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Benutzerbild von Schalk

Transgrancanaria 2015 - Das war ein Lauf!
Völlig chaotisch und sauanstrengend.
Die Daten an sich lesen sich ja auch schon mal ganz anständig. Auf der Webside des Veranstalters ist von 125km und 8500Hm zu lesen. Im Vergleich zum UTMB oder der Diagonale sind das fast (!) die gleichen Hm auf deutlich reduzierter Distanz. Ich habe das mal so interpretiert, dass diese nervigen Flachpassagen einfach zu Gunsten der Spaßmeter weggelassen wurden; also vorher habe ich das so interpretiert.
Um sauber in den Wettkampf zu kommen, sind wir schon mal ne Woche vorher angereist, haben uns ein wenig akklimatisiert und Sonntag und Montag schon mal die Strecke ab km70 (Tejeda) bis ins Ziel angeschaut. Das hatte drei sehr entscheidende Vorteile. Ab Tejeda wußte ich somit was noch kommt, wir konnten noch einmal ein paar negative Hm trainieren, was den gesamten Winter über aus verständlichen Gründen leider zu kurz kam und vor allem hatten wir an beiden Tagen super Wetter und eine absolut geile Fernsicht. Vom Roque Nublo aus auf den Teide auf Teneriffa schauen zu können, ist schon richtig beeindruckend.

Blick auf Teneriffa mit dem Teide …

… vom Roque Nueblo aus.
Am Wettkampftag war es fast die gesamte Zeit bedeckt – die Sicht war also eher nicht vorhanden. Aber zum Lauf gibt es in der Tat Schlimmeres. Strahlenden Sonnenschein braucht man da nicht unbedingt.
Dienstag bis Freitag war relaxen angesagt. Der Muskelkater in der Oberschnekeln vom Montag mußte abklingen, der Körper etwas Kraft tanken. Trotz der vielen Zeit hatte ich es irgendwie nicht in die Reihe bekommen mir einen kleinen Schlachtplan zu machen. Es gab zwar Ergebnislisten von den Vorjahren. Da sieht man aber nicht die km-Angaben wo die Zeitmatten liegen. Sinnvollerweise liegen die nicht an den VPs. Somit konnte man mit den Zwischenzeiten nichts anfangen. Egal. Dann eben am Start loslaufen und im Ziel ankommen und dazwischen so laufen, wie es geht.
So ging es am Freitag um 20:15Uhr völlig unvorbelastet mit dem Bus zum Start auf der anderen Seite der Insel nach Agaete. Schön war es mit Andreas noch eine Runde im Bus über den Lauf zu philosophieren. Die Wartezeit bis zum Start verbrachten wir recht windgeschützt im Eingangsbereich eines Restaurants. Mit unterwegs waren Tanja und noch ein Andreas. Letzerer war doch bei diversen Läufen schon leicht ;-) schneller unterwegs als ich. Bei der BC 2015 wollte er aber ab Barbis nicht mit mir weiter mitlaufen. Waren wir gleich gut in Form? Könnten wir zusammen laufen? Er meinte, er würde mich eher ziehen lassen wollen. Tanja hatte bei ihrem ersten richtig großen Kanten mehr die doch etwas anspruchsvollen Cut-offs im Blick und mein Berliner Andreas war hier schon des Öfteren gelaufen. In Anbetracht des Trainingszustandes wollte er es richtig angehen lassen und dann mal schauen.
Das Wetter auf der Insel ist doch etwas unterschiedlich. Im Norden, wo wir starteten ist es immer etwas kühler und gern auch mal feuchter. Auch in den Bergen können die Temperaturen durchaus mal noch nachts auf den Gefrierpunkt absinken. Im Süden, also Richtung Ziel es dann im Normalfall warm. Angesagt waren für Start und die Nacht um 12-14°C und tagsüber im Süden um 24°C. Wind war angesagt. In Agaete angekommen schauten wir uns kurz den Startbereich an und verkrümelten uns dann in einem Restaurant eine Querstraße vom Eingang in den Startbereich weg. Es war noch etwa eine Stunde Zeit. Auch die verging und etwa 20min vor dem Start „packten“ wir uns dann winddicht ein und ab ging es in den Startkorridor und dann auf die Mole an den Start. Das war schon beeindruckend. Wir standen auf der Mole, hinter uns die See, rechts von uns türmten sich Felsen auf und gerade zu sah man im hellen Mondlicht die fast direkt vor uns liegenden Berge in die es gleich gehen sollte. Da wir doch so lange im Restaurant gesessen hatten, kamen wir auch recht weit hinten in die Startaufstellung. Ich bekam innerlich schon gleich erst mal ne Panne, weil es nur lediglich ein, zwei km durch den Ort gehen sollte und dann gleich auf schmalem Trail nach oben. Super! Sachte angehen paßt ja. Aber im „Ruhepuls“ nach oben „schlendern“ hatte ich jetzt auch nicht vor. Das ist dann halt so. Wir verabschiedeten Tanja und seitlich ging es noch ein paar Meter weiter vor. Dort verabschiedete ich mich von beiden Andreassen und schlängelte mich seitlich dann doch noch bis auf zwei Meter an die Startlinie vor. Somit sollte das eigentlich passen.
Passen? Wofür? Eigentlich doch nur zum zu schnellen loslaufen. Platzen mit Ansage könnte man das auch definieren.
Der Startschuß fiel und los ging es. Meine Sorge, vernünftig weg zu kommen, war völlig unbegründet. Es ging zwar zügig los, aber trotzdem sortierte sich im Anstieg noch im Ort bereits das Feld. Bereits nach zwei oder drei km war der lange Andreas an mich ran gelaufen. Ab da sollten wir lange Zeit zusammenbleiben. Im Anstieg an den ersten Berg überholten wir den/die eine/n oder andere/n. Irgendwann lief ein Mädel vor mir, die einen zügigen Schritt drauf hatte. Es war ein angenehmes, aber doch zügiges Tempo. Weiter überholen war bei ihrem Tempo für mich „verboten“. So blieb ich dahinter. Der Lange war immer irgendwie in der Nähe. Drollig war dann weiter oben, wo man nebeneinander Laufen konnte, das er das Mädel kannte, Denise aus Mels, CH. Lauffreunde wurden ausgepackt, über Läufe erzählt. Das eine oder andere Mal liefen wir nicht mehr zusammen, um dann irgendwie immer wieder zusammenzufinden. Sehr drollig wie ich fand.
Der Lauf war in diesem Bereich (für mich) hoch anspruchsvoll. Alle Läufer in dem Bereich in dem ich lief, waren zügig unterwegs. Ich fragte mich mehrfach wie viele in dem Bereich später dem Tempo Tribut zollen mußten. Zu dem war das Gelände technisch so anspruchsvoll, dass ein Verpflegen im Lauf kaum möglich war. Für die ersten 50, 60km hatte ich in Summe zwei Flaschen mit Chiasamen anbei. Die waren etwas dicker angemischt. Bis da etwas aus der Flasche im Mund landete, mußte man Hölle aufpassen während des Laufens nicht irgendwo hängen zu bleiben. Neben dem sehr forschen Anfangstempo war da doch gleich die Basis für ein Platzen in Würde gelegt. Wenig Futter, angenehmes, aber doch zügiges Dembo – Das konnte doch gar nicht gut gehen. Aber gedanklich war das natürlich überhaupt nicht so. Es lief einfach locker, fluffig lang hin. Die km verflogen im nu.
Um km30 muß es gewesen sein, wo ich dann endlich Denise ziehen ließ. Sie meinte zwar auch es läuft nicht so. Letzte Woche noch krank gewesen. Da fehlen ein paar Körner. Eventuell läuft sie dann mit ihrem Freund das Ding nach Hause. Der startet beim 86er. Aber in Summe hatte sie doch noch mehr Zug im Schritt, als ich das wollte und auch können würde. Ich denke, es war deutlich zu spät sie ziehen zu lassen. Aber egal. Kurz darauf fragte ich dann gefühlt zum 27.Mal, ob der Lange, der immer hinter mir lief nicht doch vorbei wolle. Als Denise weg war, zog auch er los und es dauerte keine Minute, dass er aus meinem Sichtfeld verschwand. Für derartige Spielereien habe ich dann doch nicht die notwendige Grundschnelligkeit. Aber gut, dass ich sie habe ziehen lassen. Der Knall wäre sonst doch deutlich eher und lauter geworden.
So konnte ich nach ungefähr 5h Laufen mein Dembo suchen und finden und war bis zum Startort des 86km-Advance-Laufes noch in einer recht guten Verfassung. Klar merkte man die Schnekel schon leicht, aber 3800Hm hatten wir auf diesen 42,8km ja auch schon weg. Ziemlich genau eine Stunde vor deren Start passierte ich Fontanales. Keine 90km mehr, nur noch vielleicht 4000Hm – eigentlich ging es dafür noch ganz gut. Tendenziell ging es jetzt erst einmal bis Teror (km56,4) bergab. Bergab? Naja. Ein Anstieg war noch drin. 750Hm sollte dieser Abschnitt laut Veranstalter haben. Wobei man festhalten kann, dass auf der gesamten Strecke, jedenfalls bis km110 eigentlich nichts wirklich gerade ging. Entweder es ging hoch, oder es ging runter. Wann würden mich die ersten Läufer des Advance-Laufes überholen? Auf schmalem Trail in den Bergabpassagen wäre das doof. Schaun wir doch einfach mal.
Mittlerweile war das Feld doch weit auseinander gezogen. Allerdings waren immer noch hier und da Leute mit mir unterwegs. Erwartet hätte ich schon langsam einsamer auf der Strecke zu sein. Ich begann nun auch langsam die Gegend zu genießen. Hoch war ich immer etwas schneller, als andere on Tour. Runter wurde ich wieder eingesammelt, weil ich es da doch ganz bewußt seehr locker angehen ließ. Gerade das Bergablaufen ist immer wieder schwierig, da man lange Bergabpassagen bei uns eben nicht trainieren kann. Aufbau-km in den Bergen hatte ich so zeitig im Jahr noch keine. Die letzten richtigen Berge hatte ich im September gesehen. Die Muskulatur fängt das dann eben nicht so weg, wie dies noch im September der Fall war. Zum Glück hatte ich gerade darauf aber auch schon auf den ersten 30km geachtet. Runter war von Beginn an mehr als Moderat. Trotzdem merkte ich abwärts nach Teror dann doch langsam die negativen Hm.
Nach 50min schoß der Führende des kurzen Laufes an mir vorbei. Das war schon hübsch anzusehen, wie er abwärts vorbeifegte. Aber OK, er hatte ja gerade erst 6 oder 7km in den Beinen und sicherlich lief er nicht umsonst da vorn. Nach weiterten vier und sieben Minuten folgten der Zweite und Dritte und dann schoben sich so nach und nach die schnellen Leute des Advance-Laufes an einem vorbei.
VP in Teror. Ich brauche was zu Futtern. Das Buffet war doch recht ausgesucht. Aufgeschnittene Apfelsinen sind gut, aber das hält nicht lange an. Da muß Energie rein. Trocken Brot und Wurst- und Käsewürfel waren jetzt auch nicht so der Brüller. Der Rest war für mich (!) zu vernachlässigen. Ich schnappte mir ein paar Würfel Wurst und Käse, füllte die Wasserflasche auf und zog weiter. Auf dem nächsten km versuchte ich dann das trockene Zeug mit Wasser nach unten zu bekommen. Ging. Kartoffeln oder etwas Pasta wäre nach 9h Laufzeit einfach mal nicht schlecht gewesen. Egal. Dann muß es so gehen. Ab jetzt ging es wieder nach Oben. 1275Hm laut Profil am Stück. Oben würden wir 5.800Hm weg haben und dann käme auch nur noch ein Berg. Alles andere geht es mehr oder weniger runter. Hoch geht gut. Die Chaisamen kompensierten die magere Versorgung von Teror und lustig war, dass ich nun nach Oben doch öfter mal die Leutchen mit den grünen Startnummern (Advance-Lauf) überholte. Beim Blick auf das Höhenprofil meint man es ginge stetig bergauf. Der Blick in die Gegend ließ mich allerdings immer wieder daran zweifeln. Das war kein so großer Hügel in der Nähe. Stattdessen war dies eigentlich ein stetiges leichtes Hoch und Runter. Vielleicht ging es immer mehr Hoch, als Runter. Das Mag sein. Gefühlt war das Auf und Ab ätzend. Ich konnte nicht mehr ablaufen. Die Schnekel streikten. Hoch war zügiges Wandern, runter war Wandern und bei den „Grünen“ um mich rum Laufen. Das war perfekt für den Kopf. Da wo es bescheiden läuft, sammeln dich dann auch noch Haufenweise Leute ein. Beruhigend war wenigstens, dass die „Blauen“ um mich rum auch nicht wirklich schneller waren. Wenigstens das! Während ich dieses beherrschbare Auf und Ab am Rennsteig mag und kann, ging ich innerlich die Wände hoch hier im gut Laufbaren nicht mehr laufen zu können. Ätzend! Besserung war nicht in Sicht. Nach einem Hügel kam der Nächste und nach dem wieder der Nächste. Und zum VP nach Tejedas kam ja auch noch ein recht hübscher Abstieg. 500Hm bergab bis in den Ort. Ich haße es! Irgendwo in den Hügeln kam ein Getränke-VP. Chia, Wasser auffüllen. Ein Stuhl. Laß die anderen laufen. Erst mal setze ich mich kurz hin. In den Waden war Kino. Das muß sich beruhigen; wenigstens etwas. Dann konnte es weitergehen. Lange saß ich nicht. Aber es war gut kurz anzuhalten. Weiter ging es. Oben kurz hinter dem letzten Anstieg bis Tejedas war die Zeitmessung und dann ging es runter, runter und nochmals runter. Die Grünen zogen einer nach dem anderen an mir vorbei. Klar, die hatten auch 7h, 3800Hm auf 42km weniger in den Beinen. Vor sieben Stunden sah das bei mir auch noch anders aus. War das hier normal? Drecks Renneinteilung! Ist ja nicht so, dass ich das nicht wußte, ist ja nicht so, dass es mir Andreas oder Jan nicht vorher noch einmal (Einmal? Mehrmals!) erwähnt hätten. Andererseits waren so viele von der langen Strecke nun auch nicht deutlich besser. Irgendwo weiter oben suchte ich mir am Wegesrand erst mal einen Stein, setzte mich, betrachtete das Kino in den Waden und schaute mir die Jungs und Mädels an, die hier Laufen konnten. Aschu kam vorbei. Er war auf dem 86er unterwegs. „Was ist los?“ Ich winkte ihn nur weiter. Auf Kommunikation hatte ich grad keine Lust. Nach ein paar Minuten und etwas Verpflegung ging es erst mal weiter mit Wandern – immer schön bergab. Alles gut laufbar. Erwähnte ich das schon? Eine gefühlte Viertelstunde später kam Jan – auch auf dem 86er. Schön, wie es bei ihm lief. Ich mache jetzt erst mal sachte und Zeit ist ja auch noch genug sich zu erholen. Ein Berg kommt ja noch und wie es dann abwärts läuft, das findet sich. Der schnelle Andreas vorn ist eh weit weg und mein Berliner Andreas würde irgendwann schon kommen mich aufzusammeln. Das kennen wir ja nun schon von TDG und Diagonale. In aller Ruhe zog ich den Berg nach unten Richtung Tejeda. Janz langsam lief ich wieder.
In Tejeda müßte ich erst mal was ordentliches Essen, ne kleine Pause machen und dann ginge es auch schon wieder. So war Hoffnung und Plan. Tejeda stand Silke! Das war schön! Und es gab Kartoffeln mit roter Soße. Lecker! Fünf, sechs, sieben, acht dieser leckeren kleinen Kartoffeln fanden den Weg in meinen Magen.

Die Windjacke hatte ich an. Regenjacke und Regenhose gab ich Silke. Ab jetzt wird es eher wärmer und bleibt es trocken. Als Pflichtausrüstung hält die Windjacke einer Kontrolle auch stand. Als ich so langsam wieder los wollte, kam Andreas von oben runter. Paßt doch. Dann wird jetzt also einen Gang rausgenommen und das Ding in Ruhe zu Ende gelaufen. Nach 12h war jetzt endlich wieder was Anständiges im Magen. Jetzt kann es weitergehen. Ich werde mich schon wieder erholen. Am Berg geht so was irgendwie auch immer schnell. Vielleicht zwei km liefen wir zusammen und wie es in den Anstieg ging, zog ich dann doch los. Ich verabschiedete mich bis Geranon. Dort bei km80 war eine Wechselstelle bei der man ein Drop bag deponieren konnte. Dort wollte ich auf Andreas warten.
Der Magen war gefüllt. Es machte wieder Spaß. Wettkampf war eh nicht mehr. So konnte ich einsammeln. Das macht doch Spaß. Ab jetzt kannte ich eh den Weg. 1400m ging es bis zum Höchsten Punkt der Strecke und dann war es das mit den Positiven Hm, weitgehend. Hach, war das schön wieder mit Zug unterwegs zu sein. Ich genoß es und machte Druck – Druck als gäbe es kein Morgen. In Geranon würde es wieder was Anständiges zu Futtern geben. Da kann ich wieder auf Andreas warten und den Rest, den sehen wir dann schon. Der Weg machte Spaß. Die Aussicht war bescheiden. Es war bewölkt und Windig. Keine Fernsicht. Kein Blick rüber nach Teneriffa möglich. Heute war das ganz angenehm. Wir hatten uns diese genialen Blicke ja schon am Montag gegeben. So war es wenigstens nicht so warm. Das war gut. Nach dem Roque Nublo ging es erst mal wieder etwas runter und so langsam fing der Kopf auch wieder an zu arbeiten. Der Rest von Verstand setzte ein. Klar war das Hochkacheln schön und machte Spaß. Für die abschließenden 40km runter ist das aber irgendwie nicht wirklich von Vorteil. Nach den Pause in Geranon geht es die letzten Hm zum Pico Nieves sachte hoch und dann kontrolliert nach unten. ‚Ich will den Rest runter wieder Laufen!‘ war nun erklärtes Ziel.
In Geranon gab es Pasta. Die war gut. Die Stöcke kamen ins Drop bag. Der Rest blieb. Ich würde Zeit haben, bis Andreas käme. Zeit für ein kleines Nickerchen. Dann wieder die Augen auf. Andreas war nicht zu sehen. Noch ne Ladung Pasta. Sehr gut. Leute kamen, Leute gingen. Ich saß da, war wieder komplett erholt und wartete. Eile war nicht mehr da. Wozu auch. 20 oder 25min muß ich im VP zugebracht haben. Auf die Uhr hatte ich eh länger nicht mehr geschaut. Dann sah ich Andreas. Er hatte schon gegessen und mich nicht gesehen. Ich hätte ihn beim Nickerchen fast auch nicht gesehen. So gut, wie es mir wieder ging, verabschiedeten wir uns dann aber doch und nun ging es schön beherrscht und doch zügig in den letzten „richtigen“ Anstieg. Noch einmal zwei oder 300m hoch und dann lange Schuß nach unten nach Tunte. Ab da waren es dann noch 30km bis ins Ziel. Es war das alte Spielchen. Es ging gut, Ich überholte. Es machte Spaß. Ich genoß die Gegend. Vom Weg kannte ich nur die kleine Schleife zum Pico Nieves nicht, den Abstieg nach Tunte aber schon.
Pico Nieves. Oben! Noch 40km. Die Beine waren locker. 10km Downhill. Na dann schaun mer mal, was das so wird. Ich konnte Laufen, sammelte ein. Alles gut. Jetzt bloß nicht wieder zerschießen. Schön kontrolliert nach unten. Nach einem kurzen Pipistop gesellte sich ein Läufer zu mir. Er lief knapp hinter mir.
„Willst du vorbei?“
„Nein! Ist gut so.“
Wir liefen vielleicht einen halben km. Dann fragte ich wo er her käme.
„Switzerland.“
„Oh, dann ist es sicher einfacher wir sprechen Deutsch weiter. Oder kommst du aus dem französischen Teil?“
Kam er nicht.
„Es ist mein erster Ultra hier.“ meinte er dann.
„Puh, das hast du dir aber ein Brett ausgesucht. Erster Ultra und dann so was hier. Das nenn ich anständig.“
„Ach, ich habe eine ganz gute Trainerin: Denise.“
Das war ja witzig. Nun konnte ich erzählen mit ihr ne ganze Weile zusammen unterwegs gewesen zu sein. „Dann sag ihr mal nen schönen Gruß. Der Schalk aus Berlin hat sich dann doch wieder etwas gefangen.“ So ging es zügig nach unten. Ich konnte mitteilen wie der Weg weiterging. Steiler, oder etwas aussetziger, wo es gleich lang ginge, wie weit es noch ist. Er blieb die ganze Zeit vielleicht vier, fünf Meter hinten. Es war ein angenehmes abwärtslaufen. Gemeinsam macht das eh mehr Spaß, aber wir kachelten nicht runter und er stand mir nicht im Nacken, wie man es manchmal hat. Wenn man da mal aufgrund des Weges etwas ins Stocken kommt, muß man sonst gleich aufpassen, dass man keinen im Kreuz hat. Nein, das war sehr schön. Und es lief wieder! Genial.
Temperaturmäßig war noch alles im grünen Bereich. Es war bewölkt, leicht windig. Perfekt. Kurz vor Tunte warteten dann die Eltern von Denis auf Frank. So lief ich in Tunte dann doch wieder allein rein.
Nun noch 30km. Die letzten 15km war ich zügig unterwegs. Trotzdem meldeten sich die Schnekel nicht negativ. Im Ortseingang Tunte kam ein flaches Stück und plötzlich konnte ich ohne irgendwelche Probleme noch einmal schön beschleunigen. Da wurden anscheinend mal andere Muskeln belastet. Es war dieses herrliche Dahingleiten. Geil. Wenn so was ab Arteara auch gehen würde… Aber erst mal ging es noch einmal im Ort steil runter. Zwei Mal links, einmal Rechts und schon war man an der Kirche. Direkt dahinter war der VP. Schnell Wasser auftanken, einen Schluck Cola – der erste im Rennen – ein paar Energieriegel gegriffen, dann kam auch schon Frank ich verabschiedete mich und weiter ging es. Noch 30km. Es waren 16:40h vorbei und bis 22h noch 5h:20 Zeit. Da könnte noch was gehen. Aus Tunte raus ging es zwar noch einmal hoch. Aber das war nicht so schwer und könnte sogar weitgehend laufbar sein. Oben zieht es sich dann ganz schön. Das dürften um die 8-10km wellig, mit Tendenz nach unten sein und dann kam ein schwerer Abstieg nach Arteara. Das waren sehr steile ca. 700Hm. Aschu meinte am Montag als wir dort gelaufen waren, das war kein Weg sondern mehr eine Ansammlung von Steinen die so angeordnet sind, dass es scheint dort ginge es lang. Ich glaube dies trifft es ganz gut. Arteara sind es dann noch reichlich 15km. Es geht noch einmal ein kleines Stück nach oben und dann auf einem endlosen Fahrweg immer gerade oder leicht bergab dem Ziel nach Maspalomas entgegen. Von Arteara bräuchte ich noch mal anderthalb bis zwei Stunden. Wenn ich mit 19h oben am Abstieg bin, könnte noch was gehen – vorausgesetzt ein 6er Schnitt läßt sich ab Arteara dann noch laufen.
Raus aus Tunte ging es mit Zug. Auf in Richtung letzter Hügel. Ich sammelte ein. Es lief. Es machte Spaß. Der lange Andreas wird längst dem Ziel entgegen streben. Denise, Jan und Aschu dito. Wie wird es bei denen gelaufen sein? Im Ziel werden wir uns wieder sehen.
Der Lauf war wieder nach meinem Geschmack. Kartoffeln und Pasta und ne saubere Renneinteilung sind wohl doch nicht so schlecht. Nicht, dass das jetzt neu wäre. Aber manchmal setzt eben irgendwas aus. Egal. Es hatte ja auch wieder eingesetzt. Mittlerweile flog ich an allen anderen vorbei. Juhu. Nur mit dem Rechnen war das so ne Sache. 15km bis Arteara von Tunte. Ich kam mit den gelaufenen km auf meiner Uhr, denen bis Arteara und denen bis ins Ziel nicht so ganz klar. Auf der Uhr standen längst vier oder fünf km mehr, als es offiziell sein sollten. Drei Mal hatte ich mich kurz verlaufen. In Summe dürfte das aber nicht mehr als 1km gewesen sein. Was auf der Uhr stand, war eh egal. Aber die km-Schilder bis zum Ziel, die alle 5km standen irritierten mich immer völlig. Das korrelierte nicht mit den km auf dem Höhenprofil auf der Startnummer. Auf den Schildern war es immer weiter. ;-( 25km to go. ??? Das muß doch kürzer sein? Das sind doch keine 10km mehr bis zur Oase in Arteara! Egal. 19h im Einstieg zum Abstieg und dann sehen wir mal.
Vielleicht zwei km vor dem Abstieg kam dann aber doch noch eine Überraschung. Da lief doch tatsächlich Denise. Ich erzählte, dass ich mit Frank vom Pico Nieves bis Tunte zusammengelaufen bin und machte mich weiter. 19:08h war ich am Abstieg. Drei Leutchen gingen gerade nach unten. Es war noch hell, es ließ sich gut Laufen und doch war ich langsam platt. Je weiter es nach unten ging, um so mehr meldeten sich die Schnekel. Die drei vor mir entfernten sich langsam. Das Rechnen ging noch einmal los. 19:08Uhr. 19:30uhr wird es dunkel. 23Uhr sind wir gestartet. Also eine Stunde drauf. Dann bin ich 20:08h unterwegs. Wenn es noch 15km ab Arteara sind, ich unten noch nen 6er Schnitt laufen kann, muß ich den Abstieg in 20min schaffen. Nie geht das! Unten sah ich Arteara, aber das war noch viel zu weit weg. Dann doch keine 22h. Dann eben nicht. Nicht schlimm. Bis hier her hat es Spaß gemacht. Dann geht es eben den Rest des Abstiegs gemütlich runter und der Rest wird in Ruhe Heim gejoggt. Paßt. Der Haken war am Rennen. Dampf raus.
Kurz vor 20Uhr war ich in Arteara. Da gab‘s nen Schluck Cola, Wasser auffüllen und dann war auch schon Denise da. Wir schnackten ein wenig und ich beschloß mit ihr ins Ziel zu laufen. Gemütlich trotteten wir durch die Oase. Oben auf der Straße wurde weiter gequasselt und gewandert. Dann liefen wir ein wenig an, um später weiter zu wandern. Seit dem Abstieg hatte ich nicht mehr wirklich auf meine Uhr gesehen. Es dürften noch so um 15 oder 16km gewesen sein, da fiel der Blick erneut auf die Uhr. 20:37 stand da. Und in dem Moment fiel mir auf, dass ich doch gar nicht die Uhrzeit auf dem Display stehen hatte, sondern die Laufzeit. Bis 22h waren also noch 1:20h Zeit. Wäre ich am letzten VP normal weiter gelaufen, hätte ich die 22h locker im Sack gehabt. Aber jetzt? Hmm. Das Ding war gegessen. War es das? Ja. Wirklich? „Wenn du kannst, versuch es!“ meinte Denise. Stimmt! „Ich lauf dann mal zu.“ Lampe heller gestellt, nen Schluck Wasser aus der Flasche und go! Nach einigen Minuten kam das Schild „15km“. Teils lief ich nen 5er Schnitt, teils leicht drunter, teils leicht drüber. Kann ich das jetzt noch 15km laufen? Ich werde es sehen. Die Strecke flog an mir vorbei. Lichtkegel anderer Läufer tauchten auf, blieben hinter mir und die nächsten Lichtkegel waren zu sehen. Ich lief so wie es ging, schaute immer mal auf die Pace und auf den staubigen, steinigen Weg. Noch paßte alles. In Gedanken ging ich wieder und wieder die noch folgende Strecke durch. Irgendwann mußte das Betonwerk im Dunkeln auftauchen. Da war der letzte VP. Dann gings noch ein Stück breiten Fahrweg und nach einer Brücke in den Baranco, ein ausgetrocknetes Flußbett. Wenn ich da durch bin, ist es nicht mehr weit bis zum Leuchtturm. Dort war im vergangenen Jahr das Ziel. Da waren 126km zu Ende. Dieses Jahr dürfen wir noch reichlich einen km weiter bis zum Kongresszentrum. Kann ich im Baranco das Tempo noch halten? Reicht es bis 22h? Ich werde es sehen.
Plötzlich tauchte schon das Betonwerk auf. Der letzte VP. Dieser Stop war ganz kurz. Im Lauf kippte ich fix die Flasche aus, füllte etwas Cola auf, trank aus, füllte etwas Wasser nach und im Weiterlaufen wurde die Flasche zugedreht und am Rucksack verstaut. Soweit es ging, wollte ich um die 5er Pace laufen. Es war nun nicht mehr weit bis zur Brücke. Bis dahin geht es und dann schaun wir mal, wie es durch das Flußbett geht. Kurz vor der Brücke tauchte die nächsten drei Läufer auf. Den linken kenne ich doch. Das muß Jan sein. Und daneben, das war doch Aschu. Hmm, dann sehen wir uns leider doch zwei Mal auf der Strecke. Schade. Anderseits war es für uns alle nicht mehr weit. Im vorbeilaufen tippte ich Jan kurz auf die Schulter und dann war ich auch schon vorbei. Wir sehen uns bald.
Nach der ersten Brücke kam der Abzweig in den Baranco. Jetzt hieß es die volle Konzentration behalten. Es war nicht mehr so flüssig zu laufen. Man mußte schauen, dass man von Stein zu Stein springen konnte. Am Rand des Baranco saßen immer wieder Leute und klatschten, wenn man vorbei kam. Das war schon klasse. Nach der achten Brücke geht es raus. Bis zur vierten oder fünften Brücke zählte ich noch mit. Dann war ich raus. Verzählt. Wie weit noch? Keine Ahnung. Es zog sich. Vorn ein rotes Licht. War das der Ausstieg? Ich kam näher. Dann sah ich, dass es auch „nur“ ein Rücklicht eines Läufers war. Nun sah ich aber vorn den Ausstieg. Vor der nächsten Brücke ging es hoch. 21:45h. Noch 15min. Noch 3km? Bis zum Leuchtturm mag es reichen, bis zum Kongresszentrum eher nicht. Egal. Einfach laufen. Dann werden wir ja sehen. Es ging ein paar Stufen aus dem Baranco auf eine Promenade und nun war nur noch Asphalt. Eigentlich war es geschafft. In welcher Zeit? Egal. Es war geschafft. Es war ein toller Lauf. Ich nahm noch einmal Tempo auf und genoß es so Laufen zu können, genoss diese schwere Strecke so geschafft zu haben. Es war ein doddal chaotischer Lauf. Es ging wie immer zu schnell los, die Verpflegung bescherte das bekannte Tief und im Anschluß kam das bekannte hoch. Nichts Außergewöhnliches. Immer wieder das gleiche Strickmuster. Wenn ich mal groß bin, mach ich das vielleicht auch mal richtig – also über einen kompletten Lauf meine ich jetzt und nicht nur über Teile dessen. Aber eigentlich war mir das gerade auch ein Stück weit egal. Der Abschluß war doch noch einmal furios. Also war es auch der Lauf. Was hätte sein können, war egal. Die Promenade entlang eines kleinen Sees endete. Vorn sah ich schon die Häuser der Strandpromenade und den Leuchtturm. Es war bis dahin kein km mehr und die Uhr zeigte 21:47h. Das paßt. Jetzt noch über den Holzbohlensteg an den Restaurants vorbei, dann war ich am Leuchtturm, dann noch bis zur Pinguinbar an der Strandpromenade und dann ging es rechts weg geradewegs zum Kongresszentrum.
Doch was war das? Eingangs der Holzbohlen führte die Markierung in den Strand. Was soll das denn jetzt? Ich bin hier nicht beim Beachvolleyball! Gefühlte 300-400m ging es durch schönen weichen, tiefen Sandstrand. Klasse! Nein, es hob mich nicht mehr an. Der Leuchtturm war da. 21:53h. Schaun mer mal wie weit es in den nächsten 7min noch geht. Ab jetzt kamen die Zusatzmeter. Ab jetzt war Laufen nur noch so zum Spaß. Eigentlich hätte ich rausnehmen können. So richtig traute ich mich nicht, um nicht beim austrudeln noch einen Krampf zu provozieren. Das hätte Zeit bis nach der Ziellinie. Pinguinbar, Rechts, Einkaufszentrum, Kongresszentrum in Sicht, Ziel in Sicht, in den Kreisel am Ziel vorbei, noch 100m die Straße hoch, wenden und dann kamen die letzten Meter. Maren und Silke standen am Rand.
Geschafft!
Bei 22:02:17h blieb die Uhr stehen.
Das war ein Lauf!
Völlig chaotisch,
sauanstrengend,
wunderschön und
am Ende gar nicht mal so schlecht.
Platzen mit Ansage? Stimmt. Und wieder erholen und zurückkommen. Aber auch das kennen wir ja.
;-)
PS: Das geilste auf der Insel war aber eigentlich gar nicht der Lauf. Aber das ist eine andere Geschichte.

4.92857
Gesamtwertung: 4.9 (14 Wertungen)

Wenn ich das lese, merke ich...

... dass ich ein Lauf-As persönlich kenne.
Starke Leistung.

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Gratulation Schaltk

am frühen morgen sowas zu lesen ist der Hammer und Motivationschub sowieso.

Danke fürs mitnehmen auf den Lauf.

hast wiedermal prima gemacht Schalk

Gromsi

ein Spiel hat 90 min.

1. Drittel losstürmen
2. Drittel zweifeln, obs das alles wert ist
3. Drittel Zielsprint
du bist ein Phänomen ! ;-)

extreme Ausdauer

beim Laufen und beim Schreiben Kann dir niemand absprechen. Bis jetzt dachte ich du machst das alles so locker und flockig. Doch diesmal scheint es als hättest du ein paar "kleine" Krisen zu bewältigen, und hast das wieder so locker gemeistert.
Hubert Beck schreibt in seinem Buch: Bei einem extremen Ultralauf fällt man von einer Krise in die andere. Somit zeichnet ein gutes Krisenmanagment einen guten Ultraläufer aus.

Den Hut den ich vor dir ziehe hat mindestens 3 m Durchmesser. einfach Klasse

geplatzt bin ich heute auch

nur zurückgekommen leider nicht.

Was für ein Wahnsinnsrennen! Das Ganze am Bildschirm zu verfolgen hat mich mehr geschafft als der Lauf heute ;-) Aber die letzten KIlometer bist du ja nur noch geflogen! Gefühlt kam ich gar nicht mehr mit der Aktualisierung der Seite nach und - Wupp, du warst schon wieder eins weiter. Und mit deiner errechneten Ankunft im Ziel haben die sich auch doddal vertan ;-)))

Du bist ein ganz Großer. Alles richtig machen ist im Nachhinein leicht gesagt. Aber wenn man am Schluss noch so zusetzen kann dann kann nicht alles falsch gewesen sein!

EIne virtuelle Umarmung von hier und ganz ganz viele Glückwünsche und Gratulationen aus Ostfrankreich ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Junge Junge....

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
"Kino in den Waden" ... da musste ich mal heftig lachen. Ansonsten: staunen, staunen, staunen.
Gratuliere zum Finish bei diesem gigantischen Lauf!
Ich geh dann mal gechillt joggen ins Pfaffenbachtal :-)

Als ich letzten Samstag nach dem Spinning

in lockerer Runde erzählte, dass gerade jetzt ein paar Jogmapfreunde von mir, den TGC mit soundsoviel km und HM unterwegs seien, meinte mein einer Laufkollege nur schelmisch: ach, das sind dann die Verrückten, die für dich immer das Alibi sind, dass alles, was du machst, völlig normal ist, stimmt's? Ja, da musste ich ihm Recht geben ;-)
Was für eingroßes Kino! Unvorstellbar! Und ich habe mal wieder jede Zeile ehrfurchtsvoll verschlungen. Riesenglückwunsch zum Durchkämpfen und erfolgreichem Finish!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Ohne Mampf kein Kampf

Das hast Du an Dir selbst erlebt. Der Rest wie immer: so mittel :lach:

Das hast Du mal wieder super hingekriegt. Die Strecke liest sich bei Dir wie ein "Kindergeburtstag" - und man hat beim Kartenspielen einmal den schwarzen Peter erwischt und am Edne doch gewonnen.

Hut ab und tiefe Verneigung. Ja, ju, die ebenen Meter zugunsten der Spaßmeter weglassen - so hört sich das an.

Und danke für die schönen Bilder! Wirklich tolle Ecke da.

Mir gehts wie der Sonnenblume :-)

Du bist mein Alibi, Schalk, *lach!* Ach was bin ich doch völlig normal und mein Sport sowas von harmlos ;-)
Granatenstark, was du da wieder gerockt hast! Wie kann man nach 5(!) Stunden sein Tempo finden? Ich dachte immer, auch bei solchen Läufen müsse man es auf den ersten Kilometern finden oder es zerlegt einen später irgendwann. Ich leide während des Lesens beim Abwärtslaufen mit dir mit, habe da ja immer meine allergrößten Probleme. Hochzu ist viel schicker, finde ich auch. Richtig irre, was du wieder abziehen konntest, nachdem du was in den Magen bekamst! Die letzten Kilometer mit der 5er Pace, ich glaub ich lese nicht recht....Hammer!!! Ganz fetten Glückwunsch!!!

Lieben Gruß
Tame

Ach hätte ich doch auch....

diese Kartöffelchen gegessen...*seufz*...man, bist Du stark!!!
Du hast es geschafft, Andreas hat es geschafft und noch einer und noch einer und die Irren auch und ich habe mich sehr mit Euch mitgefreut!!

Also ist es möglich...danke für die detailierte Beschreibung...auch dort aus einem kilometertiefen Tief wieder raus zu kommen...ich werds mir merken und mich hoffentlich nächstes Jahr erinnern. ;o)
Was für ein Fight zum Schluss...DU TIER!!!
Ich fands mit Euch einfach nur genial...danke :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Was für ein Lauf

Da war ja wirklich alles dabei. Danke, dass du deine Erlebnisse an uns weiter gibst. Es macht großen Spaß zu lesen, aber ich war doch froh, dass ich das entspannt am Schreibtisch mit einer Tasse Tee tun konnte und nicht selbst durch diese endlosen Höhenzüge Gran Canarias laufen musste.

Ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem starken und extremen Lauf.

Gruß
Uli

dich zu kennen...

...ist ein sehr großer gewinn, den ich nicht mehr missen will. echtgezzma.
nicht nur, dass du voll krass nen ganz "töften kerl bis" von dem ich, was die mentale einstellung während eines rennens betrifft, so viel lernen kann - nee, durch dich kann ich solche sachen wie den tgc erleben, ohne den selbst laufen zu müssen...
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laufend staunt einfach nur und gratuliert ehrfürchtig: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Lieber Schalk

meine Welt ist wieder gerade gerück!
Du kannst NEBEN dem Fliegen auch wandern und joggen ;))
Meinen herzlichsten Glückwunsch und danke für beste Unterhaltung.
Schöne Grüße an die beste Kartoffelköchin der Welt, du weißt ja, dass sie deine Rettung war... :)
LG, KS

Un-f***ing-glaublich!

Einzig plausible Erklärung für so eine faszinierende Leistung: Du bist als kleiner Junge in einen Topf mit Chia-Samen gefallen!!!
Danke für den tollen Bericht -- so viele Auf-und-Abs... tatsächlich wie mental! Und alle gemeistert!! Stark, echt stark!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Vielen Dank...


... für das "mitnehmen".
Und Gratulation zu einer mal wieder saustarken Leistung!
Gruß aus dem Havelland
Jens

Was ist geiler ...

... als zurückzukommen und die letzten Stunden Richtung Ziel noch Laufspaß zu haben? So ein Brett wird man sowieso niemals durchgängig ohne Tiefs durchlaufen können. Insofern war das doch großartig, was du auf die Strecke gebracht hast. Und ein bisschen TDG-like ;-). Also, ich freu mich für dich und hab' Mordsrespekt vor deiner Leistung! Ich bin da nur mal den Marathon gelaufen und hab' deshalb nicht mehr als nur eine ehrfürchtige Ahnung wie heftig es auf die Langstrecke sein muss.

Denise ist ja auch alles andere als ein unbeschriebens Blatt. Sie gewann letztes Jahr, wie du vermutlich weißt, die 201 km beim Swiss Irontrail in der Gesamtwertung. Also auch vor allen Männern. Und sie war beim TDG auf dem Treppchen. Selbst gesundheitlich angeschossen wie jetzt ist sie noch stark.

Eigentlich könntest du ja jetzt das Laufjahr locker ausklingen lassen ;-).

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Super Bericht ...

... über ein Brett von einem Lauf. Großartige Leistung, Wahnsinn!

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