vergleich zu dem was andere hier immer posten, aber für barfuß (und für meinen ansonsten lächerlichen Trainingszustand) dann doch ganz nett.
Auf jeden Fall ein Experiment das ich ab und zu mal wiederholen werde.

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Du

bist ja wohl ein zweiter Tarahumara...

wenn du diesen Beitrag guckst hast noch mehr Lust...
https://www.youtube.com/watch?v=CxAIPbTi2bM

ich finde..

...das überhaupt nicht lächerlich. 5:02 sind echt flott, und 2.5 km GANZ barfuß (bei der Kälte - brrr) kann ich mir schwer vorstellen.
Find ich gut! :-)

ganz barfuß

bin ich nie mehr als eine Stadionrunde gelaufen, also 400m. In Vibrams schon bis zu 8km und in den New Balance Minimus Trail 20km.

Ich finde deine Leistung gar nicht lächerlich.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Keine Angst?

Hallo Peter,

Respekt! Ich traue mich nie. Allenfalls würde ich mal auf einer Tartanbahn laufen und selbst da hätte ich Angst, dass da irgendwelche Splitter liegen.

Hast Du immer ganz genau hingeguckt oder hattest Du gar keine Angst, dass Du Dir die Füße ruinierst? ;)

Lieben Gruß,
Helge

Ich finde es...

...super sich selbst so zu fordern. Ich laufe gerne Barfuß (in dafür gemachten Schuhen). Dann auch mal etwas weiter bis 30 km. Für ganz ohne Schuhe fehlt mir die Überwindung, da ich meist auf Schotter am Kanal unterwegs bin.

Nur einmal habe ich das unfreiwillig gemacht. Hatte neue Zoom-Schuhe, die extra fürs Barfußlaufen gemacht sein sollten. Das musste ich ausprobieren. Als ich nach 4 km Blasen bekommen hatte, dachte ich dass das nicht so schlimm sein kann; als nach 15 km das Blut mittlerweile an der Außenseite hinablief, habe ich sie dann doch ausgezogen. Da war dann Barfuß-Zurück-Laufen auf Schotter eine schmerzliche Wohltat (aber auch nur 1,5 km) ;-) Die Schuhe habe ich trotzdem behalten und mit Socken noch 700 km gelaufen.

Weiter so, ich werde das vielleicht auch mal freiwillig ausprobieren!

Laufen in Wald und Wiese...

...fand ich angenehm an den Füßen. Aber alle von Menschen gemachten Wege eher unangenehm. Schotter fand ich ganz widerlich und schmerzhaft. Die Wiese daneben aber sehr angenehm. Einen Feldweg hatte ich der nur aus trockener Erde bestand, das ging gut.
Für ein paar Meter hatte ich nur Kiefernwaldboden oder Kieselsteinweg zur Auswahl und bin dann freiwillig im Wald gelaufen.

Ich hatte vor ein paar Wochen bei einem kurzen Lauf einfach mal auf den letzten Kilometer die Schuhe ausgezogen. Das war ein ganz guter Einstieg. Dann hat man ja trotzdem einen vollen Lauf gehabt und zusätzlich noch diese neue Fußerfahrung. Und es kostet keine große Anfangsüberwindung ob man das macht oder eben nicht, sondern man kann das spontan im Lauf entscheiden - vermutlich macht es das einfacher. Vielleicht bietet es sich so ja mal an bei dir.

Hab keine Angst. :-)

Hi Bryan / Helge (hast du 2 Vornamen?).

Ja, komisch, ich dachte früher auch, dass ich viel mehr auf den Boden gucken würde. Aber das lag daran, dass ich da oft über Felsbrocken gerannt bin (Uferbefestigungen). Und dabei hab ich sowieso ständig auf den nächsten Schritt achten müssen um mir nicht den Haxen zu brechen. Dort barfuß drüber zu laufen war dann noch mehr mit gucken verbunden.
Bei dem Lauf hier hab ich aber auch bemerkt, dass ich zwischendrin gar nicht vor meine Füße geschaut habe, eher so auf die nächsten 5-10 Meter. Selbst in einem kurzem Kiefernwaldstück hab ich nur grob geschaut welchem halben Meter ich lieber ausweiche - aber Schritt für Schritt gucken war gar nicht so nötig. Ich war selber sehr verblüfft.

Danach hatte ich 2 Blasen. Jeweils die zweite Zehe vorne, also genau der Bereich auf den beim Abdrücken die größte Scherkraft entsteht. Nachvollziehbar.
Den Ballen geht es prima.
Irgendwo in der Mitte war eine 1mm Blutblase, die aber nicht von Langzeitbelastung kam, sondern wo ich eben irgendwo doch in ein Ästchen gestiegen sein muss. Naja.
Für 5km barfuß in 3 Tagen lächerlich wenig. Ich dachte auch, dass die Sohlen mehr Schaden davontragen würden.

Ich glaube beim Laufen drückt sich alles was kleiner als 3mm ist einfach nur ein, aber hinterlässt keine Verletzung. Von dem her wäre ich nicht besorgt um Dreck auf der Tartanbahn.

Ich hab auch gemerkt, dass ich viel mehr über die Beine herausfedere und bei möglicherweise schmerzhafterem Untergrund so laufe, dass der Druck am Fuß nicht so hoch ist und dass ich dort mit möglichst viel Fläche auftrete. Also genau andersherum als wenn man ungeübterweise über Schotter läuft und der Illusion verfällt es täte weniger weh wenn man nur auf dem Vorfuß geht. (Zu Beobachten an Campingplätzen etc. ;-)

Kälte war kein großes Problem.

Die Kälte ging eigentlich. Gemerkt habe ich die nur, wenn ich mal ein paar Meter durch Matsch lief. Ich glaub die Füße sind da auch viel aktiver dabei und werden ziemlich gut durchblutet. Außerdem war der Lauf mit 13min ja auch kurz genug und der Tag war vorher schön sonnig.
Auf Schluss zu hatte ich schon gemerkt, dass die Zehen steifer werden und mir gedacht jetzt dürfte lieber nichts mehr passieren.

Zu deiner Erleichterung: 2,5km konnte ich mir, als ich aus dem Haus ging, auch noch nicht vorstellen. Da dachte ich eher an 1000-1500m. 2,5km ergaben sich spontan als die ersten 500m besser als erwartet verliefen.

Vibrams trainieren gut.

Meine Füße sind zumindest den Laufstil schon mal gewohnt: seit 2011 jogge ich nur noch in Vibrams. (Erst die Komodo Sports, jetzt den Spyridon.) Letztes Jahr war ich 2-3x etwa 25km unterwegs mit denen, sonst eher so 8-12km. Zumindest sind meine Füße es gewohnt nicht auf der Ferse aufzukommen. :-)

Aber dass ich Vibrams durchgängig laufen kann, liegt auch daran, dass ich viel im Wald laufe und der Boden eben schön gedämpft ist. In einem StraßenHM wäre ich verloren. Von dem her ist das halt einfach ein Schuhtyp, der meiner Streckenwahl entgegen kommt - und dann auch einen Übergang zum wirklichen Barfußlaufen leichter ermöglicht. Und durch Waldlauf bin ich es auch eher gewohnt teilweise auf jeden Schritt zu schauen und gleichzeitig auf die nächsten 10 Meter - das war barfuß dann sehr ähnlich.
Von Straßenjogtraining mit gedämpfter Ferse und ungeübtem Blick dann auf knallharter Straße barfuß laufen hätte ich NIE 2,5km quasi aus dem Stand geschafft. :-)

TED-Talk

Den TED-Talk von Christopher McDougall (Autor von Born to Run) hab ich tatsächlich vor ein paar Monaten gesehen. :-)
http://www.ted.com/talks/christopher_mcdougall_are_we_born_to_run?language=de

Und die Endurance Running Hypothesis ( https://en.wikipedia.org/wiki/Endurance_running_hypothesis ) halte ich für gar nicht mal so weit hergeholt.

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